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Kultur

Neue „Herr der Ringe”-Serie soll „Game Of Thrones” übertreffen

Stefan Juritz

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am

Symbolbild "Der Herr der Ringe" (CC0)

Die erste Staffel der „Herr der Ringe”-Vorgeschichte wird voraussichtlich im Jahr 2021 starten.

Amazon Prime will eine eigene Serie produzieren, die es mit dem Fantasy‐Epos „Game Of Thrones” aufnehmen oder diesen gar übertreffen kann. Insgesamt 250 Million Dollar hat der US‐Konzern deshalb für die Rechte an der neuen „Herr der Ringe”-Serie auf den Tisch gelegt. Der größte Konkurrent Netflix hatte das Nachsehen.

Aufstieg und Fall Saurons

Geplant sind laut Medienberichten fünf Staffeln aus der Fantasywelt von J.R.R. Tolkien. Die Dreharbeiten müssen laut Focus-Bericht spätestens Ende November 2019 beginnen, ansonsten verliere Amazon die Rechte an der Serie wieder. Die erste Staffel wird voraussichtlich im Jahr 2021 starten.

Die Handlung der Serie spielt im Zweiten Zeitalter – also noch vor der „Herr der Ringe”-Trilogie und dem „Hobbit”. Genaue Details zum Inhalt sind aber noch kaum bekannt. Jedoch behandelt das Zweite Zeitalter in Tolkiens Werk den Aufstieg und Fall des Dunklen Herrschers Sauron.

Prime heizt Spekulationen an

Auf dem Twitter‐Profil „The Lord of the Rings on Prime” veröffentlichen die Macher nach und nach neue Details und heizen damit die Spekulationen weiter an. So ist etwa auf der letzten veröffentlichten Landkarte die Insel Númenor, die zwischen Mittelerde und den Unsterblichen Landen lag, neu aufgetaucht – ein Zeichen dafür, dass das Inselreich in der Serie vorkommen wird.

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Kultur

Werner Olles zeigt „Grenzgänger des Geistes” im Porträt

Redaktion

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ASDF Symbolbild. Hintergrund Bibliothek (CC0) / Buch: privat / Collage: Die Tagesstimme

Unter dem Buchtitel „Grenzgänger des Geistes – Vergessene, verkannte und verfemte Schriftsteller des 20.Jahrhunderts“ versammelt der Autor Werner Olles in 66 Beiträgen 68 Kurzbiografien.

In der kurzen Einleitung betont der Autor, dass die Auswahl der Schriftsteller bewusst auf subjektiven Gründen beruht und eine große Vielfalt gegeben ist. So reicht die Auswahl vom Nationalbolschewisten Ernst Niekisch über den antibürgerlichen „Kirchenvater“ Léon Bloy oder den Dadaisten Johannes Theodor Baargeld bis zum Pazifisten Erich Kästner.

Nonkonformisten gegen das System

Der Schwerpunkt der Auswahl liegt auf „den linken Leuten von rechts“ und auf Autoren, die zum Katholizismus konvertiert sind. Die große Gemeinsamkeit aller Autoren findet sich jedoch in ihrem Nonkonformismus und Widerstand gegen das jeweils herrschende System.

Die Beiträge sind in den Jahren 1993 bis 2018 entstanden und wurden größtenteils in der Junge Freiheit veröffentlicht. Weiter Publikationsorte waren die sedisvakantistische römisch‐katholische Zeitschrift Einsicht, die Wochenzeitung Zur Zeit und die mittlerweile eingestellten Zeitschriften Criticón und Gegengift. Es handelt sich somit um einen Sammelband bereits zuvor publizierter, wenn auch überarbeiteter Artikel.

Kurze Porträts

Die Porträtbeiträge sind mit durchschnittlich vier Seiten sehr kurz gehalten und bieten in ihrer essayistischen Form nur einen ersten Einblick in Leben und Werk der Schriftsteller. Werner Olles hat bewusst auf einen lexikalischen Charakter verzichtet und erhebt auch keinen Anspruch auf wissenschaftliche Korrektheit. Es geht ihm in erster Linie „um die Verteidigung von Idealen, Überzeugungen, Ideen, Werten und Träumen.“

Das Buch ist im Mai 2019 im Bublies‐Verlag erschienen und kann hier für 19,80 Euro bestellt werden: „Grenzgänger des Geistes. Vergessene, verkannte und verfemte Schriftsteller des 20. Jahrhunderts” (Werner Olles)

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Kultur

Zur Tyrannei der Werte”: Eberhard Straub spricht in Marburg

Stefan Juritz

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ASDF Eberhard Straub bei einem Vortrag. © Simon Kaupert

Eberhard Straub und der Jungeuropa Verlag setzen am Wochenende ihre Lesereise in Marburg fort.

Marburg (Lahn). – Am kommenden Samstagabend veranstaltet der Jungeuropa Verlag einen Vortragsabend mit Eberhard Straub. Der Historiker und langjährige FAZ‐Redakteur wird in der Villa der Marburger Burschenschaft Germania über sein neu aufgelegten Buch „Zur Tyrannei der Werte” sprechen.

