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Gesellschaft

Antifa-Schläger gibt zu: Linksextreme Gewalt soll Patrioten einschüchtern

Julian Schernthaner

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Symbolbild Antifa-Demonstranten: Michael Jastremski via OpenPhoto.net [CC BY-SA 3.0](Bild zugeschnitten)

In einem Video-Interview mit der Plattform VICE sprach ein gewaltätiger Antifa-Schläger unverblümt über die Methoden der Linksextremisten.

Bereits in der Einleitung erklärt der Vermummte, dass sich jeder an linksextremen Gewalttaten beteiligen kann: „Mann muss nicht zwei Meter groß sein, um Nazis zu schlagen, dafür gibt es Waffen.” In weiterer Folge plaudert der Mann im Vice-Video über drei Minuten lang aus dem Nähkästchen über die Motivation und seine Rechtfertigung für die Übergriffe auf vermeintliche ‚Nazis’, ohne diese Personengruppe genauer abzugrenzen.

Politische Gewalt als Mittel der Einschüchterung

Zunächst erzählt das Antifa-Mitglied von seiner ersten Berührung mit politischer Gewalt. Bei einem Stadtfest hätten er und mehrere andere Leute einem jungen Kader der NPD aufgelauert. Zuerst trennte man diesen von seiner Mutter und seinen Freunden und dann schlug man zu: „Und eine Person, ich, hat den Nazi angegriffen und von hinten ins Gesicht geschlagen”. Auch am Boden malträtierte er seinen Kontrahenten noch – nach einem Abbruchsignal lief man dann davon.

Eine derartige Vorgehensweise hat offenbar Kalkül: „Wenn sie im Krankenhaus sind, wenn sie keinen Job mehr haben, dann können sie in der Zeit ihre politische Arbeit nicht verrichten.” Auch Einschüchterung sei dabei Ziel: „Wenn du dreimal aufs Maul bekommen hast, wenn dein Auto zweimal abgefackelt wurde […] vielleicht deinen Job verlierst, dann hast du keinen Bock mehr auf den Scheiß”. Das sei „immer die Strategie der Antifa-Bewegung” gewesen.

Antifa-Aktivist: „Macht einfach Spaß, der Jäger zu sein”

Unfaire Angriffe aus einer Mehrheitssituation heraus hätten ebenfalls Methode. „Das hat nichts mit Fairness zu tun […] deswegen sind wir immer mehr. Gegen Nazis gibt’s keine fairen Auseinandersetzungen”, so der Mann weiter. Dass er sich selbst auf diese Weise betätige hätte zwar politische Gründe, verschaffe ihm aber auch „persönliche Befriedigung”.

Denn dies gebe ihm eine Möglichkeit, der „Ohnmacht gegen den Rechtsruck” beizukommen. Man höre auch immer wieder von rechtsextremen Angriffen. Wenn man vor diesem Hintergrund „so richtig konkret einem Nazi, oder mehreren, körperlichen Schaden zufügt”, dann befriedige das „natürlich”. Weiters mache es auch „einfach Spaß, der Jäger zu sein”, es sei „irres Adrenalin”.

Gewalt angeblich für „Gesellschaft ohne Gewalt”

Gleichzeitig habe das ganze auch „Kehrseiten”, da Gewaltausübung Leute zu „schlechteren Menschen” mache. Die Gefahr, dass sich da „etwa verselbständigt” sei „immer gegeben”. Dennoch sieht er linksextreme politische Gewalt als legitimes Mittel. Diese unterscheide sich außerdem von ähnlicher Gewalt von der rechten Seite. Denn diese geschehe stets wegen Merkmale, die Menschen nicht ablegen könnten.

Die Antifa hingegen greife Leute wegen ihrer Gesinnung an: „Leute können diese politische Orientierung ablegen. Leute können nicht Ziele unserer Angriffe werden, wenn sie aufhören, sich so zu betätigen”. Als Linke stünden sie für eine Gesellschaft „in der alle sich frei entfalten können, in der es keine Gewalt und keinen Krieg” gäbe. Denn, so der vermummte Antifa-Aktivist weiter: „Ohne Nazis gäbe es keine antifaschistische Gewalt. Das ist einfach so.”

