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Gesellschaft

Wort zum Sonntag: Piusbrüder über Papst erschüttert

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Symbolbild: Casa Rosada (
Argentina Presidency of the Nation
)
[CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten]

Wie in der Welt, rumort es auch ganz besonders in der Kirche. Papst Franziskus polarisiert, viele Gläubige sehen in ihm einen Populisten mit Kniefall vor dem liberalen Zeitgeist. Die Piusbruderschaft ist über den jetzigen Papst „zutiefst erschüttert”.

Kolumne von Raphanus

Der Generalobere der Piusbruderschaft Pagliarani erwarte sich vom Papst, was er sich von jedem Katholiken erwartet: Glaube. Er sieht den Papst in der Pflicht, das Glaubensgut treu weiterzugeben und der schrecklichen Krise ein Ende zu bereiten, durch die die Kirche seit 50 Jahren erschüttert wird. Ein großer Wunsch an den aktuellen Papst, gilt Franziskus nicht als Traditionalist.

Katholische Traditionalisten

Wenn es nach den Piusbrüdern geht, dann soll die Katholische Kirche in Fragen bezüglich Religionsfreiheit, Ökumenismus und ihrer göttlichen Verfassung wieder zu dem zurückkehren, was die Päpste vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil gelehrt haben. Ein zentrales Anliegen der Piusbrüder an den Papst ist daher Glaubenstreue zum katholischen Glaubensgut.

Der Wunsch der Piusbrüder kommt nicht von ungefähr: Sie stehen für eine traditionelle katholische Weltsicht und die Weitergabe des geoffenbarten Glaubens. Ihrer Ansicht nach haben viele falsche Ideen das richtige Verständnis der Wahrheit verdunkelt und falsche Lehren die Seelen von Gott entfernt. Deshalb ist es der Piusbruderschaft ein besonderes Anliegen, „die großen Gefahren, die von diesen modernen Lehren ausgehen und die das ewige Glück sowohl der Individuen als auch der Gemeinschaft bedrohen, aufzudecken”. Nicht wenige Traditionalisten werfen dem Zweiten Vatikanischen Konzil Verrat an der Tradition vor.

Streit innerhalb der Kirche

Papst Franziskus hat bereits darauf reagiert: Die Kommission für das Gespräch mit traditionalistischen Gemeinschaften hat der Papst kurzerhand aufgelöst. Mit der Auflösung fehlt den Piusbrüdern nun eine direkte Anlaufstelle in Rom, falls ihre Rechte in den Ortskirchen beschnitten werden. Liberale Katholiken freut das, denn sie sind der Meinung, dass Traditionalisten unter dem Dach der katholischen Kirche keinen Platz (mehr) haben.

Der Gründer der Piusbruderschaft Erzbischof Lefebvre in einem offenen Brief: „Wer könnte leugnen, dass die Katholiken dieses zu Ende gehenden 20. Jahrhunderts ratlos sind? Man hört in den Kirchen so viele erstaunliche Äußerungen, man liest so viele Erklärungen, die dem, was von jeher gelehrt worden war, widersprechen, dass sich allmählich Zweifel in die Seelen eingeschlichen haben. ”

Auch in dieser Frage gilt: An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Wahrlich spannende Zeiten – auch und gerade für Christen.

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4 Kommentare

4 Comments

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    Pater Rolf Hermann Lingen

    8. Juli 2019 at 14:16

    Weitaus schlimmer als nur „erschütternd” ist, dass die Gruppe von „Vatikanum 2” (wozu auch die Pius-Sekte von Marcel Lefebvre gehört!), als „katholische Kirche” ausgegeben wird. Lefebvres Piusbrüder sind – nach fast allen „Sedisvakantisten” – das schlimmste Hindernis bei der Erkenntnis der Wahrheit.

    • Avatar

      Saure Gurke

      12. Juli 2019 at 3:47

      ” das schlimmste Hindernis bei der Erkenntnis der Wahrheit.”
      Mir hingegen wurde gelehrt, Petrus: auf diesem Felsen der reinen Wahrheit will ich meine Kirche bauen.

      Erkenntnis der Wahrheit suchen?”
      Bedeutet nichts anderes, als im Misthaufen eines pseudo Esoterik Bereiches, in dem alle Neunmalklugen schwimmen, einzutauchen.

      Wer keine fundierte katholische Lehre erhalten hat, täte gut daran, zu diesem Thema die Zunge im Zaume zu halten.

