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Gesellschaft

Linz: Identitäre kontern OÖN-Karikatur mit Protestaktion

Julian Schernthaner

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am

Bild: Identitäre Bewegung Oberösterreich.

Am Mittwochnachmittag antworteten identitäre Aktivisten in Oberösterreich auf ihre Art und Weise auf die jüngsten Geschehnisse und Debatten.

Linz. – Kurz nach 17 Uhr betreten Aktivisten der Identitären Bewegung (IBÖ) das Gebäude der oberösterreichischen Nachrichten in der Promenade am Rande der Linzer Altstadt. Sie tragen Schutzkleidung, wie sie auch von Kammerjägern getragen wird – und protestieren somit gegen eine umstrittene Darstellung durch einen Comiczeichner des Blattes – Die Tagesstimme berichtete.

Reaktion auf umstrittene ‚Ungeziefer’-Karikatur

Die fragwürdige Darstellung fand sich am Montag in allen Printausgaben der OÖN, sowie bereits ab Sonntagabend in sozialen Medien. Sie zeigte einen Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) ähnlich schauenden Kammerjäger, welcher mit Giftgas gegen als Ungeziefer dargestellte Identitäre losgeht.

Nun konterten diese mit einer sogenannten „ästhetischen Intervention” . Denn, so die Identitären, mit ihrer Ungeziefer-Karikatur hätte das Blatt den „traurigen Tiefpunkt der Hetze gegen Patrioten hier in Oberösterreich” erreicht. Die Aktivisten hielten außerdem ein Schild hoch mit der Aufschrift: „OÖN: Die politische Säuberungskraft”.

Diskussion über patriotisches Zentrum als Auslöser

Auslöser der gegenwärtigen Debatten waren Ankündigungen, ein patriotisches Zentrum in der Stahlstadt eröffnen zu wollen. Ein solches ist aber nach Ansicht von Stelzer „ein einem weltoffenen Land wie Oberösterreich nicht willkommen”. Am Montag tagte außerdem der Landessicherheitsrat zum Thema.

Die Identitären haben hierfür kein Verständnis: „Seit bekannt wurde, dass wir ein Zentrum in Linz errichten wollen, begann eine Hysterie in Politik und Medien. Identitäre wurden als das absolut Böse gebrandmarkt […] Es hieß, dass wir uns ‚einnisten’ wollten”, so die oberösterreichischen Identitären in einer Aussendung auf ihrem Telegram-Kanal.

Identitäre: „Nehmen Hysterie mit Gelassenheit”

Außerdem moniert die Gruppe die Einseitigkeit der Maßnahmen. Denn, so stellen die Identitären fest: „Bei keinem Islamverein oder linken Verein wurde hier je ähnliches aufgeführt.” Mit der gegenwärtigen Aktion nehme man die „Hysterie aber mit Gelassenheit” und wolle „die Absurdität des Ganzen mit Humor” kommentieren.

Aus diesem Grund habe man die OÖN nun als „ ‚Kammerjäger’ gegen Andersdenkende”, welche den „politischen Diskurs säubern” wollen, persifliert. Dass die „entmenschlichende Karikatur” weiterhin online abrufbar ist, zeigt für die Identitären unterdessen, „wie ernst es [den OÖN] mit ihrer Entschuldigung” sei. Das Blatt hatte sich am Dienstag von der Darstellung distanziert.


Weiterlesen:

Patrioten als Ungeziefer: Die völlige Enthemmung ist da (Kolumne, 3.7.2019)

Identitäre als Ungeziefer: Kritik an umstrittener OÖN‐Karikatur (2.7.2019)

Nicht willkommen”: Stelzer will patriotisches Zentrum in Linz verhindern (28.6.2019)

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1 Kommentar

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  1. Avatar

    Widerstand

    4. Juli 2019 at 10:12

    Herr Haimbuchner und Herr Hofer sollten die FPÖ verlassen.

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Gesellschaft

Deutschland: Drei von vier Syrern beziehen Hartz IV

Joshua Hahn

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am

ASDF Symbolbild: Pxhere [CC0]

Auch die Arbeitslosenquote von Syrern in Deutschland generell fällt sehr hoch aus.

