Verbinde Dich mit uns

Meinung

Kolumne: Die Maske des sanften Totalitarismus fällt allmählich

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

Bild (Tauber 2017): Philip Nürnberger / INSM via Flickr [CC BY-ND 2.0] (geringfügiger Zuschnitt/Formatänderung)

Im Nachlauf des abscheulichen Mordes am CDU‐Spitzenpolitiker Walter Lübcke versuchen einige Akteure reichlich politisches Kleingeld im „Kampf gegen Rechts” waschen zu wollen. Dabei geht dem CDU‐Politiker Peter Tauber offenbar nicht einmal die Forderung nach der Aberkennung von Bürgerrechten zu weit.

Kommentar von Julian Schernthaner.

Das wichtigste zuerst: Egal, was sich im Mordfall Lübcke noch herausstellt – das einzige wahre Opfer ist der aus dem Leben gerissene Politiker selbst. In weiterer Folge auch seine Familie, die ohne einen geliebten Menschen auskommen muss. Nicht die gesamte Gesellschaft als Opfer eines angeblich grassierenden Rechtsextremismus – und auch nicht jene untadelige Patrioten, welche nun mit demselben Jauchefass übergossen werden sollen.

Instrumentalisierungen gegen patriotisches Spektrum

Und dennoch sind es immer wieder solche Fälle, welche als Schuhlöffel für weitreichende Maßnahmen gegen das gesamte rechte Spektrum herhalten sollen. Denn während bei islamistischen Terroranschlägen – durchaus zurecht – darauf verwiesen wird, dass man nicht alle Muslime pauschal in die Verantwortung ziehen kann, lässt man diese Differenzierung hier erneut vermissen.

Wie schon nach dem furchtbaren Massaker von Christchurch etabliert sich quer durch den Blätterwald das Narrativ, dass eigentlich jeder, der nur ansatzweise rechte, asylkritische oder heimatverbundene Ansichten vertritt, irgendwie mitgemordet habe. Der Bild‐Chefredakteur Julian Reichelt entblödete sich etwa nicht, zu behaupten, dass „AfD‐Politiker in Parlamenten […] Auslöschungs‐ und Säuberungsfantasien durch unverhohlene Äußerungen salonfähig” machen würden.

Tauber will Grundrechte verwirken lassen

Den absoluten Vogel schoss diesmal allerdings Staatssekretär Peter Tauber, ehemals CDU‐Generalsekretär, in einem Gastkommentar für die Welt ab. Ganz unverblümt forderte Tauber die Verwendung von Artikel 18 des Grundgesetzes, welcher besagt, dass demjenigen seine Grundrechte verwehrt werden dürfen, der diese „zum Kampfe gegen die freiheitlich‐demokratische Grundordnung missbraucht“.

Er macht dabei ebenso deutlich, dass er damit eben nicht nur nützliche Idioten im altrechten Spektrum meint. Sondern: „die Höckes, Ottes und Weidels“ hätten aufgrund einer „Enthemmung“ der Sprache Mitschuld an Lübckes gewaltsamen Ablebens. Er spricht pathetisch vom „Feind, der sein Gift in die Wunden eines Volkes träufelt.” Das entlarvende an der Äußerung: Max Otte ist Mitglied der konservativen WerteUnion – und somit streng gesehen eigentlich Taubers Parteifreund.

Vogelfreiheit für unliebsame Äußerungen

Es geht also weniger um die Frage, ob man gegenüber den äußerten Rändern des Spektrums klare Kante zeigen muss. Sondern darum, dass hier ein Würdenträger einer Regierungspartei fordert, Menschen auch ohne strafrechtliche Relevanz ihrer Aussagen, notfalls zu enteignen, ihnen sämtliche Bürgerrechte abzusprechen – auf der Basis, diese überhaupt ausgekostet zu haben. Besonders bezeichnend ist hierbei, dass er seinen cordon sanitaire schon mitten durch seine eigene Partei spannen würde.

