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Kampf gegen Terroristen: Neue Software „goTravel” vorgestellt

Monika Šimić

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Bild: UNO-Generalsekretär Antonio Guterres / U.S. Mission Photo by Eric Bridiers [Public domain], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Die Software kann Bewegungsdaten von Personen analysieren und daraus ein Gefährdungspotenzial ableiten.

New York. Die Vereinten Nationen wollen stärker gegen reisende Terroristen vorgehen. UNO‐Generalsekretär Antonio Guterres stellte gestern in New York eine neue Software vor, mit der sich Länder besser über die Bewegungen von Extremisten austauschen sollen. Nach der Niederlage der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) wollen nun viele IS‐Kämpfer aus dem Nahen Osten in ihre jeweiligen Heimatländer zurückkehren. Diese stellen jedoch eine „große transnationale Bedrohung” dar, sagte Guterres.

goTravel” gegen Terror

Viele sind gut ausgebildet und könnten künftige Terroranschläge ausüben. Andere hoffen darauf, zu radikalisieren und neue Anhänger zu gewinnen”. UNO‐Schätzungen zufolge hatten sich etwa 40.000 Menschen aus 110 Ländern in den vergangenen Jahren dem Kampf des IS in Syrien und dem Irak angeschlossen.

Nun hat man die neue Software „goTravel” vorgestellt. Dadurch wollen die Vereinten Nationen nun sicherstellen, dass die Terroristen identifiziert und gefasst werden können, bevor sie Gewalttaten verüben können. Das Programm soll vor allem solchen Ländern kostenfrei zur Verfügung gestellt werden, die bisher keine ausreichende Ausstattung zur Verfolgung von Terrorverdächtigen hatten.

Gefährdungspotenzial erkennen

Die Software kann künftig Bewegungsdaten von Personen analysieren und daraus ein Gefährdungspotenzial ableiten. Weiters soll die Software einen schnellerer Informationsaustausch mit anderen betroffenen Ländern und Behörden wie zum Beispiel Interpol ermöglichen. Der Irak und Sri Lanka, wo es am Ostersonntag zu einer Reihe schwerer Selbstmordanschläge gekommen ist, sind die ersten Länder, die die Software bestellt haben.


Weiterlesen:

Radikalislamische Gruppe offenbar für Anschläge verantwortlich (22.04.2019)

Sri Lanka: Anschläge auf Kirchen und Hotels am Ostersonntag (21.04.2019)

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Technik

Okzident News: Die patriotische Nachrichten‐App

Patrick Lenart

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am

ASDF

Vor wenigen Wochen erschien eine neue Version der Nachrichten‐App „Okzident News“. Mit ihr soll es ein Kinderspiel werden, über die wichtigsten Nachrichten patriotischer Medien und Influencer am Laufenden zu bleiben. Neue Funktionen lassen nun erstmals auch Interaktionen zwischen Kanälen und Nutzern zu. Wir haben uns die App für euch angesehen.

Vor einem Jahr löschten Facebook und Instagram willkürlich die Profile der Identitären Bewegung und ihrer Projekte. Seitdem wurden viele patriotische Akteure in allen großen sozialen Medien zum Opfer von Zensur und „deplatforming“. Daniel Sebbin und Daniel Fiß, letzterer selbst Leiter der Identitären in Deutschland, wurde damals klar: Patrioten brauchen eigene Informationsstrukturen.

Okzident –  Versuch einer Gegenmacht

Aus der Idee ist die Nachrichten‐App Okzident News entstanden: „Okzident News versucht als Grundgedanken kritischen, alternativen und patriotischen Medien ihre Kommunikationswege offen zu halten und die Gesamtheit der patriotischen Blogger und Medien zu bündeln und ihnen die Informationsverbreitung ohne Zensurfilter zu ermöglichen“, schildert Daniel Sebbin auf Anfrage der Tagesstimme.

