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Gesellschaft

Antifa-Schläger gibt zu: Linksextreme Gewalt soll Patrioten einschüchtern

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

Symbolbild Antifa-Demonstranten: Michael Jastremski via OpenPhoto.net [CC BY-SA 3.0](Bild zugeschnitten)

In einem Video-Interview mit der Plattform VICE sprach ein gewaltätiger Antifa-Schläger unverblümt über die Methoden der Linksextremisten.

Bereits in der Einleitung erklärt der Vermummte, dass sich jeder an linksextremen Gewalttaten beteiligen kann: „Mann muss nicht zwei Meter groß sein, um Nazis zu schlagen, dafür gibt es Waffen.” In weiterer Folge plaudert der Mann im Vice-Video über drei Minuten lang aus dem Nähkästchen über die Motivation und seine Rechtfertigung für die Übergriffe auf vermeintliche ‚Nazis’, ohne diese Personengruppe genauer abzugrenzen.

Politische Gewalt als Mittel der Einschüchterung

Zunächst erzählt das Antifa-Mitglied von seiner ersten Berührung mit politischer Gewalt. Bei einem Stadtfest hätten er und mehrere andere Leute einem jungen Kader der NPD aufgelauert. Zuerst trennte man diesen von seiner Mutter und seinen Freunden und dann schlug man zu: „Und eine Person, ich, hat den Nazi angegriffen und von hinten ins Gesicht geschlagen”. Auch am Boden malträtierte er seinen Kontrahenten noch – nach einem Abbruchsignal lief man dann davon.

Eine derartige Vorgehensweise hat offenbar Kalkül: „Wenn sie im Krankenhaus sind, wenn sie keinen Job mehr haben, dann können sie in der Zeit ihre politische Arbeit nicht verrichten.” Auch Einschüchterung sei dabei Ziel: „Wenn du dreimal aufs Maul bekommen hast, wenn dein Auto zweimal abgefackelt wurde […] vielleicht deinen Job verlierst, dann hast du keinen Bock mehr auf den Scheiß”. Das sei „immer die Strategie der Antifa-Bewegung” gewesen.

Antifa-Aktivist: „Macht einfach Spaß, der Jäger zu sein”

Unfaire Angriffe aus einer Mehrheitssituation heraus hätten ebenfalls Methode. „Das hat nichts mit Fairness zu tun […] deswegen sind wir immer mehr. Gegen Nazis gibt’s keine fairen Auseinandersetzungen”, so der Mann weiter. Dass er sich selbst auf diese Weise betätige hätte zwar politische Gründe, verschaffe ihm aber auch „persönliche Befriedigung”.

Denn dies gebe ihm eine Möglichkeit, der „Ohnmacht gegen den Rechtsruck” beizukommen. Man höre auch immer wieder von rechtsextremen Angriffen. Wenn man vor diesem Hintergrund „so richtig konkret einem Nazi, oder mehreren, körperlichen Schaden zufügt”, dann befriedige das „natürlich”. Weiters mache es auch „einfach Spaß, der Jäger zu sein”, es sei „irres Adrenalin”.

Gewalt angeblich für „Gesellschaft ohne Gewalt”

Gleichzeitig habe das ganze auch „Kehrseiten”, da Gewaltausübung Leute zu „schlechteren Menschen” mache. Die Gefahr, dass sich da „etwa verselbständigt” sei „immer gegeben”. Dennoch sieht er linksextreme politische Gewalt als legitimes Mittel. Diese unterscheide sich außerdem von ähnlicher Gewalt von der rechten Seite. Denn diese geschehe stets wegen Merkmale, die Menschen nicht ablegen könnten.

Die Antifa hingegen greife Leute wegen ihrer Gesinnung an: „Leute können diese politische Orientierung ablegen. Leute können nicht Ziele unserer Angriffe werden, wenn sie aufhören, sich so zu betätigen”. Als Linke stünden sie für eine Gesellschaft „in der alle sich frei entfalten können, in der es keine Gewalt und keinen Krieg” gäbe. Denn, so der vermummte Antifa-Aktivist weiter: „Ohne Nazis gäbe es keine antifaschistische Gewalt. Das ist einfach so.”

