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Gesellschaft

Zentralrat der Muslime fordert Beauftragten gegen ‚Muslimfeindlichkeit‘

Joshua Hahn

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Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, fordert die Etablierung eines Beauftragten, der sich explizit mit vermeintlicher Muslimfeindlichkeit befasst.

Osnabrück. – Gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ betonte Mazyek die Wichtigkeit des geforderten Beauftragten besonders vor dem Hintergrund des Christchurch-Attentats.

„Notwendiger denn je“

In dem Beitrag spricht Mazyek davon, dass es „notwendiger denn je“ sei, einen solchen Beauftragten einzuführen, da in Deutschland eine „latent antimuslimische Stimmung“ herrsche. Weiter betont er, dass die Muslimfeindlichkeit in Deutschland weitestgehend unterschätzt würde.

Um vermeintlichen Angriffen auf Muslime, welche gleichzeitig ein „Angriff auf die Demokratie“ seien, vorzubeugen, soll der Beauftragte Aufklärungsarbeit in der Öffentlichkeit leisten. Dies könnte im Rahmen von Konferenzen geschehen, so der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime. Außerdem soll er die „politische Bildung vorantreiben“.

„Justiz und Polizei schulen und sensibilisieren“

Ein weiteres laut Mazyek unterschätztes Problem sind außerdem die hohen Dunkelziffern im Bereich der Muslimfeindlichkeit. Zwar sind die offiziellen Zahlen von Verbrechen, welche die Islamfeindlichkeit als Motiv haben, seit geraumer Zeit rückgängig.

Dies sei jedoch kein Grund zur Beruhigung, da es eine hohe Dunkelziffer an Straftaten gegen Muslime gäbe. Um dies zu vermeiden, fordert Aiman Mazyek eine Sensibilisierung der Polizei und Justiz.

Islamwissenschaftler skeptisch

Der Islamwissenschaftler Ralph Ghadban sieht die Entwicklung skeptisch, wie die „Welt“ berichtet. So würde das 2006 eingeführte Gleichbehandlungsgesetz völlig ausreichen, um Straftaten gegen Muslime vorzubeugen. Ein neuer Beauftragter wäre nicht nur überflüssig, eventuell würde er sogar zu einer weiteren Fragmentierung der Gesellschaft beitragen.

Wörtlich kommentiert er das Vorhaben des Zentralrats der Muslime mit den Worten: „Wenn man jetzt bestimmt Gruppen zusätzlich einrichten will, setzt man eine Logik in Gang, die zu keinem Ende mehr kommt. […] Dann entdeckt man die nächste zu schützende Gruppe, und immer so weiter.“

4 Comments

4 Comments

  1. Avatar

    Klasube

    4. April 2019 at 14:08

    „Wenn man jetzt bestimmt Gruppen zusätzlich einrichten will, setzt man eine Logik in Gang, die zu keinem Ende mehr kommt. […] Dann entdeckt man die nächste zu schützende Gruppe, und immer so weiter.“
    Da hat er recht, der Herr Islamwissenschaftler Ghadban, denn mein erster Gedanke bei der Lektüre war: okay – dann will ich einen Beauftragten für die Muslimfeindlichkeit gegen Juden und Christen!
    Ich will ja keine Haarspalterei betreiben, aber mein Eindruck ist, dass es so rum noch wichtiger wäre, denn die meisten schweren und tödlichen Angriffe sind ja wohl Angriffe von Muslimen gegen Juden und Christen (terroristische Anschläge, Messerattacken, etc.)

  2. Avatar

    Klasube

    4. April 2019 at 14:13

    Mazyek: „…da in Deutschland eine „latent antimuslimische Stimmung“ herrsche.“
    Ist das wirklich so, oder ist das nur eine populistische Behauptung, weiter zu spalten und Gräben zu vertiefen?
    Außerdem, wenn dem so wäre, könnte er ja mal darüber nachdenken, woher das wohl kommt und was er und die muslimische Gemeinde dagegen tun könnten…!

  3. Avatar

    Armin

    4. April 2019 at 16:26

    Ich fordere mehrere Beauftragte gegen Moslem-Brüder wie Mazyek und die Islamisierung Europas.

    Mazyek lügt wenn er sein widerliches Maul nur aufmacht!

  4. Avatar

    Gotthelm Fugge

    6. April 2019 at 20:25

    Man kann auch trällernd dem Abgrund entgegenrennen:

    –> Reinhard Mey – Das Narrenschiff
    (https://www.youtube.com/watch?v=yYGqJdqNAJc)

    –> Heinz Rudolf Kunze – Willkommen, liebe Mörder
    (https://www.youtube.com/watch?v=2RY5UeOfOic)

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