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Gesellschaft

Wegen Ansichten: Buchautor Taylor aus Schengenraum ausgewiesen

Joshua Hahn

Veröffentlicht

am

Dem US-amerikanischen Autor und Journalist Jared Taylor wurde offenbar am Züricher Flughafen ein Einreiseverbot für den gesamten Schengen-Raum erteilt.

Zürich. – Wie der Betreiber des Blogs „American Renaissance“am Freitag auf dem selbigen mitteilt, sei er bei der Passkontrolle festgehalten worden und durfte den Flughafen nicht verlassen. Die Ausweisung sollte laut Taylors Auskunft noch am Samstag geschehen.

Einreiseverbot bis 2021

Wie der Autor schreibt, sei ihm bei einer Zwischenlandung in der Schweiz auf dem Weg nach Schweden die Weiterreise verweigert worden. Taylor befand sich auf dem Weg nach Stockholm, um einen Redebeitrag zum „Scandza Forum“ zu liefern. Dort spricht unter anderem auch der bekannte neurechte Autor Martin Lichtmesz.

Die Ausweisung sei eine Anordnung aus Polen gewesen, so Taylor weiter. Bis zum Jahr 2021 darf er nun alle 26 Länder der Schengen-Zone nicht mehr betreten. Auf Nachfrage des Blog-Betreibers sei ihm kein konkreter Grund für das Verbot aus Polen genannt worden. 

Vorwurf: „Absicht totalitäre Ideologie zu verbreiten“

Als offensichtlichster Grund kämen wohl seine kontroversen Reden zum Thema Immigration in Frage. Im letzten September sprach er in Warschau. Obwohl die Veranstaltung privat war, wurde seitens der Polizei Druck auf den Veranstalter ausgeübt, dass dieser mithaften würde, sollte sich Taylor nicht an die „hate speech laws“ halten. Grund für die Beobachtung der Veranstaltung war laut den polnischen Behörden die Absicht des Redners, eine „totalitäre Ideologie zu verbeiten“.

Wie der Blog-Betreiber schreibt, wurde ihm bereits vor drei Jahren die Einreise nach Großbritannien untersagt. In einem persönlichen Brief von Theresa May, welche damals noch das Amt der Innenministerin besetzte, verbot sie ihm das Betreten britischen Bodens. Begründet sei das Verbot mit den Worten gewesen, seine Ansichten wären „widerwärtig“, so Jared Taylor.

Intellektueller mit Profil

Jared Taylor studierte an der Yale Universität Philosophie und erhielt dort 1973 einen Bachelor of Arts. Am Institut d’études politiques de Paris studierte er danach Internationale Ökonomie. Dieses Studium schloss er mit einem Master of Arts ab. Taylor lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Virginia. 

Zu seinen bekanntesten Büchern zählt „Paved With Good Intentions: The Failure of Race Relations in contemporary America” von 1993. Dort beschreibt er die zunehmenden Spannungen zwischen verschiedenen Ethnien in den USA. Seine Kritiker werfen ihm nicht zuletzt deshalb regelmäßig vor, ein vermeintlich rassistisches Narrativ zu prägen.

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Zickenschulze

    1. April 2019 at 12:08

    Wer hat Grund seine klare Aussagen zu fürchten?
    Nur Totalitäre, die ihre eigene Bezeichnung gleich anderen überstülpen.
    Aufschlussreich!

  2. Avatar

    Johann

    1. April 2019 at 12:33

    So kann man Zensur auch betreiben. Die Leute gar nicht erst anreisen lassen. Schade, dass man nicht erfährt, wer das in Polen initiierte, da Polen doch mehrheitlich patriotisch orientiert ist.
    „Hate speech” ist eine sehr bequeme Möglichkeit, jemanden mundtot zu machen, denn sobald man sich _gegen_ eine Sache ausspricht, kann das bereits als Hass gewertet werden und wird es auch. Traurig, wo wir bereits angelangt sind. „Politisch korrekt” ist die Einleitung, und das hier ist schon die Perfektion der Zensur.

  3. Avatar

    Wakka Takka

    1. April 2019 at 16:16

    Kontrovers sicherlich was er schreibt und in seinen Vorträge sagt, aber der Mann ist deswegen noch lange kein Rassist, in keinem einzigen seiner Rede hat er bisher gegen eine Ethnie gehetzt oder zur Gewalt aufgerufen, solange das niemand macht, hat jeder das Recht auf Meinungsfreiheit.

    Auch kontroverse Themen muss eine Demokratie aushalten.

    Seine Videos kenne ich, in vielen Punkten hat er absolut Recht.

  4. Avatar

    Peter Hofmüller

    2. April 2019 at 10:29

    Unglaublich!

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Gesellschaft

Sachsen: Sprachschützer üben Kritik an Gender-Beschluss für Gesetze

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

Die schwarz-rot-grüne Regierung in Dresden beschloss am Dienstag, künftig all seine Gesetze und Verordnungen zu gendern. Dies ruft den renommierten Sprachverein Deutsche Sprache (VDS) auf den Plan. 

