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Welt

Dalai Lama für Rückkehr von Migranten aus Europa in Heimatländer

Julian Schernthaner

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Bild (Tenzin Gyatso, 14. Dalai Lama, 2014): Minette Layne via Flickr [CC BY 2.0} (Bild zugeschnitten)

Der Dalai Lama, das seit Jahrzehnten im Exil lebende geistliche Oberhaupt des tibetischen Buddhismus, lässt mit Aussagen über die Masseneinwanderung nach Europa aufhorchen.

Neu-Delhi. – Tenzin Gyatso, 14. Dalai Lama und bis zur Zurücklegung seiner politischen Ämter im Jahr 2011 auch formeller Chef der tibetischen Exilregierung, gab sich in einem Interview mit Rajini Vaidyanathan, der Südasien-Korrespondentin der britischen BBC äußerst kritisch gegenüber der gegenwärtigen Massenmigration in Richtung Europa.

Flüchtlinge ausbilden – anschließend Rückkehr in die Heimat

Zum Thema der Migranten in Europa sagte der wahrscheinlich weltweit bekannteste politische Flüchtling, dass die meisten davon wieder letztendlich wieder in ihre Heimatländer gehen sollten. Europa solle diese zwar aufnehmen und ausbilden. Das Ziel sollte hierbei allerdings sein, dass sie anschließend mit ihren Kenntnissen in ihre Heimatländer zurückkehren sollten.

Außerdem sprach er sich für eine Obergrenze der Einwanderung aus – offenbar aus Identitätsgründen: „Eine begrenzte Anzahl ist in Ordnung – aber ganz Europa als muslimisches oder afrikanisches Land? Das ist unmöglich. Sie wären selbst in ihrem eigenen Land besser aufgehoben. Bewahrt Europa für die Europäer.”

Weiblicher Dalai Lama müsste attraktiv sein”

Für einige Verwunderung bei seiner Interviewpartnerin sorgte auch seine Feststellung, dass er weiterhin der Ansicht ist, dass eine mögliche weibliche Nachfolgerin in seinem Amt „attraktiv” sein sollte. Zwar komme „wahre Schönheit von innen”. Für menschliche Wesen sei allerdings „das Erscheinungsbild ebenso wichtig”. Menschen würden eben nicht gerne in unattraktive Gesichter schauen.

Dalai Lama: Seit über 60 Jahren im Exil

Der Dalai Lama wurde 1935 geboren und bestieg im Alter von fünf Jahren den Thron im berühmten Potala-Palast in Lhasa. Während seines Heranwachsens fungierte der österreichische Bergsteiger Heinrich Harrer als Mentor des jungen Mannes. Jener schrieb über diese Erinnerung in seinem weltberühmten Buch Sieben Jahre in Tibet, die beiden Männer pflegten bis zu Harrers Tod im Jahre 2006 eine lebenslange Freundschaft.

Mit nur 15 Jahren wurde Tenzin Gyatso dann auch die weltliche Macht Tibets übertragen – letztendlich scheiterten die Versprechungen des mit der Volksrepublik unterzeichneten Autonomieabkommens aber. Nach zunehmender Repression und der vollständigen Machtübernahme der Chinesen musste der Dalai Lama 1959 flüchten. Seitdem lebt er im Exil im nordindischen Bundesstaat Himachal Pradesh. Beinahe weltweit genießt er einen ausgezeichneten Ruf.

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3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Zickenschulze

    29. Juni 2019 at 11:53

    Jeder gesunde Hausverstand wird nicht umhinkommen auf eine Schubumkehr hinzuweisen.
    Daran lässt sich ermessen wie miserabel es den Realitätsverlust der EU Schnullerflaschen bestellt ist.

    • Avatar

      Gotthelm Fugge

      1. Juli 2019 at 14:23

      @Zickenschulze:
      „”… wie miserabel es den Realitätsverlust der EU Schnullerflaschen bestellt ist.””

      Ich kann mich nur wiederholen:
      Ihre Schwächen:
      – Grammatik, Orthographie, Semantik, die ganze Palette.
      – Vor allem: VERSTEHENDES LESEN!
      Ihre absolut herausragende Stärke:
      – Infantile geistlose Omnipräsenz
      Es gibt kaum einen Artikel in dem seriösen, alternativen APO-Medium „Tagesstimme”, die
      Sie mit Ihrem absolut niveaulosen, wert- & sinnfreien Beiträgen verunzieren müssen.

      QED.

  2. Avatar

    Klaus

    9. Juli 2019 at 13:49

    Wo er Recht hat, hat er Recht, der „Zickenschulze”.
    Auch wenn der „Wir-sind-die-Mehrheit” tagtäglich von Regierungs- und Zerstreuungsmedien anderes eingebläut wird.
    Das hatten wir schon zwei Mal in der deutschen Geschichte.

