Verbinde Dich mit uns

Gesellschaft

Wien: Identitäre demonstrierten für Meinungsfreiheit

Redaktion

Veröffentlicht

am

Nach den gehäuften Diffamierungen gegenüber der Identitären Bewegung Österreich lud diese am Samstag zu einer Kundgebung vor dem Justizministerium ein, um gegen die Repressionsversuche Gesicht zu zeigen.

Wien. – Bei der gut besuchten Kundgebung waren insgesamt circa 300 Demonstranten anwesend. Nachdem es anfangs kleinere organisatorische Schwierigkeiten bei der Einlasskontrolle gab, füllte sich der Platz vor dem Ministerium bis zum Beginn der Veranstaltung jedoch schnell.

Hohes mediales Interesse

Neben den Besuchern der Kundgebung kamen auch zahlreiche Reporter vor das Justizministerium. So waren neben den klassischen österreichischen Medien auch Vertreter einer französischen Rundfunkeinrichtung sowie ein Reporter der deutschen „Jungen Freiheit“ anwesend, welche ebenfalls berichtete.

Diese Vielfalt spiegelte sich auch bei den Besuchern wider. Neben Österreichern waren teilweise Teilnehmer aus dem Norden Deutschlands angereist, auch Aktivisten der Identitären Bewegung aus Dänemark und Ungarn waren vor Ort.

Von den insgesamt sechs angemeldeten Gegendemonstrationen bekamen die Teilnehmer der Kundgebung nicht viel mit. Die von der Polizei errichtete Sperrzone verhinderte ein direktes Aufeinandertreffen der verschiedenen Parteien. Lediglich vereinzelte Parolen der linken Demonstranten waren zu vernehmen. Durch die gute Organisation der Veranstalter und der Polizei beeinträchtigten diese den Ablauf jedoch nicht. 

Auch die anwesenden Fotografen der Antifa, welche teilweise Portrait-Fotografien der Teilnehmer anfertigten, störten die Kundgebung durch den relativ großen Abstand nur indirekt. 

Ich klage an. In diesem Staat geschieht ein Unrecht.“

Mit diesen Worten kündigte Martin Sellner den Protest in einem Video an. Das Thema wurde in seinem Redebeitrag aufgegriffen und vertieft. Sellner kritisierte die „Diffamierungskampagne“ gegen den friedlichen patriotischen Aktivismus der Identitären Bewegung.

Diese sei in diesem Ausmaß nur möglich, weil Österreich ein „tief linker Staat“ sei, in welchem eine großflächige „Mediengleichschaltung” vorherrsche. Diese bezeichnete der Leiter der IBÖ auch als „Medienmafia“.

Immer wieder ertönten während der Rede Sprechchöre der Teilnehmer. Es wurden Parolen wie „Heimatliebe ist kein Verbrechen“ und „Heimat, Freiheit, Tradition – Multikulti Endstation“ skandiert. 

Eine weitere Rede wurde von einem jungen Aktivisten aus Salzburg vorgetragen. Dieser ermutigte die Teilnehmer der Protestkundgebung dazu, trotz der Repressionsversuche standhaft zu bleiben. Sowohl Sellner als auch der zweite Redner bedankten sich bei sämtlichen Unterstützern, welche trotz dieser erschwerten Bedingungen geschlossen hinter der IBÖ stehen. 

Kurz verkleidet

Für Lacher sorgte zuletzt der Gastauftritt eines als Sebastian Kurz verkleideten Aktivisten, welcher im Dialog mit Sellner seine Beziehung zu den Identitären darstellte. Zwar sei der IBÖ thematisch nichts vorzuwerfen, die Dämonisierungen wie beispielsweise im „Falter” müssten aber stimmen, denn – Medien berichteten ja bekanntlich immer die Wahrheit.

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Zickenschulze

    15. April 2019 at 13:58

    Eine Partei auf dem rechten Weg muss unter einer Rechten Partei für Meinungsfreiheit kämpfen.
    Sowas sagt wohl alles über die vorliegende Situation aus.
    Ein Pseudo Land mit Pseudo-Politik ist was?
    Ein Vasallenstaat.

    • Avatar

      Anonymus

      17. April 2019 at 14:31

      Soviel zu Kurz
      Eine Flasche ist entkorkt.

  2. Avatar

    Renate R.