Berlin/Dresden. – Eigentlich ist es ein Entschluss, den man dem ebenso konservativen wie widerständigen Sachsen nicht unbedingt hätte zugetraut. Aber seit die Kenia-Koalition im Amt ist, ticken die Uhren anders. Die grüne Justizministerin Katja Meier (Grüne) freute sich über den Beschluss: Die Sprache der Gesetze stammte aus einer Zeit, in der Frauen und Männer nicht dieselben Rechte hätten, die sprachliche Sichtbarmachung dieser Gleichberechtigung sei ihr ein „besonderes Anliegen”.

Sprachverein äußert scharfe Kritik am Vorstoß

Der Verein Deutsche Sprache (VDS) sieht dies ganz anders: „Wer die Sprache so entstellen muss, ist weit von der Lösung echter Geschlechterprobleme entfernt”. Nach Ansicht seines Vorsitzenden Walter Krämer sei Deutsch bereits geschlechtergerecht, das biologische und grammatikalische Geschlecht stünden in keinem Zusammenhang. Und: „Wer so etwas glaubt, sollte sich mit der deutschen Sprache und Grammatik beschäftigen”, zitiert die Junge Freiheit den obersten Sprachschützer.

Dass ausgerechnet ein Justizministerium sich über „Regeln der amtlichen Rechtschreibung hinwegsetzt”, hält Krämer für ein „starkes Stück”. Dabei müsse gerade ein solches Ressort wissen, „dass man sich Regelungen nicht zurechtbiegen kann, wen sie einem nicht gefallen”. Bislang führte der Freistaat Sachsen in Gesetzestexten das sogenannte generische Maskulinum, Frauen waren mitgemeint.

Junge Freiheit startete Petition gegen „Gender-Sprech”

Mit der verstärkten Berichterstattung über Stimmen, welche sich gegen Gendersprache aussprechen, will die Junge Freiheit als Wochenzeitung auch eine eigene Petition in diese Richtung bewerben. Wie die Tagesstimme in der Vorwoche berichtete, sehen die Initiatoren im ‚Gender-Sprech’ eine „Gefahr für die deutsche Sprache”, alles im Sinne eines „ideologischen Umerziehungsauftrags”. Man richtete sich damit an öffentlich-rechtliche Redaktionen, Kirchen, Bildungseinrichtungen und Behörden.

All diese Einrichtungen sollen nach Ansicht der Petenten „zum altbewährten Deutsch zurückkehren”. Bis Mittwochnachmittag waren beinahe 15.000 Bürger dem Aufruf gefolgt und unterzeichneten den Appell gegen die umstrittenen, vermeintlich geschlechtergerechten Sprachvarianten.


Weiterlesen:

Junge Freiheit startet Petition gegen Gender-Sprache (04.07.2020)


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Gesellschaft

Wien: Linksextremer wegen Angriff auf Burschenschafter verurteilt

Stefan Juritz

Veröffentlicht

am

Wegen Körperverletzung und Nötigung musste sich heute ein Linksextremer vor Gericht verantworten. Ein Video dokumentierte den Angriff auf einen Burschenschafter.

Wien. – Am heutigen Mittwochvormittag fand am Wiener Landesgericht der Prozess gegen einen linksextremen Demonstranten wegen eines tätlichen Angriffs auf einen Burschenschafter statt. Der Angeklagte wurde wegen Körperverletzung und Nötigung zu zwei Monaten bedingter Freiheitsstrafe verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Pikantes Detail am Rande: Bei dem Angeklagten soll es sich um den Politikwissenschaftler Alexander W., einem Autor der weit links stehenden „Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit” (FIPU), handeln.

Angriff an der Uni Wien

Laut Staatsanwaltschaft hatte der Angeklagte am 15. Januar im Zuge einer Demonstration an der Universität Wien einen Burschenschafter attackiert. Die Polizei konnte damals zwei Tatverdächtige vorübergehend festnehmen, sie wurden auf freiem Fuß angezeigt. Der Burschenschafter erlitt bei dem Angriff Prellungen am Kopf und an der Lendenwirbelsäule.

Video zeigt Schlag

Einer der beiden damals vorläufig festgenommenen Tatverdächtigen stand nun auch vor Gericht.  W. hatte zu Prozessbeginn jedoch nur eingeräumt, dem Burschenschafter eine Ohrfeige verpasst zu haben und bestritt, mit der Faust zugeschlagen zu haben. „Ich habe noch nie jemandem einen Faustschlag ins Gesicht gegeben. Und ich habe das in dieser Situation auch sicher nicht gemacht”, erklärte er vor Gericht.

Ein Video des Angriffs, das auf Instagram veröffentlicht wurde, zeigt den Schlag in das Gesicht des Verbindungsstudenten. 

