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Reportage: IS‐Witwe lebt unbehelligt in Hamburg

Monika Šimić

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am

Bild: Die libanesische Reporterin Jenan Moussa bei der Kontaktaufnahme mit der mutmaßlichen IS-Rückkehrerin / Bild: Screenshot Youtube

Am Montag veröffentlichte die libanesische Journalistin Jenan Moussa eine Reportage auf Twitter, in der sie berichtet, dass die Witwe des bekannten deutschen IS‐Terroristen Denis Cuspert wieder in Hamburg leben soll. Die Polizei ist informiert.

Hamburg. Jenan Moussa gilt als eine der bekanntesten Kriegsreporterinnen im Nahen Osten und hat nun offenbar eine brisante Geschichte aufgedeckt. In der gestern veröffentlichten Reportage erklärt Moussa, im Besitz einer Kopie der Daten vom Smartphones der mutmaßlichen IS‐Rückkehrerin Omaima A. zu sein, die mit dem wohl bekanntesten deutschen Dschihadisten Denis Cuspert, auch bekannt als Deso Dogg, verheiratet gewesen sein soll. Die Reporterin hat einen Teil der insgesamt 36 GB an Material öffentlich zugänglich gemacht.

A. soll 2015 nach Syrien gereist sein

Unter den veröffentlichten Informationen sind auch Bilder, auf denen A. selbst und auch ihre Kinder von zu sehen sind. Mal ist A. schwer bewaffnet zu sehen, die Kinder posieren teilweise mit Pistolen und IS‐Flaggen. Auf einem anderen Bild ist die Heckscheibe eines PKW zu sehen, auf die die Wörter „Islamischer Staat” und die Namen der Städte Berlin, Frankfurt, Hamburg und Bonn geschrieben wurden.

Laut der Dokumente, die sich ebenfalls auf dem Smartphone befinden sollen, soll die Frau 1984 in Hamburg geboren worden sein und im Januar 2015 Deutschland über die Türkei nach Syrien verlassen haben, um dort mit ihren Kindern in IS‐besetztem Gebiet zu leben. Die Tochter von A. soll dort sogar in eine „IS‐Schule” gegangen sein.

Deutsche Behörden wussten Bescheid

Wegen der Ausreise wurden ihr im April 2015 die Sozialleistungen gestrichen, die sie bis dorthin erhalten hatte. Wie die Kopie der Handydaten zeigen, wussten die deutschen Behörden also von der Ausreise nach Syrien. Heute ist sie offenbar als Eventmanagerin und auch als Dolmetscherin für die Sprachen Arabisch, Englisch und Türkisch und Deutsch tätig.

Bisher keine Anklage

In der Reportage erklärt Moussa, dass auf der Homepage der deutschen Generalbundesanwaltschaft regelmäßig Listen mit Namen deutscher Staatsbürger veröffentlicht werden, die im Zusammenhang mit terroristisch motivierten Straftaten stehen. Der Name von Omaima A. ist lässt sich dort allerdings nicht finden, was die Reporterin sehr verwundert. A. war nach ihrer Rückkehr von Syrien nach Deutschland offenbar nie wegen einer terroristisch motivierten Straftat angeklagt worden.

Polizei ist informiert

Wie die Reportage zeigt, versucht Moussa die Frau in Hamburg zu treffen und Kontakt mit ihr aufzunehmen. A. weigerte sich aber, mit ihr zu sprechen. Die Reporterin schrieb auf Twitter, sie sei schockiert, dass die Frau in Hamburg so ein ruhiges Leben führen könne.

Wie die Welt berichtet, taucht die Frau mit tunesischen Wurzeln im Melderegister als deutsche Staatsbürgerin auf, die im Süden Hamburgs lebt. Unter dem Tweet von Moussa schrieb die Polizei Hamburg, dass ihnen der Sachverhalt „bereits bekannt” sei.


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1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Avatar

    Peter Lüdin

    19. April 2019 at 10:01

    Es ist gut zu sehen, dass der radikale Islam im Irak und in Syrien langsam besiegt wird. Allerdings nistet er sich jetzt in anderen Teilen der Welt ein wie aktuell auf den Philippinen, jedoch auch in Myanmar und in Westeuropa. Es wäre ausserdem gut, wenn im Irak und in Syrien genug Terroristen übrig bleiben um vor Gericht gestellt zu werden, damit sie über die Finanzierungswege und Unterstützer des Terrors aussagen und auch diese zur Verantwortung gezogen werden können.

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Welt

Frontex: Drohnen‐Video zeigt mutmaßliche Schlepper in Aktion

Monika Šimić

Veröffentlicht

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ASDF Symbolbild: Migranten im Mittelmeer / Mstyslav Chernov/Unframe [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Italienische Behörden beschlagnahmten das Schiff und nahmen die mutmaßlichen Schlepper fest.

Vor zwei Tagen veröffentlichte die Europäische Grenz‐ und Küstenwache Frontex auf ihrem offiziellen Twitter‐Account ein Drohnen‐Video, das einen Fischdampfer mit einem angehängten Fischerboot zeigt. Mitarbeiter wunderten sich offenbar darüber, dass der Dampfer ein leeres Holzboot hinter sich her zog. Die Vermutung der Frontex-Experten, die das Schiff aus der Luft entdeckt hatten, bestätigte sich dann nach wenigen Stunden. Laut Frontex befanden sich 80 Menschen unter Deck des Fischdampfers. Im Video ist zu sehen, wie diese später auf das zuvor noch leere Fischerboot gequetscht werden.