Die Blogger und Medien werden von den Entwicklern einzeln ausgesucht, wobei linke Akteure ausdrücklich ausscheiden: „Wir glauben nicht an den ‚herrschaftsfreien Diskurs’ oder die ‚absolute Neutralität’, sondern wollen stattdessen eine eigene Gegenmacht aufzubauen.“ Gegenwärtig sind rund 40 Kanäle in der App gelistet: Von Achse des Guten über die Sezession bis hin zu Young German – auch Die Tagesstimme ist vertreten.

Ständige Weiterentwicklung

Die App ist in der aktuellen Version als Push‐Nachrichtendienst aufgebaut. Sie kontrolliert in Echtzeit, ob es neue Meldungen auf einem der Kanäle gibt und verbreitet die Information automatisch unter den Nutzern der App. Damit fungiert Okzident News als „Nachrichtenaggretator“ und zentrale Drehscheibe für Informationen. Die Nutzer können selbst entscheiden, welche Kanäle sie abonnieren möchten und wie oft sie benachrichtigt werden wollen.

Seit der neuesten Version können Nutzer die einzelnen Beiträge in der App auch mit einem „Like“ versehen oder direkt aus der App heraus in sozialen Netzwerken teilen. In Kürze soll es außerdem möglich sein, die Beiträge direkt in der App zu kommentieren. Geplant sind außerdem eine Chat‐Funktion sowie eine Funktion zum Versenden von Eilmeldungen.

So kommt ihr an die App

Die App ist im Google Play Store verfügbar, wo sie unlängst sogar Platz 1 in der Rubrik „Nachrichtenapps“ belegte. Für iPhone‐Nutzer ist de App über den Safari‐Browser verfügbar. Besucht man die App‐Website und klickt im Safari‐Menü auf „Teilen“ – „Zum Home‐Bildschirm hinzufügen“, wird sie wie eine herkömmliche App auf dem Startbildschirm angezeigt. Eine vollständige Kompatibilität mit iOS ist noch im Sommer 2019 geplant.

Sebbin und Fiss sind mit dem bisherigen Erfolg der App zufrieden. Noch nicht jeder würde die Notwendigkeit der App erkennen, solange er auch Nachrichten über die herkömmlichen Plattformen erhalte. „Die erwartbare Steigerung der Zensur wird jedoch auch schon bald weitere Medienmacher treffen, die ihre Beiträge über alternative Plattformen verbreiten und aussteuern müssen. Okzident News ist hierfür eine erste Option“, sind die Entwickler sicher.

Homepage: https://okzident.news

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Technik

Das patriotische Milieu auf YouTube – ein Überblick

Joshua Hahn

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am

ASDF Symbolbild (Pixabay/CC0)

YouTube geriet in den vergangenen Wochen in die Schlagzeilen, weil es im Rahmen einer regelrechten „Löschwelle“ verstärkt konservative Videos und Kanäle einschränkte. Dies bietet eine gute Gelegenheit, um einige patriotische Kanäle aus dem deutschsprachigen Raum vorzustellen. Diese – unvollständige – Liste gibt einen knappen Überblick.

Kanal Schnellroda

Der Kanal Kanal Schnellroda beinhaltet verschiedene Formate rund um den Verlag Antaios sowie das Institut für Staatspolitik (IfS). Regelmäßig werden hier Neuerscheinungen des Verlags von Ellen Kositza vorgestellt und diskutiert. Weiters sind hier Videos zu diversen Veranstaltungen des IfS abrufbar. So gibt es beispielsweise Vorträge der vergangenen IfS‐Akademien sowie Videozusammenschnitte der Staatspolitischen Kongresse zu sehen.

BuchHaus Loschwitz

Wer sich für Literatur interessiert, sollte außerdem einen Blick auf den Kanal der Dresdner Buchhandlung Loschwitz mit dem Namen BuchHaus Loschwitz werfen. 

