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Treffen mit Seehofer

„Lifeline“-Kapitän fordert Aufnahme von 150 Migranten

Der Kapitän des „Seenotrettungsschiffs Lifeline“ forderte den deutschen Innenminister Horst Seehofer (CSU) dazu auf, 150 Migranten aus Libyen in der Bundesrepublik aufzunehmen.

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<p>Bild (&#8222;Lifeline&#8220;): Hermine Poschmann via <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lifeline_(Schiff).jpg">Wikimedia Commons</a> [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de">CC BY-SA 3.0</a>] (Bild zugeschnitten)</p>

Bild („Lifeline“): Hermine Poschmann via Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0] (Bild zugeschnitten)

Berlin. – Der unter anderem wegen Missachtung von Anweisungen durch italienische Behörden angeklagte Kapitän des Schiffs, Claus-Peter Reisch, forderte außerdem eine Verstärkung der „humanitären Hilfe“. Die deutsche NGO fiel in der Vergangenheit bereits mehrfach durch umstrittene Äußerungen und Forderungen auf – Die Tagesstimme berichtete regelmäßig.

Seehofer will Aufnahme der Migranten prüfen

Wie der Kapitän in einem Video auf Twitter berichtet, habe er dem Innenminister gezeigt, „was vor der Küste Libyens so abgeht“. Weiter habe er Seehofer drei Forderungen gestellt. Im Video gibt Reisch allerdings an, vorerst nur eine davon veröffentlichen zu wollen: Die Aufnahme von 150 libyschen Migranten. Unter ihnen seien Frauen und Kinder.

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Um ihnen ein „menschenwürdiges Leben“ zu ermöglichen, sei es zwingend notwendig, diese in Deutschland aufzunehmen. Seehofer gab an, die Forderung schnellst möglich zu prüfen.Wie die „Welt“ berichtet, befindet sich die „Lifeline“ zwar derzeit in Gewahrsam, sei jedoch laut Reischs Eigenangabe „ausgerüstet und startfertig“.

Reisch: „Schritt in die richtige Richtung“

In dem Gespräch zwischen dem Kapitän und Seehofer sei außerdem beschlossen worden, in Kontakt zu bleiben. So solle der Austausch über eine mögliche Aufnahme von Migranten erleichtert werden.

Angeklagt ist Reisch derzeit in Malta. Die Vorwürfe lauten: Unsachgemäße Registrierung des Schiffs sowie die Missachtung von Anweisungen italienischer Behörden. Diese hatten ihn unmissverständlich dazu aufgefordert, die Rettung von vermeintlichen Flüchtlingen der libyschen Küstenwache zu überlassen. 

Gegen eine Kaution von etwa 10.000 Euro wurde Reisch vorerst frei gelassen, wie der „MDR“ berichtet. Der nächste Gerichtstermins für den 5. Juli 2019 angesetzt.

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