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Ex-WDR-Intendant warnt vor mangelnder Meinungsvielfalt

Der frühere Intendant des WDR, Fritz Pleitgen, sieht die Meinungsvielfalt in Deutschland in Gefahr. Im Interview mit dem Handelsblatt warnt er vor einer „homogenen Berichterstattung“ in den Medien.

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<p>Hpschaefer http://www.reserv-art.de [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0">CC BY-SA 3.0</a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pleitgen_Fritz-duisb-kueppersmuehle-2010.jpg">via Wikimedia Commons</a> [Bild zugeschnitten]</p>

Hpschaefer http://www.reserv-art.de [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten]

„In vielen wichtigen Fragen beobachte ich eine homogene Berichterstattung. Alle marschieren in eine Richtung, nicht selten im Einklang mit der vorherrschenden Meinungen in der Politik“, sagte Pleitgen, dieser diese Entwicklung für „bedenklich“ hält, dem Handelsblatt.

„Der schleichende Tod der Demokratie“

Als Beispiele nennt der 81-Jährige im Interview Themen wie Griechenland, Lokführer-Streik, Russland, Brexit und Trump. Die „homogene Berichterstattung“, wie man sie hier erlebe, sei „der schleichende Tod der Demokratie“, warnt Pleitgen.

Fast wehmütig erinnert sich der Journalist hingegen an Zeiten zurück, in denen es noch mehr Richtungsstreit gegeben habe: „Zum Beispiel bei der Ostpolitik. Da hatten wir klare Fronten. Auf der einen Seite die Springer-Presse, auf der anderen Seite Augstein, Nannen und Dönhoff. In dieser Zeit war unsere Bevölkerung in einer sehr kultivierten Weise politisiert. Wie nie wieder.“

„Meinungsvielfalt darf nicht verloren gehen“

Pleitgen kritisiert allerdings nicht nur die Öffentlich-Rechtlichen, sondern äußert sich auch zur Debattenkultur in den sozialen Medien: „Mich besorgt, wie schnell und wirkungsvoll über das Internet bösartig Stimmung gemacht wird. Dies gefährdet den inneren Frieden.“ Dagegen helfe am wirkungsvollsten „guter Journalismus“, der seriöse Information und Orientierung biete.

Ein Problem sieht Pleitgen jedoch darin, wenn Zeitungen und Rundfunk „aus Sparzwängen Redaktionen ausdünnen“, dies schwäche die Leistungsfähigkeit. „Guter Journalismus muss bei Kräften sein, um üblen Attacken wie der ‚Lügenpresse‘-Kampagne zu widerstehen. Die Meinungsvielfalt darf nicht verloren gehen“, fordert der ehemalige Präsident der Europäischen Rundfunkunion (EBU).

Als zentralen Punkt sieht Pleitgen hier die Inhalte des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, über die man wieder stärker sprechen müsse. „Es kommt auf das Programm an. Darüber sollte mehr geredet und gestritten werden als über Geld.“

Das gesamte Handelsblatt-Interview lesen: Fritz Pleitgen: „Die Meinungsvielfalt gerät in Gefahr“


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