Antifa-Gewalt richtet sich gegen alle Patrioten

Dass die Realität freilich etwas anders aussieht und die Gewalt nicht einmal bei tatsächlich neonazistisch angehauchten Personen aufhört, zeigt der breite Fundus linksextremer Gewalt. Diese richtet sich regelmäßig auch gegen Burschenschafter, patriotische Aktivisten und sogar AfD-Politiker. Dennoch stoßen die Übertretungen der Antifa immer wieder auf Verständnis auch innerhalb deutscher Redaktionsstuben.

Dabei machen die Antifa-Schlägertrupps auch keinen Unterschied, ob die Personen gerade privat unterwegs sind.Erst vor wenigen Wochen brachen mutmaßliche Linksextreme einem bekannten patriotischen Aktivisten in Leipzig ohne Vorwarnung in der Uni-Mensa die Nase. Dabei riefen die mutmaßlichen Täter, als sie wegliefen, laut „Das ist ein Nazi, das ist ein Nazi!” – Die Tagesstimme berichtete.

Nazi-Vorwurf als Totschlagargument

Die patriotischen Publizisten Martin Lichtmesz und Caroline Sommerfeld stellten 2017 in ihrem Werk Mit Linken leben fest, die Linke habe sich mit dem antifaschistischen Narrativ eine „Waffe gezimmert, um jegliche Form des Rechtsseins […] als ‚faschistische’ Keimzelle” darzustellen. Der Vorwurf, ein „Nazi” zu sein, äußere sich derart weitläufig, dass er mittlerweile „mit voller Wucht” auch auf Personen „niedersaust, die man kaum als besonders ‚rechts’ bezeichnen könnte”.

Der Nationalsozialismus diene dabei als „Schwarzes Loch, in dem sie alle möglichen Dinge zu entsorgen trachtet, die ihr als verdächtig, reaktionär und gefährlich erscheinen: Begriffe wie Heimat, Tradition, Patriotismus, Volk, Nation, Grenzen, Leitkultur, Identität, ja Deutschland und die Deutschen selbst.” Der sogenannte „Antifaschismus” habe dabei auch den Zweck „ ‚Haltet den Dieb!’ zu schreien und vom Dreck am eigenen, linken Stecken abzulenken.”


Mehr zum Thema linksextreme Gewalt bei der „Tagesstimme” finden Sie hier.

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26 Kommentare

26 Comments

  1. Avatar

    Rainer Seifert

    6. August 2019 at 20:26

    Mitschuldig am kriminellen Vorgehen diese feigen Clique sind Politiker wie Genossinnenanrufer Kahrs mit ihrer infamen Hetze gegen Menschen, deren Verstand noch nicht eingeschläfert wurde und die wissen, wohin die Massenzuwanderung aus völlig anderen Kulturkreisen führt. Für diese verbrecherischen Idioten wäre Altkanzler Schmidt dann sicher auch ein Nazi, Merkel um die Jahrhundertwende, als sie wenigstens diesbezüglich noch normal dachte, ebenfalls.

    • Avatar

      Zickenschulze

      7. August 2019 at 0:10

      Dummheit und Stolz wachsen am selben Holz.

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        René

        7. August 2019 at 13:21

        Es gibt natürlich keine rechten Schläger, keine Morde an Andersdenkenden, keine Beleidigungen, Mordaufrufe oder Morddrohungen von Leuten, die gerade mal den eigenen Namen fehlerfrei buchstabieren können. Die Rechten brauchen sich garantiert nicht in die Opferrolle flüchten, denn ein normal denkender Mensch durchschaut eure Lügen. Da habt ihr ja Übung. Woher nehmt ihr eigentlich die Vermessenheit eure angeblichen, von purem Egoismus und Neid gesteuerten Anschauungen dem Rest der Menschheit aufs Auge zu drücken?

        • Avatar

          Saure Gurke

          8. August 2019 at 0:59

          Genau du bestätigst mit deinem Statement eines: Links ist keine Ideologie.
          Links ist ein Virus.
          Ihr könnt nicht einmal differenzieren.
          Neid, Egoismus, Opferrolle, alles Schlagworte aus dem billigen, primitiven linken Faschings-Vokabular.

