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Gesellschaft

Spendenaufruf für Mutter von Frankfurt-Opfer schafft mehr als 80.000 Euro

Julian Schernthaner

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am

Symbolbild (ICE-Garnitur in Frankfurt/Main Hbf.): Jivee Blau via Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0] (Bild zugeschnitten)

Zahlreiche Menschen beteiligten sich an der solidarischen Spendenaktion, welche der Mutter des getöteten Buben zugute kommen soll.

Frankfurt. – Ein privater Spendenaufruf auf der Crowdfunding-Plattform gofundme.com zugunsten den Hinterbliebenen des achtjährigen Todesopfers der hinterhältigen Bahnsteigattacke am Frankfurter Hauptbahnhof erfreut sich hoher Beliebtheit. Das berichtet die Junge Freiheit am Montag. In den Kommentaren der Spendenkampagne drückten hunderte Menschen außerdem ihre Anteilnahme aus.

Über 80.000 Euro als „Zeichen menschlicher Wärme”

Initiator der Kampagne ist ein Mann namens Michael Kötter, selbst dreifacher Familienvater. Zwar könnte „niemand kann der trauernden Mutter ihr Kind zurückbringen” – aber ihr als „Zeichen menschlicher Wärme” unter finanziell unter die Arme greifen. Die Mutter überlebte das Attentat in Frankfurt, indem sie sich auf einen Fußweg rettete.Diesem Aufruf folgten in nur fünf Tagen bereits über 2.700 Leute.

Das ursprüngliche Spendenziel von 10.000 Euro ist längst überschritten – am Montagmittag stand die Aktion bei etwas über 81.000 Euro. Nach Informationen der Jungen Freiheit will Kötter mithilfe der Polizei der Mutter des getöteten Buben die Spendensumme zukommen lassen. Der Initiator bedankte sich für die „grenzenlose und außergewöhnliche Hilfsbereitschaft”

Eritreer stieß Achtjährigen vor einfahrenden Zug

Die unfassbare Tat vor einer Woche hielt ganz Deutschland in Atem: Ein 40-jähriger Eritreer, in seinem schweizerischen Domizil noch vor zwei Jahren in einer Broschüre als Musterbeispiel gelungener Integration gepriesen, stieß eine Mutter und ihren Sohn ohne Vorwarnung in ein Gleisbett am Frankfurter Hauptbahnhof. Der Bub wurde von einer einfahrenden ICE-Garnitur überrollt, für ihn kam jede Hilfe zu spät.

Daraufhin entzündete sich bundesweit eine Welle der Trauer – aber auch eine Debatte über Sicherheit im öffentlichen Raum, aber auch über die deutsche Grenzpolitik. Für Empörung sorgte der Vorschlag eines Berlinen Grünen-Abgeordneten, künftig nur mehr in Schrittgeschwindigkeit in Bahnhöfe zu fahren. Auch der Boykott des Tötungsdelikts durch Grüne und Linke im Merseburger Kreistag führte weithin zu Kopfschütteln – Die Tagesstimme berichtete.


Weiterlesen:

Bitte gehen Sie weiter: An dieser Bahnsteigkante gibt es nichts zu sehen! (Kolumne, 31.7.2019)

Frankfurt: Wieder Aufregung um Aussage von Grünen‐Politiker (31.7.2019)

Frankfurt: Bahnsteig‐Täter galt als Musterbeispiel gelungener Integration (30.7.2019)

Linke und Grüne boykottieren Schweigeminute für getöteten Buben (30.7.2019)

Nach Tötungsdelikt: Lux (Grüne) will „Schrittgeschwindigkeit in Bahnhöfen” (29.7.2019)

Frankfurt/Main: Mutter und Kind vor einfahrenden Zug gestoßen – Kind tot (29.7.2019)

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3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Klasube

    5. August 2019 at 14:51

    Die Spendenwelle schwappt über Deutschland: in diesem vorliegenden Fall freut mich das aufrichtig und auch ich werde mich beteiligen.
    Wieviel hat nochmal Frau Kapitänin Rackete bekommen, um noch mehr Flüchtende zu holen…?