Eine solche Maßnahme ist geeignet, jeden Kritiker, insbesondere jene aus dem Umfeld der größten Oppositionspartei, tendenziell für vogelfrei zu erklären – oder eben verstummen zu lassen. Denn wer am nächsten Tag Haus und Hof verlieren könnte, überlegt zweimal ob er sich äußert. Übrigens: aus gutem Grund kam es bislang noch nie zu einer erfolgreichen Anwendung dieser ultima ratio des Grundgesetzes – nicht einmal bei Personen, die tatsächlich weit außerhalb des Verfassungsbogens standen.

Rote Linien selbst bestimmen – nicht aufzwingen lassen

Gleichzeitig zeichnet diese Art der Äußerung vonseiten eines Spitzenpolitikers einer ehemals konservativen Kraft vor, wie notwendig es auch für das patriotische Spektrum ist, sich nicht mit der Verlockung des Mitnaschens am Kuchen des vom Gegenüber bestimmten Diskurses blenden zu lassen.

Denn egal wie sehr manch einer auch rote Linien durch das konservativ‐patriotische Lager zieht, die Inhaber der Diskurshoheit im weit nach links verschobenen Overton‐Fenster werden es niemals honorieren. Für sie gilt nämlich – in den Worten von Tauber – pauschal: „Da steht der Feind – und darüber ist kein Zweifel: Dieser Feind steht rechts!“

Wachsamkeit vor der Salamitaktik

Sie differenzieren auch nicht zwischen „liberal‐konservativen” und als „intellektuell parfümierten Neonazis” verunglimpften Rechtskonservativen und Neurechten. Rote Linien im Spektrum dürfen deshalb nicht nach dem Maßstab von Akteuren passieren, die bereits in konservativen Unionsmitgliedern den Leibhaftigen entdecken und ihnen sogar eine Grundrechtsverwirkung angedeihen lassen würden.

Die Grenze soll vielmehr so verlaufen, dass jener, der politische Gewalt billigt und Unterdrückungsfantasien hegt, außerhalb steht. Sprich, echte Extremisten, nach anerkannten Extremismusdefinitionen. Nicht so, dass der politische Gegner in einer Salamitaktik immer weitere Positionen als ‚extrem’ deklarieren kann und deren Inhaber als angebliche Gesinnungsbrüder von amtsbekannten Rechtsterroristen brandmarken.


Weiterlesen:

Art. 18: Tauber (CDU) will Rechten Grundrechte entziehen (19.6.2019)

Seehofer: Mordanschlag auf Lübcke „richtet sich gegen uns alle” (18.6.2019)

Ihnen gefällt dieser Artikel? Nur mit Ihrer Unterstützung können wir weitermachen und die Menschen in unserem Land aufklären!

Oder klassisch per Überweisung:
Verein für unabhängige Medien‐ und Informationsarbeit
IBAN: AT066000080310238922
BIC: BAWAATWW

Klicken zum Kommentieren

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Meinung

Kolumne: Immer diese bösen rechten Grenzschützer?

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

ASDF Symbolbild Matteo Salvini: By Fabio Visconti [CC BY-SA 3.0 ], from Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten]

Seit Wochen und Monaten kassiert der italienische Innenminister Salvini wegen seiner konsequenten Grenzpolitik einen Seitenhieb nach dem anderen. In Vergessenheit gerät schnell, dass auch Mittelmeer‐Anrainer mit linksgerichteten Regierungen keine Freude mehr mit plötzlichen Massenanstürmen auf ihr Land haben.

Kolumne von Julian Schernthaner.