        • Avatar

          PM

          8. August 2019 at 8:11

          Rechte, die auf Gewalt zurückgreifen sind rechtsextreme. Rechts ist eine politische Einstellung genau wie es die linke ist.
          Vielleicht ist es noch nicht aufgefallen, doch das Thema wurde hier doch ganz klar benannt. Es gibt im Netz auch genug, wo geben rechte Gewalt berichtet wird.

          Hier geht es aber vor allem darum, das man auch als Bürger, der demokratische Werte vertritt kriminalisiert wird nur weil er sich anmaßt, eine andere Meinung zu Verlautbaren.

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            René

            8. August 2019 at 9:13

            Der Text ist unverständlich und widerspricht dem vorherigen Beitrag. Im Übrigen habe ich mit keinem Wort behauptet links zu sein. Ich bin nur gegen Rechts. Trump, Bolsonaro und die AfD kann ich sehr wohl in einen Topf werfen. Sie leugnen alle den „menschengemachten” Klimawandel. Wie dumm kann man sein?

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            Wahr-Sager

            8. August 2019 at 23:11

            Wenn ein Rechter also im Fall einer Notwehr zu Gewalt greift, ist er automatisch ein Rechtsextremer? Auf diese Weise kann man ja dann ganz viele „Rechtsextreme” generieren, indem man LINKsterroristen Gewalt auf Rechte ausüben lässt und dann deren Reaktionen als „rechtsextrem” notiert – so steigt übrigens auch die Anzahl der „Rechtsextremen” in der üblichen BaehRD-Statistik ganz willkürlich an.

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            Thomas B.

            17. August 2019 at 12:10

            An Rene:
            Kannst du denn den menschengemachten Klimawandel eindeutig,wirklich eindeutig beweisen ?Diesen hat es schon immer gegeben und wird es auch immer geben.Was machst du denn mit den weltweit noch aktiven Vulkanen,willst du die zubetonieren ?
            Wie wäre es mit Aufforstung anstatt immer mehr Bäume zu fällen ?Und du glaubst DE rettet jetzt wieder die Welt ?Mit was,mit einer nutzlosen CO2 Steuer ?Was macht man eigentlich mit dem Geld ?

          • Avatar

            René

            17. August 2019 at 13:04

            Ihr versteht es nicht, oder? Es spielt einfach keine Rolle, ob der Klimawandel menschengemacht ist, oder nicht. Er wird uns zumindest mehrheitlich das Leben kosten. Wir werden Missernten und immer weniger Trinkwasser haben. Und euch fällt nur immer wieder das gleiche, bescheuerte Argument ein.

    • Avatar

      Daringer

      7. August 2019 at 16:57

      Vielleicht kommt der vermummte feige A. mal an den Falschen der ihm sein kleines Gehirn zurechtrückt. Stark nur wenn sie mehrere sind. Linker Abschaum.

  2. Avatar

    Hotte

    6. August 2019 at 20:59

    Genau so hat die SA agiert.
    Es sind keine Antifaschisten, es sind Faschisten. Nur merken diese unterbelichteten Gestalten es nicht.

    • Avatar

      Wahr-Sager

      8. August 2019 at 23:22

      Unsinn. Das wird auch nicht dadurch richtiger, indem es ständig wiederholt wird.
      Die SA war nämlich die Antwort auf marodierende Kommunisten – die Antifanten heute sind deren Nachfolger.

  3. Avatar

    Zickenschulze

    7. August 2019 at 0:02

    Antifa-Schläger gibt zu: Linksextreme Gewalt soll Patrioten einschüchtern”

    Um so einen Rückschluss abzuleiten, daran zu glauben und festzuhalten muss man als Kind tatsächlich zu heiß gebadet worden sein.
    Nur die armen im Geiste fühlen sich dabei noch groß und stark.

  4. Avatar

    Josu Turnera

    7. August 2019 at 8:58

    Aha, „Patrioten” fühlen sich angesprochen wenn man von Nazis spricht. Das erklärt viel.

    • Avatar

      Rita Kubier

      7. August 2019 at 14:19

      Und alle Linken fühlen sich von der Antifa angezogen.

      • Avatar

        Saure Gurke

        8. August 2019 at 1:11

        Ja. Es ist so. Gleich und gleich gesellt sich gern.

