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Görlitz

Schauspieler wollen ersten AfD-Oberbürgermeister verhindern

Um bei der anstehenden Oberbürgermeisterwahl in Görlitz einen Sieg des AfD-Kandidaten Sebastian Wippel zu verhindern, haben unter anderem einige Hollywood-Persönlichkeiten einen offenen Brief an die wählende Bevölkerung verfasst.

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<p>Bild (Rathaus der Stadt Görlitz): Bodow [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0">CC BY-SA 4.0</a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rathaus-G%C3%B6rlitz-komplette-Vorderansicht-2016.jpg">via Wikimedia Commons</a> (Bild zugeschnitten)</p>

Bild (Rathaus der Stadt Görlitz): Bodow [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Görlitz. – Zu den Unterzeichnern des Briefes gehören beispielsweise Schauspieler wie Tom Wlaschiha („Game of Thrones“), aber auch deutsche Autoren wie Daniel Kehlmann.

Sebastian Wippel (AfD) könnte zum Bürgermeister gewählt werden

Hintergrund des Briefes ist, dass der AfD-Kandidat Wippel gute Chancen hat, bei der kommenden Wahl in Görlitz das Amt des Oberbürgermeisters zu besetzen. Wippel gewann den ersten Wahldurchgang am 26. Mai mit 36,4 Prozent der Wählerstimmen, wie die „Junge Freiheit“ berichtet. 

Verschiedene Persönlichkeiten wendeten sich nun in einem offenen Brief an die Wähler, um vermeintlichen „Hass und Fremdenfeindlichkeit“ zu verhindern. Neben US-amerikanischen Schauspielern befinden sich unter den Unterzeichnern des Briefes auch Regisseure und mehrere deutsche Autoren.

„Keine vordergründige Wahlempfehlung“

Der Vertreter des Bündnisses „Zukunft Sachsen“, welches den Brief veröffentlichen wird, erklärte: „Es ist keine vordergründige Wahlempfehlung, auch wenn die Ablehnung der AfD natürlich klar ist.“ Stattdessen solle der Brief dazu anregen, über „gemeinsame Werte“ nachzudenken. 

Wie der „Focus“ berichtet, heißt es an anderer Stelle im Brief: „Gebt Euch nicht Hass und Feindseligkeit, Zwietracht und Ausgrenzung hin“. Die Einwohner der Stadt werden im Brief außerdem dazu aufgerufen, „weise“ zu wählen.

Eine Wahl Wippels zum Oberbürgermeister wäre ein „missverständliches Signal in die Welt hinaus“, betonte Michael Simon de Normier, Mitproduzent von „Der Vorleser“. 

Wippel reagiert gelassen

Wippel selbst reagierte laut Bericht der Jungen Freiheit gelassen: „Aufrufe wie dieser gehören zu einer lebendigen Demokratie dazu.“ Wenn jemand die Stadt in Verruf bringt, dann „diejenigen, die Hollywood dazu ermutigt haben, sich despektierlich zu Wort zu melden“, fügte der AfD-Politiker hinzu.

Am 16. Juni tritt Sebastian Wippel zur Stichwahl gegen den CDU-Kandidaten Octavian Ursu an. Linke und Grüne zogen nach dem ersten Wahlgang ihre Kandidaten zurück, um damit Ursu zu unterstützen.

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