Antifa-Gewalt richtet sich gegen alle Patrioten

Dass die Realität freilich etwas anders aussieht und die Gewalt nicht einmal bei tatsächlich neonazistisch angehauchten Personen aufhört, zeigt der breite Fundus linksextremer Gewalt. Diese richtet sich regelmäßig auch gegen Burschenschafter, patriotische Aktivisten und sogar AfD-Politiker. Dennoch stoßen die Übertretungen der Antifa immer wieder auf Verständnis auch innerhalb deutscher Redaktionsstuben.

Dabei machen die Antifa-Schlägertrupps auch keinen Unterschied, ob die Personen gerade privat unterwegs sind.Erst vor wenigen Wochen brachen mutmaßliche Linksextreme einem bekannten patriotischen Aktivisten in Leipzig ohne Vorwarnung in der Uni-Mensa die Nase. Dabei riefen die mutmaßlichen Täter, als sie wegliefen, laut „Das ist ein Nazi, das ist ein Nazi!” – Die Tagesstimme berichtete.

Nazi-Vorwurf als Totschlagargument

Die patriotischen Publizisten Martin Lichtmesz und Caroline Sommerfeld stellten 2017 in ihrem Werk Mit Linken leben fest, die Linke habe sich mit dem antifaschistischen Narrativ eine „Waffe gezimmert, um jegliche Form des Rechtsseins […] als ‚faschistische’ Keimzelle” darzustellen. Der Vorwurf, ein „Nazi” zu sein, äußere sich derart weitläufig, dass er mittlerweile „mit voller Wucht” auch auf Personen „niedersaust, die man kaum als besonders ‚rechts’ bezeichnen könnte”.

Der Nationalsozialismus diene dabei als „Schwarzes Loch, in dem sie alle möglichen Dinge zu entsorgen trachtet, die ihr als verdächtig, reaktionär und gefährlich erscheinen: Begriffe wie Heimat, Tradition, Patriotismus, Volk, Nation, Grenzen, Leitkultur, Identität, ja Deutschland und die Deutschen selbst.” Der sogenannte „Antifaschismus” habe dabei auch den Zweck „ ‚Haltet den Dieb!’ zu schreien und vom Dreck am eigenen, linken Stecken abzulenken.”


Mehr zum Thema linksextreme Gewalt bei der „Tagesstimme” finden Sie hier.

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26 Kommentare

26 Comments

  1. Avatar

    Rainer Seifert

    6. August 2019 at 20:26

    Mitschuldig am kriminellen Vorgehen diese feigen Clique sind Politiker wie Genossinnenanrufer Kahrs mit ihrer infamen Hetze gegen Menschen, deren Verstand noch nicht eingeschläfert wurde und die wissen, wohin die Massenzuwanderung aus völlig anderen Kulturkreisen führt. Für diese verbrecherischen Idioten wäre Altkanzler Schmidt dann sicher auch ein Nazi, Merkel um die Jahrhundertwende, als sie wenigstens diesbezüglich noch normal dachte, ebenfalls.

    • Avatar

      Zickenschulze

      7. August 2019 at 0:10

      Dummheit und Stolz wachsen am selben Holz.

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        René

        7. August 2019 at 13:21

        Es gibt natürlich keine rechten Schläger, keine Morde an Andersdenkenden, keine Beleidigungen, Mordaufrufe oder Morddrohungen von Leuten, die gerade mal den eigenen Namen fehlerfrei buchstabieren können. Die Rechten brauchen sich garantiert nicht in die Opferrolle flüchten, denn ein normal denkender Mensch durchschaut eure Lügen. Da habt ihr ja Übung. Woher nehmt ihr eigentlich die Vermessenheit eure angeblichen, von purem Egoismus und Neid gesteuerten Anschauungen dem Rest der Menschheit aufs Auge zu drücken?

