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Interview

Daran kranken alle rechten Parteien in Europa“

Redaktion

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am

Benedikt Kaiser bei einer Vortragsveranstaltung am Haus der Marburger Burschenschaft Germania. / © Simon Kaupert

Der deutsche Politikwissenschaftler Benedikt Kaiser analysiert im Interview mit der Tagesstimme die vergangene EU‐Wahl und erklärt, was die AfD seiner Ansicht nach aus dem Ergebnis lernen sollte, warum das Umweltthema wichtig ist und was den europäischen Rechtsparteien bereits seit Jahren fehlt.

Die Tagesstimme: Herr Kaiser, bei der EU‐Wahl am vergangenen Sonntag haben Union, SPD und Linkspartei verloren, die Grünen konnten sich verdoppeln und die AfD hat 11 Prozent der Stimmen erreicht. Wie lautet Ihre Einschätzung zu diesem Ergebnis in der Bundesrepublik? 

Kaiser: Zur Union gibt es nicht viel zu sagen. Auch unter „AKK“ (Annegret Kramp‐Karrenbauer, Anm. d. Red.) bleibt die CDU das Kernproblem deutscher Politik, und dass Merkel abgetaucht ist, hilft der Partei nicht, schadet ihr aber auch nicht. Die CSU konnte leicht zulegen. Das lag an ihrer Bayernromantik, also daran, dass man so tat, als ob man etwas für Bayern täte, wenn man CSU wählte. Das zieht halt immer. 

Wahlergebnis der AfD ist enttäuschend

Das Wahlergebnis der AfD ist ohne Zweifel enttäuschend. Dieses Ergebnis ergibt 11 Sitze im neuen Europaparlament und entspricht einer Steigerung von 3,9 Prozent im Vergleich zur Europawahl von 2014. Die wurde von Jörg Meuthen allen Ernstes als großer Erfolg angeführt. Natürlich zu Unrecht. Die Europawahl 2014 fand ein Jahr vor dem Merkel‐ und Migrationsjahr 2015 statt, als sich die AfD in einer Konsolidierungsphase befand. Der korrekte Vergleichsmaßstab sollte also die Bundestagswahl 2017 sein. Dort erzielte man 12,6 Prozent bundesweit. Dies ergibt einen Nettoverlust von 1,6 Prozent der Stimmen am Wahltag. Das ist eine Niederlage, die man nicht – Altparteien gleich – zum Erfolg zurechtbiegen darf.

Die Tagesstimme: Und wie sehen Sie das Ergebnis des rotrotgrünen Lagers? 

Kaiser: Die Resterampe der Nahles‐SPD verlor über 11 Prozent und kommt lediglich auf 15,8 Prozent; das rotrotgrüne Lager muss zudem die Verluste (-1,9) der Linkspartei verkraften, die ohne Sahra Wagenknecht nur noch auf 5,5 Prozent der Wähler bauen kann. Am Ende bleibt das rotrotgrüne Lager also stabil, die Zuwächse der Grünen stehen den Verlusten der Sozialdemokraten und Linkssozialdemokraten gegenüber. Die Grünen sind dabei aber mit bundesweit 20,5 Prozent der Stimmen der Triumphator des Wahlabends. Das entspricht einem Zuwachs von 10,7 Prozent.

Zweifellos: Der vereinigte bundesdeutsche Medienblock – von Rezo und Youtube‐Influencern bis Öffentlich‐Rechtliche – hat diesen Hype in Kollaboration mit Fridays for Future und der grassierenden Greta‐Hysterie bestärkt. Die AfD sollte aber nicht nur spotten und höhnen! Eine Partei wie eben die Alternative, die sich wie keine zweite Kraft als jung, unverbraucht und alternativ versteht, muss der grüne Jugendrausch mehr als nur ins Grübeln bringen – und dieses Grübeln sollte als Auslöser für selbstkritische Reflexionen und neue Strategien produktiv umgewandelt werden!

Nichtwähler bieten populistische Mobilisierungschancen

Interessant finde ich noch, und das geht leider bei Freund wie Feind unter: Die stärkste Kraft bleibt der Nichtwählerpool: nur 61,4 Prozent der Wahlberechtigten schritten zur Urne. 38,6 Prozent der Deutschen sehen also keine Chance auf Veränderung durch parlamentarische Verschiebungen, interessieren sich nicht für das machtlose Konstrukt in Brüssel/Straßburg oder sind apolitisch; ein beachtliches und womöglich entscheidendes Reservoir für populistische Mobilisierungschancen in künftigen Krisenmomenten.

Die Tagesstimme: Die AfD konnte sich zwar gegenüber der letzten EU‐Wahl steigern, blieb aber, wie Sie bereits sagten, hinter den Erwartungen. Welche Gründe führen Sie dafür ins Feld? 


