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Linke Studenten protestieren gegen AfD-Bibliothekarin

An der Hochschule für Bildende Künste (HfBK) in Dresden finden derzeit Proteste statt, weil die Leiterin der Universitätsbibliothek, Barbara Lenk, als AfD-Kandidatin bei den Kreistagswahlen in Meißen antrat.

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<p>Bild (Hochschule für Bildende Künste Dresden): Michael Kranewitter [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0">CC BY-SA 3.0</a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:01042012_31_Hochschule_f%C3%BCr_Bildende_K%C3%BCnste_Dresden.JPG">via Wikimedia Commons</a> (Bild zugeschnitten)</p>

Bild (Hochschule für Bildende Künste Dresden): Michael Kranewitter [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Dresden. – Barbara Lenk ist zwar selbst kein Parteimitglied der Alternative für Deutschland, sie kandidierte jedoch für die Kreistagswahlen in Meißen. Eine Gruppe von Studenten besetzte daraufhin die Universitätsbibliothek.

„HfBK oder AfD. Beides geht nicht“

Wie die „Sächsische Zeitung“ berichtet, wurde die Bibliothek der Universität letzten Mittwoch von einigen Studenten besetzt. Diese erfuhren zuvor von der Kandidatur Lenks. Daraufhin hängten sie unter anderem ein Banner mit der Aufschrift „HfBK oder AfD. Beides geht nicht“ aus dem Fenster des Gebäudes.

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Die Leiterin der Gruppierung, welche lediglich 25 aller Studenten der Universität umfasst, behauptete, dass auch „alle anderen“ hinter der Aktion stünden. 

Als Grund für den Protest gab die Sprecherin an: „Die AfD richtet sich gegen die Kunst, will Gelder dafür streichen und hat explizit gesagt, das Europäische Zentrum der Künste in Hellerau schließen zu wollen.“

Nun habe sie die Befürchtung, dass die Leiterin der Bibliothek diese in ihrem Sinne umgestalten könne, da sie unter anderem für die Auswahl der Literatur zuständig sei. 

Rektor unterstützt „offene Debatten“

Der Rektor der Universität erklärte seinerseits, dass es möglich sein müsse, einen „fairen, argumentativen Diskurs zu führen“. 

Die Besetzung der Bibliothek, welche bereits wieder aufgegeben wurde, unterstützte er zwar prinzipiell, da es das „politische Engagement“ der Studenten widerspiegele. Trotzdem sei die Hochschule politisch neutral und habe sich nicht in die privaten politischen Interessen und Meinungen der Angestellten einzumischen, solange die Partei nicht verfassungsfeindlich sei. 

Die Bibliothekarin selbst bezeichnete er als „hervorragende Mitarbeiterin“. 

Die Studenten kündigten derzeit bereits neue Proteste an. So solle demnächst beispielsweise eine Ausstellung zur NS-Vergangenheit der Hochschule veranstaltet werden. 

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