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Gesellschaft

Neues von rechts: Comics, Islam & 15 Jahre Blaue Narzisse

Stefan Juritz

Veröffentlicht

am

Die Blaue Narzisse feiert bald ihr 15-jähriges Jubiläum. Der neueste Jungeuropa-Podcast beschäftigt sich mit Comics und Popkultur aus „neurechter” Sicht. Und für einige Diskussionen sorgt aktuell ein Artikel über den Islam und die Rechte.

Am 1. September 2019 feiert das konservative Jugendmagazin Blaue Narzisse das 15-jährige Bestehen. 2004 von Felix Menzel als Schülerzeitung in Chemnitz ins Leben gerufen, entwickelte sich die Blaue Narzisse zu einer wichtigen Plattform für patriotische Jungautoren in Deutschland. Zum Anlass des Jubiläums bietet das Magazin ein Paket an, das mehrere Druckausgaben sowie Broschüren enthält. Das Paket kann man für 15 Euro hier bestellen.

Ebenfalls eine Sonderaktion bietet der oberösterreichische Wochenblick an. Aktuell sind alle bisher erschienenen „Wochenblick-Spezial”-Ausgaben für nur drei statt sieben Euro erhältlich.

Comics und Popkultur

Am Jungeuropa-Blog sind in der vergangenen Woche gleich drei – mitunter kontroverse – Beiträge erschienen. Den Anfang machte ein Gespräch mit Michael Schäfer über „Comics, Popkultur und Gender-Helden”. Schäfer erklärt darin, wie Comics und Popkultur gesellschaftspolitisch wirken, indem sie Ideen und Visionen transportieren, und welchen Einfluss sie auf die „Neue Rechte” haben (könnten).

Den gesamten Podcast kann man hier anhören: „Von rechts gelesen – Sendung 08 – Comics, Popkultur und Gender-Helden – Im Gespräch mit Michael Schäfer”

Ökologie und Ethnokultur

Ebenfalls erschienen ist ein Artikel zum Umweltthema. Der AfD-Politiker und Burschenschafter Jörg Sobolewski geht in seinem Beitrag der Frage nach, ob ökologisches Bewusstsein und Ethnokultur zusammenhängen.

Beitrag hier lesen: „Pachamama, Müll und Umweltschutz – Ökologisches Bewusstsein und Ethnokultur”

Der Islam und die Rechte

Der mit Sicherheit kontroverseste Beitrag beschäftigt sich jedoch mit dem Islam und der Rechten. Die provokante These am Ende des Artikels lautet: „Der Islam gehört längst zu Westdeutschland.” Der Artikel wird seit seiner Veröffentlichung auch dementsprechend unterschiedlich diskutiert, gerade auf Twitter meldeten sich zahlreiche Nutzer zu Wort.

Von den Machern des Jungeuropa-Blogs heißt es in der Einleitung zum Artikel: „Der nachfolgende Beitrag, eingereicht von einem anonymen Autor, ist die bis dato vielleicht provokanteste Veröffentlichung auf dieser Plattform. Wir haben uns, trotz des zu erwartenden Shitstorms, dazu entschieden, ihn zu veröffentlichen. Repliken dürfen eingereicht werden.”

Der Artikel findet sich hier: „Der Islam und die Rechte. Das Undenkbare denken: eine Provokation”

AfD und das CDU/CSU-Modell

In der AfD sorgte vergangene Woche ein Vorstoß von Marc Jongen für Aufsehen. Der Bundestagsabgeordnete sprach sich für eine Arbeitsteilung zwischen West- und Ost-AfD aus. „Eine Arbeitsteilung wie zwischen CDU und CSU, bezogen auf West und Ost, könnte den Konflikt in der AfD vielleicht entschärfen”, sagte Jongen der Frankfurter Allgemeinen Woche in Hinblick auf die Diskussionen rund um den nationalkonservativen Flügel. Eine klare Absage bekam Jongen dafür von AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen, der die Überlegung als „Schnapsidee” bezeichnete (Die Tagesstimme berichtete).