Ja, eigentlich ist es doch glasklar. Wer Menschenleben rettet, der kann kein Verbrecher sein. ‚Seenotrettung’ ist ein zutiefst humanitärer Akt, wer sie betreibt, in dem steckt auch für Geistliche zumindest ein Stück Jesus. Und wer sich dagegenstellt, der ist ein Unmensch, der aus purem Rassenhass zuschauen will, wie kleine Kinder mit Kulleraugen elendig absaufen. Warum also nicht etwas mehr mit St. Carola leben und gleich die ganze halbe Million aus Libyen abholen. Am besten noch alle „Klimaflüchtlinge” der Welt nach Deutschland, zumindest 20.000 müsste doch jede Mittelstadt stemmen…

Rettung aus Seenot ist keine Freifahrt nach Europa

Nein, werter Leser, Sie können beruhigt sein: Mich hat nicht über Nacht das unkritische „Open Borders”-Fieber gepackt. Wie ein erklecklicher Anteil von Ihnen raufe ich mir bei solchen ständigen Wortmeldungen in der deutschen Öffentlichkeit die Haare aufgrund jener, welche mit einem blutenden Herzen das Leid der Welt am deutschen Wesen genesen lassen wollen.

Was in diesem Framing der einwanderungsfreundlichen Diskurswächter in den Hintergrund gerät, ist nämlich die dritte Option: Menschen zu retten und diese an einen Ort zu bringen, der nicht nur der nächste sichere Hafen ist, sondern möglicherweise auch nicht in Europa. Denn wie bereits Australien vorzeigte: Wer die Boote zurückschickt, verhindert den Pull‐Faktor und letztendlich kommt niemand mehr bei gefährlichen Überfahrten zu Tode.

Auch manche Linke springen auf kritischen Asylzug auf

Prinzipiell ist das auch ein Ansatz, den mehrere europäische Regierungen verfolg(t)en. Egal ob es nun die populistische Regierung Italiens mit ihrem „Torwächter” Salvini ist, oder die ehemalige österreichische Mitte‐Rechts‐Regierung, die sich weiterhin hinter diesen Kurs stellt. Sie alle verfechten zumindest programmatisch den Ansatz, dass sichere Außengrenzen gepaart mit einer Hilfe vor Ort eine menschlichere Variante ist, als jene, welche nicht am Weg verenden, mit falschen Hoffnungen in eine ihnen fremde Welt zu führen. Und tatsächlich: Die Zahl der Toten ist stark rückläufig.

Wer etwas genauer hinschaut, sieht auch: Diese Zeichen der Zeit haben nicht nur die „rechten Recken” Europas erkannt. Unlängst etwa trotzten die dänischen Sozialdemokraten mit einer Kombination aus sozialem Ansatz und migrationskritischem Kurs der Abwärtsspirale der Roten in Europa, holten einen überzeugenden Wahlsieg. Und auch Malta, neben Italien unter den bösen ‚Hafenschließern’, hat einen sozialdemokratischen Premierminister. Selbst Spanien, das noch voriges Jahr den Grenzzaun seiner Exklaven zu Marokko entschärfen ließ, heftet sich mittlerweile an.

Auch Spanien verschärft Gangart gegenüber NGOs

Ja, Sie haben richtig gelesen: Das von einer linken Minderheitsregierung geleitete iberische Land macht „Aktion scharf”. Man arbeitet mit Marokko zusammen, welches prinzipiell für Seenotrettung vor seiner Küste zuständig ist – unterstützt es aber dennoch. Die Marokkaner bringen die aufgelesenen Migranten dann zurück auf den afrikanischen Kontinent. Auf diese Art und Weise gingen die Ankünfte in Spanien im Vergleich zum Vorjahr um 30 Prozent zurück.

Dem nicht genug – auch private Organisationen haben mit dem neuen spanischen Kurs nichts mehr zu lachen. Wie das linke Blatt Neues Deutschland bemängelt, droht man den Mittelmeer‐NGOs dort mit Strafen bis zu 901.000 Euro. Die aus dem eigenen Land stammende „Open Arms” hinderte man mehrfach am Auslaufen. Zum Vergleich: In Italien bewegt sich der Strafrahmen zwischen 10.000 und 50.000 Euro.

