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Zentralrat der Muslime fordert Beauftragten gegen ‚Muslimfeindlichkeit‘

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, fordert die Etablierung eines Beauftragten, der sich explizit mit vermeintlicher Muslimfeindlichkeit befasst.

2 Minuten Lesezeit
<p>Bild (Aiman Mazyek): Christliches Medienmagazin pro [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0">CC BY 2.0</a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Aiman_Mazyek_(2).jpg">via Wikimedia Commons</a> (Bild zugeschnitten)</p>

Bild (Aiman Mazyek): Christliches Medienmagazin pro [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Osnabrück. – Gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ betonte Mazyek die Wichtigkeit des geforderten Beauftragten besonders vor dem Hintergrund des Christchurch-Attentats.

„Notwendiger denn je“

In dem Beitrag spricht Mazyek davon, dass es „notwendiger denn je“ sei, einen solchen Beauftragten einzuführen, da in Deutschland eine „latent antimuslimische Stimmung“ herrsche. Weiter betont er, dass die Muslimfeindlichkeit in Deutschland weitestgehend unterschätzt würde.

Um vermeintlichen Angriffen auf Muslime, welche gleichzeitig ein „Angriff auf die Demokratie“ seien, vorzubeugen, soll der Beauftragte Aufklärungsarbeit in der Öffentlichkeit leisten. Dies könnte im Rahmen von Konferenzen geschehen, so der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime. Außerdem soll er die „politische Bildung vorantreiben“.

„Justiz und Polizei schulen und sensibilisieren“

Ein weiteres laut Mazyek unterschätztes Problem sind außerdem die hohen Dunkelziffern im Bereich der Muslimfeindlichkeit. Zwar sind die offiziellen Zahlen von Verbrechen, welche die Islamfeindlichkeit als Motiv haben, seit geraumer Zeit rückgängig.

Dies sei jedoch kein Grund zur Beruhigung, da es eine hohe Dunkelziffer an Straftaten gegen Muslime gäbe. Um dies zu vermeiden, fordert Aiman Mazyek eine Sensibilisierung der Polizei und Justiz.

Islamwissenschaftler skeptisch

Der Islamwissenschaftler Ralph Ghadban sieht die Entwicklung skeptisch, wie die „Welt“ berichtet. So würde das 2006 eingeführte Gleichbehandlungsgesetz völlig ausreichen, um Straftaten gegen Muslime vorzubeugen. Ein neuer Beauftragter wäre nicht nur überflüssig, eventuell würde er sogar zu einer weiteren Fragmentierung der Gesellschaft beitragen.

Wörtlich kommentiert er das Vorhaben des Zentralrats der Muslime mit den Worten: „Wenn man jetzt bestimmt Gruppen zusätzlich einrichten will, setzt man eine Logik in Gang, die zu keinem Ende mehr kommt. […] Dann entdeckt man die nächste zu schützende Gruppe, und immer so weiter.“

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