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Politik

„Wenn die Linken gewinnen, wird Europa ein islamisches Kalifat werden”

Monika Šimić

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Bei der gemeinsamen Pressekonferenz von Viktor Orban und Matteo Salvini betonte Italiens Innenminister, dass sich die EVP Orbans Ansichten zu eigen machen müsste.

Budapest. Gestern empfing der ungarische Premier Viktor Orban den italienischen Innenminister und hatte nach dem Gespräch bei der darauffolgenden Pressekonferenz viele lobende Worte für Salvini übrig. „Europa braucht Matteo Salvini“, war unter anderem zu hören. Orban wolle „mit dynamischen, vitalen Typen zusammenarbeiten”, und bescheinigte der politischen Klasse der EU, sie sei „müde und kraftlos”.

Lob für Orban

Aber auch Salvini lobte den ungarischen Premier und dankte ihm für seine „großartigen Ansichten“ in seinem jüngsten Interview mit der Zeitung La Stampa. Dort hatte er seiner eigenen europäischen Parteifamilie, der Europäischen Volkspartei (EVP), Selbstmordgelüste unterstellt, weil sie, so Orban, mit Linken und Liberalen kooperieren wolle.

Die Frage, ob die EVP mit Orbans Fidesz-Partei brechen wird, ist weiterhin offen. Die Mitgliedschaft der Partei in der EVP wurde im März suspendiert.

Salvinis rechtes Bündnis Thema

Für Salvini wäre die Zusammenarbeit mit Orban aber eine Freude. Allerdings müsse sich die EVP Orbans Ansichten zu eigen machen. Umgekehrt meinte Orban, dass sich die EVP Salvinis Ansichten zu eigen machen müsste. Das sei aber zur Zeit eher unwahrscheinlich. Auch die von Salvini gegründete „Europäische Allianz der Völker und Nationen“ war Thema bei der Pressekonferenz. Salvini sagte, dass er nicht wisse, wie viele Parteien sich am Ende dem neuen Bündnis anschließen und wie stark sie bei den Wahlen abschneiden würden. „Aber ich hoffe, wir werden sehr stark sein, denn wenn die Linken gewinnen, wird Europa ein islamisches Kalifat werden”.

Bisher haben sich dem Bündnis Vertreter aus Italien (Lega), Deutschland (AfD), Dänemark (Danks Folkeparti), Finnland (Finnen-Partei), Österreich (FPÖ), Estland (Konservative Volkspartei), der Slowakei (Sme Rodina), Frankreich (Rassemblement National) und jüngst auch aus Belgien (Vlaams Belang) angeschlossen.

Strache bei Orban, Gudenus bei AfD

Der österreichische Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) wird am kommenden Montag ebenfalls nach Ungarn zu einem Treffen mit Orban reisen. Strache sei von Orban nach Budapest eingeladen worden, erklärte die FPÖ am Dienstag gegenüber der APA. Begleitet wird der FPÖ-Chef bei seinem Besuch in Budapest von EU-Spitzenkandidat Harald Vilimsky. FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus hingegen fährt am Freitag zu einer Wahlkampfveranstaltung der Alternative für Deutschland (AfD) nach Deutschland. Auch Jörg Meuthen und Alice Weidel werden dort anwesend sein.

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