Massenmigration als Segen für Interessensgruppen

In vielen Medien, deren maßgebliche Akteure sich andernfalls in Heldengesängen auf Rackete und Fluchsalven auf Salvini ergießen, findet diese Tatsache allerdings wenig Niederschlag. Zu sehr würde wohl die Tatsache, dass die Kritik an den umstrittenen NGO‐Missionen wohl doch nicht nur vermeintlichen ‚bösen, rechten Menschenfeinden’ vorbehalten ist, das erwünschte Bild trüben. Zu groß ist zu vielen Leuten die Schnittmenge zwischen moralischer Überlegenheit, vermeintlicher historischer Schuld, billigen Arbeitskräften und der Utopie des globalen Dorfes.

Linskradikale – deutsche Redaktionen sind leider voll von ihnen – brauchen ständig neue Nazis für ihren „antifaschistischen” Kampf. Globalisten währenddessen profitieren von ständig neuen, billigeren Märkten und Marktressourcen. Und Menschen mit einem Helfersyndrom benötigen eben ständig neue Hilfsbedürftige. Mit dem – frei nach einer hochrangigen Grünpolitikerin – „Geschenk” dieser Menschen und den Konsequenzen haben alle drei ihre eierlegende Wollmilchsau.

Gerechtere Welt durch Aufbau in der Heimat

Viele Menschen ohne entsprechende Agenda wären hingegen der Ansicht, dass man Leuten in der eigenen Heimat eine Perspektive schaffen sollte, während man die Anreize zur gefährlichen Überfahrt kappt. Immerhin wird auch die Schwelle der Assimilation mit zunehmender kultureller Distanz nicht kleiner. Die Auswanderung schadet Afrika, die Einwanderung schadet Europa. Auf der Strecke bleiben die einfachen Menschen auf beiden Kontinenten.

Auch der Dalai Lama vertritt die Ansicht, dass Migranten nach einer Ausbildung in Europa zurückkehren und ihre Heimat aufbauen sollen. Im deutschsprachigen Raum enden ähnliche Forderungen patriotischer Aktivisten unterdessen mitunter in Hausdurchsuchungen. Dabei würden gerade deren Forderungen nach Remigration und konsequenter Hilfe vor Ort wirklich das Potenzial einer gerechteren Welt mit Völkern und Ländern auf Augenhöhe eröffnen.

Ihnen gefällt dieser Artikel? Nur mit Ihrer Unterstützung können wir weitermachen und die Menschen in unserem Land aufklären!

Oder klassisch per Überweisung:
Verein für unabhängige Medien‐ und Informationsarbeit
IBAN: AT066000080310238922
BIC: BAWAATWW

Weiterlesen

Meinung

Arielle, Bond & Co.: Zunehmendes ‚Blackwashing’ im Kino

Gastautor

Veröffentlicht

am

von

ASDF Edvard Eriksen, Schöpfer der berühmten Bronzestatue im Kopenhagener Hafen, dachte deren Farbe vermutlich nicht als Anleitung. Symbolbild: Ikiwaner via Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0] (Bild zugeschnitten)

Kommende Kinofilme werden mit schwarzen Hauptdarstellern besetzt in Geschichten, deren Protagonisten eigentlich weiß sind. Die ‚Progressiven’ jubeln und die Gesellschaft wird auf Multikulti als Norm vorbereitet.

Kommentar von Martina Huber

Man muss kein besonderer Cineast sein, um folgende Situation zu kennen: ‚Progressive’, welche sich beschweren, dass Charaktere, welche nach Drehbuchvorlage eigentlich schwarz oder asiatisch sind, mit weißen Schauspielern besetzt werden. Die Empörung kehrt selbst dann ein, wenn schwarze Personen für Fotos aufgehellt werden. Die Rede war dann immer von einem „Whitewashing”. Man könnte also annehmen, diesen Menschen ist die Authentizität wichtig: Dass Charaktere die vom Erfinder vorgesehene Hautfarbe tragen. Das heißt – man konnte es annehmen.