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          Saure Gurke

          8. August 2019 at 0:59

          Genau du bestätigst mit deinem Statement eines: Links ist keine Ideologie.
          Links ist ein Virus.
          Ihr könnt nicht einmal differenzieren.
          Neid, Egoismus, Opferrolle, alles Schlagworte aus dem billigen, primitiven linken Faschings-Vokabular.

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          PM

          8. August 2019 at 8:11

          Rechte, die auf Gewalt zurückgreifen sind rechtsextreme. Rechts ist eine politische Einstellung genau wie es die linke ist.
          Vielleicht ist es noch nicht aufgefallen, doch das Thema wurde hier doch ganz klar benannt. Es gibt im Netz auch genug, wo geben rechte Gewalt berichtet wird.

          Hier geht es aber vor allem darum, das man auch als Bürger, der demokratische Werte vertritt kriminalisiert wird nur weil er sich anmaßt, eine andere Meinung zu Verlautbaren.

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            René

            8. August 2019 at 9:13

            Der Text ist unverständlich und widerspricht dem vorherigen Beitrag. Im Übrigen habe ich mit keinem Wort behauptet links zu sein. Ich bin nur gegen Rechts. Trump, Bolsonaro und die AfD kann ich sehr wohl in einen Topf werfen. Sie leugnen alle den „menschengemachten” Klimawandel. Wie dumm kann man sein?

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            Wahr-Sager

            8. August 2019 at 23:11

            Wenn ein Rechter also im Fall einer Notwehr zu Gewalt greift, ist er automatisch ein Rechtsextremer? Auf diese Weise kann man ja dann ganz viele „Rechtsextreme” generieren, indem man LINKsterroristen Gewalt auf Rechte ausüben lässt und dann deren Reaktionen als „rechtsextrem” notiert – so steigt übrigens auch die Anzahl der „Rechtsextremen” in der üblichen BaehRD-Statistik ganz willkürlich an.

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            Thomas B.

            17. August 2019 at 12:10

            An Rene:
            Kannst du denn den menschengemachten Klimawandel eindeutig,wirklich eindeutig beweisen ?Diesen hat es schon immer gegeben und wird es auch immer geben.Was machst du denn mit den weltweit noch aktiven Vulkanen,willst du die zubetonieren ?
            Wie wäre es mit Aufforstung anstatt immer mehr Bäume zu fällen ?Und du glaubst DE rettet jetzt wieder die Welt ?Mit was,mit einer nutzlosen CO2 Steuer ?Was macht man eigentlich mit dem Geld ?

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            René

            17. August 2019 at 13:04

            Ihr versteht es nicht, oder? Es spielt einfach keine Rolle, ob der Klimawandel menschengemacht ist, oder nicht. Er wird uns zumindest mehrheitlich das Leben kosten. Wir werden Missernten und immer weniger Trinkwasser haben. Und euch fällt nur immer wieder das gleiche, bescheuerte Argument ein.

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      Daringer

      7. August 2019 at 16:57

      Vielleicht kommt der vermummte feige A. mal an den Falschen der ihm sein kleines Gehirn zurechtrückt. Stark nur wenn sie mehrere sind. Linker Abschaum.

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    Hotte

    6. August 2019 at 20:59

    Genau so hat die SA agiert.
    Es sind keine Antifaschisten, es sind Faschisten. Nur merken diese unterbelichteten Gestalten es nicht.

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      Wahr-Sager

      8. August 2019 at 23:22

      Unsinn. Das wird auch nicht dadurch richtiger, indem es ständig wiederholt wird.
      Die SA war nämlich die Antwort auf marodierende Kommunisten – die Antifanten heute sind deren Nachfolger.

  3. Avatar

    Zickenschulze

    7. August 2019 at 0:02

    Antifa-Schläger gibt zu: Linksextreme Gewalt soll Patrioten einschüchtern”

    Um so einen Rückschluss abzuleiten, daran zu glauben und festzuhalten muss man als Kind tatsächlich zu heiß gebadet worden sein.
    Nur die armen im Geiste fühlen sich dabei noch groß und stark.

