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Grüne wollen Inlandsflüge abschaffen und Eisenbahn aufwerten

Mit einer ziemlich radikalen verkehrspolitischen Forderung sorgt derzeit die Grünen-Bundestagsfraktion für Aufsehen: Bis 2035 will sie alle Inlandsflüge abschaffen. Dafür will sie die Eisenbahn ausbauen.

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<p>Symbolbild (S-Bahn am Flughafen München &#8222;Franz Josef Straße&#8220;): Wolfgang Pehlemann via <a href="https://de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:S-Bahn_Ausfahrt_Flughafen_Franz-Josef-Strauss_Erding_München_-_Foto_2009_Wolfgang_Pehlemann_Steinberg_Ostsee_IMG_1645.jpg">Wikimedia Commons</a> [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de">CC BY-SA 3.0</a>] (Bild zugeschnitten)</p>

Symbolbild (S-Bahn am Flughafen München „Franz Josef Straße“): Wolfgang Pehlemann via Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0] (Bild zugeschnitten)

Berlin. – Wie die Junge Freiheit unter Berufung auf die Süddeutsche Zeitung berichtet, wollen die Grünen in der Mobilitätsfrage eine Doppelstrategie fahren. Auf der einen Seite möchte man Kerosin gleich hoch wie benzinbetriebene Kraftfahrzeuge (65 Cent/Liter) besteuern. Zum anderen soll es zu jährlich 3 Mrd. Euro an Subventionen für die Bahn geben.

Billigere Zugtickets und bessere Schieneninfrastruktur

Das Ziel ist ein massiver Ausbau der Infrastruktur. Im Endausbau soll die Fahrzeit zwischen den meisten Städten im In- und nahen Ausland „maximal vier Stunden“ betragen. Man will dafür nicht nur die Pünktlichkeit verbessern, sondern auch das Angebot für die Kunden – etwa durch stabileres W-LAN – verbessern.

Billiger sollen dafür Trassenpreise und die Stromsteuer werden. Die Kosten für die Tickets wollen die Grünen zusätzlich durch eine Überführung in eine andere Klasse der Mehrwertsteuer drücken. Statt dem Normalsatz von 19 Prozent sollen dann der ermäßigte Steuersatz von sieben Prozent gelten.

Begründung: Umweltfreundliche Bahn „chronisch unterfinanziert“

Bei den Grünen begründet man den Vorstoß mit dem Unverständnis der Subventionierung des Flugzeugs als „klimaschädlichster Verkehrsträger“. Gleichzeitig sei die Bahn als umweltfreundliche Alternative „chronisch unterfinanziert“, so eine Autorin des für die Forderung maßgeblichen internen Papiers. Vorstellen kann man sich auch eine europaweite Kerosinsteuer für innereuropäische Flüge im Zusammenspiel mit „möglichst vielen willigen EU-Staaten“.

Die deutsche Debatte rund um die Schadstoffbilanz der Flugverkehrs ist hitzig. Michael Hupe, der Geschäftsführer des Nürnberger Flughafens, behauptete unlängst, dass diese sogar besser als jene von Automobilen ausfalle – Die Tagesstimme berichtete. Gegen eine generelle CO2-Steuer spricht sich übrigens die Mehrheit der Deutschen aus.

Eisenbahn bereits ein beliebtes Verkehrsmittel

Insgesamt ist die Eisenbahn im Autoland Deutschland eigentlich ein beliebtes Verkehrsmittel. Seit mehreren Jahren steigt die Anzahl der zurückgelegten Fernverkehrskilometer mit der Bahn. Im europaweiten Schnitt bewegt man sich laut einer Studie aus dem Jahr 2016 mit über 1.100 Kilometern pro Kopf im oberen Mittelfeld.

Im Vergleich mit den übrigen deutschsprachigen Ländern befindet man sich allerdings im Hintertreffen: Die Schweizer fuhren im Vergleichszeitraum mit 2.435 Kilometern mehr als doppelt so viel. Unter den EU-Ländern ist Österreich mit etwas mehr als 1.400 Kilometern pro Kopf Spitzenreiter.

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