    • Avatar

      Zickenschulze

      6. August 2019 at 1:37

      Was soll der Vergleich mit der Schleuserin? Fehlt’s euch in der Differenzierung?
      Sind 2 komplette verschiedene Paar Schuhe.

      Man kann das auch anders sehen.
      Der Frau reichen 5000 € für ein Rückflugticket.
      Und mit den anderen 75.000 ließe sich anderen 15 Personen eine Zuwendung von je 5000 zukommen. In Tickets verrechnet sogar 30 Personen tschüss, denn glaube kaum, dass ein Flug über 2.500 @ kostet, oder muss es 1. Klasse auch noch sein?
      Wo und wem ist dann mehr geholfen?

      Die Leute hier bei uns sind durch die Bank unfähig zu differenzieren, also spendet weiter.
      Die Evaluierungen der Veräppelten sind nur noch ballaballa.
      Und typisch, Freude kommt dabei auch noch auf, wenn einer einzigen Person noch mehr reingeschoben wird, während andere daneben beinahe verhungern.

  2. Avatar

    Peter Hofmueller

    6. August 2019 at 10:21

    Wunderbar!War „Schleppermann” & „Gutmenschen” Anhang auch dabei?

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Gesellschaft

Nach Messermord: Gedenkveranstaltung für Franz G. in Leopoldschlag

Julian Schernthaner

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am

ASDF Symbolbild: Pixabay [CC0]

Am Donnerstagabend soll am Marktplatz in Leopoldschlag ein Gedenken für das Opfer der brutalen Tat im Weiler Wullowitz nahe der tschechischen Grenze stattfinden.

Leopoldschlag. – Es war eine Tat, welche die Menschen auch Tage danach noch schockiert: Ein bereits mehrfach auffälliger afghanischer Asylwerber wird beschuldigt, am Montag zuerst in einer Asylunterkunft auf seinen Betreuer eingestochen und anschließend auf der Flucht den Landwirt Franz G. (63) getötet zu haben, um mit dessen Auto zu entkommen – Die Tagesstimme berichtete.

Gruppe plant „stilles Zeichen der Anteilnahme”

Eine Facebook-Gruppe mit dem Namen „Wir alle sind Franz G.” ruft nun zu einem Gedenken im Zentrum der Marktgemeinde im nördlichen Mühlviertel nahe der tschechischen Grenze auf. Am Donnerstag, den 17. Oktober, trifft man sich dafür um 20 Uhr am Marktplatz in Leopoldschlag.

In der Beschreibung ihrer Veranstaltung schreiben die Organisatoren des Gedenkens, dass mit dem Altbauern ein „völlig unschuldiger Mensch” sein Leben lassen musste. Man wolle deshalb „seine Erinnerung am Leben halten” und mit einem „stillen Zeichen der Anteilnahme verhindern, dass sein tragischer Tod vergessen wird”.

Kritik auch an „verfehlter Asylpolitik”

Dabei spart man auch nicht mit Kritik an den politischen Rahmenbedingungen. Denn: „Getroffen hat es Franz G. – es hätte aber jeder von uns sein können”. Immer wieder würden Menschen in Österreich „zum Opfer von aggressiven Einwanderern”, welche „nur aufgrund einer verfehlten Asylpolitik überhaupt (noch) im Lande sind”.

Dort würden diese dann „in einer Mischung aus Perspektivenlosigkeit und mit unseren Werten unvereinbaren Konfliktlösungsmethoden straffällig”. Man möchte deshalb nicht nur Franz G., sondern auch „allen anderen Opfern importierter Gewalt [die] letzte Ehre erweisen”. Dazu lade man „alle Menschen, welche diese Tat ebenso entsetzt, ein, sich anzuschließen.