    Mit dem argumentum-ad-hominem-Vorwurf zweier fehlenden Kommas und einem fehlendes „um” dagegen zu halten, DAS nenn’ ich „schwach”.

    Wie wär’s mit Vernunft und Fakten? Anstatt sich nur auf der sicheren Seite der tumben Mehrheit ein gutes Gefühl zu verschaffen … ohne über die Folgen nachzudenken?

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Politik

Sea-Eye”: Eigene Akademie zu Ausbildung von „Seenotrettern” geplant

Monika Šimić

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am

ASDF Symbolbild: Ein Arbeiter beim Anlegen eines Migrantenschiffes in Catania (Sizilien), 2015 / Bild: Metropolico (Bild zugeschnitten)

Die deutsche Mittelmeer-NGO plant aktuell eine eigene Akademie zur Ausbildung von „Seenotrettern” und kritisierte bei einer Mitgliederversammlung die internationale Staatengemeinschaft.

Regensburg. – Die deutsche Mittelmeer-NGO Sea-Eye will künftig in einer eigenen Akademie „Seenotretter” ausbilden. Durch Gründung einer „Sea-Eye-Akademie” wolle der Verein „noch mehr Menschen dazu befähigen, ehrenamtliche Seenotretter zu werden”, teilte Sea-Eye am Montag mit. Der Verein habe derzeit 60 ehrenamtliche Helfer.

Alan Kurdi” derzeit nicht unterwegs

Aktuell absolviert das Schiff der Mittelmeer-NGO, nämlich die „Alan Kurdi” einen Werftaufenthalt in der spanischen Stadt Burriana und werde danach „für den Rest des Jahres wieder einsatzfähig sein”, hieß es in einem Bericht über die jährliche Mitgliederversammlung des Vereins. „Mehr als 30 Freiwillige erneuern die Innenverkleidung, verlegen Kabel und überholen die Maschine”, teilte die NGO außerdem via Twitter mit.

Staatengemeinschaft schafft neue Fluchtursachen”

Bei der Mitgliederversammlung der NGO wurde insbesondere auch Kritik an den Staaten geübt. Man sei sich einig gewesen, „dass die internationale Staatengemeinschaft derzeit erfolgreicher darin ist, neue Fluchtursachen zu schaffen, als sie zu beseitigen”. Noch nie seien so viele Menschen auf der Flucht gewesen wie heute. „Staatliche Akteure haben die Seenotrettung im zentralen Mittelmeer gänzlich eingestellt und überlassen die dortigen Seenotfälle der sogenannten libyschen Küstenwache.”

Am Montag beraten die EU-Außenminister über eine Wiederaufnahme der Marinemission „Sophia” zur Durchsetzung des Waffenembargos im Mittelmeer. Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) sowie Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) sträuben sich jedoch dagegen. Schallenberg befürchtet einen Pull-Effekt auf Migranten, sollten dort wieder EU-Schiffe unterwegs sein.

Keine Belege” für Pull-Effekt

Indes hatte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell seine Kritik an Österreichs Haltung am Wochenende noch verstärkt. Nachdem er in einem Interview betont hatte, dass es „keine Belege” für einen Pull-Effekt auf Migranten gebe, brachte er seinerseits das Relevanzargument gegen Österreich vor. Falls nur ein einziges Land, das nicht einmal eine Marine habe, gegen die Marinemission sei, könne man nicht sagen: „Oh, es tut mir so leid. Ich habe keine Einstimmigkeit” – „das ist lächerlich”, sagte Borrell am Sonntag bei der Münchner Sicherheitskonferenz.

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Welt

Migration: Griechenland will nur noch befristetes Asyl gewähren

Monika Šimić

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ASDF Bild: Migrationsminister Notis Mitarakis / Bild: Notis.mitarakis [CC BY-SA] (Bild zugeschnitten)

Ende Jänner kündigte die griechische Regierung schwimmende Barrieren als Maßnahme an, um Migrantenströme aus der Türkei zu stoppen. Nun setzt sie den nächsten Schritt.

Athen/Rom. – Der griechische Migrationsminister Notis Mitarachi sagte am Sonntag der Zeitung To Vima, dass es in Griechenland kein unbefristetes Asyl mehr geben werde. Das Land will Asylsuchenden nur noch für die Dauer von drei Jahren Asyl gewähren. Änderten sich die Voraussetzungen in einem Herkunftsland, könne das Asyl „nicht verlängert” werden.