Kaiser: Die grüne Euphoriewelle ist nur ein Aspekt. Gewiss: Die Umstände waren oft widrig, die Gegner kämpfen mit allen legalen und illegalen Mitteln. Aber das Scheitern war in gleicher Weise hausgemacht: Das Europaprogramm der AfD war unausgegoren, widersprüchlich und oberflächlich; das Auftreten der Spitzenkandidaten ebenso. Will man den DEXIT, also den Austritt der BRD aus der EU? Will man ihn „hart”, „weich” oder geordnet? Will man ihn nicht? Will man einen Umbau der EU in Kooperation mit anderen Rechtsformationen? All dies blieb vollkommen diffus. Selbst Alexander Gauland fiel in seinem ARD‐Statement nach der Wahl vor Millionen von Zuschauern nichts anderes ein, als den freien Markt der EU zu loben, als er auf den DEXIT und seine konkrete Bedeutung für die Programmatik der AfD angesprochen wurde. 

Fundamentale Umgestaltung der EU

Klar ist: Man hätte für den Austritt Deutschlands werben können, wenn man eine verständliche und angesichts der BREXIT‐Farce glaubhafte Alternative zumindest rudimentär konzipiert hätte. Dann wäre manches deutlicher gewesen, und die Partei, einst als europaskeptische Gruppe gegründet, hätte ihren Markenkern herausarbeiten können. Oder, was wohl der besseren Alternative gleichgekommen wäre: Man hätte den DEXIT für realpolitisch und wirtschaftlich irreal erklären können und stattdessen offensiv für eine fundamentale Umgestaltung der EU werben können: mit dem Rassemblement national (RN, Ex‐Front National), mit der Lega, mit anderen Partnern an der Seite.

Dafür hätte man aber programmatisch gänzlich anders arbeiten müssen. Der öffentliche Kurs von Jörg Meuthen ist inhaltlich (nicht: strategisch) in weiten Teilen unvereinbar mit jenem der französischen Wahlsieger um Marine Le Pen und Jordan Bardella (23,5 Prozent frankreichweit); auch die künftige Zweckallianz ist eben dies: eine Zweckallianz. 

Die Tagesstimme: Die Grünen konnten vor allem mit dem Thema Klima&Umwelt bei Erstwählern punkten. Fehlt der AfD ein ordentliches Programm in dieser Frage oder wieso schafft es die AfD nicht, diese jungen Menschen anzusprechen? 

Kaiser: Die AfD‐Inaktivität im Umwelt‐ und Klimabereich beruht auf einem großen Missverständnis. Das zeigt die Aufregung um den Vorstoß der Jungen Alternative Berlin, die forderte, man müsse sich dem Umweltschutz zuwenden, weil das die Jugend reizt und weil das ein konservatives Thema sei. Sofort kamen wütende AfD‐Reaktionen von neu gewählten Europaabgeordneten und anderen Funktionären. Was diese Herren und Damen nicht begreifen wollen: Es geht nicht darum, einem Trend hinterherzulaufen. Es geht darum, das ureigene konservative Thema des Umweltschutzes und der Ökologie (wieder!) aufzugreifen – als einen Baustein von vielen für eine „ganzheitlich“ ausgerichtete Politik, auch wenn ich den Begriff „ganzheitlich“ mitunter problematisch finde.

Oft wurde lamentiert, die Jugend sei zu unpolitisch und desinteressiert. Nun zeigt sie sich – anders als gedacht – interessiert, und man muss, jenseits des kleinen Zirkels irreparabel ideologisch Verbohrter, schauen, ob es einen Wahrheitskern der populären Anliegen gibt. 

Die Tagesstimme: Was müssen rechte bzw. patriotische Kräfte beim Umwelt‐Thema beachten? 

Kaiser: Fundierter Umweltschutz, nicht abstrakter und überstiegener Klimaschutz, ist ein konservatives Thema, das mit anderen Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft – etwa mit sozialen Fragen – verknüpft ist. Man sollte es nicht verabsolutieren, aber auch nicht ignorieren. Kapitalistische und realsozialistische Produktionsweise betreiben bzw. betrieben Natur‐ und damit Heimatzerstörung. Kommunismus ist tot. Kapitalismus lebt. Daher muss eine Umweltpolitik, die nun diskutiert werden sollte, mit kapitalismuskritischen Ansätzen zusammen gedacht werden. Eine rechte Umweltpolitik gibt sich keinem ideologisierten Klimahype hin, sondern sucht vernunftbasierte Positionen auszubilden, die eigene Traditionslinien mit akuten Herausforderungen verknüpft.