Weiterlesen:

Messerattacke in Asylunterkunft: Streit wegen Arbeit als Auslöser (16.10.2019)

Oberösterreich: Bluttat in Asylwerberunterkunft (15.10.2019)

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Gesellschaft

Messerattacke in Asylunterkunft: Streit wegen Arbeit als Auslöser

Monika Šimić

Veröffentlicht

am

ASDF Bild: Österreichische Bundespolizei / Bild: böhringer [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Der 33-jährige tatverdächtige Afghane, der 2015 „schlepperunterstützt nach Österreich eingereist” war, ist bereits vor der Tat am Montag mehrmals polizeilich aufgefallen.

Linz. Am Montag soll ein 33-jähriger Afghane in Wullowitz einen Betreuer mit einem Messer lebensgefährlich verletzt und auf der Flucht einen Altbauern erstochen haben (Die Tagesstimme berichtete). Mittlerweile sind neue Details bekannt gworden. Auslöser für die Tat dürfte ein Streit wegen seiner Arbeit gewesen sein. Entgegen früherer Medienberichte dürfte der Tatverdächtige zuvor mehrmals polizeilich auffällig geworden sein.

Streit wegen Arbeitsplatzes als Auslöser für Tat

Am Montag war noch nicht bekannt, weshalb sich der Mann, der mit seiner Lebensgefährtin und zwei Kindern in einer Privatwohnung lebt, eigentlich in der Asylunterkunft aufgehalten hatte. Nun wurde bekannt, dass es offenbar um die Vermittlung eines Arbeitsplatzes ging. Der 33-Jährige hatte sich aber scheinbar anderes von seinem Betreuer erwartet und es kam zum Streit, der folglich eskalierte. Laut Zeugen versuchte der 33-Jährige, dem 32-jährigen Rotkreuz-Betreuer mit einem Messer die Kehle durchzuschneiden. Andere Asylwerber zerrten den Afghanen von seinem Opfer weg. Er konnte sich jedoch losreißen und stach dem Betreuer das Messer in die Brust. Drei Asylwerber wurden bei dem Verteidigungsversuch leicht verletzt. Anschließend flüchtete der 33-Jährige mit einem gestohlenen Fahrrad.

Landessicherheitsrat berät am Mittwoch

Der Betreuer wurde lebensgefährlich verletzt nach Linz ins Spital geflogen. Er schwebte am Dienstag laut Krankenhaus weiter in akuter Lebensgefahr. Für den Altbauern, den der 33-jährige Tatverdächtige in der Garage des Bauernhofs erstochen haben soll, kam jede Hilfe zu spät und er verstarb.

Am Dienstag drückten Vertreter aller politischen Parteien ihre Anteilnahme für die Familie des getöteten 63-Jährigen und Genesungswünsche für den schwer verletzten Rotkreuz-Mitarbeiter aus. Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner (FPÖ) hielt außerdem fest, dass Gewalt gegen die einheimische Bevölkerung aufhören müsse und forderte gleichzeitig „die umgehende Einberufung des Landessicherheitsrates”. Diesen wird Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) am Mittwoch einberufen.

Tatverdächtiger 2015 „schlepperunterstützt” nach Österreich eingereist

Mittlerweile wurde bekannt, dass der Mann in der Vergangenheit bereits wegen einiger Kleindelikte aufgefallen ist. So sei er laut Landespolizeidirektor Andreas Pilsl vor der Tat schon zweimal angezeigt worden. Er sei am 11. Juli 2015 „schlepperunterstützt nach Österreich eingereist und hat noch am selben Tag Asylantrag gestellt”, berichtet Pilsl. Nachdem dieser abgewiesen wurde, legte der Afghane Beschwerde ein. Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen.

