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Vilimsky

Es wird „unverfroren an Parallelgesellschaft gebastelt“

FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky kritisiert die Forderung nach einem Schwimmbad nur für Frauen. Dies sei lediglich ein neuer Versuch, „in Richtung Islamisierung unseres Landes zu gehen“.

3 Minuten Lesezeit
<p>Bild: Harald Vilimksy / Franz Johann Morgenbesser [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0">CC BY-SA 2.0</a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Harald_Vilimsky_2014.jpg">via Wikimedia Commons</a> [Bild zugeschnitten]</p>

Bild: Harald Vilimksy / Franz Johann Morgenbesser [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten]

Wien. – Die Migrantenpartei „Soziales Österreich der Zukunft“ (SÖZ) hat erst kürzlich mit der Errichtung einer Badeanstalt ausschließlich für Fraugen geworben und damit für teils heftige Kritik gesorgt (Die Tagesstimme berichtete). Nun verurteilte auch der EU-Abgeordnete Harald Vilimsky (FPÖ) diese Forderung und bezeichnete sie in einer Aussendung als „ungeheuerlich“.

Schaffung von Parallelgesellschaften

Dieser „frauenverachtende Vorschlag“ sei lediglich ein neuerlicher Versuch, „in Richtung Islamisierung unseres Landes zu gehen“, warnt der FPÖ-Politiker. Das Argument, den Frauen damit den Druck zu nehmen, den von Gesellschaft und Modewelt vorgegebenen Schönheitsidealen entsprechen zu müssen, sei mehr als scheinheilig und durchschaubar. „Mit einem ‚couragierten und emanzipatorischen Akt in der Frauenbewegung‘, wie die SÖZ ihre Forderung bezeichnet“, habe dies aber absolut nichts zu tun. Diese Aussage sei vielmehr eine „Verhöhnung für alle Frauen“, so Vilimsky. In Wirklichkeit würde hier „sehr unverfroren“ an einer Parallelgesellschaft „gebastelt“ werden. Gleichzeitig würde ganz offen gegen die Gleichberechtigung von Männern und Frauen gearbeitet.

Kritik von mehreren Seiten

Die FPÖ aber sei „ein Garant dafür, dass einer derartigen unterschwelligen Islamisierung ein Riegel vorgeschoben wird“. Diese „absurden und frauenfeindlichen Auswüchse“ hätten wir nur einer „jahrzehntelangen de facto nicht existenten Integrationspolitik der roten und grünen Wiener Stadtpolitiker“ zu verdanken, kritisiert der EU-Abgeordnete.

Zuvor warnten bereits der freiheitliche Wiener Vizebürgermeister Dominik Nepp vor einer „fortschreitenden Islamisierung“. Außerdem würde mit der Ankündigung der SÖZ, Männer aus dem Freibad zu verbannen, „unter dem Deckmantel der Emanzipation […] in Wirklichkeit der Gleichberechtigung widersprochen”. Auch die Islamkritikerin und Wochenblick-Journalistin Laila Mirzo äußert ähnliche Befürchtungen. Eine derartige Geschlechtertrennung sei der „erste Schritt zur Verbannung der Frau aus dem öffentlichen Raum”. Dies dennoch als emanzipatorischen Akt darzustellen, sei „an Heuchelei nicht zu überbieten”.

Auch Nehammer (ÖVP) kritisiert Forderung

ÖVP-Generalsekretär Karl Nehammer kritisierte die Forderungen der SÖZ in einer Aussendung ebenfalls. „Erdogan-Lobbyisten wollen offenbar in Österreichs Politik mitmischen“. Für den politischen Islam dürfe es in Wien aber keinen Platz geben. Nehammer merkte außerdem an, dass sich „Vertreter der neuen Migrantenpartei und ihrer Vorgänger-Organisation“ in „Erdogan-Lobbyorganisationen wie der ‚Union Europäisch Türkischer Demokraten'“ bewegten. Diese Organisation stehe in Deutschland sogar unter Beobachtung durch den Verfassungsschutz.

„So absurd Forderungen wie eigene Schwimmbäder für Frauen auch klingen mögen, versteckt sich dahinter knallharter politischer Islam. Frauen sollen aus der Öffentlichkeit verdrängt werden. Darauf darf man nicht hineinfallen. Eine solche Ideologie hat in unserem Land keinen Platz“, so Nehammer. Man werde sich genau anschauen, wie sich diese Partei entwickelt und wer sich ihren Forderungen anschließt.

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