Wer den Markt über Heimat und Umwelt stellt, ist erzliberal

Da einige der AfD erst seit 2013/15 „dabei“ sind, und erst seit dem Zeitpunkt vor allem tagespolitisch aktiv sind, kennen sie die facettenreichen Linien der konservativen Theorie und Geistesgeschichte schlichtweg nicht. Das ist kein Drama, lässt sich beheben, aber dafür muss man vom hohen Ross herunter, das sowieso unbegründet ist. Nur mit diesem Schleier des Nichtwissens ließe sich jedenfalls die unsägliche Arroganz einiger Akteure gegenüber relevanten Erscheinungen unserer Zeit erklären, die die Jugend in nennenswerten Teilen abstößt. Wer den sankrosankten Markt über Heimat und Umwelt stellt, ist erzliberal, aber nicht authentisch konservativ. Das sollte eine Lehre sein. Nicht nur für diese Wahl, sondern grundsätzlich.

Die Tagesstimme: Welche Lehren sollte die AfD nun aus der EU‐Wahl ziehen? 

Kaiser: Kurz gefasst: Mehr Programmstreit, weniger Postengeschacher. Mehr „Ins Volke gehen“, weniger parteipolitische Arroganz. Vor allem aber: Vom Osten lernen. Das heißt: Die Westverbände sollten nach Sachsen, Brandenburg oder Thüringen fahren, prüfen, was dort wie abläuft und dann übernehmen, was sinnvoll ist, und modifizieren, was nicht eins zu eins zu adaptieren wäre.  

Die Tagesstimme: In Österreich wurde der EU‐Wahlkampf vor allem von innenpolitischen Debatten (Stichwort: Ibiza‐Affäre) überschattet. Was kaum bis gar nicht diskutiert wurde, waren Visionen oder Konzepte für ein zukünftiges Europa. Fehlen rechtspopulistischen Parteien wie der FPÖ zukunftsfähige Europakonzepte? 

Kaiser: Ja, ohne Zweifel. Daran kranken alle rechten Parteien in Europa – seit Jahrzehnten, worauf Andreas Mölzer einst vergeblich hinwies.  Eine gemeinsame A‐Z‐Neujustierung der EU, die man hätte anvisieren können, geben die Übereinstimmungen aller Rechtsparteien nicht her; lediglich die Antihaltung zum christ‐ und sozialdemokratischen Brüsselblock mit seinen grünen Ausläufern schweißt zusammen.  Dass diese rein negative Fokussierung verständlich, indessen auf Dauer nicht ausreichend ist, zeigen zahllose gescheiterte Rechtsfraktionen in Brüssel und Straßburg der letzten 20 Jahre.

Die Rechten & Europa

Eine positive Erzählung der alternativen Rechten zu Europa konnte jahrelang vorbereitet und ausgearbeitet werden. Dies fand, wie in der Zeitschrift  Sezession  mehrfach befürchtet und ausführlich dargelegt, nicht statt. Ich selbst referierte zwischen 2016 und 2018 öfters zu verschiedenen Europathemen auch geistiger und kultureller Art, aber fand im Regelfall nur in parteifernen Kreisen eine offene Zuhörerschaft mit reichlich Diskussionsbedarf. Von Parteileuten, egal in welchem Land, kam meist nur zu hören: Europa, alles schön und gut, aber was zählt, sind doch die nationalen Parlamente und nationalen Traditionen! Das ist zwar nicht falsch, aber eben nur eine Teilwahrheit. Brüssel/Straßburg wird immer wichtiger, und wer keine Substanz für Europa erarbeitet, kann keine Alternative für Europa darstellen. Ich hoffe, dass dies die Hauptlehre aus der Europawahl 2019 sein wird! 

Die Tagesstimme: In Italien und Frankreich konnten rechtspopulistische Parteien große Wahlsiege einfahren. Mit dieser Wahl haben die Rechtsparteien im EU‐Parlament einige Mandate hinzugewonnen. Christ‐ und Sozialdemokraten verfügen hingegen zum ersten Mal über keine Mehrheit im EU‐Parlament. Was könnte das nun für die weitere EU‐Politik bedeuten? 

Kaiser: Ich glaube, man darf diesen Wahlausgang in Italien und Frankreich nicht überschätzen, solange in Deutschland und anderswo die Rechte so schwach bleibt. Es wird in dieser Form alles erstmal weitergehen wie bisher, mit moderaten Kurskorrekturen und häufigerem Streit womöglich. Aber wirklich interessant wird das Ganze erst, wenn es neue Krisenschübe gibt.