Berlin. – Eine neue Statistik der Bundesagentur für Arbeit zeigt, dass der Großteil der in Deutschland lebenden Syrer durch den Steuerzahler finanziert wird, indem sie Hartz IV erhalten.

Arbeitslosenquote von fast 50 Prozent

Die Arbeitslosenquote der in Deutschland ansässigen syrischen Migranten liegt bei derzeit 44,2 Prozent. Wie die „Welt“ berichtet, lag die Quote im Vorjahr noch bei 49,6 Prozent. Die Arbeitslosigkeit fällt jedoch de facto größer aus, da syrische Asylbewerber nicht in die Statistik eingehen, wenn sie einen Integrationskurs besuchen. Dann werden sie als „Unbeschäftigte“ eingestuft. 

Eine Statistik der Bundesagentur für Arbeit zeigt nun, dass Syrer in Deutschland insgesamt die zweitgrößte Gruppe von Hartz IV-Empfängern darstellen. Vor ihnen befinden sich nur die deutschen Staatsbürger mit 63,6 Prozent (Stand: September). 10,5 Prozent aller Arbeitslosengeldempfänger sind syrischer Herkunft.

Hartz IV trotz Jobs

Trotzdem beziehen mehr Syrer Hartz IV, als es Arbeitslose gibt. Dies ist der Fall, da auch Menschen, die trotz Arbeit zu wenig Geld verdienen, um sich selbst ernähren zu können, per Gesetz ein Anrecht auf den Bezug von Arbeitslosengeld IV haben. 

Nicht miteingerechnet ist das Geld vom Staat, welches Migranten mit Flüchtlingsstatus unmittelbar nach ihrer Ankunft erhalten. Dieses ist unabhängig vom Arbeitslosengeld. Die Alimentierung ist durch das Asylbewerberleistungsgesetz geregelt. 

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Gesellschaft

Heimatliebe ist kein Verbrechen”: Identitäre hissen Riesenbanner in Steyr

Julian Schernthaner

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ASDF Bild: Telegram-Kanal "Identitäre Bewegung Oberösterreich".

Mit einem weithin sichtbaren Transparent reagierte die Identitäre Bewegung (IBÖ) in Oberösterreich auf die gegenwärtigen Debatten rund um ein mögliches Verbot ihrer Vereine und Symbole.

Steyr. – Es ist Samstagabend in der drittgrößten Stadt Oberösterreichs. Plötzlich erhellt sich die Dunkelheit: Es sind circa 25 patriotische Aktivisten der Identitären, welche mit einem 20 Meter langen und zwei Meter hohen Banner an der Zwischenbrücke in der Nähe des dortigen Stadtplatzes Aufstellung nehmen. Ihre Botschaft ist dabei so deutlich wie einprägsam: „Heimatliebe ist kein Verbrechen”.

Heimatliebe „kein Verbrechen, sondern Lebensaufgabe”

In ihrem Telegram-Kanal nehmen die Aktivisten Stellung zur Motivation für die symbolträchtige Aktion. Man wolle der Öffentlichkeit zeigen, dass sich „Heimatliebe weder verbieten noch kriminalisieren” lasse. Seinen Antrieb nehme man nämlich nicht aus einer „nebulösen Ideologie”, sondern aus dem „Idealismus”, den eigenen Kindern „das Feuer unserer Bräuche und Sitten in einer intakten Heimat weitergeben zu können”.

Der identitäre Aktionismus sei stets friedlich und lasse sich „nicht heute, nicht morgen mundtot machen”. An diesem Umstand würden weder „ständige mediale Hetzkampagnen” noch „alberne Versuche, für politisches Kleingeld 150 Jahre alte Grundrechte” wie die Vereinsfreiheit „mit chirurgischer Präzision für Patrioten beschneiden” zu wollen, etwas ändern. Denn: Heimatliebe sei „eine Lebensaufgabe”, kein Verbrechen.

Identitäre: ÖVP will Symbole und Vereine verbieten

Damit bekunden die oberösterreichischen Identitären zum wiederholten Mal aktionistisch ihren Standpunkt zur aktuellen Debatte. Bereits als die ÖVP ein Verbot der programmatisch gewaltfreien Gruppe im Vormonat zur „Koalitionsbedingung” erklärte, sperrten sie in Schärding das dortige ÖVP-Bezirksbüro mit einem Baustellengitter, um vermeintliche „totalitäre Tendenzen” der Volkspartei anzusprechen.

