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Kultur

‘Deutschland von rechts’: Zweite ‘Freilich’-Ausgabe ist erschienen

Stefan Juritz

Veröffentlicht

am

Freilich Ausgabe 2. Foto: Die Tagesstimme

Das neue Freilich-Magazin aus Österreich sorgte mit seiner ersten Ausgabe bereits für sehr positive Reaktionen im patriotischen Milieu. Umso erfreulicher ist zu sehen, dass das “Magazin für Selbstdenker” das Niveau halten kann und auch diesmal mit einigen äußerst interessanten Beiträgen aufwartet.

Rezension von Stefan Juritz

Die aktuelle Freilich-Ausgabe trägt den Namen “Deutschland von rechts” und hat als Themenschwerpunkt die sogenannte “Mosaik-Rechte”. Dabei stellt das Magazin in einer äußerst lesenswerten Reportage verschiedene Projekte und Organisationen der deutschen Rechten vor: von der AfD über das Institut für Staatspolitik bis zur Identitären Bewegung. Veranschaulicht wird die “Mosaik-Rechte” auch anhand einer Grafik, auf der 53 Projekte/Initiativen/Verlage aufgelistet sind.

Diese “Mosaik-Rechte” ist gleich danach auch ein Thema im Interview mit Philip Stein, dem Leiter der patriotischen Bürgerinitiative Ein Prozent. Stein spricht darin über den politisch-kulturellen Wandel in Deutschland, die AfD und die wichtige Arbeit seiner Bürgerinitiative, die man etwas scherzhaft als eine Art “Greenpeace für Deutsche” bezeichnen könnte.

Interview mit AfD-Chef Gauland

Einer der Höhepunkte der Ausgabe ist das ausführliche Exklusiv-Interview mit AfD-Vorsitzenden Alexander Gauland, der darin betont, “den deutschen Nationalstaat erhalten” zu wollen. Außerdem spricht er über die Wiederbelebung des Parlamentarismus und die Zukunft seiner Partei. Mit der AfD und der Diskussion um den Verfassungsschutz befasst sich weiters der Jurist und Publizist Josef Schüßlburner in seinem Artikel “Der ‘Prüffall’ als Verbotsersatz”.

Houellebecq über Trump

Für Überraschung im Heft sorgt der Beitrag des berühmten französischen Schriftstellers Michel Houellebecq über US-Präsident Donald Trump. Dem Freilich-Magazin ist es gelungen, Houellebecqs in den USA erstveröffentlichte Analyse exklusiv in deutscher Übersetzung veröffentlichen zu dürfen.

Der Kulturteil befasst sich diesmal unter anderem mit dem schwelenden Konflikt zwischen der rechtskonservativen Grazer Stadtregierung und der linksliberalen Künstlerszene rund um das Forum Stadtpark.

Österreichs Medien und der linke Rand

Besonders interessant liest sich am Ende der Ausgabe ein Bericht über die Tagung “Rechtsextremismus als Herausforderung für den Journalismus” an der Uni Wien – ein linkes Koordinierungstreffen mit den üblichen Verdächtigen “zur Ausrichtung der öffentlichen Debatte über den ‘rechten Feind'”, wie es im Freilich-Beitrag heißt.

Der Bericht stellt anhand einiger Beispiele fest, dass die Grenzen zwischen Qualitätsjournalismus und Linksextremismus immer weiter verschwimmen. “Unter Türkis-Blau rückt die angeschlagene Linke zusammen und gemeinsam in Richtung politischer Rand. Berührungsängste zwischen linksextremen Antifas und linksliberalen Mainstreamjournalisten bestehen kaum mehr. Die Imagination einer alle Strukturen durchdringenden ‘rechten Gefahr’ lässt aus linken Journalisten ‘Widerstandskämpfer’ werden.”

Den Abschluss der zweiten Ausgabe bildet schließlich die Kolumne des neurechten Publizisten Martin Lichtmesz.

