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Frankfurt

Bahnsteig-Täter galt als Musterbeispiel gelungener Integration

Je mehr Informationen über den Hintergrund des mutmaßlichen Bahnsteig-Mörders von Frankfurt auftauchen, desto schockierender der Befund.

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<p>Symbolbild (ICE-Garnitur in Frankfurt/Main Hbf.): Jivee Blau via <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Frankfurter_(Main)_Hauptbahnhof-_auf_Bahnsteig_zu_Gleis_5-_Richtung_Mainz_(ICE_4011_091-8_(Tz_1191)_Salzburg)_8.4.2009.JPG">Wikimedia Commons</a> [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de">CC BY-SA 3.0</a>] (Bild zugeschnitten)</p>

Symbolbild (ICE-Garnitur in Frankfurt/Main Hbf.): Jivee Blau via Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0] (Bild zugeschnitten)

Frankfurt/Zürich. – Offenbar befand sich der Mann dem Schweizer Blick zufolge auf der Flucht aus seinem Domizil in der Schweiz. Dort war er seit vergangenen Donnerstag behördlich gesucht worden. Zuvor sperrte er zunächst seine Frau und drei Kinder ein, bedrohte dann seine Nachbarin mit einem Messer. Viele Jahre lang hingegen galt die Vita des Tatverdächtigen von Frankfurt allerdings als Erfolgsgeschichte.

Tatverdächtiger in Broschüre als positives Integrationsbeispiel

Denn zwei Jahre nach seiner eigentlich illegalen Einreise in die Schweiz erhielt der heute 40-jährige Eritreer Asyl. Danach ging er einem geregelten Lebenswandel nach, arbeitete in der jüngeren Vergangenheit für die Verkehrsbetriebe Zürich. Er galt als fleißig und zurückhaltend – und liebte nach eigenen Angaben sein neues Leben in der Schweiz.

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Vor zwei Jahren schaffte er es schließlich sogar als positives Integrationsbeispiel in eine Broschüre des Schweizer Arbeiterhilfswerks. Sein Vorgesetzter lobte damals seine korrekte Arbeitsweise und Zuverlässigkeit. Aber ab Jahresbeginn schien die Idylle erste Risse zu bekommen – der Mann musste sich in psychiatrische Behandlung begeben, war deshalb krank geschrieben.

Frankfurt: Bub stirbt nach Stoß vor Zuggarnitur

Und plötzlich in den vergangenen Tagen zeigte er offensichtlich eine ganz andere, gewalttätige Seite – zuerst in der Schweiz, anschließend in Frankfurt. Dort stieß er bisherigen Erkenntnissen zufolge wahrscheinlich eine Mutter und ihren 8-jährigen Buben vor eine einfahrende ICE-Garnitur. Während sich die Frau mit Glück auf einen Fußweg zwischen den Gleisen retten konnte, verstarb das Kind noch an der Unfallstelle – Die Tagesstimme berichtete.

Daraufhin entzündeten sich in Deutschland die Debatten, wie man solche Vorkommnisse in Zukunft verhindern kann. Während etwa die Fraktionsvorsitzende der AfD im Bundestag, Alice Weidel, ein Ende der Willkommenskultur forderte, überlegte ein grünes Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses eine Prüfung von Schrittgeschwindigkeit in allen Bahnhöfen. Für einige Empörung sorgte auch das Verhalten mehrerer Grünen- und Linken-Abgeordneten im Merseburger Kreistag während einer Schweigeminute.


Weiterlesen:

Linke und Grüne boykottieren Schweigeminute für getöteten Buben (30.7.2019)

Nach Tötungsdelikt: Lux (Grüne) will „Schrittgeschwindigkeit in Bahnhöfen” (29.7.2019)

Frankfurt/Main: Mutter und Kind vor einfahrenden Zug gestoßen – Kind tot (29.7.2019)

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