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Kultur

Political Correctness ist das Diktat der Meinungs‐ und Gedankenkontrolle”

Stefan Juritz

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am

Manfred Werner (Tsui) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten]

Der österreichische Künstler Gottfried Helnwein hat sich im Interview mit Der Standard erneut sehr kritisch zur „Political Correctness” geäußert. Er warnt darin vor totaler Überwachung und Zensur.

Im Juni verkündete die New York Times, dass künftig keine politischen Karikaturen mehr in der Zeitung erscheinen werden. Hintergrund war eine Zeichnung des portugiesischen Zeichners António Moreira Antunes von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und US‐Präsident Donald Trump, die von Kritikern als „antisemitisch” empfunden wurde.

Ende der freien Rede und der freien Gesellschaft

Von der österreichischen Tageszeitung Der Standard dazu befragt, erklärte Helnwein vor wenigen Tagen: „Wenn Satire und Kunst zensiert werden, bedeutet das auch das Ende der freien Rede und das Ende einer freien Gesellschaft.” Diese „Eliminierung der Kunst” findet nach Ansicht des 70‐Jährigen heute unter dem Mantel des „Gutmenschentums” und der „Political Correctness” statt.

Erstmals in der Geschichte sei die „totale Überwachung” technisch umsetzbar, was „letztlich immer zu totaler Zensur führen” werde, warnt der Künstler.

Wir befinden uns am Beginn eines neuen Zeitalters”

Wir befinden uns am Beginn eines neuen Zeitalters, an der Schwelle der Dystopie einer total überwachten und kontrollierten Gesellschaft, die alle Horrorvisionen Orwells in den Schatten stellt.”

Unsere gesamte digitale Kommunikation liege in den Händen einer „kleinen Elite von Milliardären und Monopolisten, die frei bestimmen können, wer im Netz kommunizieren darf und was”, so Helnwein. „ ‚Political Correctness’ ist nichts anderes als das Diktat der Meinungs‐ und Gedankenkontrolle.”

Nach Ansicht Helnweins ist es das eigentliche Ziel jeder Zensur, dass sie bereits „im Kopf jedes Einzelnen” stattfinde, damit eine „wunderbar kontrollierte Gesellschaft von konformistischen Zombies entstehen” könne.

(Das gesamte Standard-Interview mit Gottfried Helnwein können Sie hier lesen.)

Alf Poier: „Danke, Herr Helnwein!”

Für eine positive Reaktion sorgten diese Worte übrigens bei Helnweins österreichischem Künstler‐Kollegen Alf Poier. „Danke Herr Helnwein!!! – Genau aus diesem Grunde habe ich ‚Humor im Hemd’ auf die Bühne gebracht!!!!! Das Publikum ist begeistert – die Kritiken sind dementsprechend schlecht! Als Künstler hat man sich gefälligst dem Diktat des opportunistischen Mainstreams unterzuordnen!!!”, schreibt der Kabarettist und Maler auf seiner Facebook‐Seite.

Erst Anfang Juni hatte Helnwein in einem Kurier-Interview vor totaler Überwachung und Kontrolle des Menschen gewarnt. Der heutigen Linken warf er dabei vor, sich lieber für „Political Correctness” statt für mehr soziale Gerechtigkeit einzusetzen. „Es gibt eine totale Inflation der Begriffe ‚Nazi’ und ‚Rassist’, die jedem um die Ohren fliegen, der sich nicht brav an das Diktat der selbst ernannten Moralisten hält”, kritisierte der Künstler damals.

Weiterlesen:

Helnwein: „Die gesamte Linke steckt in einer existenziellen Krise” (02.06. 2019)

Helnwein legt nach: „Heimat ist für Menschen wichtig” (05.06. 2019)

Lewitscharoff: „Wenn alles sanktioniert wird, erstickt die Kunst” (19.02. 2018)

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Kultur

Werner Olles zeigt „Grenzgänger des Geistes” im Porträt

Redaktion

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ASDF Symbolbild. Hintergrund Bibliothek (CC0) / Buch: privat / Collage: Die Tagesstimme

Unter dem Buchtitel „Grenzgänger des Geistes – Vergessene, verkannte und verfemte Schriftsteller des 20.Jahrhunderts“ versammelt der Autor Werner Olles in 66 Beiträgen 68 Kurzbiografien.

In der kurzen Einleitung betont der Autor, dass die Auswahl der Schriftsteller bewusst auf subjektiven Gründen beruht und eine große Vielfalt gegeben ist. So reicht die Auswahl vom Nationalbolschewisten Ernst Niekisch über den antibürgerlichen „Kirchenvater“ Léon Bloy oder den Dadaisten Johannes Theodor Baargeld bis zum Pazifisten Erich Kästner.

Nonkonformisten gegen das System

Der Schwerpunkt der Auswahl liegt auf „den linken Leuten von rechts“ und auf Autoren, die zum Katholizismus konvertiert sind. Die große Gemeinsamkeit aller Autoren findet sich jedoch in ihrem Nonkonformismus und Widerstand gegen das jeweils herrschende System.