Freilich, Ausgabe No 2/2019, 99 Seiten, kostet in Österreich und Deutschland 13 Euro und kann hier bestellt werden:
https://freilich-magazin.at/#bestellen

1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Avatar

    Walter Gräbeldinger

    3. April 2019 at 19:59

    Das Schlüsselwort in Ihrem Beitrag heißt: ” SCHERZHAFT ” . Mit Humor (nicht verletzend) überbrückt man Vieles und bewahrt die Freundschaft, etwa so (Weiterverbreitung erlaubt!):

    Der letzte Satz gilt auch für dich, liebe Alice !

    Walter

    ——– Weitergeleitete Nachricht ——–
    Betreff: Torte
    Datum: Wed, 3 Apr 2019 19:24:38 +0200
    Von: Walter Gräbeldinger
    An: [email protected]

    Sahra, warum regst du dich über die Torte so auf ?

    Ich hätte sie einfach gegessen! Torten sind doch was Feines !

    Und dann gleich auf dem kürzesten Weg, was für ein Service !

    Du hast nur vergessen, den Mund rechtzeitig und weit genug auf zu machen!

    Wetten, Sahra, du weißst nicht einmal, was für eine Torte es war!

    Da läuft einem ja das Wasser im Mund zusammen!

    Das nächste Mal hebst du mir was auf ! Okay?

    Walter

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Kultur

Brand in der Notre-Dame: Feuer ist vollständig gelöscht

Joshua Hahn

Veröffentlicht

am

ASDF Foto: privat

Ein Brand in der Kathedrale Notre-Dame hat Paris erschüttert. Am Montagabend gegen 18.50 Uhr brach ein Feuer aus. Die Ursache ist bis jetzt ungeklärt.

Paris. – Wie die französische Feuerwehr bestätigt, ist die Ursache für den Brand noch unklar. Derzeit wird jedoch von einem Unfall ausgegangen.

Feuer mittlerweile gelöscht

Der Feuerwehr ist es im Laufe der Nacht nach mehrstündigen Bemühungen gelungen, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Der Dachstuhl ist jedoch fast komplett abgebrannt. Begünstigt wurde dies durch die hölzerne Dachkonstruktion. Videos zeigen, wie der Spitzturm des monumentalen Bauwerks unter den Flammen zusammenbricht. 

Die Fassade und somit das tragende Fundament der Notre-Dame ist laut aktuellen Kenntnissen zumindest größtenteils intakt.

Das meistbesuchte Wahrzeichen der Stadt Paris ist momentan noch nicht vollständig gesichert. So sei es weiterhin einsturzgefährdet, wie ein Sprecher der Pariser Einsatzkräfte bestätigt. Der Brand zog sich über die gesamte Nacht. Erst in der letzten Stunde wurde bekanntgegeben, dass das Feuer nun komplett gelöscht sei.

Im Einsatz waren mehrere hundert Feuerwehrmänner. Wie die „Bild“ berichtet, wurden „alle verfügbaren Mittel” zur Löschung eingesetzt. Die einzige Ausnahme bildeten Löschflugzeuge, diese konnten aufgrund der hohen Einsturzgefahr nicht operieren.

Ursache des Brands unklar

Bekannt ist zum jetzigen Zeitpunkt lediglich, dass an der Kathedrale seit langer Zeit Renovierungsarbeiten durchgeführt wurden. Ob oder wie diese mit dem Feuer zusammenhängen, ist unklar. Von einem Anschlag geht die Polizei in Frankreich derzeit nicht aus, die Ermittlungen wurden aufgenommen. Bei den Löscharbeiten wurde ein Feuerwehrmann verletzt.

Macron versprach Wiederaufbau der Kathedrale

Der französische Präsident versprach einen Wiederaufbau und bat international um finanzielle Mithilfe. Es existieren bereits mehrere Spendenaufrufe und -sammlungen. So hat beispielsweise die französische Kulturerbe-Stiftung Fondation du Patrimoine eine Spendensammlung ins Leben gerufen. Diese ist auf der Internetseite der Organisation einsehbar. 

Aktuell stehen insgesamt bereits 310 Millionen Euro für den Wiederaufbau bereit. Wie die „Welt“ berichtet, sagten zwei Privatmänner aus der Modebranche eine finanzielle Hilfe von 300 Millionen Euro zu.