Die kleine Meerjungfrau als afroamerikanische Prinzessin

Denn nun machte die Runde, dass die Hauptrolle der neuen Disney‐Realverfilmung von Arielle an Halle Bailey, eine schwarze Schauspielerin geht. Arielle, das ist übrigens jene Meerjungfrau, deren optisches ‚Markenzeichen’ bislang ihre helle Haut und roten Haare waren, ist nun also schwarz. Es ist davon auszugehen, dass das infolgedessen wohl auch Triton, ihren Vater und König der Meere, zum Dunkelhäutigen macht.

Disney macht also aus Arielle einen afroamerikanischen Film statt sich vom Märchen „Die kleine Meerjungfrau“ des dänischen Schriftstellers Hans‐Christian Andersen inspirieren zu lassen. Angesichts dessen, dass es ja auch über Rothaarige allerhand Vorurteile gäbe, würde man nun meinen, dieselben ‚Progressiven’ würden nun aufschreien. Das Gegenteil ist allerdings der Fall: Sie begrüßen die Besetzung, man freut sich über die schwarze Arielle.

Die Rechtfertigung ist flexibel

Plötzlich ist es also doch nicht so wichtig, dass ein Charakter diejenige Hautfarbe hat, welche ihm seine Schöpfer andachten – das Dänemark des 19. Jahrhunderts war ein ziemlich hellhäutiger Ort und Paul Gauguin malte sie schon 1889 rothaarig. Und auch Edvard Eriksen dachte Bronze als Materialwahl für seine berühmte Statue wohl kaum als farbliche Anleitung.

Diese Erkenntnis gilt doppelt vor dem Hintergrund, dass bereits frühe Interpretationen des Stoffes eine latent autobiographische Projizierung des käseweißen Andersen erkannten – ein wiederkehrendes Motiv seiner Märchen. Und dennoch werden alle Personen, welche die nunmehrige Besetzung kritisieren, als Rassisten verunglimpft. Immer so, wie man es gerade braucht.

Schwarze Frau als Bond‐Ersatz

Arielle ist nicht der einzige jüngste Fall. Denn bis jetzt galt die Aussage „da kann man auch James Bond mit einer schwarzen Frau besetzen” ungefähr in der Kategorie eines Sonnenaufgangs im Westen. Nun wird der nächste 007 eine schwarze Frau. Und die Reaktionen sind dieselben wie bei Arielle. Dasselbe galt bereits zuvor bei einem schwarzen Beowulf und einem schwarzen Heimdall.

Hier sammeln sich jene, welche das Bewährte verteidigen, dort jene, welche das Festhalten daran für Rassismus halten. Hinzu kommen noch – wie einst bei Dr. Who – Leute, die sich jetzt allein über die Tatsache beschweren, dass James Bond nun von einer Frau dargestellt wird. Also ganz schon viel, an dem man sich reiben kann.

Die Heuchelei der „Blackwashing”-Beklatscher

Dabei ist es die Rollenverteilung in der Empörung, welche besonders entlarvend wirkt. Denn, wer sogenanntes „Whitewashing” bemängelt, aber den umgekehrten Fall bejubelt. zeigt worum es geht: Es geht ihnen nicht um authentische Identifikationsfiguren für Menschen aus allen möglichen Kulturen – gerade junge Europäer und weiße Amerikaner hätten diese auch bitter nötig. Es geht ihnen auch nicht darum, dass die Hautfarbe egal wäre.

Es geht ihnen einzig um die Förderung von schwarzen Figuren im Film. Wie der Charakter angedacht war ist egal – Hauptsache die Figur ist schwarz. Als Argument wird genutzt, was gerade eben passt, um das Ziel durchzusetzen. Und das hat – neben der offensichtlichen Heuchelei – auch eine soziologische Dimension.

