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Vorzugsstimmen

Strache erreicht Anspruch auf EU-Direktmandat

Zwar sind noch nicht alle Vorzugsstimmen ausgezählt – sicher ist allerdings bereits, dass der ehemalige FPÖ-Parteichef Heinz-Christan Strache genug davon auf sich vereinen konnte, um theoretisch ins EU-Parlament einzuziehen.

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<p>Bild (Strache 2013): Gregor Tatschl via <a href="https://www.flickr.com/photos/bildredaktion/10008576264/">Flickr</a> [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/">CC BY-SA 2.0</a>] (Bild zugeschnitten)</p>

Bild (Strache 2013): Gregor Tatschl via Flickr [CC BY-SA 2.0] (Bild zugeschnitten)

Wien. – Für eine Vorreihung auf der Wahlliste ist bei EU-Wahlen in Österreich notwendig, mindestens fünf Prozent der Stimmen der eigenen Partei als Vorzugsstimme zu bekommen. Bei den Freiheitlichen bedeutet dies ungefähr 33.000 Wähler – eine Hürde die Strache dem öffentlich-rechtlichen ORF zufolge locker nahm.

Strache erreicht Schwelle für Direktmandat

Denn bereits mit der Auszählung aus den Bundesländern Wien, Oberösterreich, Niederösterreich, Salzburg und Teilen der Steiermark hatte Strache mindestens 33.500 Stimmen erreicht. Der ORF-Journalist Martin Thür hatte die Daten aus sieben Bundesländern ausgewertet und sprach sogar von mindestens 37.000 Stimmen – beides außerdem noch ohne Wahlkarten.

Zwar ist Strache damit nicht jener freiheitliche Kandidat mit den meisten Vorzugsstimmen – das ist Spitzenkandidat Harald Vilimsky. Nach derzeitigen Stand würde er aber vom aussichtslosen Listenplatz 42 auf das zweite Mandat vorrücken. Ursprünglich handelte es sich dabei um eine nicht unübliche ‚Solidaritätskandidatur‘.

Patriotische Aktivisten riefen zu Vorzugsstimme auf

Der Rücktritt Straches von allen Funktionen kam dann freilich Wochen nach Fristablauf für die Zusammenstellung der Wahlliste – erst am 12. Juni könnte er sich rückwirkend davon streichen lassen. zwei patriotische YouTuber erkannten die Möglichkeit einer Proteststimme – und starteten kurzerhand für eine Vorzugsstimme für Strache zu werben – Die Tagesstimme berichtete.

Verwirrung um Annahme von Direktmandat

Sollte der langjährige freiheitliche Parteichef sein Direktmandat annahmen, würde dies vermutlich auf Kosten der eigentlichen Listendritten Petra Steger geschehen. Und genau rund um diese Frage entstand am Nachmittag einige Verwirrung. Denn zunächst bekundete Strache auf Facebook seine Absicht, dieses anzutreten – um das Posting kurz darauf wieder zu löschen.

Auch der neue Parteichef Norbert Hofer ließ gegenüber ORF-Journalisten am Montagabend nicht abschließend durchklingen, ob Straches Rückzug aus der Politik endgültig ist. Zuvor hatte bereits der oberösterreichische Landesparteichef Manfred Haimbuchner bekundet, das man diese Entscheidung wohl Strache überlassen würde.


Weiterlesen:

Patriotische Aktivisten rufen zu Vorzugsstimme für Strache auf (24.5.2019)

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