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Neue Details: Ohio‐Killer war linker Trump‐Gegner

Stefan Juritz

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Symbolbild: Christoph Scholz via Flickr [CC BY-SA 2.0] (Bild zugeschnitten)

Nach dem Massaker in Ohio sind neue Details zum mutmaßlichen Täter ans Tageslicht gekommen. Über das Tatmotiv wird weiterhin spekuliert.

Dayton (Ohio). – Kurz nach der Bluttat in El Paso ereignete sich in der US‐Stadt Dayton im Bundesstaat Ohio eine weitere tödliche Schießerei. Am Sonntag kurz nach 1 Uhr (Ortszeit) eröffnete ein 24‐jähriger Weißer vor einer Bar das Feuer und töte neun Menschen, darunter auch seine eigene Schwester. 27 weitere Menschen wurden verletzt. Nach Polizeiangaben wurde der mutmaßliche Täter, der eine kugelsichere Weste getragen und weitere Munition bei sich hatte, am Tatort erschossen.

Antifaschist und Trump‐Gegner

Über das Motiv der Tat wird aktuell spekuliert. Die US‐Plattform heavy.com veröffentlichte indes Details zum mutmaßlichen Täter, die von den meisten deutschsprachigen Medien bisher jedoch ignoriert wurden. Demnach bezeichnete sich der 24‐Jährige auf Twitter – das Profil ist mittlerweile gelöscht – unter anderem als „Satanist” und „Linker”. In einem Twitter‐Beitrag äußerte er Unterstützung für die Demokratin Elizabeth Warren und zeigte seine Antipathie für US‐Präsident Donald Trump. Außerdem beschimpfte er den verstorbenen Republikaner John McCain.

Als Antwort auf einen Buzzfeed-Artikel über die „Unite the Right”-Demonstration in Charlottesville schrieb er: „Tötet alle Faschisten.” Und auch ein weiterer Tweet, den heavy.com zitiert, zeigt die politischen Ansichten des mutmaßlichen Mörders: „Ich möchte den Sozialismus und ich werde nicht warten, bis die Idioten endlich zur Einsicht kommen.”

13 Stunden nach Bluttat in El Paso

Der Schusswaffen‐Angriff in Dayton (Ohio) fand nur 13 Stunden nach der Bluttat in El Paso (Texas) statt, bei der ein 21‐jähriger Weißer aus einem mutmaßlich rassistischen Motiv 20 Menschen erschossen haben soll (Die Tagesstimme berichtete). Die Ermittler gehen aktuell von einer terroristischen Tat aus, dem mutmaßlichen Täter droht nun die Todesstrafe.

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3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Klasube

    5. August 2019 at 11:42

    Na jetzt bin ich aber platt: „Als Antwort auf einen Buzzfeed‐Artikel über die „Unite the Right”-Demonstration in Charlottesville schrieb er: „Tötet alle Faschisten.” ”
    Das ist ja krass – ich dachte, Hetze, Hass und Gewalt können immer nur von rechts kommen – und nun sowas!
    Da muss man ja direkt umdenken…! (Ironie Ende)

  2. Avatar

    Michael Buchholz

    5. August 2019 at 14:50

    … ist doch vollkommen klar, dsa wir aller Wahrscheinlichleit nach in den Propagandamedien hier kein einziges Wort über dessen Gesinnung erfahren. Immerhin sind hier all solche Taten immer rassistisch und von Rechts… Passt ja nun so gar nicht ins Bild …

  3. Avatar

    Rainer Seifert

    7. August 2019 at 19:55

    Sollte Schulzen Martin mit seinem Spruch „Links und Gewalt schließen einander aus” etwa nicht die Wahrheit gesagt haben?

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Welt

Italien wartet weiter auf neue Regierung

Stefan Juritz

Veröffentlicht

am

ASDF President.az [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten]

Präsident Mattarella gibt den Parlamentsparteien noch etwas mehr Zeit, um für eine stabile Regierungsmehrheit zu sorgen.

Rom. – Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella gibt den Parlamentsparteien mehr Zeit für die Bildung einer neuen Regierung. Medienberichten zufolge wolle er erst am Dienstag Gespräche mit den Parteien führen. Demnach betonte Mattarella, die Regierungskrise müsse schnell gelöst werden. Sollte keine Regierungsmehrheit gefunden werde, kündigte der Präsident vorgezogene Neuwahlen an.

Sozialdemokraten plötzlich in Koalition?