Rückführungen sollen im März starten

Mit diesem Schritt verschärft die neue konservative Regierung von Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis noch weiter ihre Asyl- und Aufenthaltsverfahren für Asylsuchende. „Es ist schwierig, die verschiedenen Bevölkerungsgruppen zu integrieren”, kommentierte Mitarachi die Entscheidung der Regierung. Seit dem Beginn der Migrationskrise im Jahr 2015 habe sein Land rund 40.000 Menschen Asyl gewährt. Weitere 87.000 Asylanträge seien anhängig. Die Rückführung von Asylsuchenden, deren Anträge abgelehnt werden, solle im nächsten Monat bei einer Überarbeitung der EU-Migrationspolitik diskutiert werden, sagte Mitarachi.

Schwimmende Barrieren gegen Migranten

Erst vor wenigen Tagen kündigte Griechenland außerdem an, mit „schwimmenden Schutzsystemen” gegen Migranten vorgehen zu wollen. Diese sollen im „Notfall” gegen aus der benachbarten Türkei kommende Migranten eingesetzt werden. Bei den Schutzsystemen soll es sich um Barrieren oder Netze mit einer Länge von knapp drei Kilometern handeln, die von den griechischen Streitkräften angebracht werden sollen. Diese Barrieren sollen nach Angaben der Behörden einen halben Meter aus dem Wasser ragen und mit blinkenden Lichtern ausgestattet sein.

Italien will neuen Pakt mit Libyen

Indes will Italien einen neuen Pakt mit Libyen und legte der Regierung in Tripolis einen Text zur Änderung des 2017 besiegelten Kooperationsabkommens in Sachen Migration vor. Das Abkommen zwischen den beiden Ländern, das seit drei Jahren in Kraft ist und die Bekämpfung der illegalen Migration über das Mittelmeer regelt, wurde von Italien erst vor wenigen Wochen automatisch verlängert. Kritik an der Verlängerung des Abkommens kam – wie schon bei der Erstunterzeichnung vor drei Jahren – von mehreren Menschenrechtsorganisationen. Die Migranten würden oftmals von der libyschen Küstenwache abgefangen und nach Libyen zurückgebracht wurden, so die Kritik.

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Amtsenthebung gescheitert: Senat entlastet Trump von beiden Vorwürfen

Julian Schernthaner

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ASDF Gage Skidmore [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten]

Mit dem erwartbaren Freispruch für Trump im „Impeachment”-Verfahren erlitten die oppositionellen Demokraten eine herbe Schlappe.

Washington, D.C. – Eigentlich hatte niemand ernsthaft geglaubt, dass die notwendige Zweidrittelmehrheit für eine Amtsenthebung zustande kommt. Dass der Antrag der Demokraten, die ihre Mehrheit im Abgeordnetenhaus dafür ausnutzten, Trump wegen vermeintlichen Machtmissbrauchs und Behinderung von Ermittlungen abzusetzen, so zügig scheitert, ist allerdings ein kleines Politbeben.

Drittes Verfahren gescheitert

Denn nicht einmal die von der linksliberalen Partei begehrte Ladung von Zeugen passierte die Mehrheit im Senat. Weil somit keine Notwendigkeit entsteht, potenziell belastendes Material zu evaluieren, ging es letztendlich schnell. Nach nur drei Wochen ist das Impeachment-Verfahren vorüber, Trump sitzt gestärkt im Sattel und kann mit einem persönlichen Sieg im Rücken ins Wahljahr gehen: Auch das dritte derartige Verfahren scheiterte – und zwar in Rekordzeit und mit besonders hohem Zuspruch.

Beim Votum im Senat stimmte nämlich einzig Mitt Romney gegen die Parteilinie – ein Umstand über den sich Trump daraufhin auf Twitter amüsierte. Süffisant bemerkte der Präsident: „Hätte der gescheiterte Präsidentschaftskandidat […] dieselbe Energie aufgewendet, um einen strauchelnden Barack Obama zu besiegen, wie er sie scheinheilig mir gegenüber aufbringt, hätte er die Wahl damals gewinnen können”.

Demokraten: Trump ist „Gefahr für die Demokratie”

Während Trump sich im Laufe des Tages im Detail zu den Neuigkeiten äußern will, ärgert sich Nancy Pelosi, Fraktionschefin der Demokraten, bereits wieder. Wie der ORF berichtet, beharrt sie trotz des Freispruches durch den Senat auf der Sichtweise, dass Trump eine „Gefahr für die Demokratie” darstelle. Sie befürchtet, dass der Präsident zukünftige Wahlen manipulieren könnte.

Bereits am Vortag hatte Pelosi bei der traditionellen Rede zur Lage der Nation für einen Eklat gesorgt, als sie das Redemanuskript Trumps zerriss. Dieser hatte zuvor in einer vielbeachteten Brandrede unter anderem gefordert, dass es Hinterbliebenen von Opfern tödlicher Migranten-Gewalt möglich werden soll, Städte und Länder, die sich der Kooperation bei Abschiebungen verweigern, zu verklagen. Das Land solle „ein sicherer Ort für rechtschaffene Amerikaner sein – nicht für kriminelle Ausländer”.

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