Boot beschlagnahmt, mutmaßliche Schlepper verhaftet

Nachdem alle Migranten auf das Boot geladen wurden, wurde das verbindende Seil gelöst. Frontex spricht hier von einem „Mutterschiff”, das von Kriminellen genutzt werde, um große Gruppen von Migranten über das Meer zu bringen. Laut eigenen Angaben informierte die Grenzschutzbehörde später sowohl die italienischen als auch die maltesischen Behörden über diese illegale Aktion. Italienische Behörden konnten das Boot daraufhin abfangen und sieben mutmaßliche Schlepper festnehmen. Auch das „Mutterschiff” sei beschlagnahmt worden. Gegenüber der Bild-Zeitung erklärte Frontex-Sprecherin Ewa Moncure, dass nach ein paar Stunden auch die „flüchtenden Menschen aufgefangen werden” konnten.

Wie Frontex auf Twitter schreibt, kommen die meisten Migranten, die sich auf dem Boot befanden, aus Bangladesch, Libyen und Marokko.

Sea‐Watch operiert weiter

Unterdessen operiert die deutsche Mittelmeer‐NGO Seawatch weiter. Trotz Italiens Politik der „geschlossenen Häfen” ist die NGO mit niederländischer Flagge in internationalen Gewässern vor Lampedusa unterwegs und nimmt weiter Migranten auf. Sollte das NGO‐Schiff einen italienischen Hafen erreichen, drohen die Konfiszierung und eine Geldstrafe von 50.000 Euro. Aktuell versucht man von Italien die Aufnahme von 42 Migranten, die sich auf der „Sea‐Watch 3” befinden, zu bewirken. Dafür wendete sich die Organisation sogar an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR). Der EGMR kann Italien auffordern, „dringende Maßnahmen” zu ergreifen, um „gravierende Menschenrechtsverletzungen” zu verhindern.

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Identität und Demokratie”: Neue patriotische Allianz im EU‐Parlament gegründet

Stefan Juritz

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ASDF Mitglieder der neuen patriotischen ID-Fraktion. Foto: Facebook-Seite Harald Vilimsky

Mit 73 Abgeordneten stellt die neue ID‐Fraktion die größte patriotische Gruppe im EU‐Parlament. Mit dabei sind auch AfD und FPÖ.

Wien/Brüssel. – Am Mittwoch gründete sich in Brüssel die neue patriotische EU‐Fraktion „Identität und Demokratie – ID”, der auch die österreichische FPÖ angehört. Das gab FPÖ‐Delegationsleiter Harald Vilimsky am Donnerstag in einer Presseaussendung bekannt.

Größte patriotische EU‐Fraktion”

Es ist uns gelungen, einen ersten Schritt hin zu einer Vereinigung des freiheitlich‐konservativ‐patriotischen Lagers im EU‐Parlament zu setzen. Die neue ID‐Fraktion vereinigt nämlich sowohl Delegationen aus der ECR, der EFDD, als auch aus der alten ENF‐Fraktion. Und mit nunmehr 73 Abgeordneten stellen wir die größte patriotische Fraktion im EU‐Parlament“, zeigt sich Vilimsky erfreut.

Ziel der neuen Fraktion sei weder „eine Zerschlagung” noch ein Austritt aus der EU, sondern „die Erzeugung eines notwendigen Reformdrucks auf das europäische Einigungswerk”, wie Vilimsky betont. Als weitere Ziele werden genannt: „echte Subsidiarität”, „Kampf der illegalen Migration”, „mehr direkte Demokratie” sowie der „Erhalt der Vielfalt in Europa auf allen Ebenen”.

Salvini, Le Pen & Co

Der neuen ID‐Fraktion gehören 73 Abgeordnete aus neun Ländern an. Stärkste Kraft ist die italienische Lega von Innenminister Matteo Salvini mit 28 Abgeordneten, gefolgt von Marine Le Pens Rassemblement National aus Frankreich mit 22 Mandataren. Weiters vertreten sind die deutsche AfD (11), die österreichische FPÖ (3), der flämische Vlaams Belang (3) aus Belgien, die Finnen‐Partei (2), die tschechische SPD (2) sowie die Dänische Volkspartei (1) und der estnische EKRE (1).

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Macron wünscht sich Merkel als EU‐Chefin

Stefan Juritz

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ASDF ActuaLitté [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten]

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron würde die deutsche Bundeskanzlerin unterstützen, sollte sie EU‐Kommissionspräsidentin werden wollen.

Bisher ist die Nachfolge von EU‐Kommissionspräsident Jean‐Claude Juncker noch nicht geklärt. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bringt nun wieder die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel ins Spiel.

Europa braucht Gesichter”

Gegenüber dem Schweizer Sender RTS erklärte Macron, er würde Merkel als neue EU‐Kommissionspräsidentin unterstützen, „wenn sie es machen wollte”.

Europa braucht Gesichter, starke Persönlichkeiten, es braucht Leute, die eine persönliche Glaubwürdigkeit haben und die Kompetenzen, um die Posten auszufüllen”, zitiert die dpa den französischen Präsidenten

Merkel selbst hat einen Wechsel nach Brüssel bereits zuvor ausgeschlossen. Laut eigenen Angaben will sich die Kanzlerin nach ihrer Amtszeit als Bundeskanzlerin aus der Politik zurückziehen.

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