    17. April 2019 at 16:04

    Wenn es nich so viele leicht manipulierbare Leute geben würde, wären eure „Thesen” nur lächerlich. Aber als Mensch, der sich seit frühester Jugend mit Geschichte und Politik beschäftigt hat, erkenne ich die Gefährlichkeit und den Irrsinn hinter euren Verschwörungstheorien. Was nicht bedeutet, dass ich nicht sehe welche Fehler durch nicht vorhandene Integrationsbemühungen gemacht wurden. Was gebraucht wird ist Aufklärung, Säkularismus, Respekt und Ethik! Mit Hass und Hetze wurde noch niemals Gutes erreicht!

    TERRORISMUS
    „Der große Austausch”: Geschichte einer Verschwörungstheorie

    Es vollzieht sich ein Wandel vom Antisemitismus zur Islamfeindlichkeit.

    https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/welt/2001734-Der-grosse-Austausch-Geschichte-einer-Verschwoerungstheorie.html

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Gesellschaft

Neues von rechts: Arcadi, Spengler & DGB

Stefan Juritz

Veröffentlicht

am

Eine neue Ausgabe des Arcadi Magazins ist erschienen. Oswald Spengler wäre vor wenigen Tagen 140 Jahre alt geworden. Und am Samstag besetzten patriotische Aktivisten kurzzeitig ein Gebäude des Deutschen Gewerkschaftsbundes.

Die aktuelle Ausgabe des Arcadi Magazins trägt den Titel „Corona als Globalisierungsfolge”. Dem Titelthema widmet sich Florian Sander im Politikteil mit einer risikosoziologischen Betrachtung und er fordert darin eine Globalisierungskritik von rechts. Weiters finden sich in der Ausgabe ein Interview mit Florian Reinicke, dem aktuellen Sprecher der Deutschen Burschenschaft, ein Beitrag von Dr. Wolfgang Caspart über freiheitliche Kulturpolitik sowie Kolumnen von Chris Ares („Nachricht an die Truppe der Bundeswehr”) und Roman Möseneder („Team Höcke”). Der Kulturteil wiederum startet mit einer Kritik der Netflix-Produktion „Spuk im Hill House”. Weitere Beiträge befassen sich u.a. mit dem deutschen Volkskundler Will-Erich Peuckert, dem mysteriösen Rök-Stein in Schweden und patriotischem Rap. Außerdem geht es in zwei weiteren Beiträgen um Comics. Abgedruckt ist in der Ausgabe auch ein Auszug aus dem Buch „Auf dem Weg Gottes” von Tom Wendner.

Das Heft kostet 8,50 € und kann hier bestellen werden: https://arcadi-verlag.de/produkt/arcadi-magazin-01–2020/

IfS-Leiter Lehnert raus aus DES-Vorstand

Der Philosoph und Publizist Dr. Erik Lehnert leitet gemeinsam mit dem Verleger Götz Kubitschek das neurechte Institut für Staatspolitik (IfS) aus Schnellroda. Bis vor Kurzem saß Lehnert auch im Vorstand der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung (DES), die von der Ex-CDU-Politikerin Erika Steinbach geleitet wird. Doch weil der Verfassungsschutz das IfS nun ins Visier genommen hat, musste Lehnert weichen. Er wurde auf Initiative von Steinbach aus dem Vorstand gewählt. Dagegen will sich Lehnert jedoch zur Wehr setzen: „Ich bin weiterhin Mitglied der Stiftung und werde alle Möglichkeiten nutzen, um zu verhindern, dass aus der DES die Stiftung der Werte-Union wird”, erklärte Lehnert (Die Tagesstimme berichtete).

Passend dazu auch die neueste Folge des Podcasts „Die Krisentrinker”. Götz Kubitschek, Erik Lehnert und Raskolnikov sprechen diesmal über einen ZEIT-Journalisten, die Desiderius-Erasmus-Stiftung und die AfD.

Kleine-Hartlage im Interview

Der rechte Sozialwissenschaftler Manfred Kleine-Hartlage sprach im Tagesstimme-Interview über sein neues Buch „Konservativenbeschimpfung” und das aktuelle Verhalten der AfD-Spitze. Er spart dabei ganz und gar nicht mit Kritik!