Die Beiträge sind in den Jahren 1993 bis 2018 entstanden und wurden größtenteils in der Junge Freiheit veröffentlicht. Weiter Publikationsorte waren die sedisvakantistische römisch‐katholische Zeitschrift Einsicht, die Wochenzeitung Zur Zeit und die mittlerweile eingestellten Zeitschriften Criticón und Gegengift. Es handelt sich somit um einen Sammelband bereits zuvor publizierter, wenn auch überarbeiteter Artikel.

Kurze Porträts

Die Porträtbeiträge sind mit durchschnittlich vier Seiten sehr kurz gehalten und bieten in ihrer essayistischen Form nur einen ersten Einblick in Leben und Werk der Schriftsteller. Werner Olles hat bewusst auf einen lexikalischen Charakter verzichtet und erhebt auch keinen Anspruch auf wissenschaftliche Korrektheit. Es geht ihm in erster Linie „um die Verteidigung von Idealen, Überzeugungen, Ideen, Werten und Träumen.“

Das Buch ist im Mai 2019 im Bublies‐Verlag erschienen und kann hier für 19,80 Euro bestellt werden: „Grenzgänger des Geistes. Vergessene, verkannte und verfemte Schriftsteller des 20. Jahrhunderts” (Werner Olles)

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Kultur

Zur Tyrannei der Werte”: Eberhard Straub spricht in Marburg

Stefan Juritz

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ASDF Eberhard Straub bei einem Vortrag. © Simon Kaupert

Eberhard Straub und der Jungeuropa Verlag setzen am Wochenende ihre Lesereise in Marburg fort.

Marburg (Lahn). – Am kommenden Samstagabend veranstaltet der Jungeuropa Verlag einen Vortragsabend mit Eberhard Straub. Der Historiker und langjährige FAZ‐Redakteur wird in der Villa der Marburger Burschenschaft Germania über sein neu aufgelegten Buch „Zur Tyrannei der Werte” sprechen.

Mit dem Wert beginnt die Herrschaft der Moral”

Eberhard Straub wird in Marburg zu einem Thema referieren, das angesichts der Ausfälle von Peter Tauber, Katrin Göring‐Eckardt und der generellen Instrumentalisierung des Mordes an Walter Lübcke aktueller kaum sein könnte: die ‚Tyrannei der Werte’ und die Herrschaft der Moralisten. Das Wörtchen ‚Wert’ hat dabei nicht nur Konjunktur, es ist die inflationär genutzte Waffe der Etablierten zur Erhaltung der eigenen Macht. Mit dem Wert beginnt die Herrschaft der Moral”, heißt es im Veranstaltungshinweis des Jungeuropa Verlags.

Die Veranstaltung beginnt um 19:30 Uhr in der Lutherstraße 3, 35037 Marburg (Lahn). Anmelden kann man sich mit vollständigem Namen unter [email protected] Der Eintritt ist frei.

Dritte Station der Lesereise

Der Vortrag in Marburg ist die nun dritte Station der Lesereise. Davor sprach Straub bereits in Berlin und Dresden. Doch noch ist die Veranstaltungsreihe nicht vorbei. Wie die Tagesstimme erfuhr, können sich Veranstalter – auch aus Österreich -, die einen Vortrag mit Eberhard Straub organisieren wollen, beim Jungeuropa Verlag melden.

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Kultur

Neue „Herr der Ringe”-Serie soll „Game Of Thrones” übertreffen

Stefan Juritz

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ASDF Symbolbild "Der Herr der Ringe" (CC0)

Die erste Staffel der „Herr der Ringe”-Vorgeschichte wird voraussichtlich im Jahr 2021 starten.

Amazon Prime will eine eigene Serie produzieren, die es mit dem Fantasy‐Epos „Game Of Thrones” aufnehmen oder diesen gar übertreffen kann. Insgesamt 250 Million Dollar hat der US‐Konzern deshalb für die Rechte an der neuen „Herr der Ringe”-Serie auf den Tisch gelegt. Der größte Konkurrent Netflix hatte das Nachsehen.

Aufstieg und Fall Saurons

Geplant sind laut Medienberichten fünf Staffeln aus der Fantasywelt von J.R.R. Tolkien. Die Dreharbeiten müssen laut Focus-Bericht spätestens Ende November 2019 beginnen, ansonsten verliere Amazon die Rechte an der Serie wieder. Die erste Staffel wird voraussichtlich im Jahr 2021 starten.

Die Handlung der Serie spielt im Zweiten Zeitalter – also noch vor der „Herr der Ringe”-Trilogie und dem „Hobbit”. Genaue Details zum Inhalt sind aber noch kaum bekannt. Jedoch behandelt das Zweite Zeitalter in Tolkiens Werk den Aufstieg und Fall des Dunklen Herrschers Sauron.

Prime heizt Spekulationen an

Auf dem Twitter‐Profil „The Lord of the Rings on Prime” veröffentlichen die Macher nach und nach neue Details und heizen damit die Spekulationen weiter an. So ist etwa auf der letzten veröffentlichten Landkarte die Insel Númenor, die zwischen Mittelerde und den Unsterblichen Landen lag, neu aufgetaucht – ein Zeichen dafür, dass das Inselreich in der Serie vorkommen wird.

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