Damit ist noch immer ungewiss, wie es in Italien weitergehen wird. Zuletzt signalisierten die Sozialdemokraten Bereitschaft, mit der Fünf‐Sterne‐Bewegung regieren zu wollen. Die Lega von Parteichef Matteo Salvini bevorzugt – gerade in Hinblick auf die guten Umfragewerte – hingegen Neuwahlen. Nichtsdestotrotz kann sich Salvini danach aber eine Fortsetzung der Regierungskoalition mit der Fünf‐Sterne‐Bewegung vorstellen.

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Italiens Premier verkündet Ende der Regierung

Stefan Juritz

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ASDF European Parliament from EU [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten]

Wie es nun weitergeht, ist noch unklar: Möglich sind sowohl Neuwahlen als auch ein Regierungswechsel.

Rom. – Italiens parteiloser Regierungschef Giuseppe Conte hat am Dienstag vor dem Senat seinen Rücktritt bekannt gegeben und damit die Regierung bestehend aus der populistischen Fünf‐Sterne‐Bewegung und der rechten Lega für beendet erklärt. „Die derzeitige Krise gefährdet unweigerlich die Arbeit der Regierung, welche hier endet”, zitiert n‐tv den Premier.

Conte kritisiert Salvini

In seiner Rede kritisierte Conte auch die Ankündigung von Innenminister Matteo Salvini (Lega), die Regierungskoalition mit der Fünf‐Sterne‐Bewegung zu beenden. Conte warf Salvini deshalb politisches Kalkül vor. Dies sei „schwerwiegend” für das Land und nicht im Interesse der Regierung.

Nach dem Rücktritt des Premiers muss Staatspräsident Sergio Mattarella über die weiteren Schritte entscheiden. Möglich sind Neuwahlen, aber auch ein einfacher Regierungswechsel. Medienberichten zufolge soll es diesbezüglich am heutigen Mittwoch zu Gesprächen mit den Parlamentsparteien kommen.

Die Regierung aus Lega und Fünf‐Sterne‐Bewegung hatte es sich erst im Juni des vergangenen Jahres gebildet.

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Italien will „Open Arms“ mit Küstenwache nach Spanien begleiten

Joshua Hahn

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ASDF Bild: Schiff "Open Arms" / Gregor Rom [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Seit mehreren Tagen befindet sich das mit Migranten beladene Schiff „Open Arms“ der NGO vor der Küste Lampedusas, da Italien ihnen die Einfahrt verweigert. Nun hat sich das Land dazu bereit erklärt, das Boot mit der Küstenwache nach Spanien zu führen.

Lampedusa/Rom. – Zuvor lehnte die spanische NGO „Proactiva Open Arms“ das Angebot Spaniens, das Schiff anlegen zu lassen, gleich zweimal ab.

Bedingung für Begleitung nach Spanien

Das Angebot der italienischen Regierung lautet konkret, dass die Küstenwache das NGO‐Boot bis nach Spanien begleitet, wo es anlegen kann – jedoch unter einer Bedingung.

Diese lautet, dass sich die spanische Regierung in Madrid im Vorfeld dazu bereit erklären müsse, der „Open Arms“ die spanische Flagge zu entziehen, sobald sich diese in spanischen Gewässern befindet. 

Der Verkehrsminister Italiens, Danilo Toninelli sagte zum Vorschlag: „Wir sind bereit, mit unserer Küstenwache alle Migranten, die an Bord der „Open Arms“ sind, in den spanischen Hafen zu bringen, der uns zugewiesen wird.“

Open Arms”: Weitere Migranten vorzeitig von Bord geholt

Wie die „Welt“ berichtet, wurden in der Zwischenzeit neun weitere Migranten von Bord geholt und an Land gebracht, da ihr Gesundheitszustand nicht tragbar gewesen sei. Zuvor lehnte der Kapitän der „Open Arms“ zwei Vorschläge der spanischen Regierung ab. So hätte sie die Häfen in Mallorca und Menorca ansteuern dürfen.

Laut einer Sprecherin der NGO sei dies jedoch aufgrund der vermeintlich schlechten Lage an Bord und der zu weiten Distanz nicht möglich. – Die Tagesstimme berichtete. Kritik am italienischen Innenminister Salvini kam nun von der spanischen Regierung.

Spanische Ministerin bezeichnet Vorgehen Salvinis als „Schande“

Die Verteidigungsministerin Spaniens, Margarita Robles, bezeichnete die Abweisung des Schiffes durch Matteo Salvini wörtlich als „eine Schande für die gesamte Menschheit“. Außerdem erklärte sie, dass der italienische Innenminister ihrer Ansicht nach „ausschließlich wahltaktische Ziele“ verfolge. 

An Bord des Schiffes befinden sich derzeit noch 98 Migranten, wie das „ZDF“ berichtete.


Weiterlesen:

Sicherer Hafen: „Open Arms” lehnt Angebot Spaniens gleich zwei Mal ab (19.8.2018)

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