International rief die Katastrophe Bestürzung hervor. So äußerten sich dazu unter anderem die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Worten: „Es tut weh, diese schrecklichen Bilder der brennenden Notre-Dame zu sehen.“ Auch der US-amerikanische Präsident zeigte sich bestürzt: Die Kathedrale sei „großartiger als fast jedes Museum der Welt“, weiter sei sie einer der „größten Schätze auf der Welt.“

Experten zufolge dürfte der Wiederaufbau der Notre-Dame mehrere Jahrzehnte in Anspruch nehmen. Dies bestätigte unter anderem ein Kölner Dombaumeister gegenüber der „Bild“.

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Kultur

Rezension: Bürger zweier Welten – Ein libertärer Gegenentwurf

Tino Taffanek

Veröffentlicht

am

ASDF Symbolbild Regal (CC0) / Bild "Bürger zweier Welten": antaios.de / Collage: Die Tagesstimme

Erstmals erschien im neurechten Antaios-Verlag ein Buch eines libertären Autors. Er entwirft ein konkretes Verfassungskonzept als Gegenentwurf gegen die wohlbekannte staatliche Ordnung. Lohnt sich der Blick über den staatlichen Tellerrand?

Rezension von Tino Taffanek

Mit dem Titel „Bürger zweier Welten – Ein libertärer Entwurf“ erschien im traditionell neurechten Verlag Antaios erstmals ein Werk eines libertären Autors. Viele libertäre Schriften bleiben bei Aufzählungen staatlicher Übel oder Kritik am Etatismus stehen.  Peter J. Preusse legt hier nach einer allgemeinen Einleitung jedoch einen konkreten Verfassungsentwurf für eine herrschafts- und staatsfreie Gesellschaft vor. Diese Konkretisierung gab laut der Beschreibung des Verlags den Ausschlag, erstmal ein libertäres Werk zu verlegen.

Gemeinschaft

Ausgehend von der direkten Abstammungsgemeinschaft, über die Kern- und Großfamilie bis hin zur griechischen Polis entwickelt Preusse sein Konzept der Gemeinschaft. Deren Grundsätze seien die gegenseitige Affirmation von geteilten Werten der Gemeinschaft, sowie die Abwesenheit von ökonomischer Arbeitsteilung oder Tauschgeschäften. Vielmehr funktioniere die urwüchsige Gemeinschaft nach dem Schema jeder nach seinen Fähigkeiten, jeder nach seinen Bedürfnissen.

Gesellschaft

Als Gegenpol zur persönlich gebunden Gemeinschaft wird von Preusse dann freilich nicht der Staat – in welcher Form auch immer – ins Spiel gebracht, sondern die Gesellschaft. Und zwar als Form der Marktgesellschaft, deren zentrales Element der Handel als Austausch unter Fremden ist. Die Gesellschaft stellt sich also durch die Einsicht des Homo oeconomicus ein, die Kooperation mit Fremden biete Vorteile gegenüber dem Kampf gegen diese. Weitergedacht bis in die Neuzeit wird dabei auch das Rechtswesen zur Handelsware.

Bürger zweier Welten

Als Bürger zweier Welten lebt man heutzutage aber in beiden schematisch umrissenen Sphären. Beide als urwüchsige und normale Formen des Daseins gesehen als das richtige Leben. Doch auch in diesem Fall gibt es kein richtiges Leben im falschen, wobei das Falsche diesmal der Staat ist. Er hält den Menschen in Gefangenschaft illegitimer Herrschaft, macht Vorschriften und schränkt das freie Wirtschaftsleben ein.

Verfassung

Hier kommt nun der auf der Ethik des Eigentums beruhende Verfassungsentwurf ins Spiel. Deren zentraler Punk ist das komplette Fehlen eines autonomen öffentlichen Sektors. Sämtliche Entscheidung werden per direkter Abstimmung getroffen. Die einzige permanente Organisation in Preuss‘ Entwurf ist der sogenannte Verfassungsfilter, der direkt gewählt wird und über die Statthaftigkeit der abzustimmenden Anträge entscheidet. Da die Wahrung der Eigentumsrechte das zentrale Prinzip dieser Verfassung ist, werden Abstimmungen je nach Gebiet durch Personenmehrheit oder Mehrheit an für das Gemeinwohl aufgebrachte Mittel entschieden.