Mit dem Wert beginnt die Herrschaft der Moral”

Eberhard Straub wird in Marburg zu einem Thema referieren, das angesichts der Ausfälle von Peter Tauber, Katrin Göring‐Eckardt und der generellen Instrumentalisierung des Mordes an Walter Lübcke aktueller kaum sein könnte: die ‚Tyrannei der Werte’ und die Herrschaft der Moralisten. Das Wörtchen ‚Wert’ hat dabei nicht nur Konjunktur, es ist die inflationär genutzte Waffe der Etablierten zur Erhaltung der eigenen Macht. Mit dem Wert beginnt die Herrschaft der Moral”, heißt es im Veranstaltungshinweis des Jungeuropa Verlags.

Die Veranstaltung beginnt um 19:30 Uhr in der Lutherstraße 3, 35037 Marburg (Lahn). Anmelden kann man sich mit vollständigem Namen unter [email protected] Der Eintritt ist frei.

Dritte Station der Lesereise

Der Vortrag in Marburg ist die nun dritte Station der Lesereise. Davor sprach Straub bereits in Berlin und Dresden. Doch noch ist die Veranstaltungsreihe nicht vorbei. Wie die Tagesstimme erfuhr, können sich Veranstalter – auch aus Österreich -, die einen Vortrag mit Eberhard Straub organisieren wollen, beim Jungeuropa Verlag melden.

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Kultur

Cameron Burns: Ästhetik zwischen Vaporwave und Kali‐Yuga

Tino Taffanek

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ASDF © Cameron Burns, Screenshot: Instagram

Die moderne Zivilisation bewegt sich zwischen Konsum und Dekadenz. Die bildgewaltige Ästhetik dieses Künstlers zeigt die Abgründe, regt aber auch die Phantasie an, um über eine andere Zukunft nachzudenken.

Kommentar von Tino Taffanek

Als junger Rechter stelle ich mir die Frage, wie man das Lebensgefühl, welches mich bisweilen beschleicht, am besten ausdrücken kann. Dieser Geisteszustand, der sich zwischen Kulturpessimismus und von Träumerei gespeistem Tatendrang bewegt. Schon Ernst Jünger sagte: „Niemand ist stärker als der Träumer, der sich den Taten zuwendet.” Dieser Traum von einer anderen Zukunft, der aber auch schnell zum Albtraum werden kann.

Hinein in den Malstrom

Zufällig stieß ich auf den Künstler Cameron Burns. Er schafft es, dieses Gefühl, zumindest teilweise, in einer bildgewaltigen Ästhetik auszudrücken, die zwischen Vaporwave und Kali‐Yuga pendelt. Zum besseren Verständnis noch ein paar Worte zu den beiden Begriffen. Vaporwave ist eine Kunstströmung zwischen Konsum‐ und Kapitalismuskritik sowie der Sehnsucht nach einer Vergangenheit, die so nie existiert hat. Kali‐Yuga hingegen bezeichnet das vierte Zeitalter der hinduistischen Kosmologie. Das Zeitalter von Niedergang und Dekadenz, geleitet von Hass, Gier und Verwirrung. Also hinein in den Malstrom.

Ziplocked

Der Einheitsmensch als Produkt des Kali‐Yuga. Sein Leben beginnt und endet in einem Kunststoffbeutel. Gezüchtet wie die Menschen in Aldous Huxleys Dystopie „Brave New World”, aber selbst dessen Kastensystem entbehrend. Ununterscheidbar, auf jedem läuft die gleiche Firmware, seine Hauptaufgabe ist der Konsum. Nie wieder Konflikte, die große Vereinheitlichung der Welt ist endlich abgeschlossen.

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Ziplocked /525

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Nextworld

Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende, so die Plattitüde. Die Zivilisation ist die Degenerationsform der Gesellschaft und jede Zivilisation geht einmal zu Ende. Danach erwartet uns eine andere Welt, die technischen Errungenschaften sind längst verschwunden und vergessen. Beherrscht von riesenhaften Kreaturen, deren Überreste die Landschaft zieren. Der einsame Ruderer durchstreift die postapokalyptische Welt auf einem hölzernen Ruderboot als Gipfel der Technologie.

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Nextworld /541 Using @billelis skull pack

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DRIVE

Doch wir leben in dieser Welt. Schnelle Autos, bunte Leuchtreklamen und Instant Gratification durch Social Media und Netflix locken stets. Noch sind wir nicht alle gleich, doch am besten Weg, es zu werden. Die industrielle Produktionsweise verfügt noch über natürliche Ressourcen, die sie ausbeuten kann. Wir träumen von Sportwägen und nicht von hölzernen Fischerbooten, die uns in einer Welt ohne Agrarindustrie vorm Verhungern bewahren. Vorwärts durch die Nacht, immer schneller dreht sich unsere Welt.

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DRIVE /466

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Oasis

Doch was ist die Alternative? Aussteigen, eine Oase finden? Können wir die Zukunft wieder dahingehend verändern, dass sie für uns, unsere Kinder, unser Volk wieder eine lebenswerte Welt darstellt? Kann uns die Kunst dabei helfen? Kann das ein realistisches Gemälde von Odin Wiesinger leisten? Oder müssen wir tiefer graben, neue Formen finden und hoffentlich irgendwo ankommen?

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Oasis /555 Inspired by @nessgraphics

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