Nichtsdestotrotz zeigte der – nicht rechtskräftig – verurteilte Politikwissenschaftler vor Gericht keine Reue und distanzierte sich auch nicht von der Tat.

 

Drohungen gegen Burschenschafter

Im Vorfeld des heutigen Prozesstages kam es indes zu einem Farbangriff auf eine Studentenverbindung: In der Nacht auf Mittwoch beschmierten mutmaßliche Linksextreme die Hausfassade des Akademischen Corps Posonia mit der Parole „Burschenschaften zerschlagen” – in diesem Gebäude wohnt jener Burschenschafter, der im Januar angegriffen worden war, ein Zusammenhang scheint daher wahrscheinlich.


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Prozess gegen 14 Linksextremisten wegen Störaktion gegen Identitäre

Gastautor

Veröffentlicht

am

In Wien begann am 7. Juli der Prozess gegen 14 Linksextremisten, die 2018 eine Kundgebung der Identitären gestört haben sollen. Die Anklage wirft ihnen Sprengung einer Versammlung, Widerstands gegen die Staatsgewalt sowie Körperverletzung vor.

Wien.– Am 13. Oktober 2018 veranstaltete die Identitäre Bewegung (IB) auf der Wiener Freyung eine „IB-Zone“. Dabei handelt es sich um einen Info-Stand, in dessen Umgebung IB-Aktivisten Flugzettel verteilten. Während der Veranstaltung erschienen 20 bis 30 vermummte Linksextremisten und versuchten, die Identitären mit Regenschirmen zu bedrängen, wobei sie laute Parolen riefen.

Linksextreme leisteten Widerstand gegen Polizei

Die Polizei war vor Ort und ging sofort dazwischen, wie auf einem Video von Identitären-Chef Martin Sellner zu sehen ist. Ebenfalls ist darin festgehalten, wie die Polizei die Linksextremisten wiederholt auffordert, 50 Meter Abstand zur IB-Zone einzuhalten, was diese jedoch ignorieren. Stattdessen leisten einige der Störer Widerstand gegen die Polizisten, als diese beginnen, sie zurückzudrängen.

Am Dienstag hat nun am Wiener Straflandesgericht der Prozess gegen 14 der beteiligten Linksextremisten begonnen. Ihnen wird die versuchte Sprengung einer Versammlung vorgeworfen. Gegen 13 von ihnen wird zusätzlich wegen versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt sowie wegen versuchter schwerer Körperverletzung ermittelt. Letzterer Vorwurf wird damit begründet, dass aus den Reihen der Linksextremisten ein Schirm auf die Polizisten geworfen worden sei.

Von den 14 Angeklagten äußerten sich 13 überhaupt nicht. Lediglich einer sprach von einer „politisch motivierten Anklage“. Alle bekennen sich nicht schuldig. Auch die Verteidigerin plädiert auf nicht schuldig und sieht in der Störaktion einen legitimen Protest. Es sei bei einigen der Angeklagten nicht einmal klar, ob sie überhaupt an der Störaktion teilgenommen hätten. Der Prozess wird am 22. Juli fortgesetzt.

Polizei geht gegen filmenden Journalisten vor

Vor Prozessbeginn kam es vor dem Gerichtsgebäude zu einem Zwischenfall. Der rechte Journalist und Publizist Georg Immanuel Nagel filmte eine linke Kundgebung, bei der die Teilnehmer ihre Solidarität mit den Angeklagten bekundeten. Daraufhin wurde er von den Linken bedrängt. Polizisten gingen dazwischen, interessierten sich jedoch nicht für die Linken, sondern hielten stattdessen Georg Immanuel Nagel fest. Diesem warfen sie vor, widerrechtlich die Straße betreten und damit eine Verwaltungsübertretung begangen zu haben. Außerdem habe er die Linken durch das Filmen provoziert. Nagels Personalien wurden deshalb aufgenommen.

Er selbst sieht sich durch die Polizei unfair behandelt, da er durch das Betreten der Straße lediglich den aggressiv auftretenden Linken ausweichen habe wollen. Nagels Video zeigt außerdem, dass zwei Personen von der linken Kundgebung ebenfalls die Straße betreten, um ihn zu verfolgen, diese aber von der Polizei nicht behelligt werden.

Kritik an Auswahl der zugelassenen Journalisten

Außerdem kritisiert Nagel, er sei als Journalist nicht in den Verhandlungssaal gelassen worden. Man habe seinen Presseausweis nicht akzeptiert, da dieser nicht „akkreditiert“ sei. Nagel sieht in dieser Praxis eine „willkürliche” Einschränkung der Berichterstattung, da alle Presseausweise gleichermaßen von Privatvereinen vergeben würden und somit sein Ausweis, der ebenfalls von einem Privatverein stamme, diesen gegenüber nicht benachteiligt werden dürfe. Die Beschränkung auf „akkreditierte Ausweise“ führe dazu, dass nur die „Mainstream-Medien” zu Prozessen zugelassen würden, meint Nagel.


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