Was an den Grünen nicht grün ist”

Das Magazin Cato beschäftigt sich in seiner aktuellen Ausgabe mit den Grünen. Alexander Wendt schreibt darin über den Weg der Grünen seit ihrer Gründung, Karlheinz Weißmann wiederum über den „Klassenkampf in Grün”. Thomas Hoof – Verleger, Landwirt und ehemalige Geschäftsführer der Grünen in Nordrhein-Westfalen – erklärt außerdem in einem Interview, „warum es der heutigen Partei an Realitätssinn fehlt und warum der Zusammenhang des globalen Themenspin der weltweiten Erwärmung politisch interessant ist”. Weitere Autoren sind unter anderem Norbert Bolz, Roger Scruton, Siegfried Gerlich und Sebastian Hennig.

Die Ausgabe kann man hier bestellen.

Dieter Stein in Hamburg

Der Herausgeber und Chefredakteur der konservativen Wochenzeitung Junge Freiheit, Dieter Stein, sprach am 2. Juli 2019 bei „Fraktion im Dialog” der AfD-Fraktion Hamburg. Am gestrigen Sonntag veröffentlichte der YouTube-Kanal Nobel & Frei den den Vortrag in voller Länge. Stein spricht darin unter anderem über die politische Situation in Deutschland, die AfD und die Klima-Debatte:

Die drei Säulen der Metapolitik

Der patriotische YouTuber Patrick Lenart befindet sich gerade auf Weltreise. Das hält den ehemaligen Leiter der Identitären in Österreich aber nicht davon ab, regelmäßig Videos zu veröffentlichen. Im aktuellen Beitrag spricht er über die drei Säulen metapolitischer Arbeit:

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Gesellschaft

Sachsen: Sprachschützer üben Kritik an Gender-Beschluss für Gesetze

Julian Schernthaner

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Die schwarz-rot-grüne Regierung in Dresden beschloss am Dienstag, künftig all seine Gesetze und Verordnungen zu gendern. Dies ruft den renommierten Sprachverein Deutsche Sprache (VDS) auf den Plan. 

Berlin/Dresden. – Eigentlich ist es ein Entschluss, den man dem ebenso konservativen wie widerständigen Sachsen nicht unbedingt hätte zugetraut. Aber seit die Kenia-Koalition im Amt ist, ticken die Uhren anders. Die grüne Justizministerin Katja Meier (Grüne) freute sich über den Beschluss: Die Sprache der Gesetze stammte aus einer Zeit, in der Frauen und Männer nicht dieselben Rechte hätten, die sprachliche Sichtbarmachung dieser Gleichberechtigung sei ihr ein „besonderes Anliegen”.

Sprachverein äußert scharfe Kritik am Vorstoß

Der Verein Deutsche Sprache (VDS) sieht dies ganz anders: „Wer die Sprache so entstellen muss, ist weit von der Lösung echter Geschlechterprobleme entfernt”. Nach Ansicht seines Vorsitzenden Walter Krämer sei Deutsch bereits geschlechtergerecht, das biologische und grammatikalische Geschlecht stünden in keinem Zusammenhang. Und: „Wer so etwas glaubt, sollte sich mit der deutschen Sprache und Grammatik beschäftigen”, zitiert die Junge Freiheit den obersten Sprachschützer.

Dass ausgerechnet ein Justizministerium sich über „Regeln der amtlichen Rechtschreibung hinwegsetzt”, hält Krämer für ein „starkes Stück”. Dabei müsse gerade ein solches Ressort wissen, „dass man sich Regelungen nicht zurechtbiegen kann, wen sie einem nicht gefallen”. Bislang führte der Freistaat Sachsen in Gesetzestexten das sogenannte generische Maskulinum, Frauen waren mitgemeint.