Vorbereitung auf Multikulti‐Zukunft

So suggerieren Film und Werbung schon längst, der Anteil der Schwarzen an der Bevölkerung sei um einiges höher als es den Tatsachen entspricht. Gleichzeitig ist die symbolische Umfärbung ausgerechnet der zentralen Protagonisten eine Kampfansage: Die Zukunft ist ‚bunt’ – an jeder Ecke könnten wir ihnen begegnen, den abertausenden Identifikationsfiguren mit Migrationshintergrund, der ‚edle Wilde’ war gestern.

In Wirklichkeit führen solche Darstellungen natürlich nicht zur gesellschaftlichen Emanzipation der so beförderten Gruppen. Sie sollen einzig eine wie eine Monstranz umher getragene Multikulti‐Gesellschaft darstellen, welche in diesem Ausmaß bislang nicht und in dieser Harmonie noch nie existierte. Wenn sich die ethnischen Mehrheitsverhältnisse dem dargestellten Bild annähern, so wohl das Kalkül, gibt es weniger Widerstand.

Ihnen gefällt dieser Artikel? Nur mit Ihrer Unterstützung können wir weitermachen und die Menschen in unserem Land aufklären!

Oder klassisch per Überweisung:
Verein für unabhängige Medien‐ und Informationsarbeit
IBAN: AT066000080310238922
BIC: BAWAATWW

Weiterlesen

Meinung

Wort zum Sonntag: Es gibt nur zwei Geschlechter

Gastautor

Veröffentlicht

am

von

ASDF Symbolbild (CC0)

Im Vatikan dreht sich nicht nur alles um Migration und Klimaschutz, hin und wieder setzen sich auch Ansätze durch, die der Christenheit des 21. Jahrhunderts Anlass für Hoffnung geben. So geschehen durch die Veröffentlichung des Grundsatzdokumentes „Als Mann und Frau schuf er sie“.

Kolumne von Raphanus

Dabei wendet sich das etwa dreißigseitige Vatikanpapier unter anderem gegen die Tendenz, Unterschiede zwischen Mann und Frau auszulöschen, denn wer für eine Gesellschaft ohne Geschlechtsunterschiede eintrete, zerstöre die Basis der Familie.

Ehe als Bund zwischen Mann und Frau

Das Dokument unterstreicht, dass die Ehe ein Bund zwischen Mann und Frau sei, und nennt die Familie eine anthropologische Tatsache, die man vor ideologisch motivierten Zersetzungsversuchen schützen muss, da Kinder ein Recht darauf haben, in einer Familie aufzuwachsen – mit Vater und Mutter.

LGBTQ‐Aktivisten vermuten hinter dieser Stellungnahme in gewohnter Untergriffigkeit „einen Krieg, den der Vatikan trans und inter Menschen erklärt“ hätte. Der Verband New Ways Ministry, der für die LGBTI‐Rechte in der katholischen Kirche einsteht, kritisiert das Papier als schädliches Werkzeug und verortet den Vatikan mit seinen Ansichten in der Zeit des Mittelalters. Er spreche für Mythen, Gerüchte und Unwahrheiten. Lustig, dass gerade Gender‐Ideologen von Mythen sprechen, sehen sie sich doch selbst immer wieder mit dem Vorwurf der Unwissenschaftlichkeit konfrontiert.

Gender‐Kritiker

Kritiker sehen, dass die Gender‐Ideologie mit der wissenschaftlichen Wahrheitssuche von Biologie, Medizin und Gehirnforschung gebrochen hat und wissenschaftlichen Institutionen für ihre revolutionäre Agenda missbraucht. Mit Sorge wird darauf aufmerksam gemacht, dass Aktivisten sich der Manipulation und totalitärer Durchsetzungsmethoden bedienen, was sich in juristischer Einschränkung der Meinungsfreiheit, der Beschneidung der Religionsfreiheit und der Sexualisierung der Kinder durch den Staat festmacht.