Strich durch die Rechnung

Ausgehend vom hier verwendeten Gemeinschaftsbegriff könnte man auch zu einer tribalistischen Philosophie gelangen, wie der US-amerikanische Autor Jack Donovan. Überzeugt von den positiven Auswirkungen des Marktes und den Entscheidungen des Homo oeconomicus gelangt Preuss hier jedoch zu ganz anderen Ideen, die ohne Hierarchien und Herrschaft auskommen. Wer sich darauf einlassen kann, erhält einen durchaus interessanten Entwurf für einen Staat, der keiner ist. Ich glaube dennoch, dass sowohl der Bedarf nach Institutionen des Mängelwesens Mensch, sowie der Drang nach etwas Substanziellerem zu streben, als es eine am Homo oeconomicus ausgerichtete Welt bieten kann, solchen Entwürfen immer einen Strich durch die Rechnung machen wird. Der Blick über den Tellerrand ist dennoch zu empfehlen.

Peter J. Preusse – Bürger zweier Welten: kaplaken-Band 59, 2018, 96 Seiten gebunden.

Das Buch kann man für 8,50 € hier und hier bestellen.

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Gesellschaft

Böhmermann klagt Merkel wegen Einschätzung seiner „Schmähkritik“

Joshua Hahn

Veröffentlicht

am

ASDF Bild (Jan Böhmermann, 2018): Manfred Werner (Tsui) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Der Komiker Jan Böhmermann hat die Bundeskanzlerin verklagt. Der Grund dafür ist die seiner Meinung nach unangebrachte Einschätzung der Schmähkritik an Erdogan.

Berlin. – Genauer geht es um Merkels Worte, Böhmermanns „Gedicht“ sei „bewusst verletzend“ gegenüber dem türkischen Staatspräsidenten gewesen. Wie der „Tagesspiegel“ berichtet, wird nun vor dem Verwaltungsgericht entschieden, ob Merkel ihre Worte revidieren muss. Die Verhandlung ist für den 16. April 2019 angesetzt.

Unterlassungsklage gegen Angela Merkel

Weil sich Böhmermann aufgrund der Worte „vorverurteilt“ sah, klagt er die CDU-Kanzlerin nun auf Unterlassung. Bereits im Jahr 2017 schrieb sein Anwalt in einem Brief an die Kanzlerin, ihre Worte seien einer „Vorverurteilung gleichgekommen“. Weiter habe sich die Kanzlerin einer „juristischen Bewertung des Werkes“ angenommen. Dies sei jedoch nicht ihre Aufgabe.

Nachdem der „Tagesspiegel“ im Jahr 2017 eine Auskunftsklage tätigte, wurde bekannt, dass sich Merkel lediglich durch die „Bild“ über die Schmähkritik informierte. Dort sei jedoch nur ein Ausschnitt desselbigen zu lesen gewesen. 

Umstrittenes Böhmermann-Schmähgedicht auf Erdogan

In dem mittlerweile drei Jahre zurückliegenden TV-Beitrag des von Böhmermann moderierten „Neo Magazin Royale“ wird der türkische Präsident unter anderem als „sackdoof“ bezeichnet. Weiter wird ihm zugeschrieben, „ein Präsident mit kleinem Schwanz“ zu sein. Zusammenfassend besteht das „Gedicht“ aus einer Aneinanderreihung von diversen Beleidigungen.

Nach Debatte: Abschaffung des Tatbestands

Jan Böhmermann gab damals an, mit Hilfe des Beitrags den Unterschied zwischen Satire und Schmähkritik aufzeigen zu wollen. Ein Verfahren gegen ihn wegen Beleidigung eines Staatsoberhauptes wurde eingestellt, der Paragraph 103 im Strafgesetzbuch („Beleidigung ausländischer Staatsoberhäupter“) wurde nach längerer gesellschaftlicher und politischer Debatte abgeschafft.

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