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Inside IB”: YouTube löscht investigative Reportage über Identitäre

Julian Schernthaner

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am

Die Reportage 'Inside IB' der Jungen Freiheit lässt auch identitäre Aktivisten wie deren österreichischen Leiter Martin Sellner zu Wort kommen. Bildzitat: YouTube [@17:21 min]

Die Video-Reportage der Jungen Freiheit über die Identitäre Bewegung wurde vonseiten des Videoportals YouTube offenbar bereits am Freitagabend vom Netz genommen.

San Bruno/Berlin. – Wie das Onlineportal der konservativen Wochenzeitung Junge Freiheit berichtet, hätten die Verantwortlichen des Videodienstes die Reportage aufgrund eines nicht eindeutig geklärten Verstoßes gegen seine Richtlinien entfernt. Das Medium kritisiert den Vorfall scharf und äußert sein Unverständnis für diese Vorgehensweise.

Reportage über Identitäre: Über 70.000 Aufrufe

Es war eine Reportage, welche sich einer großen Reichweite erfreute. In etwas mehr als einer Woche sahen über 70.000 Menschen den 25-minütigen Beitrag, welcher die Identitären und die gegenwärtigen Vorwürfe gegen deren Österreich-Leiter Martin Sellner näher beleuchtet.

Dieser sowie seine Bewegung befand sich nach dem passiven Empfang einer Spende vom späteren Christchurch-Atttentäter im Jänner 2018 im Zentrum der weltweiten Berichterstattung. Dabei lässt die Reportage auch Aktivisten der patriotischen Protestgruppe zu Wort kommen – und kritisiert eine als einseitig empfundene Berichterstattung über diese.

Videos mit gewalttätigen oder grausamen Inhalten”

Nun löschte YouTube das Stück, angeblich ohne nähere Begründung. Lediglich generell sei befunden worden, dass „Videos mit gewalttätigen oder grausamen Inhalten, die sensationslüstern präsentiert oder in ausbeuterischer Absicht erstellt werden“, verboten wären.

Dazu würden nach Ansicht des Videoportals insbesondere Inhalte mit „Kriegsszenen, Folgen von Terroranschlägen oder ähnlichen Szenarien, die Zuschauer schockieren oder Ekel hervorrufen sollen“ zählen. Aufgrund dessen ist die Reportage derzeit nur über einen Mirror eines anderen Nutzers anzusehen.

Kurze Christchurch-Sequenz als Auslöser für Löschung?

Bei der Jungen Freiheit kann man diese Begründung nicht abschließend nachvollziehen. Man munkelt in der Redaktion, dass ein kurzes, verpixeltes Bildzitat des Christchurch-Attentats und dem dafür tatverdächtigen Australier Brenton T. als Stein des Anstoßes gedient haben könnte. Allerdings habe man hier „bewusst aus Respekt vor den Opfer und ihren Angehörigen” auf eine graphische Darstellung verzichtet.

Insgesamt wundert sich ein Journalist des JF-Kollektivs: „Wie
soll man über einen Anschlag berichten, wenn man keine Bilder des Täters zeigen kann?” Außerdem verweist man darauf, dass YouTube nach dieser Logik wohl auch jede Dokumentation über den 11. September oder die Anschläge vom Breitscheidplatz von Netz nehmen müsste. Man habe jedenfalls Einspruch gegen die Entfernung eingelegt.


Weiterlesen:

Inside IB’: Reportage entlarvt einseitige Berichterstattung über Identitäre (10.5.2019)

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Technik

Provider sollen künftig IP-Adressen angeblicher Rechtsextremer melden

Joshua Hahn

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am

ASDF Symbolbild: Pexels [CC0]

Bei einer Konferenz in Hamburg haben die norddeutschen Innenminister beschlossen, im Kampf gegen vermeintlichen Rechtsextremismus mehr Druck auf Netz-Provider ausüben zu wollen.

Hamburg. – Beispielsweise sollen diese dazu verpflichtet werden, gegebenenfalls die IP-Adressen direkt an Behörden weiterzuleiten. Die Maßnahme zielt erstem Vernehmen auf ein breites Spektrum von Akteuren im patriotischen Lager ab.

Provider müssen IP-Adresse zur Verfügung stellen

Der Innensenator Andy Grote (SPD) sagte nach der Konferenz laut der „Zeit“: „Wenn ich Hasskriminalität intensiver bekämpfen will, dann bedeutet das auch die Verpflichtung der Provider und Plattformanbieter, strafrechtlich relevante Inhalte auszuleiten und den Sicherheitsbehörden zur Verfügung zu stellen“.

So solle künftig auch die IP-Adresse des Verdächtigten direkt weitergeleitet werden. Im Internet gebe es eine „kommunikative Eskalation“. Diese helfe angeblich dabei, Gewalttaten vorzubereiten und zu unterstützen. Tatsächlich sind diese in der polizeilichen Statistik im Vergleich zu sogenannten ‚Propagandadelikten’ allerdings in der Minderheit.

Demokratiegefährdende Bedrohungslage“

Holger Münch, Präsident des Bundeskriminalamts, sprach auf der Konferenz von einer „demokratiegefährdenden Bedrohungslage“. Es ließe sich außerdem eine „extrem verstärkte Gewaltbereitschaft“ feststellen, sagte der christdemokratische Innenminister Mecklenburg-Vorpommerns, wie „Heise Online“ berichtet. Die Minister forderten deshalb die Netzbetreiber dazu auf, künftig besser mit den Behörden zu kooperieren.