Das Format des Kanals nennt sich „Aufgeblättert. Zugeschlagen – Mit Rechten lesen“. Prinzipiell werden in jeder der jeweils etwa eine Stunde dauernden Folgen drei Bücher vorgestellt. Neben der Inhaberin der Buchhandlung, Susanne Dagen, und Ellen Kositza gibt es immer einen wechselnden dritten Gast. Bisherige Gäste waren beispielsweise der Journalist Matthias Matussek, der AfD‐Politiker Dr. Maximilian Krah sowie jüngst der Autor Michael Klonovsky.

Neben politischer Literatur befinden sich unter den Büchern auch unpolitische Prosa‐Werke, was das Format sehr abwechslungsreich macht.

Martin Sellner

Der YouTube‐Kanal des IBÖ‐Leiters dürfte vermutlich den größten Bekanntheitsgrad aufweisen. Trotzdem sei an dieser Stelle noch einmal auf seine Arbeit verwiesen. Nicht zuletzt deshalb, weil er von den YouTube‐Maßnahmen der vergangenen Wochen unmittelbar betroffen war.

Neben dem tagespolitischen Geschehen widmet sich Sellner in seinen Videos regelmäßig auch Grundsatzfragen der politischen Theorie. Neben seinem Nachrichtenformat führt der Identitären‐Chef auch immer wieder Interviews mit Aktivisten, Publizisten oder anderen YouTubern.

Besonderer Beliebtheit erfreut sich etwa das Format mit dem Namen „Auf eine Melange“, in welchem er in längeren Videos mit dem neurechten Publizisten Martin Lichtmesz die wichtigsten Ereignisse der vergangenen Wochen diskutiert und analysiert. 

Patrick Lenart

Auf dem Youtube‐Kanal des ehemaligen Co‐Leiters der Identitären Bewegung Österreich sind vor allem Videos zu den wichtigsten politischen Ereignissen zu finden.

Diese werden hier meist recht ausführlich beleuchtet und bieten somit einen guten und nicht zu oberflächlichen Überblick über aktuelle Geschehnisse. Auch Videos über grundsätzliche Themen und politische Theorien sind vorhanden.

Outdoor Illner

Da in rechten Kreisen oftmals ein satirisches Programm vermisst wird, und dieses meistens der politischen Gegenseite überlassen wird, empfiehlt es sich, auf dem Kanal Outdoor Illner vorbeizuschauen.

Illner befasst sich auf kluge Art und Weise mit verschiedenen politischen Themen, welche zumeist äußerst unterhaltsam aufbereitet sind.

achse:ostwest

Der Student pakistanischer Abstammung befasst sich auf seinem YouTube‐Kanal mit diversen politischen Themen.

Nicht zuletzt aufgrund seines Migrationshintergrundes beleuchtet er Themen oftmals unter einem anderen Blickwinkel und liefert dadurch auch immer wieder gute Denkanstöße. 

UNBLOGD

Der sich selbst als „libertär” bezeichnende Blogger UNBLOGD beschäftigt sich auf seinem Kanal ebenfalls mit sehr vielfältigen Themen. Neben Meinungsvideos zum tagespolitischen Geschehen finden sich hier auch Interviews sowie Berichte zu von ihm besuchten Veranstaltungen. 

Malenki

Wer auch Videos ohne explizit politischen Inhalt sehen will, sollte einen Blick auf Malenki werfen. Der identitäre Aktivist befasst sich auf seinem Kanal oftmals mit verschiedenen kulturellen Themen. Von Videos über das Tätowieren und identitäre Themen bis hin zur Imker‐Tätigkeit ist hier alles vertreten. 

Laut Gedacht

Das Format „Laut Gedacht“ bietet einen wöchentlichen Rückblick auf die politische Landschaft. Die beiden Moderatoren bieten hierbei eine kurzweilige Zusammenfassung der letzten wichtigen Ereignisse, und arbeiten diese humoristisch auf, ohne dabei jedoch den Ernst der Themen zu vernachlässigen. 