Junge Freiheit startete Petition gegen „Gender-Sprech”

Mit der verstärkten Berichterstattung über Stimmen, welche sich gegen Gendersprache aussprechen, will die Junge Freiheit als Wochenzeitung auch eine eigene Petition in diese Richtung bewerben. Wie die Tagesstimme in der Vorwoche berichtete, sehen die Initiatoren im ‚Gender-Sprech’ eine „Gefahr für die deutsche Sprache”, alles im Sinne eines „ideologischen Umerziehungsauftrags”. Man richtete sich damit an öffentlich-rechtliche Redaktionen, Kirchen, Bildungseinrichtungen und Behörden.

All diese Einrichtungen sollen nach Ansicht der Petenten „zum altbewährten Deutsch zurückkehren”. Bis Mittwochnachmittag waren beinahe 15.000 Bürger dem Aufruf gefolgt und unterzeichneten den Appell gegen die umstrittenen, vermeintlich geschlechtergerechten Sprachvarianten.


Weiterlesen:

Junge Freiheit startet Petition gegen Gender-Sprache (04.07.2020)


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Gesellschaft

Wien: Linksextremer wegen Angriff auf Burschenschafter verurteilt

Stefan Juritz

Veröffentlicht

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Wegen Körperverletzung und Nötigung musste sich heute ein Linksextremer vor Gericht verantworten. Ein Video dokumentierte den Angriff auf einen Burschenschafter.

Wien. – Am heutigen Mittwochvormittag fand am Wiener Landesgericht der Prozess gegen einen linksextremen Demonstranten wegen eines tätlichen Angriffs auf einen Burschenschafter statt. Der Angeklagte wurde wegen Körperverletzung und Nötigung zu zwei Monaten bedingter Freiheitsstrafe verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Pikantes Detail am Rande: Bei dem Angeklagten soll es sich um den Politikwissenschaftler Alexander W., einem Autor der weit links stehenden „Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit” (FIPU), handeln.

Angriff an der Uni Wien

Laut Staatsanwaltschaft hatte der Angeklagte am 15. Januar im Zuge einer Demonstration an der Universität Wien einen Burschenschafter attackiert. Die Polizei konnte damals zwei Tatverdächtige vorübergehend festnehmen, sie wurden auf freiem Fuß angezeigt. Der Burschenschafter erlitt bei dem Angriff Prellungen am Kopf und an der Lendenwirbelsäule.

Video zeigt Schlag

Einer der beiden damals vorläufig festgenommenen Tatverdächtigen stand nun auch vor Gericht.  W. hatte zu Prozessbeginn jedoch nur eingeräumt, dem Burschenschafter eine Ohrfeige verpasst zu haben und bestritt, mit der Faust zugeschlagen zu haben. „Ich habe noch nie jemandem einen Faustschlag ins Gesicht gegeben. Und ich habe das in dieser Situation auch sicher nicht gemacht”, erklärte er vor Gericht.

Ein Video des Angriffs, das auf Instagram veröffentlicht wurde, zeigt den Schlag in das Gesicht des Verbindungsstudenten. 

Nichtsdestotrotz zeigte der – nicht rechtskräftig – verurteilte Politikwissenschaftler vor Gericht keine Reue und distanzierte sich auch nicht von der Tat.

 

Drohungen gegen Burschenschafter

Im Vorfeld des heutigen Prozesstages kam es indes zu einem Farbangriff auf eine Studentenverbindung: In der Nacht auf Mittwoch beschmierten mutmaßliche Linksextreme die Hausfassade des Akademischen Corps Posonia mit der Parole „Burschenschaften zerschlagen” – in diesem Gebäude wohnt jener Burschenschafter, der im Januar angegriffen worden war, ein Zusammenhang scheint daher wahrscheinlich.


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Gesellschaft

Prozess gegen 14 Linksextremisten wegen Störaktion gegen Identitäre

Gastautor

Veröffentlicht

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In Wien begann am 7. Juli der Prozess gegen 14 Linksextremisten, die 2018 eine Kundgebung der Identitären gestört haben sollen. Die Anklage wirft ihnen Sprengung einer Versammlung, Widerstands gegen die Staatsgewalt sowie Körperverletzung vor.

