Verbinde Dich mit uns

Technik

Facebook sperrt neuerlich mehrere rechte Medienmacher

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

Neben mehreren anderen von einer umfassenden Facebook-Sperre betroffen: Alex Jones (li,) und Paul Joseph Watson (re.). Bild (Jones/Watson 2013): Tyler Merbler via Wikimedia Commons [CC BY 2.0] (Bild zugeschnitten)

In den vergangenen Tagen lancierte das soziale Netzwerk neuerlich einen Kahlschlag gegen Blogger und Journalisten im englischsprachigen Raum, welche dem konservativen Spektrum zuzuordnen sind.

Menlo Park. – Die dauerhafte Sperrung mehrerer Accounts betrifft insbesondere einige Schwergewichte des rechtsgerichteten US-Journalismus. Neben Alex Jones, dem Gründer der ebenfalls verbannten Meinungsplattform Infowars, zielt die Maßnahme der Jungen Freiheit zufolge auch auf den prominenten Publizisten Paul Joseph Watson, den Blogger Milo Yiannopoulos und die Islamkritikerin Laura Loomer.

“Richtlinien bezüglich gefährlicher Personen und Organisationen”

Wie das Magazin The Atlantic berichtet, hätte das Unternehmen diesen Schritt “aufgrund ihrer Richtlinien bezüglich gefährlicher Personen und Organisationen” gesetzt. Außerdem wollen sie damit ein Zeichen gegen vermeintlich extremistische Bestrebungen und “Desinformation” setzen. Neben den genannten betrifft der Bann auch den “Nation of Islam”-Gründer Louis Farrakhan und den umstrittenen Politiker Paul Nehlen.

Ein Sprecher von Facebook führte die Sperren indes auf eine konsequente Unternehmenspolitik zurück. Man habe jedenfalls “schon immer Personen und Gruppen, welche, unabhängig ihrer Ideologie, Hass oder Gewalt bewerben” aus seinen Diensten ausgeschlossen. Nutzer dürften sich allerdings weiterhin in ihren Kommentaren positiv auf die Geächteten beziehen.

Watson: “Silicon Valley beseitigt jeden Dissens”

Einige Betroffenen nützten daraufhin die ihnen noch verbliebenen Kanäle, um ihrem Unmut Luft zu machen. Watson etwa sah einen groben Einschnitt in die Meinungsfreiheit. Denn er selbst habe vor seinem “grundlosen” Ausschluss keine Facebook-Regeln gebrochen.

Er vermutet die Ausrichtung der großen Technologiekonzerne als maßgeblichen Antrieb: “In einer autoritären Gesellschaft unter der Kontrolle von einer Handvoll Riesen des Silicon Valley, muss eben jeder Dissens beseitigt werden”. Innerhalb nur eines Tages retweeteten etwa 14.000 Menschen seinen Beitrag.

Immer wieder Sperren rechter Medienmacher

Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass sich konservative Stimmen auf Social Media- Plattformen einiger Restriktionen gegenüber sehen. Denn bereits im vergangenen August kam es erstmalig zu einer Löschung der Facebook-Präsenzen von Jones – Die Tagesstimme berichtete. Weniger Tage später folgte dann eine Twitter-Sperre für dem Moderator und Komiker Gavin McInnes.

Eine angebliche Nähe mancher Betroffenen zu diesem sowie zum britischen Journalisten und Aktivisten Tommy Robinson soll dem Portal The Verge zufolge ebenfalls als Entscheidungsgrundlage für den jüngsten Schritt gelten. Im September war zudem der Facebook-Auftritt des österreichischen Mediums Unzensuriert für drei Tage unerreichbar – ehe Facebook zurückruderte.


Weiterlesen:

Weitere Social-Media-Sperren: Diesmal traf es Gavin McInnes und die “Proud Boys” (12.8.2018)

Facebook, Apple und YouTube verbannen Alex Jones und “Infowars” (8.8.2018)

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Peter Hofmueller

    3. Mai 2019 at 15:52

    Steckt da auch Soros’ dahinter?

  2. Avatar

    DAVID K ELKINS

    4. Mai 2019 at 20:00

    Every patriot needs to stop using Facebook altogether!

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Technik

“Inside IB”: YouTube löscht investigative Reportage über Identitäre

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

ASDF Die Reportage 'Inside IB' der Jungen Freiheit lässt auch identitäre Aktivisten wie deren österreichischen Leiter Martin Sellner zu Wort kommen. Bildzitat: YouTube [@17:21 min]

Die Video-Reportage der Jungen Freiheit über die Identitäre Bewegung wurde vonseiten des Videoportals YouTube offenbar bereits am Freitagabend vom Netz genommen.

San Bruno/Berlin. – Wie das Onlineportal der konservativen Wochenzeitung Junge Freiheit berichtet, hätten die Verantwortlichen des Videodienstes die Reportage aufgrund eines nicht eindeutig geklärten Verstoßes gegen seine Richtlinien entfernt. Das Medium kritisiert den Vorfall scharf und äußert sein Unverständnis für diese Vorgehensweise.