Auch die Gender‐Ideologie sei tief in die Kirche eingedrungen, sie entwickelte keine christliche Alternative zur staatlichen Sexualerziehung und überließ das Territorium weitgehend kampflos den Zerstörern christlicher Kultur. Eltern, die versuchten, ihre Kinder zu beschützen, fanden kaum Unterstützung.

Doch das alles hätte auch sein Gutes: Denn unter dem Verfall des westlichen Europas sprosst neues Grün in Form unzähliger großer und kleiner Initiativen, die glauben, dass der Kampf zwischen dem rebellischen Menschen und Gott von Gott gewonnen wird.

Das klingt fast wie ein Aufruf: Christen, holt euch eure Kirchen zurück!

Das Originaldokument „Als Mann und Frau schuf er sie” kann hier – momentan leider nur auf Englisch – gelesen werden: https://zenit.org/articles/new-vatican-document-provides-schools-with-guidance-on-gender-issues

Ihnen gefällt dieser Artikel? Nur mit Ihrer Unterstützung können wir weitermachen und die Menschen in unserem Land aufklären!

Oder klassisch per Überweisung:
Verein für unabhängige Medien‐ und Informationsarbeit
IBAN: AT066000080310238922
BIC: BAWAATWW

Weiterlesen

Werbung

Journalismus für Patrioten

Die Tagesstimme ist Journalismus für Patrioten! Wir sind unabhängig und ausschließlich unseren Lesern verpflichtet. Um die Menschen im Land aufzuklären, brauchen wir allerdings deine Hilfe.

Verein für unabhängige Medien‐ und Informationsarbeit
IBAN: AT06 6000 0803 1023 8922
BIC: BAWAATWW

Paypal: [email protected]

Oder » hier Förderer werden! «

Werbung

Schwerpunkt

Kulturvor 7 Tagen

Zur Tyrannei der Werte”: Eberhard Straub spricht in Marburg

Eberhard Straub und der Jungeuropa Verlag setzen am Wochenende ihre Lesereise in Marburg fort. Marburg (Lahn). – Am kommenden Samstagabend...

Gesellschaftvor 2 Wochen

Alternative Entwicklungshilfe in Syrien”: Vortrag bei Burschenschaft Danubia

Ein Vertreter der Alternative Help Association wird über die Arbeit seiner Organisation und die Lage in Syrien berichten. München. –...

Gesellschaftvor 2 Wochen

Halle: Linksextremer Angriff auf Burschenschaft Germania

Gegen 1 Uhr nachts beschmierten Unbekannte das Haus der Burschenschaft mit linksextremen Graffitis und ließen anschließend mehrere Böller explodieren. Halle/Saale....

Gesellschaftvor 1 Monat

Linksextremer Angriff in Passau: So hat ihn der Burschenschafter erlebt

Der in Passau von mutmaßlichen Linksextremisten attackierte Burschenschafter recherchierte zuvor offenbar monatelang Undercover im militanten Antifa‐Milieu. Seine Erkenntnisse sind schockierend....

Deutschlandvor 1 Monat

Attacke auf Burschenschafter: AfD‐Jugend fordert „lückenlose Aufklärung”

Nach Bekanntwerden der Geschichte um einen Angriff von mutmaßlichen Linksextremisten auf einen Verbindungsstudenten in Passau will die AfD‐Jugendorganisation Konsequenzen. Passau....

Gesellschaftvor 1 Monat

Passau: Mutmaßliche Linksextremisten attackieren Burschenschafter

Im Umfeld eines von einer linksgerichteten Studentengruppe organisierten Vortrages soll es zu gewalttätigen Handlungen gegen einen Burschenschafter gekommen sein. Passau....

Beliebt