Erst am heutigen Sonntag bekräftigte ÖVP-Generalsekretär Karl Nehammer die türkisen Pläne eines Identitären-Verbots anlässlich neuer Enthüllungen über kolportierte Verbindungen zwischen FPÖ-Politikern und den Identitären. Kickls Ex-Kabinettchef Reinhard Teufel kritisierte in diesem Zusammenhang die Weitergabe von Ermittlungsakten an Zeitungen als „Grundproblem” des Verfassungschutzes – Die Tagesstimme berichtete.

IBOÖ-Landesleiter: Leben in Zeiten „willkürlicher Repression”

Von der Tagesstimme darauf angesprochen, bestätigte Roland Moritz, der Leiter der oberösterreichischen Identitären, dass auch der wiederholte Durchstich von BVT-Informationen an die Presse ein Problem darstelle. Man lebe in „Zeiten der willkürlichen Repression und des Versagens des Rechtsstaates”, wenn der Verfassungsschutz Ermittlungsunterlagen als „verlängerter Arm der Medien” im Wahlkampf an die Öffentlichkeit spiele.

Gleichzeitig herrsche ein Klima, welches „Grundrechte von unbescholtenen Patrioten beschneiden” wolle. Offenbar gehe es darum, jeden zu kriminalisieren, der „den Bevölkerungsaustausch anspricht”. Als Identitäre gehe man dennoch weiterhin auf die Straße, um symbolisch zu erklären, dass „friedlicher patriotischer Aktivismus erlaubt sein” müsse.

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Gesellschaft

Wort zum Sonntag: Wer glaubt, lebt länger

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ASDF Symbolbild (CC0)

Studien belegen: Je häufiger der Gang in die Kirche, umso länger das Leben. Der regelmäßige Besuch von Gottesdiensten scheint mit zusätzlichen Lebensjahren belohnt zu werden. Er schützt vor kardiovaskulären Erkrankungen als auch vor Krebs.

Kolumne von Raphanus

Forscher fanden heraus, dass regelmäßige Kirchgänger 27 Prozent geringer von kardiovaskulär bedingten und 21 Prozent geringer von krebsverursachten Todesfällen betroffen sind. Gleichzeitig wiesen sie aber bei Menschen, die nichts von Gottesdiensten hielten, eine höhere Sterberate nach (hier zum Bericht der Ärzte Zeitung).

Religiöse Beteiligung und Lebensdauer

Eine andere Studie zum selben Thema kam zum Ergebnis, dass religiöse Menschen um 5,64 Jahre länger als Nichtgläubige lebten. Der Forscher Baldwin Way ist sich sicher: „Die Studie liefert überzeugende Beweise, dass es eine Beziehung zwischen religiöser Beteiligung und der Lebensdauer eines Menschen gibt.“

Wissenschaftler vermuten, dass der starke Zusammenhalt in religiösen Gemeinschaften die psychosoziale Resilienz erhöht und einen günstigen Einfluss auf die Lebensweise ausübt, da stark gesundheitsschädliches Verhalten bei frommen Menschen eher weniger zu erwarten sei.

Theologe sieht Studien kritisch

Der katholische Theologe Manfred Lütz hält aber nichts von Studien, wonach religiöse und betende Menschen länger leben. „Stellen Sie sich vor, bei der Studie wäre herausgekommen, wer betet, lebt kürzer. Würden Sie dann nicht mehr beten?“, so seine Frage, bei der er gleichzeitig vor einem Trend der „Gesundheit als Religion“ warnte.

Ob Beten zum längeren oder zum kürzeren Leben führt, sei völlig egal“, so der Theologe. „Wir sind nicht Christen, weil wir gesund sein wollen, sondern beten, um unsere Beziehung zu Gott erhalten“. Lütz wies weiter darauf hin, dass Jesus bereits mit 33 Jahren am Kreuz gestorben ist. „Das war nicht besonders gesund.“

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