    • Avatar

      Saure Gurke

      8. August 2019 at 1:09

      Unterlass diese Wortspielereien auf Tümpel Niveau.
      Ihr seid es, die alles durcheinander werfen und jedem, der Klartext spricht ein und denselben Stempel aufdrücken.
      Hinterher – habe ich nicht gesagt, habe ich nicht gemeint; vom Acker auf und davon, als wär nichts gewesen.

    • Avatar

      PM

      8. August 2019 at 8:04

      Könnte daran liegen, das man schon mit der kleinsten Kritik bestimmter Themen schon als rechts diffamiert wird. Ist es nicht so? Sind AFD Wähler in Augen der linken nicht auch Nazis? In den Augen vieler wird Patriot oder Nazis gar nicht differenziert.

  5. Avatar

    Schröder, Rudolf

    7. August 2019 at 13:11

    Mich kann und wird kein Antifa Schläger einschüchtern. Diese Feigen anders kann man diese Schläger die hinter einer Wollmütze ihr hässliches Gesicht verbergen, nicht bezeichnen.Ich hoffe daß ich einmal in so einer Situation komme und eine dieser Kreaturen vor mir stehen, würde ich mich an diese Faschisten abarbeiten.

  6. Avatar

    Rita Kubier

    7. August 2019 at 14:12

    Und solche geistig Unterbichteten und Gewaltverherrlicher, die angeblich gegen Gewalt sind und für ein freies Denken und Meinen – aber ja NUR, wenn andere deren kranker, perverser Ideologie angehören, denen fehlt auch noch jeglicher Geist und jegliche Intelligenz, so etwas KRANKES wenigstens nicht noch in die Öffentlichkeit hinauszuplärren!! Und zu doof, den eigenen Widerspruch zu erkennen!! Der findet es mit seinen linken Schlägerkumpanen noch für absolut gerechtfertigt, ANDERSDENKENDE krankenhausreif zu schlagen und Menschen mit Gewalt deren Leben zu zerstören, weil das denen ja auch noch einen befriedigenden Adrenalin-Kick beschert. Mann, oh Mann, ist der abgrundtief pervers!! Den und alle seine Schlägerkumpane sollten schon allein für diese geäußerte faschistische Verherrlichung inhaftiert werden. Das ist Nazi pur! Das ist Faschismus pur – so wie es diesen in Deutschland nur unter Hitler gab!!

    • Avatar

      René

      7. August 2019 at 15:06

      Wer die Realität ins Gegenteil verkehrt, kann geistig nicht voll aufnahmefähig sein. Ich halte nichts von der Antifa und auch von Gewalt distanziere ich mich. Aber wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. Ich wüsste gerne mal, wodurch ihr euch befähigt fühlt, anderen die Welt erklären zu wollen. Dass Rechte ES NICHT KÖNNEN, hat nicht nur Hitler gezeigt. Trump, Bolsonaro oder auch die AFD beweisen einen Realitätsverlust, der nicht zu glauben ist. Ich meine, wenn interessiert es denn, ob der Klimawandel vom Menschen verschuldet ist oder nicht? Das ist scheißegal. Es wird uns das Leben kosten, zumindest in der Mehrheit. Das sollte einen normal denkenden Menschen interessieren.

      • Avatar

        Wahr-Sager

        8. August 2019 at 23:20

        Du schriebst an anderer Stelle, du seist nicht LINKs, obwohl du genauso tickst wie ein LINKer – was bist du also dann? Rechts kannst du nicht sein, „mittig” aber auch nicht, da du die LINKen verteidigst – ergo bleibt also was übrig?
        Du hältst nichts von der Antifa, arbeitest aber mit den gleichen Unterstellungen wie diese. Zufall?
        Wer sind denn „die anderen”, wenn nicht die LINKen/Bunten/Antideutschen, zu denen du nicht gehören willst?
        Wieso „beweisen” die von dir genannten Personen einen Realitätsverlust, nur weil ihr es so sehen wollt und euch eure Welt so konstruiert und daraus eure „Wahrheit” baut?
        Natürlich ist der Klimawandel nicht menschengemacht – oder warum hat keiner der Klimaprofis, Harald Lesch inbegriffen, nicht den Schneid, es mit einem Mann wie Oliver Janich aufzunehmen? Ich meine, ihr seid doch alle so unfassbar klug und habt etliche Belege, aber habt keinen Mumm, es mit jemandem aufzunehmen, der euch gern widersprechen würde… Seltsam.