Wir dürfen nicht vergessen: Weder ist die Eurokrise vorbei, noch war der „Sommer der Migration“ eine Eintagsfliege, noch sind die mannigfaltigen strukturellen, politischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Probleme vieler EU‐Länder behoben. Alles ist aufgeschoben. Aber die Krisen werden sich wieder bemerkbar machen, erst in einzelnen Ländern der Peripherie, dann zentral und umfassend. Bis dahin muss die europäische Rechte lernen, lernen, lernen. Und vorher selbstkritisch Bilanz ziehen. Dann kann man auch in Deutschland irgendwann von französischen Ergebnissen träumen. Und dann könnte man ein anderes, ein besseres Europa erhoffen. Bis dahin ist es ein langer Weg, packen wir es an!

Die Tagesstimme: Vielen Dank für das Interview! 

Zur Person:

Benedikt Kaiser ist Jahrgang 1987 und studierte in Chemnitz Politikwissenschaft mit europaspezifischer Ausrichtung (M. A.). Seine Forschungsschwerpunkte gelten den Faschismus‐ und Totalitarismus‐Studien. Darüber hinaus beschäftigt er sich intensiv mit Europakonzepten und dem Themenkomplex der „sozialen Frage”.

Seit 2013 schreibt Kaiser für Sezession im Netz. Außerdem publiziert er regelmäßig in der österreichischen Quartalsschrift Neue Ordnung, unregelmäßig auch für Compact, éléments (Paris) und Tekos (Mechelen/Belgien). Er arbeitet als Verlagslektor.

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1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Avatar

    Zickenschulze

    2. Juni 2019 at 0:57

    Daran kranken alle rechten Parteien in Europa“

    Halte wenig bis gar nichts von Politikwissenschaftlern.

    Der ganze Schmus, den er anführt ist mit einem einzigen Satz auf den Punkt zu bringen:
    Ohne vorgelebte rechte Kinderstube auch keine fundierte rechte Gesellschaft mehr.
    (Viele Leute, die sich heute rechts wiegen, sind opportun unterwegs, also auch nur pseudo Gestalten).
    Es fehlen die Fundamente. Man darf diese nicht einmal mehr benennen, schon wird man aussortiert und das Statement landet im Papierkorb.
    Also, was wollt ihr?

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Deutschland

Straße und Parlament dürfen für uns kein Gegensatz sein”

Redaktion

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ASDF AfD-Kandidat und "Zukunft Heimat"-Gründer Dr. Christoph Berndt. Foto: privat

In wenigen Wochen findet die Landtagswahl in Brandenburg statt. Die Tagesstimme hat deshalb ein Interview mit dem AfD‐Kandidaten Dr. Christoph Berndt geführt. Darin spricht der Gründer von Zukunft Heimat e.V. über seinen Slogan „Bürger‐Bewegung ins Parlament”, Björn Höcke und den „Flügel” sowie die Wahlziele der AfD.

Die Tagesstimme: Herr Berndt, Sie sind der Begründer des patriotischen Bürgerinitiative „Zukunft Heimat“ in Cottbus und haben dort seit mehreren Jahren Demonstrationen gegen die Asyl‐ und Migrationspolitik der Bundesregierung organisiert. Nun kandidieren Sie bei der Landtagswahl in Brandenburg auf Listenplatz zwei der AfD. Wieso nun dieser Schritt von der Straße in das Parlament?

Berndt: Bislang kandidiere ich ja nur, aber abgesehen davon dürfen Straße und Parlament für uns kein Gegensatz sein. Die Verteidigung des Eigenen, die Bewahrung und wo nötig die Wiederherstellung unseres Nationalstaates ist eine umfassende Aufgabe. Straßenprotest, parlamentarische Arbeit und metapolitische Hinterfragung müssen ineinandergreifen. Ich verstehe die AfD als Teil einer Volksbewegung und denke, dass ich als Stimme der Bürgerbewegung in der Partei wahrgenommen werde. Sollte ich in den Landtag gewählt werden, dann eben auch als Stimme der Bürgerbewegung im Parlament. Ich kandidiere schließlich auch mit dem Slogan: „Bürger‐Bewegung ins Parlament!

Die Tagesstimme: Werden Sie die Arbeit bei „Zukunft Heimat“ fortsetzen?

Berndt: Auf jeden Fall! Ich habe meinen Platz gefunden. Ich bin Teil der patriotischen Bürgerbewegung und kann mir nichts Besseres vorstellen. Und ich will meinen Teil dazu beitragen, um das Brandenburger Kooperationsmodell von AfD und Bürgerbewegung fortzuentwickeln.

Die Tagesstimme: In den Umfragen sieht es sehr gut aus für die AfD. Wie lautet das Wahlziel?

