Verfassungsschutz

Erhöhtes Risiko durch IS-Rückkehrer

Das deutsche Amt für Verfassungsschutz (BfV) zeigt sich besorgt über ein erhöhtes Anschlagsrisiko, das von der zunehmenden Rückkehr von Kämpfern des „Islamischen Staats“ ausgeht.

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<p>Symbolbild (SEK-Einsatz der Berliner Polizei 2014): Andreas Trojak via <a href="https://www.flickr.com/photos/andreastrojak/21381483750">Flickr</a> [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">CC BY 2.0</a> (Bild zugeschnitten)</p>

Symbolbild (SEK-Einsatz der Berliner Polizei 2014): Andreas Trojak via Flickr [CC BY 2.0 (Bild zugeschnitten)

Berlin. – Wie Verfassungsschutzchef Thomas Haldenwang in einem Interview mit der „Welt am Sonntag“ erklärt, ist die Anzahl der Gefährder im Jahr 2018 eklatant angestiegen.

Zahl der Gefährder 2018 stark angestiegen

Die Anzahl aller Personen, die unter der Bezeichnung „islamistisch-terroristisches Personenpotenzial“ zusammengefasst werden, hat sich 2018 um etwa 300 erhöht. Sie liegt damit aktuell bei etwa 2240.

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Laut Haldenwang geht diese Steigerung vor allem auf die Rückkehr von Kämpfern des IS aus Syrien und dem Nordirak zurück. Nicht miteinberechnet sind die sogenannten „eventuellen Rückkehrer“, die Zahl dürfte in der Realität also höher ausfallen.

Obwohl der IS derzeit als geschwächt gilt, mahnt der Verfassungsschutzpräsident zur Vorsicht: „Beim IS kann ich keine Entwarnung geben“. „Wir müssen weiter jederzeit auch mit einem Anschlag in Deutschland rechnen“, so Haldenwang weiter.

„Cyber-Kalifat“ 

Eine besonders große Gefahr seien weiterhin die Netzwerke der Terroristen. Besonders im Hinblick auf das Internet würden sich der Miliz gute Rekrutierungsmöglichkeiten bieten. Die Gefahr bestünde „vor allem im Sinne eines virtuellen Cyber-Kalifats, das zu Anschlägen anstachelt und auch immer noch Anhänger für Anschläge steuern kann“.

Ein weiteres Problem stellt laut Thomas Haldenwang der Umgang mit den Kindern der Terroristen dar. Die Frage sei, ob diese eine „neue Terroristengeneration“ bilden würden. 

Um dem vorzubeugen, plädiert der Verfassungsschutzpräsident für eine Gesetzesänderung in Bezug auf die Überwachung von Kindern. So soll ein Fokus auf Messenger-Dienste gelegt werden. 

Trotzdem wird betont, dass die Kinder im Grunde selbst Opfer seien und missbraucht würden.

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