    • Avatar

      Wahr-Sager

      8. August 2019 at 23:15

      Das ist einfach nur dumm, was du schreibst. Aber leider ist das bei vielen Patrioten so.

      • Avatar

        Hotte

        9. August 2019 at 11:25

        Immer der selbe argumentationslose Spruch. „Ihr seid einfach nur dumm.” Und hinten dran dann eine Gruppe Menschen als Ziel. Zum Glück haben wir ja den ´Wahr-Sager‚, der alles besser weiß und uns aufklären kann. Merkst Du nicht das Du Dich mit dieser bornierten Art lächerlich machst?

        • Avatar

          Wahr-Sager

          10. August 2019 at 0:30

          Nö, nicht „nur”. Ich habe ja geschrieben, warum ihr dumm seid. Und du fühlst dich ja auch angesprochen. Also…
          Alles weiß ich übrigens nicht besser – mit der Relativitätstheorie z. B. kenne ich mich gar nicht aus.

          Bestimmt mache ich mich bei gewissen Personen/Gruppen lächerlich. Aber möchtest du wissen, wie sehr mich das juckt?

  7. Avatar

    Saure Gurke

    8. August 2019 at 1:19

    Von Hitler reden wir heute nicht mehr,
    aber bereits Trump, Bolsonaro oder auch die AFD in einem Topf zu werfen zeigt von der Unterbelichtung des Blickwinkels.
    Du bestätigst gerade wieder.
    Links ist ein Virus.

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Gesellschaft

SEK-Einsatz: Abschiebung von libanesischer Familie eskalierte

Joshua Hahn

Veröffentlicht

am

ASDF Symbolbild Polizeieinsatz: flickr; SEK-Einsatz-Spezialeinsatzkräfte-Siegen (12) - Andreas Trojak [CC BY 2.0] [Bild zugeschnitten]

In Mülheim an der Ruhr eskalierte am Donnerstag die Abschiebung einer libanesischen Familie.

Mülheim an der Ruhr. – Nachdem die Familie Mitarbeiter der Ausländerbehörde bedrohte, musste das SEK anrücken. Die Mutter hatte ein Messer und drohte, sich im Fall einer Abschiebung das Leben nehmen zu wollen.

Abschiebung nach Spanien

Die libanesische Familie soll nach Spanien abgeschoben werden, weil sie dort erstmals europäischen Boden betrat. Als am Morgen die Beamten der Ausländerbehörde eintrafen, eskalierte die Situation. Die Mutter der vierköpfigen Familie war offenbar mit einem Messer bewaffnet.

Einer der drei Söhne schloss sich mit seiner Mutter in einem Zimmer ein, wie die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ berichtete. Die beiden drohten den Beamten mit ihrem Suizid. So hielt sich die libanesische Frau ein Messer an den Hals, einer der Söhne drohte, aus dem Fenster zu springen. 

Der 16-Jährige ist den Behörden laut der Polizei bereits bekannt. So soll er mit einer Gruppe syrischer Migranten ein Mädchen sexuell belästigt haben. Nach der Vernehmung wurden die Jugendlichen jedoch wieder freigelassen, wie die „Bild“ berichtete.

Kinder in behördlicher Obhut

Mittlerweile befinden sich die Kinder in behördlicher Obhut. Gegen die Mutter und den 16-Jährigen wird nun zudem wegen des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt. Die 39-Jährige wurde beim SEK-Einsatz leicht verletzt und befindet sich derzeit im Krankenhaus.

Bis auf den Fall des volljährigen Sohnes muss nun mit der Abschiebung gewartet werden, bis die Frau genesen ist. Begründet wird die Abschiebung mit der Dublin-Verordnung. Da die Familie das erste Mal europäischen Boden in Spanien betrat, ist das Land nach geltendem Recht auch für sie zuständig, nicht Deutschland.

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Gesellschaft

Leopoldschlag: So erinnerten Patrioten an ermordeten Landwirt Franz G.

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

ASDF Bild: Screenshot YouTube [@12:18 min]

Am Donnerstagabend fand eine Gedenkveranstaltung in Leopoldschlag im nördlichen Mühlviertel statt, um an den mutmaßlich von einem afghanischen Asylwerber getöteten Altbauern Franz G. zu erinnern.