Berndt: Aus meiner Sicht gibt es zwei Ziele: Erstens so viele Stimmen wie möglich zu gewinnen und vielleicht sogar stärkste Kraft in Brandenburg zu werden. Zweitens mit der eigenen Stärke eine Regierungsbildung von SPD‐Linken‐Grünen zu verhindern.

Die Tagesstimme: Welche Themenschwerpunkte setzen Sie persönlich im Wahlkampf?

Berndt: Die Blickrichtung, die uns von den konkurrierenden Parteien unterscheidet: Die AfD hält am Volk und am Nationalstaat fest. CDU, SPD, FDP, Linke und Grüne, zumindest ihre Führungen, verneinen das Volk (Habeck), definieren es zur Bedeutungslosigkeit um (Merkel) und halten den Nationalstaat für überholt. Daraus ergibt sich alles Weitere: Die Ablehnung der illegalen Masseneinwanderung, die Forderungen nach besserer Bildung (die Hälfte der Brandenburger Schüler lernt nicht richtig Lesen und Rechnen), einer vernünftigen Energie‐ und Umweltpolitik (Stopp des Baus von Windkraftanlagen, keinen ideologiegetriebenen Kohleausstieg) und mehr direkter Demokratie (Hürden für Volksentscheide senken), um Beispiele zu nennen.

Die Tagesstimme: In den vergangenen Wochen wurde intensiv über Richtungsstreits in der AfD und speziell über Björn Höcke und den „Flügel“ diskutiert. Können Sie die Kritik an Höcke nachvollziehen und wie stehen Sie zum „Flügel“?

Berndt: Diskussionen gehören zu einer lebendigen Partei, auch solche über Personen. Und auch Björn Höcke hat ein Recht darauf, kritisiert zu werden. Im Fall der AfD und speziell von Höcke werden Diskussionen aber immer wieder von Gegnern außerhalb der Partei befeuert. Das kennen wir seit Jahren, und das sollten alle berücksichtigen, die Höcke kritisieren. Ich kann und will mir eine AfD ohne Björn Höcke und den „Flügel” nicht vorstellen.

Die Tagesstimme: Obwohl die AfD stärkste Kraft werden könnte, haben die anderen Parteien eine Koalition mit der AfD bereits ausgeschlossen. Was halten Sie von dieser Ankündigung und wäre die AfD bereit für eine Regierung?

Berndt: Solange die anderen Parteien unter der Fuchtel von Globalisten stehen, käme für mich auch aus AfD‐Sicht keine Koalition in Frage. Sollten die Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen für CDU und SPD schlecht ausgehen, wird sich Merkel nicht halten. Dann können sich neue Konstellationen ergeben. Angst vor einer Regierungsübernahme muss die AfD nicht haben. Nirgendwo in Deutschland. Was die jetzigen Regierungen in den Ländern und im Bund zu bieten haben, kann die AfD locker übertreffen.

Die Tagesstimme: Vielen Dank für das Interview!

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Interview

Wiesinger: „Brauchen mehr Ehrlichkeit in der Kunst!”

Julian Schernthaner

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am

ASDF Bild (Odin Wiesinger in seinem Atelier, 2019): Michael Scharfmüller (Info-DIREKT - Das Magazin für Patrioten) [mit freundlicher Genehmigung]

Der patriotische Maler Odin Wiesinger polarisiert und sorgt damit für heftige politische Diskussionen. Im Gespräch mit der Tagesstimme reflektiert er über die jüngste Kontroverse um seine Person, die Wichtigkeit von Heimat und den Zustand der zeitgenössischen Kunst‐ und Kulturszene.

Die Tagesstimme: Sehr geehrter Herr Wiesinger – vor einigen Wochen sorgte österreichweit für großes Aufsehen, dass Sie von der FPÖ für einen Posten im Kulturbeirat des Landes Oberösterreich vorgeschlagen wurden. Hat Sie diese hohe Wertschätzung überrascht – und wie eng ist Ihre Beziehung zu den Freiheitlichen?

Odin Wiesinger: Das hat nichts mit Wertschätzung zu tun, sondern ich bin FPÖ‐Mitglied und wurde gefragt, ob ich für die FPÖ in den Kulturbeirat gehen möchte. Im Nachhinein betrachtet: Leider habe ich mich überreden lassen!

Die Tagesstimme: Nach dieser Ankündigung machten diverse linke Politiker sofort gegen Ihre Nominierung mobil. Verstehen Sie die Kontroverse um Ihre Person? 

Odin Wiesinger: Diese Kontroverse verstehe ich nur insofern, als dass diverse politische Parteien des linken Spektrums, sowie der – leider immer mehr -politisch agierende Kulturbetrieb ein Feindbild brauchen. Dass man aber hier mit Unterstellungen, Manipulationen und Denunziation arbeitet, um gegen mich Stimmung zu machen,  finde ich sehr bedenklich.