Reportage über Identitäre: Über 70.000 Aufrufe

Es war eine Reportage, welche sich einer großen Reichweite erfreute. In etwas mehr als einer Woche sahen über 70.000 Menschen den 25-minütigen Beitrag, welcher die Identitären und die gegenwärtigen Vorwürfe gegen deren Österreich-Leiter Martin Sellner näher beleuchtet.

Dieser sowie seine Bewegung befand sich nach dem passiven Empfang einer Spende vom späteren Christchurch-Atttentäter im Jänner 2018 im Zentrum der weltweiten Berichterstattung. Dabei lässt die Reportage auch Aktivisten der patriotischen Protestgruppe zu Wort kommen – und kritisiert eine als einseitig empfundene Berichterstattung über diese.

“Videos mit gewalttätigen oder grausamen Inhalten”

Nun löschte YouTube das Stück, angeblich ohne nähere Begründung. Lediglich generell sei befunden worden, dass „Videos mit gewalttätigen oder grausamen Inhalten, die sensationslüstern präsentiert oder in ausbeuterischer Absicht erstellt werden“, verboten wären.

Dazu würden nach Ansicht des Videoportals insbesondere Inhalte mit “Kriegsszenen, Folgen von Terroranschlägen oder ähnlichen Szenarien, die Zuschauer schockieren oder Ekel hervorrufen sollen“ zählen. Aufgrund dessen ist die Reportage derzeit nur über einen Mirror eines anderen Nutzers anzusehen.

Kurze Christchurch-Sequenz als Auslöser für Löschung?

Bei der Jungen Freiheit kann man diese Begründung nicht abschließend nachvollziehen. Man munkelt in der Redaktion, dass ein kurzes, verpixeltes Bildzitat des Christchurch-Attentats und dem dafür tatverdächtigen Australier Brenton T. als Stein des Anstoßes gedient haben könnte. Allerdings habe man hier “bewusst aus Respekt vor den Opfer und ihren Angehörigen” auf eine graphische Darstellung verzichtet.

Insgesamt wundert sich ein Journalist des JF-Kollektivs: “Wie
soll man über einen Anschlag berichten, wenn man keine Bilder des Täters zeigen kann?” Außerdem verweist man darauf, dass YouTube nach dieser Logik wohl auch jede Dokumentation über den 11. September oder die Anschläge vom Breitscheidplatz von Netz nehmen müsste. Man habe jedenfalls Einspruch gegen die Entfernung eingelegt.


Weiterlesen:

‘Inside IB’: Reportage entlarvt einseitige Berichterstattung über Identitäre (10.5.2019)

Weiterlesen

Gesellschaft

Microsoft Word soll politisch korrekt werden

Monika Šimić

Veröffentlicht

am

ASDF Bild: Microsoft Zentrale in Redmont, Washington / Coolcaesar [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Damit wolle man den Nutzern helfen, “effizienter, effektiver und inklusiver zu kommunizieren”.

Seattle. Nach dem Willen des Softwareherstellers Microsoft soll im Schreibprogramm Word die politische Korrektheit Einzug halten. Die neue Funktion, die sich “Ideas in Word” (Ideen in Word) nennt, wird von künstlicher Intelligenz angetrieben und wurde von Microsoft auf seiner jährlichen “Build Developer Conference” vorgestellt.

“Mailperson” statt “Mailman”

Die neue Funktion soll unter anderem Wörter unterstreichen, die von Microsoft als diskriminierend angesehen werden. Laut einem Bericht des Fachmagazins Fast Company werden Ausdrücke wie “Mailman” (Briefträger) oder “Congressman” (Kongressabgeordneter) angestrichen. Stattdessen empfiehlt das Programm die Nutzung genderneutraler Formulierungen wie etwa “Mailperson” oder “Congressperson”. Um das Wort “Policeman” (Polizist) zu vermeiden, kann man sich für das vom Programm vorgeschlagene “Police Officer” entscheiden.

“Person-Zuerst-Ansatz”

Microsoft geht allerdings weiter und nimmt sich auch feststehende Phrasen wie “gentlemen’s agreement” vor, aus dem “unspoken agreement” wird. Außerdem ermuntert das Programm den Schreiber zu einem “Person-Zuerst-Ansatz”. Statt “Disabled person” (behinderte Person) soll es etwa “Person with disability” (Person mit Behinderung) heißen. Formulierungen wie diese sollen zeigen, dass der Mensch selbst wichtiger ist als die Behinderung.

Das Programm, dessen Entwicklung unter anderem durch Linguisten unterstützt wird, soll zudem auch auf “sensible geopolitische Bezeichnungen” hinweisen, ohne dass es hierzu schon konkrete Beispiele gibt. „Wir wollen Ihnen helfen, effizienter, effektiver und inklusiver zu kommunizieren“, erklärte der hochrangige Marketingmanager des Unternehmens, Malavika Rewari, die Ziele des Programms. Den Nutzern steht es allerdings frei, gleich wie bei der Rechtschreibprüfung auch, die Hilfe auszuschalten.

