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Deutschland

Hausdurchsuchungen bei Identitären-Aktivisten

Grund ist offenbar eine Protestaktion, die bereits im Dezember vor der Augsburger Außenstelle des Ankerzentrums Donauwörth organisiert wurde.

2 Minuten Lesezeit
<p>Bild: #120dB-Symbolaktion in Donauwörth / Bild privat</p>

Bild: #120dB-Symbolaktion in Donauwörth / Bild privat

Augsburg. Am 13. Juni gab es bei zwei Aktivisten der Identitären Bewegung in Schwaben eine Hausdurchsuchung. Nach Angaben der Bewegung lautet der Vorwurf auf Volksverhetzung, „weil Annie und andere Patrioten nach erschreckenden Vorfällen von Migrantenkriminalität in Augsburg einen spontanen Protest organisierten“, heißt es in einer Stellungnahme.

„Opfer von Multikulti“

Bei der Protestaktion, die im Dezember abgehalten wurde, markierten Aktivisten unter anderem symbolisch ein Tatort, bei dem auch Schilder mit dem Slogan „Opfer von Multikulti“ aufgestellt wurden (Die Tagesstimme berichtete). „Dies wertet die Staatsanwaltschaft Augsburg schon als ‚Volksverhetzung‘ und sieht es als notwendig an, ein 19-jähriges Mädchen mit einer Hausdurchsuchung zu drangsalieren“, heißt es in der Stellungnahme weiter.

„Müssen weitermachen“

Im Zuge der Hausdurchsuchung sollen alle Notizbücher, Computer, Festplatten und Handys beschlagnahmt worden sein. In einer Video-Stellungnahme beschreiben die Betroffenen, wie sie die Hausdurchsuchung erlebt haben. Einer der Betroffenen äußerte Unverständnis für den Zeitpunkt der Durchsuchung, immerhin hätte die Aktion bereits im Dezember stattgefunden. Er vermutet, dass man den Aktivisten „in irgendeiner Form an den Kragen oder an den Schlips gehen“ wolle. Sie würden aus einer Mücke einen Elefanten machen, so der Aktivist. Es spräche außerdem Bände, wenn wegen eines Banners die ganze Wohnung „auf den Kopf gestellt“ würde. Gleichzeitig zeige es aber auch, dass man weiter machen müsse.

Kritik an Vorgehensweise

Die selbstständige Künstlerin und Aktivistin, die ebenfalls am frühen Morgen des 13. Juni von fünf Polizisten überrascht wurde, kritisierte vor allem die Vorgehensweise der Beamten und die Unverhältnismäßigkeit, mit der in diesem Fall vorgegangen wird. Die Beamten hätten vor Ort unerlaubterweise ihre Notizbücher gelesen, so die Aktivistin. Weiters hätten sie sich geweigert, jeden Raum nacheinander zu durchsuchen. Viel mehr hätten sie sich aufgeteilt, um alle Räume gleichzeitig zu durchsuchen. Somit konnte die Aktivistin nicht alle Beamte im Auge behalten.

Nun versuche man, sie wegen „Volksverhetzung dranzukriegen“. Die Aktivistin zeigt sich jedoch irritiert. Man habe eine „absolut friedliche Kunstaktion durchgeführt, wo wir uns auf die Straße gelegt und einen Tatort nachgestellt haben“. Indes zeigte sich der Leiter der Identitären Bewegung Österreich, Martin Sellner, solidarisch mit den Betroffenen und ruft dazu auf, beim „Spendenregen“ mitzumachen.

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