Ein Beispiel: Über mich können sie oftmals Folgendes lesen: der „Burschenschafter‐Künstler”, der „rechtsextreme Künstler” und so weiter. Liest man derartige Attribute auch bei anderen Künstlern? … Da könnte man mit Bestimmtheit manchen als „linksextremen, SPÖ‐, KPÖ‐, et cetera Künstler“ bezeichnen, aber es wird nicht gemacht!

Die Tagesstimme: Etwa gleichzeitig ließ die Unterstützung des umstrittenen Blutmalers Hermann Nitsch für die Grünen‐Kandidatin Sarah Wiener die Wogen nicht annähernd so hochgehen. Wird hier mit zweierlei Maß gemessen?

Odin Wiesinger: Kurze und klare antwort: JA!

Die Tagesstimme: Letztendlich entschieden Sie, von einem Einzug in den Kulturbeirat Abstand zu nehmen. Welche Gründe haben Sie dazu bewogen, von Ihrer Nominierung zurückzutreten? Gab es auch Drohungen gegen Sie oder Ihre Familie?

Odin Wiesinger: Diese ganzen Unterstellungen und ungustiösen Beschimpfungen haben in kürzester Zeit ein Ausmaß angenommen, das ich meiner Familie nicht auf Dauer zumuten wollte! Enttäuscht bin ich hier vom oberösterreichischen Landeshauptmann, der nur auf linke Zurufe reagierte, und mir nicht einmal die Möglichkeit einer Gegendarstellung beziehungsweise eines klärenden Gesprächs mit ihm gab.

Die Tagesstimme: Immer wieder unterstellen Ihre Kritikern Ihnen, sie würden rechtsextremes Gedankengut pflegen. Dabei verweisen sie auch auf streitbare Äußerungen Ihrerseits zu historischen Themen. Wie bewerten Sie solche Anschuldigungen?

Odin Wiesinger: Das sind keine Kritiker, sondern denkfaule Menschen, die jeden, der nicht sofort und eindeutig ihrem „linken Gedankengut“ und ihrer Weltsicht zuteilbar ist, als rechtsextrem bezeichnen!

Die Tagesstimme: Wie wichtig ist dennoch eine kritische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, um die Zukunft zu bewältigen?

Odin Wiesinger: Ich bin davon überzeugt, dass Geschichte keine „ideologische Einbahn“ sein sollte, und das passt natürlich so manchem nicht, der sich dann aus politischen Motiven heraus von vornherein einer kritischen Auseinandersetzung verweigert!

Die Tagesstimme: Im Zentrum der Kritik steht auch regelmäßig Ihre Altherrenschaft bei einer Mittelschulverbindung. Zurecht?

Odin Wiesinger: Ich bin Burschenschafter, und ich stehe dazu! Das ist ja auch nichts Verbotenes, auch wenn es den Grünen nicht gefällt, und von Teilen der Roten nicht erwünscht ist – die damit ihre Geschichte leugnen, denn die Begründer der österreichischen Sozialdemokratie, Adler und  Pernerstorfer, waren Burschenschafter!

Die Tagesstimme: Viele Ihrer Werke widmen sich tatsächlich Elementen aus der studentischen Tradition. Welche wichtigen Lehren nimmt ein Mensch von dieser für viele Leute kaum verständlichen Welt fürs Leben mit?

Odin Wiesinger: Richtig, einigen meiner werke liegen studentische/burschenschaftliche Motive zugrunde. Einige davon sind in Österreich, in der BRD und in der Schweiz zu finden, sogar in Chile und Amerika! Der Wahlspruch der Burschenschaft „Ehre – Freiheit – Vaterland“ hat meines Erachtens nach allgemeine Gültigkeit im Leben eines jeden Menschen.

Die Tagesstimme: Mehrere überregional bekannte, heimatverbundene Mundartdichter wie Franz Stelzhamer, Ludwig Luber oder Hans Schatzdorfer kamen wie Sie aus dem Innviertel, ebenso die Bildhauerdynastie Schwanthaler. Zahlreiche Maler wie Wilhelm Träger, Max Schlager oder Hans Schachinger wirkten ebenso in der Region. Als Andorfer Urgestein: Was macht das Innviertel für Künstler aller Art so attraktiv?

