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Abschiebungen

„Tritte, Schläge und Kopfstöße“ an der Tagesordnung

Abschiebungen verlaufen offenbar selten reibungslos. Wie der Vorsitzende der Bundespolizeigewerkschaft, Ernst G. Walter, gegenüber der „Welt am Sonntag“ erklärte, seien Übergriffe auf Bundespolizisten „an der Tagesordnung“.

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<p>Symbolbild: Wo st 01 via <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:2012-03-15_B737_LH_D-ABXN_EDDH.jpg">Wikimedia Commons</a> [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.de">CC BY-SA 3.0 DE</a>] (Bild zugeschnitten)</p>

Symbolbild: Wo st 01 via Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0 DE] (Bild zugeschnitten)

Berlin. – Im Jahr 2018 wurden insgesamt 71 Bundespolizisten bei der Durchsetzung von Abschiebeflügen verletzt. Dies berichtet die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf eine Aussage der Bundespolizei. Insgesamt wurden dabei im vergangenen Jahr 284 Bundespolizisten tätlich angegriffen, im Jahr 2017 waren es noch 274. 

Die „Art oder Schwere der Tat“ wird laut der Bundespolizei nicht in der Statistik erfasst. Schwere Verletzungen seien laut Gewerkschaftschef Ernst G. Walter jedoch selten, da die eingesetzten Beamten wüssten, wie man mit den Situationen umzugehen habe.

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Polizisten haben Angst vor Ansteckungen

Ein Bundespolizist sagte gegenüber der „Welt am Sonntag“, dass „Prellungen, blaue Flecken, selbst gebrochene Handgelenke“ heilbar seien. Was den Beamten prinzipiell jedoch größere Sorgen bereite, sei die Gefahr von Ansteckungen mit Krankheiten. 

Unter den abzuschiebenden Migranten befänden sich viele Drogenabhängige: „[…] nach einem Biss zittert der Kollege dann erst einmal wochenlang zu Hause mit seiner Familie, bis das Ergebnis des HIV-Tests endlich vorliegt.“

Großer Teil der Abschiebungen scheitert

Die Zahlen der verletzten Beamten beziehen sich lediglich auf die Ausschreitungen während Abschiebeflügen, da hier die Bundespolizei zuständig ist. Für die Abholung der Migranten von deren Unterkunft ist die jeweilige Landespolizeistelle zuständig. 

Ein großer Teil der vorgesehenen Abschiebungen scheitere letztendlich, weil sich die jeweilige Fluggesellschaft in vielen Fällen trotz der großen Zahl an Begleitpolizisten weigere, mit den übergriffigen Asylbewerbern den Flug zu starten.

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