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Kapitän von umstrittener NGO ‚Lifeline‘ erhält Menschenrechtspreis

Claus-Peter Reisch, der Kapitän der kontroversen deutschen NGO ‚Mission Lifeline‘ erhielt den undotierten, aber renommierten Lew-Kopelew-Preis für Frieden und Menschenrecht.

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<p>Bild (&#8222;Lifeline&#8220;): Hermine Poschmann via <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lifeline_(Schiff).jpg">Wikimedia Commons</a> [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de">CC BY-SA 3.0</a>] (Bild zugeschnitten)</p>

Bild („Lifeline“): Hermine Poschmann via Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0] (Bild zugeschnitten)

Köln. – Begründung für die Verleihung: Reisch und seine Crew hätten im Mittelmeer unter mutigem persönlichem Einsatz zahlreiche Menschen vor dem Tod gerettet. Die Auszeichnung ehre sie stellvertretend für viele andere Seenotretter, so das Lew-Kopelew-Forum weiter.

Lob von Luxemburgs Außenminister Asselborn

In einer Festrede bezeichnete Jean Asselborn, seines Zeichens luxemburgischer Außenminister, Reisch als „mutigen Mann“. Der Spitzenpolitiker aus dem Nachbarland Deutschlands monierte zudem, dass „das Retten von Menschen im Meer“ in der EU heute „kein oberstes Gebot“ mehr sei. Das berichtet die Junge Freiheit am Montag.

Im Hinblick auf das laufende Verfahren in Malta gegen Reisch wegen mangelhafter Registrierung seines Schiffes solidarisierte sich Asselborn zudem. Er sieht den Einsatz für Menschen in schwierigen Gegebenheiten als Vorbild, nicht als Fall für die Justiz. Ein Urteil im Fall wird für 14. Mai erwartet.

Immer wieder Aufregung um ‚Lifeline‘

Die Causa „Lifeline“ begann im Frühsommer 2018, als sich das Schiff mit 234 Migranten tagelang auf Irrfahrt im Mittelmeer befand. Erst nach einigem Hickhack durfte das Schiff dann in Malta einlaufen. Reisch wurde damals festgenommen, später aber gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt.

Daraufhin solidarisierten sich zahlreiche Kulturschaffende und überwiesen teils hohe Summen an die selbsterklärte Hilfsorganisation. Später sorgte diese mit einem vermeintlichen Aufruf zu Scheinehen sowie mit einem provokanten Hemddesign („Team Umvolkung“) für reichlich weitere Aufregung – Die Tagesstimme berichtete.

Vorsitzender der Bischofskonferenz gratuliert

Unter den Großspendern befand sich damals auch der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Reinhold Marx. Dieser überwies aus Mitteln der Erzdiözese München-Freising 50.000 Euro an die umstrittene NGO. Kurz darauf folgte der Paderborner Erzbischof mit derselben Summe.

Marx befand sich nach der Verleihung unter den ersten Gratulanten. In einer Großbotschaft lobte er den Einsatz vonseiten Reisch für Humanität. Dies sei „gerade in Zeiten, in denen der Wind rauer weht“ wichtig. In der Tätigkeit von „Mission Lifeline“ sieht er ein Musterbeispiel für christliches Handeln und gelebte Nächstenliebe. Christen dürften sich mit dem Elend und der Not von Menschen nicht einfach abfinden.


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Umstrittene NGO “Lifeline”: Wirbel um angeblichen Aufruf zu Scheinehen (28.12.2019)

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„Lifeline” & Co.: Weiter Streit um Anlegeerlaubnis für Schiffe mit Migranten (26.6.2018)

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