Wien.– Am 13. Oktober 2018 veranstaltete die Identitäre Bewegung (IB) auf der Wiener Freyung eine „IB-Zone“. Dabei handelt es sich um einen Info-Stand, in dessen Umgebung IB-Aktivisten Flugzettel verteilten. Während der Veranstaltung erschienen 20 bis 30 vermummte Linksextremisten und versuchten, die Identitären mit Regenschirmen zu bedrängen, wobei sie laute Parolen riefen.

Linksextreme leisteten Widerstand gegen Polizei

Die Polizei war vor Ort und ging sofort dazwischen, wie auf einem Video von Identitären-Chef Martin Sellner zu sehen ist. Ebenfalls ist darin festgehalten, wie die Polizei die Linksextremisten wiederholt auffordert, 50 Meter Abstand zur IB-Zone einzuhalten, was diese jedoch ignorieren. Stattdessen leisten einige der Störer Widerstand gegen die Polizisten, als diese beginnen, sie zurückzudrängen.

Am Dienstag hat nun am Wiener Straflandesgericht der Prozess gegen 14 der beteiligten Linksextremisten begonnen. Ihnen wird die versuchte Sprengung einer Versammlung vorgeworfen. Gegen 13 von ihnen wird zusätzlich wegen versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt sowie wegen versuchter schwerer Körperverletzung ermittelt. Letzterer Vorwurf wird damit begründet, dass aus den Reihen der Linksextremisten ein Schirm auf die Polizisten geworfen worden sei.

Von den 14 Angeklagten äußerten sich 13 überhaupt nicht. Lediglich einer sprach von einer „politisch motivierten Anklage“. Alle bekennen sich nicht schuldig. Auch die Verteidigerin plädiert auf nicht schuldig und sieht in der Störaktion einen legitimen Protest. Es sei bei einigen der Angeklagten nicht einmal klar, ob sie überhaupt an der Störaktion teilgenommen hätten. Der Prozess wird am 22. Juli fortgesetzt.

Polizei geht gegen filmenden Journalisten vor

Vor Prozessbeginn kam es vor dem Gerichtsgebäude zu einem Zwischenfall. Der rechte Journalist und Publizist Georg Immanuel Nagel filmte eine linke Kundgebung, bei der die Teilnehmer ihre Solidarität mit den Angeklagten bekundeten. Daraufhin wurde er von den Linken bedrängt. Polizisten gingen dazwischen, interessierten sich jedoch nicht für die Linken, sondern hielten stattdessen Georg Immanuel Nagel fest. Diesem warfen sie vor, widerrechtlich die Straße betreten und damit eine Verwaltungsübertretung begangen zu haben. Außerdem habe er die Linken durch das Filmen provoziert. Nagels Personalien wurden deshalb aufgenommen.

Er selbst sieht sich durch die Polizei unfair behandelt, da er durch das Betreten der Straße lediglich den aggressiv auftretenden Linken ausweichen habe wollen. Nagels Video zeigt außerdem, dass zwei Personen von der linken Kundgebung ebenfalls die Straße betreten, um ihn zu verfolgen, diese aber von der Polizei nicht behelligt werden.

Kritik an Auswahl der zugelassenen Journalisten

Außerdem kritisiert Nagel, er sei als Journalist nicht in den Verhandlungssaal gelassen worden. Man habe seinen Presseausweis nicht akzeptiert, da dieser nicht „akkreditiert“ sei. Nagel sieht in dieser Praxis eine „willkürliche” Einschränkung der Berichterstattung, da alle Presseausweise gleichermaßen von Privatvereinen vergeben würden und somit sein Ausweis, der ebenfalls von einem Privatverein stamme, diesen gegenüber nicht benachteiligt werden dürfe. Die Beschränkung auf „akkreditierte Ausweise“ führe dazu, dass nur die „Mainstream-Medien” zu Prozessen zugelassen würden, meint Nagel.


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