  2. Avatar

    Dr. Esther Lingen

    9. Juli 2019 at 11:03

    In diesem Sinne gibt es keine „liberalen” Katholiken! Entweder man ist katholisch oder man ist es nicht! Ganz einfach!

    • Avatar

      Zickenschulze

      11. Juli 2019 at 11:51

      Richtig.

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Gesellschaft

Deutschland: Drei von vier Syrern beziehen Hartz IV

Joshua Hahn

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ASDF Symbolbild: Pxhere [CC0]

Auch die Arbeitslosenquote von Syrern in Deutschland generell fällt sehr hoch aus.

Berlin. – Eine neue Statistik der Bundesagentur für Arbeit zeigt, dass der Großteil der in Deutschland lebenden Syrer durch den Steuerzahler finanziert wird, indem sie Hartz IV erhalten.

Arbeitslosenquote von fast 50 Prozent

Die Arbeitslosenquote der in Deutschland ansässigen syrischen Migranten liegt bei derzeit 44,2 Prozent. Wie die „Welt“ berichtet, lag die Quote im Vorjahr noch bei 49,6 Prozent. Die Arbeitslosigkeit fällt jedoch de facto größer aus, da syrische Asylbewerber nicht in die Statistik eingehen, wenn sie einen Integrationskurs besuchen. Dann werden sie als „Unbeschäftigte“ eingestuft. 

Eine Statistik der Bundesagentur für Arbeit zeigt nun, dass Syrer in Deutschland insgesamt die zweitgrößte Gruppe von Hartz IV-Empfängern darstellen. Vor ihnen befinden sich nur die deutschen Staatsbürger mit 63,6 Prozent (Stand: September). 10,5 Prozent aller Arbeitslosengeldempfänger sind syrischer Herkunft.

Hartz IV trotz Jobs

Trotzdem beziehen mehr Syrer Hartz IV, als es Arbeitslose gibt. Dies ist der Fall, da auch Menschen, die trotz Arbeit zu wenig Geld verdienen, um sich selbst ernähren zu können, per Gesetz ein Anrecht auf den Bezug von Arbeitslosengeld IV haben. 

Nicht miteingerechnet ist das Geld vom Staat, welches Migranten mit Flüchtlingsstatus unmittelbar nach ihrer Ankunft erhalten. Dieses ist unabhängig vom Arbeitslosengeld. Die Alimentierung ist durch das Asylbewerberleistungsgesetz geregelt. 

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Gesellschaft

Heimatliebe ist kein Verbrechen”: Identitäre hissen Riesenbanner in Steyr

Julian Schernthaner

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ASDF Bild: Telegram-Kanal "Identitäre Bewegung Oberösterreich".

Mit einem weithin sichtbaren Transparent reagierte die Identitäre Bewegung (IBÖ) in Oberösterreich auf die gegenwärtigen Debatten rund um ein mögliches Verbot ihrer Vereine und Symbole.

Steyr. – Es ist Samstagabend in der drittgrößten Stadt Oberösterreichs. Plötzlich erhellt sich die Dunkelheit: Es sind circa 25 patriotische Aktivisten der Identitären, welche mit einem 20 Meter langen und zwei Meter hohen Banner an der Zwischenbrücke in der Nähe des dortigen Stadtplatzes Aufstellung nehmen. Ihre Botschaft ist dabei so deutlich wie einprägsam: „Heimatliebe ist kein Verbrechen”.

Heimatliebe „kein Verbrechen, sondern Lebensaufgabe”

In ihrem Telegram-Kanal nehmen die Aktivisten Stellung zur Motivation für die symbolträchtige Aktion. Man wolle der Öffentlichkeit zeigen, dass sich „Heimatliebe weder verbieten noch kriminalisieren” lasse. Seinen Antrieb nehme man nämlich nicht aus einer „nebulösen Ideologie”, sondern aus dem „Idealismus”, den eigenen Kindern „das Feuer unserer Bräuche und Sitten in einer intakten Heimat weitergeben zu können”.

Der identitäre Aktionismus sei stets friedlich und lasse sich „nicht heute, nicht morgen mundtot machen”. An diesem Umstand würden weder „ständige mediale Hetzkampagnen” noch „alberne Versuche, für politisches Kleingeld 150 Jahre alte Grundrechte” wie die Vereinsfreiheit „mit chirurgischer Präzision für Patrioten beschneiden” zu wollen, etwas ändern. Denn: Heimatliebe sei „eine Lebensaufgabe”, kein Verbrechen.