  4. Avatar

    Josu Turnera

    7. August 2019 at 8:58

    Aha, „Patrioten” fühlen sich angesprochen wenn man von Nazis spricht. Das erklärt viel.

    • Avatar

      Rita Kubier

      7. August 2019 at 14:19

      Und alle Linken fühlen sich von der Antifa angezogen.

      • Avatar

        Saure Gurke

        8. August 2019 at 1:11

        Ja. Es ist so. Gleich und gleich gesellt sich gern.

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      Saure Gurke

      8. August 2019 at 1:09

      Unterlass diese Wortspielereien auf Tümpel Niveau.
      Ihr seid es, die alles durcheinander werfen und jedem, der Klartext spricht ein und denselben Stempel aufdrücken.
      Hinterher – habe ich nicht gesagt, habe ich nicht gemeint; vom Acker auf und davon, als wär nichts gewesen.

    • Avatar

      PM

      8. August 2019 at 8:04

      Könnte daran liegen, das man schon mit der kleinsten Kritik bestimmter Themen schon als rechts diffamiert wird. Ist es nicht so? Sind AFD Wähler in Augen der linken nicht auch Nazis? In den Augen vieler wird Patriot oder Nazis gar nicht differenziert.

  5. Avatar

    Schröder, Rudolf

    7. August 2019 at 13:11

    Mich kann und wird kein Antifa Schläger einschüchtern. Diese Feigen anders kann man diese Schläger die hinter einer Wollmütze ihr hässliches Gesicht verbergen, nicht bezeichnen.Ich hoffe daß ich einmal in so einer Situation komme und eine dieser Kreaturen vor mir stehen, würde ich mich an diese Faschisten abarbeiten.

  6. Avatar

    Rita Kubier

    7. August 2019 at 14:12

    Und solche geistig Unterbichteten und Gewaltverherrlicher, die angeblich gegen Gewalt sind und für ein freies Denken und Meinen – aber ja NUR, wenn andere deren kranker, perverser Ideologie angehören, denen fehlt auch noch jeglicher Geist und jegliche Intelligenz, so etwas KRANKES wenigstens nicht noch in die Öffentlichkeit hinauszuplärren!! Und zu doof, den eigenen Widerspruch zu erkennen!! Der findet es mit seinen linken Schlägerkumpanen noch für absolut gerechtfertigt, ANDERSDENKENDE krankenhausreif zu schlagen und Menschen mit Gewalt deren Leben zu zerstören, weil das denen ja auch noch einen befriedigenden Adrenalin-Kick beschert. Mann, oh Mann, ist der abgrundtief pervers!! Den und alle seine Schlägerkumpane sollten schon allein für diese geäußerte faschistische Verherrlichung inhaftiert werden. Das ist Nazi pur! Das ist Faschismus pur – so wie es diesen in Deutschland nur unter Hitler gab!!

    • Avatar

      René

      7. August 2019 at 15:06

      Wer die Realität ins Gegenteil verkehrt, kann geistig nicht voll aufnahmefähig sein. Ich halte nichts von der Antifa und auch von Gewalt distanziere ich mich. Aber wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. Ich wüsste gerne mal, wodurch ihr euch befähigt fühlt, anderen die Welt erklären zu wollen. Dass Rechte ES NICHT KÖNNEN, hat nicht nur Hitler gezeigt. Trump, Bolsonaro oder auch die AFD beweisen einen Realitätsverlust, der nicht zu glauben ist. Ich meine, wenn interessiert es denn, ob der Klimawandel vom Menschen verschuldet ist oder nicht? Das ist scheißegal. Es wird uns das Leben kosten, zumindest in der Mehrheit. Das sollte einen normal denkenden Menschen interessieren.