Lagebesprechung: Benedikt Kaiser im Podcast

In der aktuellen Folge des „Lagebesprechung”-Podcasts ist der Politikwissenschaftler Benedikt Kaiser bereits zum zweiten Mal zu Gast. Diesmal spricht er über die Folgen der Corona-Maßnahmen der Bundesregierung und mögliche Chancen für die politische Rechte.

Kohlmarkt 4: Ibiza, Strache, Jamaikarum

Im Kohlmarkt 4 sprechen Christoph Pöchinger und Robert Willacker u.a. über den Ibiza-U-Ausschuss und HC Straches Frauengeschmack. Außerdem gibt es eine besondere Rumverkostung!

Stuttgart: Identitäre besuchten Gewerkschaftsbund

Am Samstag besetzten Aktivisten der Identitären Bewegung Deutschland kurzzeitig da Haus des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) und entrollten ein provokantes Banner mit der Aufschrift „DGB hat mitgeschossen!”. Mehr zur Aktion findet man im Tagesstimme-Artikel:

140. Geburtstag Oswald Spengler

Am 29. Mai 1880 wurde Oswald Spengler in Blankenburg am Harz geboren. Der Autor des „Untergang des Abendlandes” wäre in diesem Jahr 140 Jahre alt geworden. Anlässlich seines Geburtstags veröffentlichte das Anbruch Magazin einige Gedankensplitter Adornos zum Spenglerschen Denken:

In der neuen Folge des Anbruch-Kulturpodcasts „Wer redet ist nicht tot” geht es diesmal u.a. um Ernst Jünger, Joseph Ratzinger, Poster im Jugendzimmer und Ex-Kanzler Gerhard Schröder.

Literatur bei der JA Sachsen-Anhalt

Die dritte Folge des „Literaturkartells” der Jungen Alternative Sachsen-Anhalt beschäftigt sich mit dem Schriftsteller Hans Magnus Enzensberger und Hermann Hesse:

Weiterlesen

Gesellschaft

Regionale Produkte: Fast schon 300 Selbstbedienungshütten in Kärnten

Monika Šimić

Veröffentlicht

am

In vielen Teilen Kärntens können Kunden ihre regionalen Produkte nun vermehrt direkt in sogenannten Selbstbedienungshütten kaufen.

St. Veit/Glan. -  Die Coronavirus-Krise hat regionalen Produkten einen zusätzlichen Schub verliehen, weshalb in den vergangenen Wochen und Monaten vermehrt von einer Hinwendung zu regional hergestellten Produkten die Rede war. In Kärnten kann man solche Produkte nun in Selbstbedienungshütten kaufen, von denen es im südlich gelegenen Bundesland bereits an die 300 gibt.

Vielfalt an regionalen Produkten

Den Boom solcher Hütten kann auch die Landwirtschaftskammer bestätigen. Eine genaue Erhebung läuft gerade, geschätzt gibt es zwischen 250 bis 300 solcher Hütten. „Jeder landwirtschaftliche Betrieb kann seine Produkte vermarkten und jeder der Lebensmittel verkauft, muss nach dem Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz handeln, d.h. die ganzen Eigenkontrollen und so weiter durchführen. Die Voraussetzung ist dafür, dass man die Produkte, wenn man sie verpackt, entsprechend kennzeichnet und entsprechend dem Kodex herstellt”, wird Friederike Parz von der Landwirtschaftskammer vom ORF zitiert.

In einigen dieser Hütten können Kunden beinahe 24 Stunden, sieben Tage die Woche einkaufen. Die Regale werden mit frischer Ware aufgefüllt, wo sich schließlich die vielfältigsten Produkte finden lassen. Bezahlen können die Kunden dann selbstständig, allerdings nicht überall. Die Hütten werden von den zuständigen Behörden auch laufend überprüft, um etwa die Qualitäts- und Hygienestandards zu kontrollieren.

Regionalität liegt im Trend

Dass die Mehrheit der Österreicher den Begriff Regionalität symphatisch findet, hat bereits eine Umfrage des Instituts für Markt- und Sozialanalysen (IMAS) gezeigt. Den Ergebnissen der Umfrage zufolge sieht der Großteil der Befragten regionale Produkte und Dienstleistungen außerdem nicht nur als Beitrag für die heimische Wirtschaft an, sondern es ist auch ein deutlicher Trend hin zum regionalen Wirtschaften erkennbar.

