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AfD-Politiker Jongen plädiert für Ost/West-Teilung seiner Partei

Seit Monaten befindet sich die patriotische Alternative für Deutschland (AfD) in einem Richtungsstreit. Nun hat ein zentrales Mitglied der Partei eine Arbeitsteilung nach CDU/CSU-Modell angeregt.

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<p>Bild (Jongen 2015): Robin Krahl via <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:2015-01-17_3775_Marc_Jongen_(Landesparteitag_AfD_Baden-Württemberg).jpg">Wikimedia Commons</a> [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de">CC BY-SA 4.0</a>] (Bild zugeschnitten). </p>

Bild (Jongen 2015): Robin Krahl via Wikimedia Commons [CC BY-SA 4.0] (Bild zugeschnitten).

Berlin. – Mit dem Bundestagsabgeordneten Marc Jongen hat sich erstmals ein Spitzenpolitiker der patriotischen Partei für eine Aufspaltung nach geographischen Merkmalen ausgesprochen. Er kann sich dem Merkur zufolge ein Modell ähnlich jenem bei den Unionsparteien vorstellen. Dies soll einer allfälligen Spaltung des Lagers entgegenwirken.

Ost/West-Arbeitsteilung um Parteispaltung vorzubeugen

In einem Gespräch mit der „Frankfurter Allgemeinen Woche“ überlegt Jongen eine Arbeitsteilung „bezogen auf West und Ost“. Wenn sich somit etwa der Flügel auf die östlichen Bundesländer, deren „Wählerschaft seiner Mentalität besser entspricht“ konzentriere, wäre die „Gefahr einer Spaltung […] sehr leicht zu bannen.

Der Richtungsstreit zwischen nationalkonservativem Flügel und Alternativer Mitte war zuletzt erneut hochgekommen. Während der ’solidarische Ostkurs‘ der Partei in den neuen Bundesländern ein Umfragehoch nach dem nächsten beschwert, sehen mehrere westliche Landesparteien just in dessen Ausrichtung einen Grund für die eigene Schwierigkeit, Fuß zu fassen.

Jongen: Flügel als „Salz in der Suppe der AfD“

Jongen, stellvertretender AfD-Landesvorsitzender in Baden-Württemberg gilt als einer jener Parteivertreter, deren Ausrichtung sich irgendwo zwischen den Parteiflügeln befindet. Auf der einen Seite bezieht er sich positiv auf den thüringischen AfD-Chef Björn Höcke und Akteure aus dem neurechten Spektrum wie das Institut für Staatspolitik (IfS) in Schnellroda (Sachsen-Anhalt).

Auf der anderen Seite gehörte er unlängst zu jenen Personen, welche sich in einem Appell gegen einen vermeintlichen „Personenkult“ beim Flügel richteten. Über dessen Wichtigkeit erklärte Jongen nun, dass dieser ein wichtiger Bestandteil der Partei sei, aber nicht dessen Leitlinie vorgeben sollte: „Der Flügel ist das Salz in der Suppe der AfD. Ohne schmeckt sie nicht, aber es ist keine gute Idee, wenn das Salz die Suppe sein will.“

Meuthen winkt ab: „Gibt nur eine AfD“

Auf strikte Ablehnung sorgte der Vorschlag unterdessen an der Parteispitze. Bundessprecher Jörg Meuthen bezeichnete ihn gar als „Schnappsidee“ [sic!]. Es gäbe nur eine AfD, diese lasse sich nicht teilen.

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