Leopoldschlag. – Es waren etwa 60 Personen, welche sich allen Warnungen aus Politik und Medien zum Trotz – neben Bürgermeister Hubert Koller (ÖVP) hatten sich auch ÖVP-Landeshauptmann Thomas Stelzer und FPÖ-Bezirkschef Peter Handlos aufgrund der Anmeldung der Veranstaltung durch Aktivisten der Identitären vorab distanziert – am Marktplatz der 1.000-Seelen-Gemeinde nahe der tschechischen Grenze zum Gedenken einfanden.

Verantwortliche in „Politik, Medien, Asylindustrie”

Zuerst ergriff Roland Moritz, Landesleiter der oberösterreichischen Identitären, das Wort. Es gelte, Franz. G. „die letzte Ehre” zu erweisen – aber auch, die Umstände seines Todes anzusprechen. Für diesen gäbe es Verantwortliche – „in der Politik, in den Medien, in der Asylindustrie”. Das Land habe sich in den letzten Jahren verändert: „Leopoldschlag ist eine kleine Gemeinde im Mühlviertel. Man würde meinen, hier ist das Leben sicher, vorhersehbar – wenn nicht hier, wo sonst?”

In seiner etwa achtminütigen Ansprache thematisierte er die Greifbarkeit des Vorfalles. Auch sein eigener Vater lebe im ländlichen Raum, sei bis zur Pensionierung ein Nebenerwerbsbauer gewesen: „Er ist jetzt ziemlich genau in dem Alter, in dem Franz G. ermordet wurde. Es hätte ihn genauso erwischen können. Oder meine Mutter, meine Frau, meine zukünftigen Kinder. Jeden von uns. ” Er jedenfalls wolle den Angehörigen und allen Einwohnern von Leopoldschlag sein Beileid und seine Trauer aussprechen.

Kritik an Distanzierungen von Gedenken

Scharfe Kritik übte Moritz am öffentlichen Gegenwind zur Veranstaltung. So habe ihn ein Beamter der Bezirkshauptmannschaft angerufen und„sehr eindringlich” klargemacht, dass man „nicht erwünscht” sei. Auch der Bürgermeister habe das Gedenken „verhindern” wollen. Sogar der Landeshauptmann habe die Mahnwache als „Missbrauch der Situation” bezeichnet.

Dies zeige: die Verantwortlichen hätten Angst, dass jemand „ihr klägliches Versagen benennt”. Dieses habe Franz G. mit den Leben bezahlt. Man greife jene an, welche Missstände nennen – nicht jene, welche sich verursachten. Dass sogar FPÖ-Bezirkschef Handlos seinen Parteimitgliedern angeblich die Teilnahme untersagt habe, sei außerdem „enttäuschend und beschämend”. Er schloss seine Rede mit einem Requiem von Rilke.

Ziel: „Zeugnis für die Wahrheit” ablegen

Anschließend hielt auch Identitären-Chef Martin Sellner eine Rede. Eingangs hob er positive Reaktionen auf das Gedenken in sozialen Medien hervor, welcher der Darstellung widersprächen, dass angeblich niemand die Mahnwache im Ort wolle. Er selbst sei angereist, um ein „Zeugnis für die Wahrheit” darzulegen. Franz G. habe er zwar nicht gekannt. Er könne sich aber dessen Verbindung mit Landschaft, Ort und Gegend vorstellen.

Womöglich habe der frisch pensionierte Mann sich auf die Erfüllung einiger Lebensträume, vielleicht auch auf die Weihnachtszeit gefreut. Dann habe aber sein Leben geendet, „weil er zur falschen Zeit am falschen Ort” war, beziehungsweise der Tatverdächtige „zur falschen Zeit im falschen Land”. Sellner erinnerte an dessen vorigen aggressiven Handlungen, Jamal A. sei „ein schlechter Mensch”.