      • Avatar

        Wahr-Sager

        8. August 2019 at 23:20

        Du schriebst an anderer Stelle, du seist nicht LINKs, obwohl du genauso tickst wie ein LINKer – was bist du also dann? Rechts kannst du nicht sein, „mittig” aber auch nicht, da du die LINKen verteidigst – ergo bleibt also was übrig?
        Du hältst nichts von der Antifa, arbeitest aber mit den gleichen Unterstellungen wie diese. Zufall?
        Wer sind denn „die anderen”, wenn nicht die LINKen/Bunten/Antideutschen, zu denen du nicht gehören willst?
        Wieso „beweisen” die von dir genannten Personen einen Realitätsverlust, nur weil ihr es so sehen wollt und euch eure Welt so konstruiert und daraus eure „Wahrheit” baut?
        Natürlich ist der Klimawandel nicht menschengemacht – oder warum hat keiner der Klimaprofis, Harald Lesch inbegriffen, nicht den Schneid, es mit einem Mann wie Oliver Janich aufzunehmen? Ich meine, ihr seid doch alle so unfassbar klug und habt etliche Belege, aber habt keinen Mumm, es mit jemandem aufzunehmen, der euch gern widersprechen würde… Seltsam.

    • Avatar

      Wahr-Sager

      8. August 2019 at 23:15

      Das ist einfach nur dumm, was du schreibst. Aber leider ist das bei vielen Patrioten so.

      • Avatar

        Hotte

        9. August 2019 at 11:25

        Immer der selbe argumentationslose Spruch. „Ihr seid einfach nur dumm.” Und hinten dran dann eine Gruppe Menschen als Ziel. Zum Glück haben wir ja den ´Wahr-Sager‚, der alles besser weiß und uns aufklären kann. Merkst Du nicht das Du Dich mit dieser bornierten Art lächerlich machst?

        • Avatar

          Wahr-Sager

          10. August 2019 at 0:30

          Nö, nicht „nur”. Ich habe ja geschrieben, warum ihr dumm seid. Und du fühlst dich ja auch angesprochen. Also…
          Alles weiß ich übrigens nicht besser – mit der Relativitätstheorie z. B. kenne ich mich gar nicht aus.

          Bestimmt mache ich mich bei gewissen Personen/Gruppen lächerlich. Aber möchtest du wissen, wie sehr mich das juckt?

  7. Avatar

    Saure Gurke

    8. August 2019 at 1:19

    Von Hitler reden wir heute nicht mehr,
    aber bereits Trump, Bolsonaro oder auch die AFD in einem Topf zu werfen zeigt von der Unterbelichtung des Blickwinkels.
    Du bestätigst gerade wieder.
    Links ist ein Virus.

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Gesellschaft

Akademikerball-Festrede: „Wer seine Heimat liebt, der spaltet sie nicht!”

Redaktion

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von

ASDF Universitätsrat Dipl.-Ing. Hannes Hundegger spricht beim Wiener Akademikerball. Foto: privat

Am Freitag, den 24. Jänner, fand in der Wiener Hofburg der traditionelle Akademikerball statt. Die Festrede hielt Universitätsrat Dipl.-Ing. Hannes Hundegger (Alter Herr der Leobener akademischen Burschenschaft Leder). Als erstes Medium veröffentlicht Die Tagesstimme im Folgenden die gesamte Rede:

Sehr geehrte Damen, meine Herren, hochgeschätztes Ballpublikum!

„Wer seine Heimat liebt, der spaltet sie nicht“, so sprach es unser Herr Bundespräsident kurz vor der Angelobung der Bundesregierung.

Das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands gilt verschiedentlich als Mahnwacher, aus seiner Geschichte heraus bis heute vorwiegend am rechten Rand. Gegründet 1963 hat sich der Verein das Ziel gegeben, nicht nur Widerstand und Verfolgung im Dritten Reich zu dokumentieren, sondern auch Bildungspolitik zu betreiben und sich aktiv gegen Extremismus zu engagieren. Damals wie heute ein richtiges Anliegen, zumindest dann, wenn es sich um tatsächlichen Extremismus handelt, bei strafrechtlich relevanten Ansichten außerhalb der Meinungspluralität.
Im Regierungsprogramm kommt dem Verein künftig eine besondere Bedeutung zu.