Hagen Grell

Der Leipziger YouTuber Hagen Grell bezeichnet sich selbst als „Medienmacher und Moderator”. Auf seinem Kanal befinden sich neben recht kurzen Videos zu den gängigen Themen auch längere Reportagen. Weiters sind auf seiner Seite auch diverse Interviews, wie beispielsweise mit dem AfD‐Bundestagsmitglied Jan Nolte, zu sehen.

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Gesellschaft

Freie Meinungsäußerung: Jordan Peterson gründet Plattform „ThinkSpot”

Monika Šimić

Veröffentlicht

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ASDF Bild: Universitätsprofessor und Verfechter der freien Meinungsäußerung Jordan Peterson / Gage Skidmore from Peoria, AZ, United States of America [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Aktualisiert um 16:04 Uhr.

Die „Anti‐Zensur‐Plattform” soll eine Alternative zu Facebook und YouTube darstellen und freie Meinungsäußerung sowie tiefgründigen Dialog und Wissensaneignung ermöglichen.

Toronto. Der kanadische Universitätsprofessor Jordan Peterson sorgt seit Jahren für Kontroversen und muss immer wieder Kritik – vor allem von linken Akteuren – einstecken. Peterson, der sich selbst als „Professor gegen die politische Korrektheit” bezeichnet, erlangte dank der Videoplattform YouTube weltweite Bekanntheit und erreicht mit seinen Vorträgen über Religion, Ideengeschichte und Psychologie inzwischen ein Millionenpublikum. Weil es auf Plattformen wie Facebook und YouTube in letzter Zeit vermehrt zu Zensur und sogar zu Löschwellen gekommen ist, gründete Peterson nun eine alternative Plattform namens ThinkSpot.

Plattform für zivilen und tiefgründigen Dialog

Diese neue Plattform, die sich derzeit noch in der Beta‐Testphase befindet, wurde bewusst gegen diese Art von Zensur angelegt. ThinkSpot soll noch in diesem Sommer an den Start gehen. Eine Besonderheit dieser Plattform sind die Nutzungsbedingungen, wonach man Nutzer der Plattform nur dann blockieren wolle, wenn ein ordentliches US‐Gericht eine solche Sperre anordnet. Damit versuche er, eine „Anti‐Zensur‐Plattform” zu schaffen. ThinkSpot richtet sich an Menschen, die an einem zivilen und tiefgründigen Dialog und Wissensaneignung interessiert sind.

Mindestlänge bei Kommentaren

Dennoch gibt es bei der Nutzung der Plattform einige Dinge zu beachten. So müssten Nutzer Kommentare mit Bedacht hinterlassen. Um „Trollen” keine Chance zu geben, müssen Kommentare etwa eine Länge von mindestens 50 Wörtern haben. Selbst wenn also jemand „trollen” würde, wären er zumindest ein Troll, der geistreiche Kommentare hinterlässt, so Peterson. Außerdem soll man alle Kommentare auf der Plattform mit einem Daumen nach oben bzw. nach unten bewerten können. Sollte das Verhältnis von positiven zu negativen Kommentaren unter 50/50 fallen, werden die Kommentare ausgeblendet. Peterson sei sich aber noch nicht sicher, ob das 50/50 Verhältnis hier als Richtwert passend ist.

Tester gesucht

In der Testphase werden neben Peterson auch der politische Kommentator Dave Rubin, Podcaster und Bestsellerautor James Altucher, ehemaliger US‐Navy SEAL und Autor Jocko Willink, Wissenschaftsjournalist Michael Shermer und der Youtuber Carl Benjamin, der unter dem Pseudonym Sargon of Akkad schreibt, die Plattform nutzen. Sie alle sind Verfechter der freien Meinungsäußerung. Peterson startete via Twitter außerdem einen Aufruf, um noch weitere Tester für die Seite zu gewinnen. Auch die Tochter von Peterson ermutigte Podcast‐Hörer, sich als Tester für die Plattform zu melden. „Wir brauchen dringend eine Plattform, die nicht rein willkürlich wegen zufälliger Herdenmentalität gegen Menschen vorgeht”.

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