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Österreich

Identitäre: SPÖ Kärnten fordert „sofortige Offenlegung“ von Namenslisten

Julian Schernthaner

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Der Landesgeschäftsführer der SPÖ Kärnten, Andreas Sucher, will sich damit ein Bild über die Situation und Vernetzung der Identitären im Bundesland machen.

Klagenfurt. – Wie die Kärntner Sozialdemokraten in einer Presseaussendung darstellt, hätten die Bürger ein Recht zu erfahren, wie viele Identitäre es in Kärnten gäbe. Außerdem sei erheblich, ob diese im öffentlichen Dienst oder bei einer Partei beschäftigt seien, weiters sei deren Finanzierung zu klären.

SPÖ-Landesgeschäftsführer will „sofortige Offenlegung“

Aus diesem Grund fordert Sucher das Innenministerium und die FPÖ auf, in der Causa „mit offenen Karten“ zu spielen. Dies gelte insbesondere im Zusammenhang mit einer „ominösen Namensliste“, welcher der freiheitliche Landesparteiobmann Gernot Darmann offenbar nach Wien übermittelt hätte, hier plädiert er auf eine „sofortige Offenlegung“.

Außerdem interessiert sich Sucher für angebliche Verbindungen der Kärntner Freiheitlichen zur patriotischen Gruppierung. Die „Litanei“ von Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ), wonach es solche nicht gäbe, hält er für unglaubwürdig. Diese spiele vielmehr ihr „übliches Spiel [..] abstreiten, Kopf einziehen, abwarten und ablenken“. Dies werde im gegenwärtigen Fall allerdings „nicht funktionieren“.

Sucher: Geht um „Sicherheit Kärntens und Österreichs“

Seiner Ansicht nach gehe es hier nämlich um nicht weniger als die „Sicherheit Kärntens und Österreichs.“ Man dürfe auf keinen Fall „zulassen, dass diese Bedrohung verharmlost oder verkleinert“ würde. Worin die konkrete Bedrohung durch Identitäre bestünde, führte er nicht näher aus. Allerdings behauptete er, dass diese „in anderen Bundesländern […] auffällig oft bewaffnet“ wären.

Mit letzterer Aussage spielt Sucher auf einen kürzlich an Medien geleakten BVT-Anlassbericht mit 364 angeblich „ausgeforschten Mitgliedern“ der patriotischen Protestgruppe. Der Umstand, dass etwa ein Fünftel der dort benannten Personen im legalen Besitz von Waffen wären sorgte daraufhin ebenso für einige Aufregung wie die Behauptung, dass 32 Personen auf der Liste rechtskräftige Verurteilungen aufweisen würden.

Identitäre dementierten Vorwürfe

Die Identitären selbst dementierten daraufhin derartige Darstellungen – Die Tagesstimme berichtete. Man verwies dabei auf die Unbescholtenheit seiner etwa 300 Aktivisten und dass der eigentliche Trägerverein lediglich eine Handvoll Mitglieder besäße. Der Charakter der Liste sei aus Sicht der Gruppierung „nicht erklärlich“.

Gleichzeitig könne man nicht die „Vita und Lebensgeschichte“ seiner Förderer, Spender und Rundbriefempfänger eruieren. Man sieht in jener – mit Darmanns Dossier mutmaßlich unverwandten – „konstruierten Liste“ einen „durschaubaren und billigen Versuch, die IBÖ medial zu diffamieren“.

BVT-Liste: Zusammenstellung offenbar willkürlich

Mittlerweile tauchten im Falle der BVT-Liste auch erste Berichte von Personen auf, die jenseits eines Rundbriefempfangs offenbar gar keine nähere Involvierung mit den Identitären hatten. Die Tiroler Tageszeitung berichtete über das Auftauchen eines bei einer Innsbrucker Burschenschaft korporierten ORF-Stiftungsrates auf dieser als vermeintlicher Sympathisant.

Jener gab daraufhin zu Protokoll, weder Spenden geleistet zu haben, noch an Veranstaltungen oder Aktionen der Identitären teilgenommen zu haben. Von der Tagesstimme mit der Personalie konfrontiert, bestätigten sowohl Identitäre aus Tirol als auch ein Sprecher der betroffenen Burschenschaft diesen Befund.


Weiterlesen:

Verwirrung um angebliche Identitären-Mitgliederliste (12.04.2019)

2 Comments

2 Comments

  1. Avatar

    Zickenschulze

    15. April 2019 at 17:21

    Roter „will “sofortige Offenlegung”“

    Viel Schall und Rauch um nichts.
    Legt uns doch erst mal eure NGO Gesinnungs-Spenderlisten offen.

  2. Avatar

    TakkaWakka

    16. April 2019 at 19:37

    Der Komiker soll sich lieber um die Djihadisten in Kärnten kümmern!!

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