„Heil-Hitler-Athleten“

Biermann diffamiert Chemnitzer Demonstranten

In einem Interview mit der „Freien Presse“ äußert sich der Liedermacher Wolf Biermann abfällig in Bezug auf die Chemnitzer Demonstranten.

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<p>Bild (Wolf Biermann, Buchmesse): JCS via <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Frankfurter_Buchmesse_2016_-_Wolf_Biermann_2.JPG">Wikimedia Commons</a><br />
[<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/">CC BY-SA 3.0</a>] (Bild zugeschnitten)</p>

Bild (Wolf Biermann, Buchmesse): JCS via Wikimedia Commons
[CC BY-SA 3.0] (Bild zugeschnitten)

Chemnitz. – Nach den Demonstrationen 2018, welche als Reaktion auf die Ermordung von Daniel H. mutmaßlich durch zwei Asylwerber stattfanden, äußerte sich nun der aus Hamburg stammende Wolf Biermann über die Chemnitzer Ereignisse (Die Tagesstimme berichtete ausführlich) und Ostdeutschland im Allgemeinen.

„Orgie des Fremdenhasses“

Biermann bezeichnet die vermeintlichen „Hetzjagden“ als „Orgie des Fremdenhasses“. Im genannten Interview zeigt sich der DDR-Bürgerrechtler erfreut darüber, die Ausschreitungen lediglich im Fernsehen mitverfolgt zu haben. Teile der Demonstranten bezeichnet er als „zusammengerottete Heil-Hitler-Athleten aus der Muckibude“. 

Enthüllungen über die ÖVP

Die „Hass-Hysterie“ sei im Osten wesentlich stärker ausgeprägt als im Westen der BRD. Die Begründung hierfür sei die mangelnde Lebenserfahrung mit Ausländern. Ein weiterer Faktor sei außerdem die mangelhafte Aufklärung über den Nationalsozialismus zu DDR-Zeiten. 

„Tapferes Menschenherz“ gegen „populistische Demagogen“

Einen Lichtblick sieht Biermann allerdings auch: So würden selbst in Sachsen „viele lebenskluge Menschen“ leben, die ihn begeisterten. Diese würden den von ihm als „Wutbürger“ bezeichneten Menschen eine Stirn bieten, „hinter der Vernunft regiert“. 

Ein „tapferes Menschenherz“ würde den Demokraten im Osten Deutschlands dabei helfen, den „populistischen Demagogen“ entschieden entgegenzutreten.

Prozessbeginn in Dresden

Am Montag dieser Woche startete der Prozess gegen Alaa S., wie die Tagesstimme bereits berichtete. Nach der Ermordung von Daniel H. kam es in Chemnitz verstärkt zu Demonstrationen. Aufgrund eines Videos, welches durch eine Quelle der linksextremen Antifa veröffentlicht worden ist, wurde in den Medien das Narrativ von vermeintlichen „Hetzjagden“ übernommen. 

Zum damaligen Zeitpunkt äußerte unter anderem der SPD-Politiker Hans-Georg Maaßen seine Bedenken in Bezug auf die Glaubwürdigkeit und die Aussagekraft des genannten Videos. Aufgrund starker Kritik verlor der Ex-Verfassungsschutzpräsident seinen Posten und wurde im November 2018 in den einstweiligen Ruhestand versetzt.

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