Maßnahme zielt auf diverse rechte Inhalte ab

Als Grundlage für die Maßnahme soll dabei ein Lagebild dienen, welches zu vermeintlichen Rechtsextremismus erstellt würde. Der Chef des Hamburger Verfassungsschutzes, Torsten Voß, stellte heraus, dass man sein Augenmerk vordergründig auf lose Netzwerke legen will sowie Kameradschaften mit regionalen Bezügen beobachten möchte.

Neben diesen Gruppen nimmt man allerdings auch die programmatisch gewaltfreie Identitäre Bewegung (IBD) ins Visier, weil sie angeblich „Angst vor Flüchtlingen” schüre. Die patriotische Protestgruppe erreichte kürzlich vor dem Verwaltungsgericht Köln eigentlich, dass der Verfassungsschutz sie nicht mehr als „gesichert rechtsextremistisch” bezeichnen darf – Die Tagesstimme berichtete.

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Verdacht auf Kartellbildung: Facebook drohen weitere Untersuchungen

Joshua Hahn

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ASDF Symbolbild: Pxhere [CC0]

Offenbar will das US-amerikanische Justizministerium Ermittlungen einleiten.

Menlo Park. – Laut der Nachrichtenagentur Reuters sollen dem Konzernweitere Kartelluntersuchungen drohen. Sollte dies tatsächlich der Fall sein, wäre es bereits die vierte laufende Untersuchung gegen das soziale Netzwerk.

Informationen von Insider

Reuters bekam die Informationen über die angeblich bevorstehende Untersuchung von einer mit der Sache „vertrauten Person“. Facebook rückte in der Vergangenheit bereits mehrmals in den Fokus von Ermittlungen. Immer wieder wird dem Unternehmen eine zu große Marktmacht unterstellt.

Auch ein mangelnder Datenschutz ist oft Thema, zuletzt äußerte sich dieser beim Cambridge Analytica-Skandal während der Präsidentschaftswahl in den USA. Derzeit laufen drei Untersuchungen gegen den Milliardenkonzern. Laut „n‑tv“ äußerte sich Facebook selbst nicht zu den Vorwürfen des Insiders. 

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Wegen ‚Hassrede’: Facebook & Instagram sperren auch CasaPound

Julian Schernthaner

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ASDF Symbolbild (CasaPound-Haus in Rom): Barbicone via Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0] (Bild zugeschnitten)

Am Montag löschten die beiden Plattformen – beide gehören dem Facebook-Konzern – die Konten der Partei und Bewegung, sowie ihrer führenden Figuren.

Menlo Park/Rom. – Wie der linksliberale englische Guardian berichtet, rechtfertigte das Unternehmen den Schritt mit seinem Gemeinschaftsstandards wegen Hassrede. Es ist nicht der erste Schlag der beiden sozialen Netzwerke gegen CasaPound, bereits im April kam es zu einzelnen Löschungen führender Aktivisten aus ähnlichen Gründen.

Generalsekretär: „Missachtung des italienischen Rechts”

Wie der Präsident der rechten Bewegung, Gianluca Iannone, bekanntgab, willman sich juristisch gegen diesen Schritt zur Wehr setzen. Er spricht von einer „unvergleichbaren Attacke” und „Tatsachenverdrehung”, von der man „angewidert” sei. Neben der offiziellen Parteiseite betraf die Löschwelle auch die Seiten ihrer Stadträte und hohen Parteifunktionäre.

Darunter befand sich auch jene von Generalsekretär Simone di Stefano. Dieser sieht in der Löschung einen „Missbrauch, begangen von einem privaten multinationalen Unternehmen”. Dies geschehe unter voller „Missachtung des italienischen Rechts”. Damit spucke man „der Demokratie ins Gesicht”.

CasaPound: „Liebe zu Italien und seiner Souveränitat”

Der offizielle Twitter-Account der Bewegung gab sich etwas handzahmer, drückte aber ebenso deutlich die Verwunderung über die Löschung aus. Wer den sozialen Seiten von CasaPound folge, wisse, dass man „keine rassistischen, ewiggestrigen oder hasserfüllten Botschaften” sende.

Vielmehr stehe man für die „Liebe zu Italien und seiner Souveränität” ein. Wer etwas anderes behaupte, der kenne entweder CasaPound nicht oder agiere „in böser Absicht”.

Auch nationalistische ForzaNuova betroffen

Neben CasaPound betraf die Löschung außerdem noch die nationalistische Splitterpartei Forza Nuova. Beide Gruppen wunderten sich laut ORF über das Timing der Löschung – demonstrierten doch beide justan jenem Tag als Teil einer breiten Front rechtsgerichteter Gruppierungen in Rom gegen die neue Mitte-Links-Regierung.

CasaPound als unorthodoxe rechte Gruppe

CasaPound gilt als polarisierende Bewegung des rechten Spektrums. Bekanntheit erlangten sie durch eine Art ‚Hausbesetzung von rechts’ in der italienischen Hauptstadt Rom, welche seit 2002 durchgängig anhält. Man gibt sich als bewusst soziale und kapitalismuskritische Bewegung, sieht sich jenseits eines Links-Rechts-Spektrums und verfügt über eine eigene Studentenorganisation.

Ideologisch bewegt sich die Gruppierung irgendwo in einer unorthodoxen Schnittmenge, welche sich selbst als eine Form modernisierten Faschismus’ begreift. Diese unorthodoxe Positionierung bringt ihr auch im eigenen Spektrum neben Bewunderung für eine durch ihre Einrichtungen vermeintliche strategische Vorreiterrolle auch immer wieder harsche inhaltliche Kritik aus verschiedenen Richtungen ein.

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