Odin Wiesinger: Es ist die Mischung aus Landschaft und Menschen, welche den Charakter einer Region prägt … leider werden die „echten“ Innviertler immer weniger! Aber ich möchte dazu einfach den „Franz aus Piesenham“ [Stelzhamer, Anm. der Red.] zitieren:

Frisch außa, was drin is,
nöt kriachn am Bauch,
frei d´Hand göbn,
ins Gsicht schaun,
is Innviertler Brauch.“

Die Tagesstimme: Ihre Malkunst sticht durch realistische Bilder hervor. In der Vergangenheit äußerten sie sich immer wieder kritisch über abstrakte und aktionistische Kunst. Glauben Sie, gegenständliche Kunst kann zeitnah eine Renaissance feiern?

Odin Wiesinger: Zur Zeit arbeite ich hauptsächlich realistisch. Natürlich habe ich mich auch kritisch über Kunst geäußert, da meiner Meinung nicht alles, was uns von Seiten der Medien als „abstrakte Kunst“ verkauft wird, auch Kunst ist! Der Aktionismus, wie ihn eine Wiener Gruppe prägte,  war nie „meine Sache“.

Der Begriff ‚Renaissance’ ist vielleicht übertrieben, denn die gegenständliche Kunst war ja nie weg, obwohl sich das mancher gewunschen hätte! Mein Professor an der Kunsthochschule forderte immer „mehr Ehrlichkeit“ in der Kunst, das würde uns heute bestimmt nicht schaden.

Die Tagesstimme: Die linksgerichtete Plattform ‚Stoppt die Rechten’ hat wegen Ihrer Künstlersignatur eine Strafanzeige eingebracht, weil diese der historisch belasteten Odalrune ähnlich sehen soll. Wie bewerten Sie diesen Vorstoß – und was drückt Ihre Signatur tatsächlich aus?

Odin Wiesinger: Ich habe, um meine Skulpturen zu signieren,  vor ca. 25 Jahren (!!!) ein sogenanntes „Steinmetzzeichen“ in der Tradition der Dombauhütten kreiert. Es besteht aus einem O, einem W und den zwei i‐Punkten.

Diese Strafanzeige, das ist Denunziantentum, wie man es mit dem Ende der DDR und damit verbundener Stasi‐Methoden überwunden glaubte. Ein widerlicher Polit‐Aktivismus, der hier von dieser Plattform und einem ex‐Politiker der Grünen betrieben wird!

Die Tagesstimme: Vielen Dank für das Gespräch!

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Praktizierender Katholik zu sein ist beinahe schon ein rebellischer Akt”

Monika Šimić

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ASDF Symbolbild: Erst vor kurzem startete der neue Podcast "Jung. Europäisch. Direkt" / Bild: Pottcast

Im patriotischen Milieu entstehen immer mehr Projekte. Wir haben mit einem jungen Mann über seinen neuen Podcast und das Thema Katholizismus und die Neue Rechte gesprochen. Am Ende hat er uns auch schon den Namen des Gastes für die nächste Podcastfolge verraten.

Die Tagesstimme: Möchtest du dich unseren Lesern zu Beginn kurz vorstellen? 

Sehr gerne! Mein Name ist Maximilian. Ich bin 18 Jahre alt und komme aus Nordrhein‐Westfalen. Meine Interessen liegen sowohl bei klassischen Jugendbereichen, als auch bei deutscher und europäischer Kultur. Ich schaue gerne Fussball, bin Kirchgänger – höre von Rapmusik bis hin zu klassischer Musik alles. 

Die Tagesstimme: „Jung.Europäisch.Direkt“ – so lautet der Name deines Podcasts. Was erwartet die Hörer und worin unterscheidet sich dein Podcast von anderen? 

Es ist in erster Linie ein Sprachrohr, ich muss endlich den Mund aufkriegen und für meine Standpunkte einstehen. Diesen Podcast unterscheidet viel von anderen Podcasts. J.E.D. ist nicht sonderlich strukturiert und besitzt auch keine festen Uploadtermine. Im generellen kann ich freier agieren, meine Wunschgäste einladen wann ich will und die Themen behandeln, welche ich gerne behandeln will. Klar gehe ich auch auf Zuhörerwünsche ein, jedoch besitze ich eine lange Notizliste, auf denen bereits Themen stehen, welche von jungen Europäern definitiv noch angesprochen werden sollten. Generell unterscheidet sich mein Podcast von anderen durch die Freiheit, welche ich bei der Ausübung meiner »Agitation« habe. 

Die Tagesstimme: In der ersten Folge, die ja bereits online (hier nachhörbar) ist und in der es unter anderem um politische Theorien, Europa und die soziale Frage, Theologie, Lifestyle und Aktivismus geht, erklärst du, dass du Katholik bist. Was bedeutet es für dich persönlich in der heutigen Zeit praktizierender Katholik zu sein? 