Sellner: Auch im „gerechten Zorn gerecht bleiben”

Allerdings, und das sage er „auch glasklar”, sei der mutmaßliche Täter kein „schlechter Mensch”, weil er ein Afghane sei, eine andere Hautfarbe oder Vor- und Nachnamen habe. Er bitte deshalb alle Anwesenden „in [ihrem] gerechten Zorn gerecht zu bleiben”, keine pauschalen Aussage zu treffen. Die Frage gelte vielmehr den Politikern: „Warum war Jamal A. an diesem Montag im Land? Warum war er hier […] und konnte Franz G. ermorden?”.

Unverständnis zeigte er dafür, dass öffentliche Stimmen das Gedenken als „pietätlos” bezeichnet hätten. Er sei nicht hier weil er gerne an einem Donnerstagabend zweieinhalb Stunden fahre, sondern „weil es die etablierten Politiker verabsäumen […] die Verantwortung anzusprechen und auch die FPÖ kein Gedenken veranstalte. Es gelte, „die Wahrheit” anzusprechen: Dass es sich um ein Opfer einer „gescheiterten und falschen Asylpolitik” handle.

Abschluss: Kerzenniederlegung und Schweigeminute

Man müsse den Angehörigen und den Meschen in der Gemeinde erklären, dass es Verantwortliche gebe. Denn: ” Wenn sie mit derselben Vehemenz, mit der sie heute Patrioten aus dem Ort abhalten wollen und dieses Gedenken verhindern wollen, die Grenzen geschlossen hätten und illegale Einwanderer 2015 abgehalten hätten, hätte der Mordfall nicht stattgefunden.”

Es gebe durch die Aushebelung des Asylrechts einen „dreifachen Rechtsbruch”. Es wäre daher nicht pietätlos, herzukommen, sondern zu schweigen. Ein solches Schweigen würde in derartigen Fällen nämlich „einer Lüge gleichkommen”, die Politiker würden Franz. G. wohl „noch mit einer Lüge beerdigen” wollen. Am Ende bat er die Anwesenden um die Niederlegung mitgebrachter Kerzen sowie eine Schweigeminute. Nach etwa einer halben Stunde ging das Gedenken still und andächtig zu Ende.


Weiterlesen:

Nach Messermord: Gedenkveranstaltung für Franz G. in Leopoldschlag (16.10.2019)

Messerattacke in Asylunterkunft: Streit wegen Arbeit als Auslöser (16.10.2019)

Oberösterreich: Bluttat in Asylwerberunterkunft (15.10.2019)

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Verärgerte Pendler ziehen Extinction-Rebellion-Aktivist von U‑Bahn

Joshua Hahn

Veröffentlicht

am

ASDF Symbolbild (Protest der Gruppierung in London): Jwslubbock [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Nachdem mehrere Aktivisten Pendler provozierten, indem sie die Abfahrt verzögerten, eskalierte die Situation. Wie auf Videos zu sehen ist, kam es zu Tumulten am Bahnhof.

London. – Mehrere Aktivisten stellten sich am Donnerstagmorgen auf das Dach einer U‑Bahn an der Station Canning Town.

Wütende Pendler

Mit der Aktion verärgerten die Extiction-Rebellion-Aktivisten die Pendler, welche auf die Bahn angewiesen sind, um so zu ihrem Arbeitsplatz zu gelangen. Nach und nach heizte sich die Stimmung auf. Auf Videos ist zu sehen, wie mehrere Personen die Aktivisten mit Abfall bewerfen. Schließlich wurde einer von ihnen von den wartenden Menschen vom Dach gezogen. 

Nachdem er sich wieder auf dem wortwörtlichen Boden der Tatsachen befand, wurde er von mehreren verärgerten Pendlern attackiert, wie unter anderem die „Welt“ berichtet. Mitarbeiter der Bahn und Passanten griffen ein, um den Aktivisten zu schützen.

Mehrere Festnahmen

Im Anschluss gab es mehrere Festnahmen auf der Seite der Protest-Gruppierung. Weitere Aktionen an der Bahnstation wurden von den Polizeibeamten untersagt. 

Der Bürgermeister Londons, Sadiq Khan, kritisierte die Aktion. Wörtlich sagte er: „Diese illegale Aktion ist äußerst gefährlich, kontraproduktiv und verursacht inakzeptable Störungen für Londoner, die öffentliche Verkehrsmittel nutzen, um zur Arbeit zu kommen.“ Zudem würde sie eine vermeidbare zusätzliche Belastung für die Polizeikräfte darstellen.

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