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Detektive über Strache-Video

„So sind wir nicht!“

Nach der jüngsten heißen Spur rund um die Urheberschaft des berüchtigten Ibiza-Videos bricht der Österreichische Detektiv-Verband (ÖDV) eine Lanze für seinen Berufsstand.

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<p>Symbolbild (Detektiv bei der Arbeit): Alexander Hauk / promifotos.de via <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Detektiv.jpg">Wikimedia Commons</a>[<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de">CC BY-SA 3.0</a>] (Bild zugeschnitten)</p>

Symbolbild (Detektiv bei der Arbeit): Alexander Hauk / promifotos.de via Wikimedia Commons[CC BY-SA 3.0] (Bild zugeschnitten)

Wien. – In einer Aussendung kritisiert die Berufsvertretung die Vorgänge rund um das mutmaßliche Zustandekommen des brisanten Videomaterials sowie die mediale Berichterstattung darüber. Damit reagiert sie auf Informationen, wonach ein vermeintlicher Münchener Detektiv und ein Wiener Anwalt für dessen Entstehung mitverantwortlich zeichnen sollen – Die Tagesstimme berichtete.

Verweis auf „berufsethische Bestimmungen“ für Detektive

Der ÖDV erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass es sich bei der Branche in Österreich um ein „reglementiertes Gewerbe mit besonderen Zugangsvoraussetzungen“ handle. Hierfür wären neben einer fachlichen Eignung auch ein einwandfreier Leumund notwendig. Diese besondere Zuverlässigkeit sei beim mutmaßlichen Beteiligten aufgrund von Vorstrafen nicht gegeben.

Zuletzt würden sich österreichische Berufsdetektive auch „berufsethischen Bestimmungen“ verpflichten. Insbesondere gelte hierbei die Prüfung eines „berechtigten Interesses“. Das bedeute, dass detektivische Maßnahmen nur dann nötig sind, wenn eingeholte Informationen im Interesse des Auftraggebers sind, üblicherweise um einen Schaden abzuwenden.

„Möchtegernschnüffler außerhalb Gesetz und Berufsethik“

Die lange Wartezeit vor der Verwertung stehe einem solchen berechtigten Interesse im vorliegenden Fall aber entgegen. Zwar sei ein heimischer Detektiv „methodisch jederzeit in der Lage“, einen solchen Einsatz durchzuführen. Allerdings erkennt man in der Vorgehensweise einen deutlichen Bruch der „ethischen Grundsätze seriöser Detektive“.

Beim mutmaßlich Beteiligten handelt es sich nach Ansicht der Berufsvertretung somit um keinen Detektiv, sondern um einen „Möchtegernschnüffler außerhalb des Gesetzes und jeder Berufsethik“. Auch das aktive Locken in eine Falle samt Versetzung in einen „enthemmten Zustand“ widerspreche dem Grundsatz, Fehlverhalten nicht selbst herbeizuführen oder zu begünstigen.

„Reißerische Darstellung“ rückt Berufsstand „in falsches Licht“

Gerade deshalb sieht man die eigene Branche durch die mediale Darstellung in ungebührlichem Verruf. Die Betonung, ein Detektiv sei an dem Video beteiligt, diene „lediglich der reißerischen Darstellung“. In Wirklichkeit schade dies aber dem Berufsstand und rücke die Gewerbetreibenden „in ein falsches Licht“.

Man verweist auf den „wertvollen Dienst an [der] Gesellschaft“, welchen Berufsdetektive gerade im Rahmen der Rechtspflege leisten würden. Heimische Detektive seien „Dienstleister für durchwegs in Not geratene oder zumindest in schwierigen Situationen befindliche Bürgern dieses schönen Landes“.


Weiterlesen:

Ibiza-Video: Spur führt zu Anwalt nach Wien, Staatsanwaltschaft ermittelt (22.5.2019)

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