Weiterlesen

Gesellschaft

Mehrheit der deutschen Frauen gegen Gender-Sprache

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

Eine aktuelle Umfrage bestätigt, was viele Bürger bereits ahnten: Weder bei Frauen noch bei Männern kommt die sogenannte „gendergerechte Sprache” sonderlich gut an.

Berlin. – Wie die Welt unter Berufung auf eine Auftragsbefragung über Infratest-Dimap berichtet, hat die Mehrheit der Deutschen keine Freude am ‚Gendern’. Denn 56 Prozent lehnen dies prinzipiell ab – und sowohl sanfte als auch harte Befürworter der linguistischen Veränderung machen nur ein Drittel aus. Besonders interessant: Auch 52 Prozent der Frauen richten sich gegen die Sprachvariante, die sie angeblich sichtbar machen soll.

Gender: Sogar Mitte-Links-Vertreter nicht nur begeistert

Angestoßen wurde die neuerliche öffentliche Debatte vor etwa einer Woche im Bezug auf die Talk-Sendung „Anne Will”. Nachdem die Moderatorin den weiblichen Aspekt der „Steuerzahler-Innen” betont hatte, legte Grünen-Chefin Anna-Lena Baerbock mit der Unsinns-Schöpfung „Steuer-Innen-Zahler” nach. Diese Äußerung rief vor allem in sozialen Medien diverse ablehnende Rekationen von Unmut bis Belustigung hervor.

Dabei ist selbst im mitte-links positionierten Mainstream keine einhellige Zustimmung vorhanden. ZDF-Talker Markus Lanz erklärte seine kritische Haltung wie folgt: „Die Lage einer verfolgten Minderheit in China wird keinen Deut besser, wenn man von Uigurinnen und Uiguren redet und sich dabei die Zunge verrenkt.” Und Giovanni di Lorenzo, Chefredakteur der Zeit, resümiert, selbst unter der kritikfreudigen Leserschaft seines Blattes habe sich „in 16 Jahren noch niemand darüber beschwert, dass wir nicht gendern”.

Verändert sprachlicher Wandel wirklich unser Denken?

Aus rein sprachwissenschaftlicher Sicht baut die gesamte feministische Linguistik auf der Annahme der Sapir-Whorf-Hypothese auf, wonach die semantische – also die Bedeutung von Zeichen betreffende – Struktur und der Wortschatz unserer Muttersprache unser Denken beeinflussen. Nach dieser Logik ist eine Veränderung der Gesellschaft nur über eine Veränderung der Sprache möglich. Kritiker wenden ein, dass manche Sprachen ohne grammatischen Genus wie Türkisch oder Persisch eher patriarchale Kulturen begleiten.

Zudem herrscht selbst unter befürwortenden Forscher kein Konsens über die Art und Weise des Genderns. Vom Binnen‑I über das Gender-Sternchen und den Gender-Gap bis hin zu radikalen Ansätzen wie die Ersetzung des Geschlechtsmarkers durch ein „x” gibt es zahlreiche Ansätze, die allesamt ihre Befürworter und Gegner haben. Dass die Bürger mit solchen Spitzfindigkeiten weniger anfangen können, zeigt sich allerdings an dieser jüngsten Umfrage.

Über 110.000 Unterschriften gegen Gendersprache

Bereits im Vorjahr hatte sich Widerstand gegen diesen sprachlichen Trend geregt. Zeitgleich liefen damals zwei Petitionen gegen Gendersprache. Jene des Vereins Deutsche Sprache (VDS), für den sich auch Prominente und sogar ganze Gemeinden engagieren, fand unter dem Titel „Schluss mit dem Gender-Unfug” nicht weniger als 76.000 Unterstützer. Die vordergründig von liberal-konservativen Kräften getragene „Stop Gendersprache Jetzt” schaffte es immerhin auf 35.000 Unterschriften. Beide Initiativen laufen noch.


Weiterlesen:

Zehntausende Unterschriften für Petitionen gegen Gender-Sprache (11.3.2019)

Sprachexperten rufen zum „Widerstand” gegen „Gender-Unfug” auf (7.3.2019)

Hannover und die Gender-Debatte: Frauen, Feuer und gefährliche Ideologie (Kolumne, 24.1.2019)


Sie wollen ein politisches Magazin ohne Medienförderung durch die Bundesregierung? HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen

Weiterlesen

Werbung

Werbung

Schwerpunkt

Beliebt