Identitäre: ÖVP will Symbole und Vereine verbieten

Damit bekunden die oberösterreichischen Identitären zum wiederholten Mal aktionistisch ihren Standpunkt zur aktuellen Debatte. Bereits als die ÖVP ein Verbot der programmatisch gewaltfreien Gruppe im Vormonat zur „Koalitionsbedingung” erklärte, sperrten sie in Schärding das dortige ÖVP-Bezirksbüro mit einem Baustellengitter, um vermeintliche „totalitäre Tendenzen” der Volkspartei anzusprechen.

Erst am heutigen Sonntag bekräftigte ÖVP-Generalsekretär Karl Nehammer die türkisen Pläne eines Identitären-Verbots anlässlich neuer Enthüllungen über kolportierte Verbindungen zwischen FPÖ-Politikern und den Identitären. Kickls Ex-Kabinettchef Reinhard Teufel kritisierte in diesem Zusammenhang die Weitergabe von Ermittlungsakten an Zeitungen als „Grundproblem” des Verfassungschutzes – Die Tagesstimme berichtete.

IBOÖ-Landesleiter: Leben in Zeiten „willkürlicher Repression”

Von der Tagesstimme darauf angesprochen, bestätigte Roland Moritz, der Leiter der oberösterreichischen Identitären, dass auch der wiederholte Durchstich von BVT-Informationen an die Presse ein Problem darstelle. Man lebe in „Zeiten der willkürlichen Repression und des Versagens des Rechtsstaates”, wenn der Verfassungsschutz Ermittlungsunterlagen als „verlängerter Arm der Medien” im Wahlkampf an die Öffentlichkeit spiele.

Gleichzeitig herrsche ein Klima, welches „Grundrechte von unbescholtenen Patrioten beschneiden” wolle. Offenbar gehe es darum, jeden zu kriminalisieren, der „den Bevölkerungsaustausch anspricht”. Als Identitäre gehe man dennoch weiterhin auf die Straße, um symbolisch zu erklären, dass „friedlicher patriotischer Aktivismus erlaubt sein” müsse.

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Wort zum Sonntag: Wer glaubt, lebt länger

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ASDF Symbolbild (CC0)

Studien belegen: Je häufiger der Gang in die Kirche, umso länger das Leben. Der regelmäßige Besuch von Gottesdiensten scheint mit zusätzlichen Lebensjahren belohnt zu werden. Er schützt vor kardiovaskulären Erkrankungen als auch vor Krebs.

Kolumne von Raphanus

Forscher fanden heraus, dass regelmäßige Kirchgänger 27 Prozent geringer von kardiovaskulär bedingten und 21 Prozent geringer von krebsverursachten Todesfällen betroffen sind. Gleichzeitig wiesen sie aber bei Menschen, die nichts von Gottesdiensten hielten, eine höhere Sterberate nach (hier zum Bericht der Ärzte Zeitung).

Religiöse Beteiligung und Lebensdauer

Eine andere Studie zum selben Thema kam zum Ergebnis, dass religiöse Menschen um 5,64 Jahre länger als Nichtgläubige lebten. Der Forscher Baldwin Way ist sich sicher: „Die Studie liefert überzeugende Beweise, dass es eine Beziehung zwischen religiöser Beteiligung und der Lebensdauer eines Menschen gibt.“

Wissenschaftler vermuten, dass der starke Zusammenhalt in religiösen Gemeinschaften die psychosoziale Resilienz erhöht und einen günstigen Einfluss auf die Lebensweise ausübt, da stark gesundheitsschädliches Verhalten bei frommen Menschen eher weniger zu erwarten sei.

Theologe sieht Studien kritisch

Der katholische Theologe Manfred Lütz hält aber nichts von Studien, wonach religiöse und betende Menschen länger leben. „Stellen Sie sich vor, bei der Studie wäre herausgekommen, wer betet, lebt kürzer. Würden Sie dann nicht mehr beten?“, so seine Frage, bei der er gleichzeitig vor einem Trend der „Gesundheit als Religion“ warnte.

Ob Beten zum längeren oder zum kürzeren Leben führt, sei völlig egal“, so der Theologe. „Wir sind nicht Christen, weil wir gesund sein wollen, sondern beten, um unsere Beziehung zu Gott erhalten“. Lütz wies weiter darauf hin, dass Jesus bereits mit 33 Jahren am Kreuz gestorben ist. „Das war nicht besonders gesund.“

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