Der Mann fiel auch deshalb polizeilich auf, weil er einmal auffällig aus dem Koran gelesen habe. Er gilt als streng gläubig, aber nicht als radikalisiert, sagte Pilsl. Zweimal wurde der Afghane angezeigt: einmal nach einer Rauferei in einer Volkshochschule. Bei dem Streit um Trinken von Alkohol wurde der Mann selbst verletzt, die Angelegenheit mit einer Diversion erledigt, berichtete Staatsanwalt Philip Christl. Die zweite Anzeige erfolgte nach einer Sachbeschädigung in einer Fahrschule in Freistadt. Integrationslandesrat Rudi Anschober (Grüne) recherchierte noch weitere Informationen. So soll der Afghane im Mai 2019 gegen seine Frau gewalttätig geworden sein, worauf er eine zweiwöchige Wegweisung ausgesprochen bekam.

Aus für Asylunterkunft Wullowitz

Nach der Messerattacke am Montag fordert Bürgermeister Hubert Koller (ÖVP), die Asylunterkunft so schnell wie möglich zu schließen. Darin sehe er die einzige Möglichkeit, dass in dem Ortsteil von Leopoldschlag wieder „Ruhe einkehrt und die Sicherheit hergestellt” werde. Derzeit seien in dem Heim 60 Migranten untergebracht, in dem Ortsteil leben 60 Einwohner, schilderte der Bürgermeister. Das Rote Kreuz gab am Dienstag bekannt, dass man die Asylwerberunterkunft Wullowitz seit Ende 2015 ohne Probleme betrieben habe. Ein Ende der Unterbringung von Asylwerbern in Wullowitz sei für das erste Quartal 2020 geplant gewesen. Nun werde man die Verlegung der Bewohner in andere Rotkreuz-Quartiere aufgrund des Vorfalls beschleunigen.

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Deutschland

Seehofer (CSU) will „Gamerszene“ beobachten – und erntet Spott dafür

Joshua Hahn

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am

ASDF Symbolbild: Pixabay [CC0]

Vor dem Hintergrund des Attentats in Halle will der Innenminister Horst Seehofer künftig verstärkt die „Gamerszene“ beobachten. 

Berlin/Halle. – Einige Menschen nähmen sich Videospiele „geradezu zum Vorbild“, so Seehofer. Dieser Rundumschlag des CSU-Bundesinnenministers sorgte im Internet nicht nur unter Anhängern der Szene für teils heftige Kritik.

Verdeckte Planung für einen Anschlag“

Immer wieder kocht die Debatte um Videospiele als vermeintlichen Auslöser für Gewaltakte auf. In einem Videointerview äußerte sich Horst Seehofer zu Videospielen und der „Gamerszene“. Er erklärte: „Das Problem ist sehr hoch. Viele von den Tätern oder potenziellen Tätern kommen aus der Gamerszene“.

Der Innenminister warf ein, dass es sich bei Videospielen in einigen Fällen auch um eine „verdeckte Planung für einen Anschlag“ handeln könne. Darum betonte er, man müsse die „Gamerszene stärker in den Blick nehmen“.

Kritik und Spott zu Seehofer- Äußerungen

Im Internet erntete Seehofer Kritik. Auf Twitter wurde ihm aufgrund seiner Äußerungen zum Spielen von Videospielen vorgeworfen, dieses unter Generalverdacht zu stellen. Gerade die Pauschalerklärung stieß dabei auf Spott und Häme. So versuchten manche Nutzer, diverse historische Ereignisse mit der

Andere versuchten die empfundene Fehleinschätzung Seehofers mit teils absurden Vergleichen ins Lächerliche zu ziehen. Ein Nutzer etwa stellte – wohl im Hinblick auf die große Verbreitung von Videospielen – fest, dass so gut wie alle Verbrecher den Konsum von Lebensmitteln gemein hätten.

Attentäter streamte Tat im Internet

Der Attentäter Stephan B. streamte seine Tat im Internet. Aufgrund der Perspektive, welche durch die Helmkamera bedingt war, sahen die Bilder teilweise denen eines Videospiels ähnlich. Stephan B. war offenbar außerdem in diversen Foren aktiv, in welchen er teilweise einschlägiges Material gepostet haben soll.

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