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FPÖ-Chef Hofer will nicht mehr von „Bevölkerungsaustausch“ sprechen

Norbert Hofer möchte den polarisierenden Terminus nicht mehr verwenden – kritisiert aber dennoch die demographische Veränderung im Land.

2 Minuten Lesezeit
<p>Bild: FPÖ-Klubobmann Norbert Hofer / Ailura, CC BY-SA 3.0 AT [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/at/deed.en">CC BY-SA 3.0 at</a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:20161204_Bundespr%C3%A4sidentenwahl_5012.jpg">via Wikimedia Commons</a> (Bild zugeschnitten)</p>

Bild: FPÖ-Klubobmann Norbert Hofer / Ailura, CC BY-SA 3.0 AT [CC BY-SA 3.0 at], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Wien. – Wie der neue FPÖ-Chef Norbert Hofer in einem Interview mit dem linksliberalen Standard darlegte, will er „dieses Vokabular sicher nicht verwenden“. Sein Vorgänger – der langjährige Parteiobmann Heinz-Christian Strache – gebrauchte diesen Begriff, um die Umkehrung der demographischen Verhältnisse zu Ungunsten der autochthonen Bevölkerung zu kritisieren. Diese Positionierung brachte jenem einigen Applaus aus der patriotischen Zivilgesellschaft ein.

Fortsetzung der einwanderungskritischen Politik

Trotzdem wollen die Freiheitlichen auch unter Hofer die „Änderung der Struktur der Bevölkerung“ weiterhin thematisieren. Wenn sich etwa der Bewohner eines Gemeindebaus mit niemandem mehr unterhalten könne, „weil keiner [seine] Sprache versteht“, müsse die Politik auch entsprechende Antworten liefern.

Damit einher geht laut Hofer auch die konsequente Weiterführung des bisherigen Kurses in der Einwanderungspolitik. Für ihn „lautet die richtige Antwort, dass wir besser darauf schauen, wer neu ins Land kommt“. Auf telefonische Anfrage der Tagesstimme bestätigte Volker Höferl, Pressesprecher des ex-Infrastrukturministers, die Richtigkeit dieser Aussagen und auch der gleichbleibenden inhaltlichen Ausrichtung.

Hofer will keine Identitären bei Veranstaltungen

Gleichzeitig bemühte sich Hofer neuerdings um eine deutliche Abgrenzung von den Identitären, welche – unter dem Namen „großer Austausch“ – die Veränderung der demographischen Verhältnisse ebenfalls kritisieren. Er habe bereits 2016 gesagt, dass er „mit diesen Herrschaften nichts zu tun haben“ wolle.

Dies bedeutet, so Hofer gegenüber dem Standard, dass er sie auch auf keinen seiner Veranstaltungen haben, auch sonst keinen Kontakt haben will. Auf Nachfrage erklärte sein Pressesprecher, dass dies insbesondere vor allem – etwa durch ihre Kleidung oder gesellschaftliche Exponierung – erkennbare Sympathisanten beträfe.


Weiterlesen:

„Kampf gegen Bevölkerungsaustausch”: Kommt Strache zur Besinnung? (Kolumne, 28.4.2019)

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