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Finnland

Sozialdemokraten bleiben knapp vor patriotischer Finnen-Partei

Für die liberale Zentrumspartei von Regierungschef Juha Sipilä setzt es eine herbe Wahlschlappe. Die patriotische Finnen-Partei schrammt nur knapp an Platz eins vorbei. Die Sozialdemokraten könnten das erste Mal seit 16 Jahren wieder in einer Regierung sitzen.

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<p>&#8222;Die Finnen&#8220;-Chef Jussi Halla-aho. Bild: Matti Matikainen [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0">CC BY 4.0</a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Jussi_Halla-aho_in_Brussels_2014.jpg">via Wikimedia Commons</a> [Bild zugeschnitten]</p>

„Die Finnen“-Chef Jussi Halla-aho. Bild: Matti Matikainen [CC BY 4.0], via Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten]

Helsinki. – Am Sonntag haben die bisher oppositionellen Sozialdemokraten mit 17,7 Prozent und einem hauchdünnen Vorsprung von 0,2 Prozent die Parlamentswahl in Finnland gewonnen. Nur knapp hinter ihnen kommt die patriotische und als rechtspopulistisch geltende Partei „Die Finnen“ auf den zweiten Platz. Rang drei und vier belegen die bisherigen Regierungsparteien – die konservative „Nationale Sammlungspartei“ und die liberale Zentrumspartei von Regierungschef Juha Sipilä.

Schwere Verluste für Liberale

Die Zentrumspartei verliert insgesamt 18 Sitze und kommt nur noch auf 31 Abgeordnete. Im Gegensatz zu ihnen können „Die Finnen“ die Anzahl der Mandate mehr als verdoppeln: waren es bisher nur 17 Sitze, sind es nun 39 geworden. Die Sozialdemokraten verfügen als stärkste Fraktion über 40 Mandate.

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„Die Finnen“ bereit für Regierung

„Ich hätte ein solches Ergebnis nicht erwartet, keiner hätte dies erwartet“, sagte „Die Finnen“-Parteichef Jussi Halla-aho, der auch betonte, dass seine Partei grundsätzlich bereit für eine Regierungskoalition sei. „Die Finnen“ ist eine patriotische, einwanderungs- und EU-kritische Partei, die in Zukunft mit AfD und FPÖ in der neuen Rechtsfraktion „Europäischen Allianz der Völker und Nationen“ im EU-Parlament vertreten sein wird.

Schwierige Koalitionsbildung

Die Regierungsbildung in Finnland dürfte jedenfalls nicht ganz einfach werden. Für eine Linksregierung fehlt die Mehrheit im Parlament. Die Sozialdemokraten sind deshalb wohl auch auf die Konservativen angewiesen. Eine Koalition mit der Finnen-Partei gilt hingegen als sehr unwahrscheinlich.

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