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Gauland (AfD)

Europa „islamischer und afrikanischer“ geworden

Weil es in Deutschland bereits eine muslimische Parallelgesellschaft gebe, „müssen sich die muslimischen Zuwanderer auch gar nicht integrieren“, so Gauland.

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<p>Bild: Alexander Gauland (AfD) / Olaf Kosinsky [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en">CC BY-SA 3.0 de</a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2015-07-04_AfD_Bundesparteitag_Essen_by_Olaf_Kosinsky-225.jpg">via Wikimedia Commons</a> (Bild zugeschnitten)</p>

Bild: Alexander Gauland (AfD) / Olaf Kosinsky [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Eichenried. Gestern fand in der oberbayerischen Gemeinde Moosinning im Landkreis Erding eine AfD-Veranstaltung statt, bei der auch AfD-Chef Alexander Gauland eine Rede hielt. Wie die Nachrichtenseite Merkur berichtet, standen 350 AfD-Anhänger etwa 250 Gegendemonstranten gegenüber. Gauland selbst musste durch die Hintertür in den Veranstaltungsaal kommen.

Muslimische Parallelgesellschaft

In der folgenden Rede attestierte Gauland Deutschland und Europa „islamischer und afrikanischer“ geworden zu sein. „Wir haben bereits eine muslimische Parallelgesellschaft. Deswegen müssen sich die muslimischen Zuwanderer auch gar nicht integrieren.“ Gleichzeitig werde die Meinungsfreiheit eingeschränkt. Er verwies dabei auf den US-Präsident Donald Trump und die USA: „Dort findet wieder eine Entmischung statt.“ Die Europawahl müsse von einem „Identitätswahlkampf“ flankiert werden.

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„Müssen Verbündete suchen“

Dennoch riet Gauland von der Auflösung der EU und von einem sogenannten Dexit, also dem Austritt der Bundesrepublik aus der EU, ab. „Wir müssen vielmehr Verbündete suchen, die mit uns die EU auf ihren Kern zurückführen.“ Damit meinte er eine Wirtschaftsunion ohne Euro. Ein Ziel der AfD sei außerdem, die Industriepolitik zu ändern. Denn etwa die Diesel-Grenzwerte träfen die deutsche Wirtschaft ins Herz. Die EU ruiniere den deutschen Autobau.

Gauland appelierte bei der Rede deshalb auch, am 26. Mai zur Wahl zu gehen. Gemeinsam mit Vertretern anderer europäischer Rechter will man das Bündnis „Europäische Allianz der Völker und Nationen“ zur stärksten Fraktion im EU-Parlament machen. Neben der AfD, der italienischen Lega und der österreichischen FPÖ sind Vertreter aus Dänemark, Finnland, Estland, der Slowakei, Frankreich und Belgien dem Bündnis beigetreten. Weitere folgen möglicherweise noch, darunter die ungarische Fidesz-Partei und die spanische Vox-Partei.

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