Praktizierender Katholik zu sein, vorallem in meiner Altersklasse, ist beinahe schon ein rebellischer Akt. Freilich gibt es jene Liberalkatholiken vom Land, die Diversität und Nächstenliebe predigen, jedoch stehe ich konträr zu solchen Positionen. Ich gehe, wie bereits gesagt wurde, regelmäßig in die Kirche – doch dabei bleibt es nicht. Ich beschäftige mich mit katholischer Weltgeschichte und sehe eine Linie an Verteidigern des Glaubens in der Vergangenheit, nun in der Gegenwart bröckeln die Grundpfeiler des Katholizismus. Wir, sofern wir uns wirklich noch als »Konservative« verstehen wollen, müssen sanieren. Dazu später mehr, denn ich schweife ab.

Die Tagesstimme: Du erwähnst zu Beginn deiner ersten Folge auch gleich den schwarzen Kardinal Robert Sarah, der immer wieder für Schlagzeilen sorgt, indem er sich kritisch zur Massenmigration äußert und vor dem „Untergang“ Europas warnt. Findest du, dass dies eine berechtigte Warnung ist? 

Selbstverständlich, Kardinal Sarah wäre sogar ein Wunschpapst meinerseits. Es klingt ironisch wenn ein »Rechter« sich einen schwarzen Papst wünscht, jedoch ist dieser Kardinal um einiges anständiger, markant konservativer und pro europäische Völker als bestimmte Elemente der aufkommenden Rechtsströme in Deutschland, die keinen wirklichen Strich zwischen Ethnie und Staatsbürgerschaft setzen können oder wollen.

Die Tagesstimme: Die jungen Europäer stehen deiner Meinung nach in „einer Tradition von christlichen Märtyrern, die sich geopfert haben“ und die diese Tradition auch auf friedliche Art und Weise in die heutige Zeit übertragen sollten. Wie ist das genau gemeint und wie könnte diese „Tradition“ übertragen werden? 

Diese Frage ist eine sehr gute Frage und ebenso die Möglichkeit meine Ausschweifung bezüglich der Frage zur heutigen Praktizierung des Katholizismus freien Lauf zu lassen. Katholizismus ist Vertrauen zu Gott in radikalster Form, wir stehen Rücken an Rücken in einem Meer aus Unvernunft und Vernichtung, freilich kämpfen wir mit den Karten welche uns gegeben wurden, wir bleiben friedlich.

Nun komme ich zu dem „Wie?” und das ist der schwierigste Punkt. Klar, man kann beten. Klar, das Vertrauen an Gott ist unzerrüttelbar – jedoch sollten wir Widerstand leisten. Wir werden Europa nicht durch Religion retten, jedoch muss jene eben mit überstehen, sonst bricht Europa auseinander. 

Wir sollten alle Themen von Migration bis Umwelt abdecken aber auch die theologischen, bei mir wohl eher integralistischen Ansätze aber nicht ausser Acht lassen. Wir sollten die Kirche, welche unter Liberalismus, Achtundsechzigertum und den vermeintlichen »Werten« der »Aufklärung« zu leiden hat, unterstützen und retten. 

Die Tagesstimme: Du sprichst in deiner ersten Folge auch darüber, dass viele Menschen aus der Kirche austreten. Wie könnte es der Kirche gelingen, die Menschen zu halten und vor allem auch für junge Menschen attraktiv zu bleiben? 

Das wird keine Aufgabe der Kirche sein, wenn die Menschen erst wieder anders und heimatlicher ihr Leben leben, finden sie auch so wieder zu Gott. Die breite Wiederfindung zu Gott wird durch eine gesamtkonservative Revolution als Nebenerscheinung auftreten, da bin ich mir doch sehr sicher.

Die Tagesstimme: Menschen und besonders Katholiken in Osteuropa sind, wie du betonst, viel traditioneller, religiöser. Geistliche bedienen sich teilweise „identitärer Rhetorik“ und seien identitären Aktivisten gar nicht so unähnlich, wie du behauptest. Denkst du, dass es bei Geistlichen in Mittel‐ und Westeuropa in dieser Hinsicht noch zu einer Wende kommen kann, oder ist es bereits zu spät? 

Aufgrund der Zersetzung der Kirche in Westdeutschland durch 68er, Liberale im Priestergewand und seltsame Multikulti‐Spender wird es tatsächlich zu spät sein. Klar gibt es konservative Inseln im Westen, die sterben aber Stück für Stück aus.

Die Tagesstimme: Zum Schluss noch eine letzte Frage zum Podcast – ist der Name des Gastes für die nächste Podcastfolge noch geheim, oder dürfen ihn unsere Leser vorab schon erfahren? 

Roman Möseneder hat bereits eine Einladung zum Podcast angenommen.

Die Tagesstimme: Vielen Dank für das Interview! 

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