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Gesellschaft

Laut Umfrage: Deutsche halten Rechtsextremismus für größte Bedrohung

Julian Schernthaner

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Der aktuelle ARD-Deutschlandtrend erhebt, dass die Deutschen mehr Angst vor rechtsextremen als vor islamistischen oder linksextremen Anschlägen haben.

Berlin. – Wie die Junge Freiheit berichtet, schätzen gleich 71 Prozent der Deutschen die Gefahr rechtsextremer Übergriffe und Anschläge“ als „sehr groß“ oder zumindest „eher groß“ ein. Der Vergleichswert für islamistische Gewalttaten steht bei 60 Prozent. Schlusslicht bildet die Angst vor linksextremen Anschlägen, nur 41 Prozent sehen solche als aktuelle Bedrohung. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von Infratest dimap am 1. und 2. Juli unter 1006 wahlberechtigten Deutschen.

Mehrheit hat Angst vor Rechtsextremisten

Sorgen bereitet der Welt zufolge außerdem nicht weniger als 67 Prozent der Befragten, die Vorstellung, „dass Rechtsextremisten unseren Staat verändern könnten“. Höchst unterschiedlich verteilt sich diese Befürchtung nach Parteipräferenz. Während nur 17 Prozent der AfD-Anhänger diese Sorge teilen, sind es gleich drei Viertel der potenziellen Grünwähler. Beinahe ebensogroß ist die Mehrheit jener Leute, welche Glauben, dass der Staat „Neonazis und Rechtsextremisten zu oft freie Bahn“ lasse (66 Prozent).

Immerhin noch 65 Prozent glauben, dass rechtsextreme Positionen „in letzter Zeit in Deutschland gesellschaftsfähiger“ geworden seien. Ebenso viele würden zusätzliche Befugnisse für die Geheimdienste zur stärkeren Überwachung in sozialen Medien befürworten. Unklar ist bei all diesen Punkten allerdings, welche konkreten Positionen im Sinne der Erhebung als ‚rechtsextrem‘ galten.

Ergebnis spiegelt medialen Diskurs wider

Der Zeitpunkt der Befragung dürfte die Ergebnisse nicht unerheblich beeinflussen. In den vergangenen Wochen entzündete sich aufgrund des Mordes am CDU-Politiker Walter Lübcke durch einen 45-jährigen, mutmaßlichen Einzeltäter eine Debatte über die vermeintliche Gefährlichkeit von Personen aus dem rechten Spektrum.

Am Höhepunkt der Diskussionen versuchten ausgewählte Parteikollegen des Ermordeten der erst seit 2012 bestehenden patriotischen AfD für die Radikalisierung des bereits in den 1990er einschlägig amtsbekannten mutmaßlichen Täters Stephan E. anzudichten. Dieser wiederum gab in einem mittlerweile widerrufen Geständnis an, Lübckes seinen Zorn auslösende Aussagen über die deutsche Asylpolitik als Zuhörer vor Ort erlebt zu haben.

Rackete & Co.: Mehrheit gegen Salvini-Ansätze

Auch mit dem Befragungszeitraum könnte das Stimmungsbild zu einer weiteren Frage zu tun haben. So sind derzeit drei Viertel der Befragten, dass Fälle wie jener der SeaWatch-Kapitänin Carola Rackete „grundsätzlich nicht“ zur juristischen Verfolgung gereichen sollten.

Gleichzeitig sind 88 Prozent für eine gleichmäßige Verteilung von Migranten auf die Mitgliedsländer. Nur 27 Prozent der Befragten zeigte Verständnis gegenüber der Hafensperre des italienischen Innenministers Matteo Salvini – 70 Prozent finden diesen Zugang falsch.

9 Comments

9 Comments

  1. Avatar

    Klasube

    5. Juli 2019 at 13:29

    Traurig, traurig, diese Zahlen. Sie zeigen mir, wie wenig der deutsche Michel sich über Gründe, Hintergründe und Konsequenzen informiert und wie gut das mediale brainwashing gegen alles was „rechts“ ist, funktioniert. Es wird alles nachgeplappert, was irgendein „Experte“ kommuniziert und sei es noch so sehr ohne Sinn und Verstand. Die politische Gutmenschen-Elite einerseits und das willfährige deutsche Wähler-Lamm, das sich zur Schlachtbank führen läßt und dabei noch mit dem Schwanz wedelt – vielleicht hat es diese Nation doch verdient unterzugehen….!?

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    Zickenschulze

    5. Juli 2019 at 14:21

    Ein Exempel wie man Leuten von außen übers Ohr und die Augen in eine hohle Birne steigen kann.

