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Laut Umfrage

Deutsche halten Rechtsextremismus für größte Bedrohung

Der aktuelle ARD-Deutschlandtrend erhebt, dass die Deutschen mehr Angst vor rechtsextremen als vor islamistischen oder linksextremen Anschlägen haben.

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<p>Regelmäßig nach medial vielbesprochenen rechtsextremen Straftaten empfindet eine wachsende Anzahl von Deutschen den Rechtsextremismus als größte Bedrohung für die Gesellschaft. Symbolbild (Demonstration in München 2012): linksfraktion via <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Demonstration_NSU-Prozess_München_(2013-04-13)-02.jpg">Wikimedia Commons</a> [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en">CC BY 2.0</a>] (Bild zugeschnitten)</p>

Regelmäßig nach medial vielbesprochenen rechtsextremen Straftaten empfindet eine wachsende Anzahl von Deutschen den Rechtsextremismus als größte Bedrohung für die Gesellschaft. Symbolbild (Demonstration in München 2012): linksfraktion via Wikimedia Commons [CC BY 2.0] (Bild zugeschnitten)

Berlin. – Wie die Junge Freiheit berichtet, schätzen gleich 71 Prozent der Deutschen die Gefahr rechtsextremer Übergriffe und Anschläge“ als „sehr groß“ oder zumindest „eher groß“ ein. Der Vergleichswert für islamistische Gewalttaten steht bei 60 Prozent. Schlusslicht bildet die Angst vor linksextremen Anschlägen, nur 41 Prozent sehen solche als aktuelle Bedrohung. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von Infratest dimap am 1. und 2. Juli unter 1006 wahlberechtigten Deutschen.

Mehrheit hat Angst vor Rechtsextremisten

Sorgen bereitet der Welt zufolge außerdem nicht weniger als 67 Prozent der Befragten, die Vorstellung, „dass Rechtsextremisten unseren Staat verändern könnten“. Höchst unterschiedlich verteilt sich diese Befürchtung nach Parteipräferenz. Während nur 17 Prozent der AfD-Anhänger diese Sorge teilen, sind es gleich drei Viertel der potenziellen Grünwähler. Beinahe ebensogroß ist die Mehrheit jener Leute, welche Glauben, dass der Staat „Neonazis und Rechtsextremisten zu oft freie Bahn“ lasse (66 Prozent).

Immerhin noch 65 Prozent glauben, dass rechtsextreme Positionen „in letzter Zeit in Deutschland gesellschaftsfähiger“ geworden seien. Ebenso viele würden zusätzliche Befugnisse für die Geheimdienste zur stärkeren Überwachung in sozialen Medien befürworten. Unklar ist bei all diesen Punkten allerdings, welche konkreten Positionen im Sinne der Erhebung als ‚rechtsextrem‘ galten.

Ergebnis spiegelt medialen Diskurs wider

Der Zeitpunkt der Befragung dürfte die Ergebnisse nicht unerheblich beeinflussen. In den vergangenen Wochen entzündete sich aufgrund des Mordes am CDU-Politiker Walter Lübcke durch einen 45-jährigen, mutmaßlichen Einzeltäter eine Debatte über die vermeintliche Gefährlichkeit von Personen aus dem rechten Spektrum.

Am Höhepunkt der Diskussionen versuchten ausgewählte Parteikollegen des Ermordeten der erst seit 2012 bestehenden patriotischen AfD für die Radikalisierung des bereits in den 1990er einschlägig amtsbekannten mutmaßlichen Täters Stephan E. anzudichten. Dieser wiederum gab in einem mittlerweile widerrufen Geständnis an, Lübckes seinen Zorn auslösende Aussagen über die deutsche Asylpolitik als Zuhörer vor Ort erlebt zu haben.

Rackete & Co.: Mehrheit gegen Salvini-Ansätze

Auch mit dem Befragungszeitraum könnte das Stimmungsbild zu einer weiteren Frage zu tun haben. So sind derzeit drei Viertel der Befragten, dass Fälle wie jener der SeaWatch-Kapitänin Carola Rackete „grundsätzlich nicht“ zur juristischen Verfolgung gereichen sollten.

Gleichzeitig sind 88 Prozent für eine gleichmäßige Verteilung von Migranten auf die Mitgliedsländer. Nur 27 Prozent der Befragten zeigte Verständnis gegenüber der Hafensperre des italienischen Innenministers Matteo Salvini – 70 Prozent finden diesen Zugang falsch.

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