Weiterlesen

Technik

Kampf gegen Terroristen: Neue Software “goTravel” vorgestellt

Monika Šimić

Veröffentlicht

am

ASDF Bild: UNO-Generalsekretär Antonio Guterres / U.S. Mission Photo by Eric Bridiers [Public domain], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Die Software kann Bewegungsdaten von Personen analysieren und daraus ein Gefährdungspotenzial ableiten.

New York. Die Vereinten Nationen wollen stärker gegen reisende Terroristen vorgehen. UNO-Generalsekretär Antonio Guterres stellte gestern in New York eine neue Software vor, mit der sich Länder besser über die Bewegungen von Extremisten austauschen sollen. Nach der Niederlage der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) wollen nun viele IS-Kämpfer aus dem Nahen Osten in ihre jeweiligen Heimatländer zurückkehren. Diese stellen jedoch eine “große transnationale Bedrohung” dar, sagte Guterres.

“goTravel” gegen Terror

“Viele sind gut ausgebildet und könnten künftige Terroranschläge ausüben. Andere hoffen darauf, zu radikalisieren und neue Anhänger zu gewinnen”. UNO-Schätzungen zufolge hatten sich etwa 40.000 Menschen aus 110 Ländern in den vergangenen Jahren dem Kampf des IS in Syrien und dem Irak angeschlossen.

Nun hat man die neue Software “goTravel” vorgestellt. Dadurch wollen die Vereinten Nationen nun sicherstellen, dass die Terroristen identifiziert und gefasst werden können, bevor sie Gewalttaten verüben können. Das Programm soll vor allem solchen Ländern kostenfrei zur Verfügung gestellt werden, die bisher keine ausreichende Ausstattung zur Verfolgung von Terrorverdächtigen hatten.

Gefährdungspotenzial erkennen

Die Software kann künftig Bewegungsdaten von Personen analysieren und daraus ein Gefährdungspotenzial ableiten. Weiters soll die Software einen schnellerer Informationsaustausch mit anderen betroffenen Ländern und Behörden wie zum Beispiel Interpol ermöglichen. Der Irak und Sri Lanka, wo es am Ostersonntag zu einer Reihe schwerer Selbstmordanschläge gekommen ist, sind die ersten Länder, die die Software bestellt haben.


Weiterlesen:

Radikalislamische Gruppe offenbar für Anschläge verantwortlich (22.04.2019)

Sri Lanka: Anschläge auf Kirchen und Hotels am Ostersonntag (21.04.2019)

Weiterlesen

Journalismus für Patrioten

Die Tagesstimme ist Journalismus für Patrioten! Wir sind unabhängig und benötigen deshalb jeden Euro, um die Menschen schonungslos aufzuklären.

Verein für unabhängige Medien- und Informationsarbeit
IBAN: AT06 6000 0803 1023 8922
BIC: BAWAATWW

Paypal: [email protected]

Oder >> hier Förderer werden! <<

Werbung

Schwerpunkt

Kulturvor 2 Wochen

München: Schriftsteller Hans Bergel hält Lesung bei Burschenschaft

Am 22. Mai 2019 veranstaltet die Burschenschaft Danubia München eine Lesung mit dem Siebenbürger Schriftsteller Hans Bergel. In seinen Werken...

Gesellschaftvor 3 Monaten

Liederbuchaffäre: Auflösungsverfahren gegen Germania eingestellt

Etwas mehr als ein Jahr nach dem Aufkommen der Vorwürfe gegen die pennale Burschenschaft Germania zu Wiener Neustadt endete auch...

Kulturvor 3 Monaten

Tradition seit 1864: Das Kremser Farbenkränzchen jährt sich zum 155. Mal

Mit dem 155. Kremser Farbenkränzchen endet die diesjährige Ballsaison der österreichischen Studentenverbindungen. Krems. – Jedes Jahr veranstalten die Kremser Studentenverbindungen...

In eigener Sachevor 3 Monaten

Studie zu Liederbuch-Affäre: Vorwürfe waren falsch

Am Freitag präsentierte der Arbeitskreis Nautilus eine erste kritische Aufarbeitung der sogenannten “Liederbuch-Affäre” rund um FPÖ-Politiker Udo Landbauer und die...

Gesellschaftvor 4 Monaten

“Ostmark”: Burschenschaft kontert Darstellung als angeblicher NS-Begriff

Seit dem Wochenende braut sich eine Kontroverse rund um einen von einer Burschenschaft kürzlich verwendeten Begriff zusammen, welche Kommentatoren als...

Gesellschaftvor 4 Monaten

“Europa am Abgrund”: Bestseller-Autor Markus Krall spricht in Ried

Die Rieder Mittelschulverbindung “Germania” organisiert einen Vortrag mit dem Finanzexperten Markus Krall. Ried/Innkreis. Am morgigen Freitag veranstaltet die Rieder Mittelschulverbindung...

Beliebt