Terroranschläge in Sri Lanka

Opferzahl nach unten korrigiert

Nach den Anschlägen in Sri Lanka seien schwer verstümmelte Leichen nach Angaben des Gesundheitsministeriums doppelt gezählt worden.

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Symbolbild: Krankenhauspersonal / Bild: pxhere (CC0)

Colombo. Bei den Anschlägen in Sri Lanka sind nach offiziellen Angaben gut hundert Menschen weniger getötet worden als bisher angenommen. Die Behörden teilten gestern mit, dass nach Abschluss der Autopsien nicht 359, sondern 253 Menschen bei den Terroranschlägen am Ostersonntag getötet worden sind. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums waren nach den Explosionen mehrere schwer verstümmelte Leichen doppelt gezählt.

16 weitere Verdächtige festgenommen

Den aktuellen Angaben zufolge wurden bei den Anschlägen auf drei Luxushotels und drei christliche Kirchen sowie bei zwei weiteren Explosionen außerdem 485 Menschen verletzt. 149 von ihnen wurden laut Gesundheitsministerium gestern Abend weiter im Krankenhaus behandelt, wie der ORF berichtet. Indes haben Ermittler 16 weitere Verdächtige festgenommen. Nach Behördenangaben befanden sich gestern nun insgesamt 76 Verdächtige in Gewahrsam. Zudem wurden mehrere Fahrzeuge beschlagnahmt und neue Sicherheitsvorkehrungen erlassen, darunter ein Flugverbot für Drohnen.

Enthüllungen über die ÖVP

Unterstützung durch FBI und Interpol

Die einheimischen Ermittler werden nun zusätzlich von eigens angereisten Teams der US-Bundespolizei FBI und von Interpol unterstützt. Für die fast zeitgleich durchgeführten Selbstmordattentate am Ostersonntag soll die radikalislamische Gruppierung National Thowheeth Jama’ath (NTJ) verantwortlich sein. Einige Tage nach den Anschlägen reklamierte die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) die Tat jedoch für sich. Allerdings könne man die Echtheit der Bekennernachricht nicht unabhängig überprüfen. Die Regierung Sri Lankas geht weiterhin davon aus, dass die NTJ-Gruppierung für die Anschläge verantwortlich ist und Hilfe aus dem Ausland gehabt habe.

Nach Einschätzung der Regierung waren die Taten als Vergeltung für den Anschlag auf Moscheen im neuseeländischen Christchurch im März gedacht.

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