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    Herr Lose

    5. Juli 2019 at 15:39

    „Der aktuelle ARD‐Deutschlandtrend erhebt .. “ .. wenn man dies liest, sollte man sich Bewusstsein, dass Landtagswahlen in einigen B.ländern anstehen & und die Scheck$süchtigen Soros Empfänger im BT .. wollen ihren Parteiauftrag finanziell gerecht zu Ende bringen.
    man schaue nur auf den Rothschild Vertrag 1939 ..
    die Panik macht sich breit, ein 89.2 darf es nicht geben, weil alle durch die Bank, am Völkermord teil genommen haben, bewilligt, eingeflogen, nicht unterbunden .. laut dem Schwur, Schaden vom D Volk abzuwenden…. da spielt doch DDR1 TV, die 1. Geige.

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    Max Friedrich

    6. Juli 2019 at 7:49

    Die meisten derer die dauernd von Rechts reden wissen gar nicht, dass die UNION mal krass rechts der Mitte stand. Was würden die Mainstream-Schreiberlinge heute schreiben wenn ein AfDler eine Rede halten würde wie sie Strauss beispielsweise jede Woche hielt? Im Vergleich zu ihm ist Dr. Curio doch ein Weisenknabe.

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      Klasube

      6. Juli 2019 at 11:09

      Frau Merkel hat die CDU aus der Mitte soweit nach links geschoben, dass dort ein Vakuum entstanden ist, das die AfD bedauerlicherweise noch nicht ganz ausfüllen konnte. Aber ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben – Leute wie Tauber und Brinkhaus arbeiten emsig daran, den Maximalschaden, den Frau Merkel angerichtet hat, zu vergrößern. Die AfD wird hoffentlich taktisch klug darauf reagieren…!

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        Kirchfahrter Archangelus

        7. Juli 2019 at 11:04

        Um der Wahrheit die Ehre zu geben: die Linksverschiebung der CDU begann bereits, als Frau Merkel noch aus vollem Halse „Bau auf, Deutsche Jugend, bau auf!“ krähte. Heiner Geißler stellte bereits in den 80ern zielbewußt die Weichen, um die CDU für junge Frauen in einem linksliberalen Lebensumfeld wählbar zu machen, man denke an den sog. „Frauenparteitag“ 1985 in Essen und folgend das Label „moderne Großstadtpartei“, was nichts anderes als der Codebegriff für die komplette inhaltliche Entleerung war. War nicht schon die unveränderte Übernahme der sozialliberalen Ostpolitik und Rechtsreform (Strafrecht, Familienbild etc.) durch die Union nach der Übernahme der Regierungsverantwortung 1982 die komplette Angleichung an den (damals) vorherrschenden Mainstream? Die versprochene „geistig-moralische Wende“ blieb ein inhaltsloser Wahlkampf-Slogan, der wohl von vornherein lediglich wertkonservative Wählerschichten animieren sollte, Richtschnur blieb der gesellschaftliche Mainstream („Politik der Mitte“), der Mandate und Kabinettssessel garantierte.
        Damals war der Mainstream halt „sozialliberal“, heute wird er immer „grüner“, anpassungsbereit war die Unions-Funktionärskaste aber gestern wie heute.

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    Widerstand

    6. Juli 2019 at 10:55

    Wenn diese Umfragen stimmen (gerade vor drei Landtagswahlen, wo die AfD als Siegerin hervorgehen kann, sehr fraglich), dann zeigt das:
    – ein Großteil der Deutschen versteht immer noch nicht, wie das System aufgebaut ist und funktioniert, die alternativen Medien sich noch viel zu schwach
    – aktuelle Manipulationsmethoden immer noch gut funktionieren
    – ein Großteil der Deutchen einfach zu blöd sind, was gesellschaftspolitische Dinge anbelangt
    – Deutschland verloren ist und man langsam überlegen soll, wie man sich vor Deutschen schützen kann (Mauer, Grenzkontrollen, usw.)
    Sie können es sich aussuchen, ob einer oder mehrere Gründe zutreffen sind.

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    Kirchfahrter Archangelus

    7. Juli 2019 at 10:57

    Wenn die mediale Konditionierung derartigen Erfolg verspricht, wird man den Vorschlag des Politikerdarstellers Tauber, „Rechten“ (oder welche auch immer vom politisch-medialen Komplex als solche stigmatisiert wurden) die Grundrechte zu entziehen, wohl bald umsetzen. Bürgerliche Wählerschichten, welche sich zuverlässig im ZDF um Viertel vor Zehn die Welt erklären lassen, werden dies sicher goutieren.

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    Pollinator

    7. Juli 2019 at 22:52

    90% der Deutschen würden auch an Weihnachtsmann und Osterhasen glauben, wenn die Medien das mit derselben Chuzpe propagieren würden, wie die „Gefahr von Rechts“ oder die „Seenotrettung“.

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