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Deutschland

Seehofer: Mordanschlag auf Lübcke „richtet sich gegen uns alle“

Julian Schernthaner

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Nach dem Mordanschlag auf den Regierungspräsidenten des Regierungsbezirks Kassel, Walter Lübcke (CDU) am Anfang des Monats äußerte sich Innenminister Horst Seehofer (CSU) nun mit Besorgnis.

Berlin. – Der mutmaßlich rechtsextremen Anschlag auf den langjährigen CDU-Spitzenpolitiker Walter Lübcke ist nach Seehofers Ansicht ein „Alarmsignal“. Die Tötung eines „führenden Repräsentanten [des] Staates“ Angriff, der sich „gegen uns alle“ richte. Dies sagte der Bundesinnenminister laut der Jungen Freiheit bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit den Leitern des Verfassungsschutzes und des Bundeskriminalamtes.

Seehofer: Mordfall Lübcke hat „besondere Qualität“

Er bestätigte, dass der Mord an Lübcke nach bisherigem Kenntnisstand zumindest einen rechtsextremistischen Hintergrund hätte. Dies ergebe sich aus der Lebensgeschichte des mutmaßlichen Täters. Der 45-Jährige Stephan E. soll bereits seit den Achtzigern mit einschlägigen Delikten aufgefallen sein. Unter anderem musste er wegen eines versuchten Bombenanschlages sechs Jahre Haft verbüßen. Zuletzt galt er jedoch nicht mehr als Gefährder.

Aufgrund dieser Details hat der Mordfall für Seehofer eine „besondere Qualität“. Rechtsextremismus hält er für eine „erhebliche und ernstzunehmende Gefahr für unsere Gesellschaft.“ Diesen müsse man „mit allen Mitteln unseres Rechtsstaats bekämpfen. Am Montag übernahm der Generalbundesanwalt die Ermittlungen, der Tatverdächtige selbst schweigt bislang zu den Vorwürfen.

Ermittler prüfen mögliche Mittäterschaft

Unklar ist allerdings vorerst, ob E. irgendwelche Netzwerke pflegte. Noch am gestrigen Montag ging die Bundesanwaltschaft der Tagesschau zufolge von einem Einzeltäter aus, prüft nun aber mögliche Mittäterschaften. Der Münchener Merkur berichtet von einer mögliche Erwähnung in den Akten des hessischen Untersuchungsausschusses zur Mordserie des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU).

Sollten sich die Verdachtsmomente einer politischen Tat erhärten, wäre dies der erste derartige Politikermord in Deutschland seit beinahe drei Jahrzehnten. Das letzte tödliche politische Attentat auf einen Politiker ging bislang auf das Konto der linksterroristischen Rote Armee Fraktion (RAF). Ein Scharfschütze aus dem Umfeld der blutigen Terrorgruppe ermordete im Jahr 1991 den damaligen Präsidenten der Treuhandanstalt, Detlev Karsten Rohwedder (SPD).

2 Comments

2 Comments

  1. Avatar

    Gotthelm Fugge

    18. Juni 2019 at 21:33

    Sobald sich am Horizont auch nur das kleinste (rechte), fast niedliche anmutende Cumuluswölkchen zeigt, wird es sofort vom Links-Grünen-politisch-medialen Kartell in einer konzertierten Schreiberling-Aktion zum manifesten, unabänderlichen Tornado- Hurrikan hochstilisiert.
    Wie hier:

    Der neutrale, oberste Repräsentant der DE-Republik..
    Er hat es wieder getan.
    Bundespräsident Steinmeier meldet sich (wie immer zu derartigen Anlässen) sofort (und nicht bedrängt) zu Wort.
    „“Die vollständige Aufklärung des Todes des Kasseler Regierungspräsidenten, Walter Lübcke, hat jetzt oberste Priorität.
    Beispiele aus der jüngeren deutschen Geschichte zeigen, wie wichtig es ist, jede einzelne Tat zeitnah und vor allem umfassend aufzuklären.““
    Letzteres war unverkennbar eine Anspielung auf die Mordserie des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU), die erst nach Jahren fehlgeleiteter Ermittlungen aufgeklärt worden war.

    Nachdem der AfD-Politiker Frank Magnitz (MdB) per 20190107 feige durch mindestens drei unbekannte Meuchelmörder brutal bewusstlos mit einem Kantholz zusammengeprügelt wurde, habe ich von einem Steinmeier KEINE solche Appelle vernommen.
    Auch keinen (wahrnehmbaren) Aufschrei der Links-Grünen-Antifa-Medienlandschaft.
    „Die auf Hochtouren laufenden staatlichen“ Untersuchungen verliefen wie immer dazu so en passant in Sande dahin.
    Vom politisch-medialen-Komplex-Wind verweht.
    Auch zu anderen Gewaltakten gegen (legitimierte) AfD-Politiker – Absolute Funkstille.

    Ebenso die UNZÄHLIGEN Mord-Gewaltakte von „traumatisierenden Flüchtlingen“ (Sprich: verkappte IS-Kämpfer mit Höchstmaß an Nahkampf- und Kriegserfahrungen) wird entsprechend unter Einbeziehung aller medialen Beeinflussungs-Framing- und Psychoregister der wohlige Mantel des Gutmenschen-Volkserziehungs-Schweigens flächendeckend darüber bereitet.

    Statt eines linken Benefiz-Konzertes a la „Feine Sahne Fischfilet“ sollte einmal Heinz Rudolf Kunze mit seinem sehr zeitbezogenen Lied „“Willkommen liebe Mörder“ ( Siehe dazu: https://www.youtube.com/watch?v=2RY5UeOfOic ) auftreten.
    Dann könnte vielleicht auch es sein, daß die Mehrheit des indigenen, autochthonen deutschen Staatsvolkes von der Politik endlich „mitgenommen werden würde“.
    Nicht nur in Dunlkeldeutschland.

  2. Avatar

    Die Party

    19. Juni 2019 at 16:36

    Mit „alle“ mein Seehofer natürlich nur die politische Klasse.

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