Das Dokumentationsarchiv definiert ‚Rechtsextremismus‘ unter den Begriffen: naturbedingte Überhöhung des eigenen Volkes, patriarchalisch-hierarchisches Gesellschaftssystem, Ablehnung des Sozialstaats, des Liberalismus, der Emanzipation der Frau, der Gewerkschaften und des Pluralismus der parlamentarischen Demokratie, das Verharmlosen und Leugnen nationalsozialistischer Verbrechen sowie Gewaltlatenz und Gewaltakzeptanz. Die Definition spricht als Voraussetzung von einer Bündelung mehrerer Begriffe.

Ich bin seit bald 40 Jahren Burschenschafter, ich war 20 Jahre in verantwortungsvollen Positionen im In- und Ausland tätig, bin heute Unternehmer, beschäftige Menschen aus Fluchtländern wie Kroatien, Bosnien, Syrien und Tschetschenien. Ich habe drei Kinder, sie haben eine Brennpunkt-Volksschule mit Schülern aus 38 Nationen besucht. Ich habe meinen Wehrdienst geleistet, bin Offizier der Reserve, seit Anfang 2018 Mitglied des Universitätsrats in Leoben. Dieser Berufung bin ich im Selbstverständnis zur Mitverantwortung für unser Land gerne nachgekommen.

Ich lese nochmals die Definition. Ich bin nicht rechtsextrem, es findet sich keine einzige Konkordanz.

Im Februar 2018 habe ich mein Selbstverständnis in einem offenen Brief an Mag. Eva Blimlinger, damalige Vorsitzende der Rektorenkonferenz, dargelegt. Dennoch haben verschiedene Tageszeitungen und Parteiorganisationen meinen Namen und den von vielen anderen wohl bewusst und ohne Nachfrage in die Nähe von Rechtsextremismus, Antisemitismus und Fremdenhass gestellt. Das findet sich nun in den Suchmaschinen an vorderster Stelle.

Herr Ariel Muzicant – wir kennen uns persönlich nicht – hat in einem Artikel in der Tageszeitung ‚Die Presse‘ Burschenschafter pauschal – in einer zugegeben juristisch durchdachten Verschachtelung – wörtlich ‚Kellernazis‘ genannt, ergänzt mit einer namentlichen Aufzählung von 57 Mitgliedern verschiedener Korporationen, alle angesehene Mitglieder der Gesellschaft, bereit sich in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen, mit ihrem politischen Verständnis mitten in der Gesellschaft.

Und – siehe Definition – diese Persönlichkeiten sind nicht rechtsextrem.
Dr. Florian Klenk, Journalist der Zeitschrift ‚Falter’, meinte übrigens neulich in einer Fernsehdebatte über ‚Hass im Netz‘, „die Grenze liegt bei persönlicher Diffamierung, bei Diskreditierung mit falschen Fakten“.

Wer seine Heimat liebt, der spaltet sie nicht.“

Die Grundwerte der Burschenschaften sind seit 200 Jahren zeitlos: Ehre – Freiheit – Vaterland.

EHRE ist die individuelle Würde des Menschen, der Respekt vor seiner Meinung und seiner Geschichte, Ehre ist unabhängig von Abstammung, Kultur und Religion, Ehre ist immer gegenseitig.

FREIHEIT ist auch die Freiheit des anderen, Freiheit ist das Bekenntnis zur Demokratie, zum politisch unabhängigen Rechtsstaat, zum Recht auf freie Meinung, zum Recht, auch einmal unrecht zu haben, Freiheit ist die Gleichberechtigung von Frau und Mann, ist der Verzicht auf Ausgrenzung.

VATERLAND ist das Bekenntnis zur Heimat Österreich, ein Bekenntnis zu unseren Wurzeln, zu unserer Kultur aus Sprache, Musik, Kunst, Volkstum und Tradition, unsere Zuneigung und Sympathie gilt der deutschsprachigen Bevölkerung unserer Heimat.

„Eine Begeisterung für deutsche Kultur geht nicht automatisch einher mit antidemokratischen Einstellungen und rassistischen Positionen“, so sprach es im Jahr 2014 Dr. Bernhard Weidinger vom Dokumentationsarchiv in einem Interview für ‚Zeit Online’. Einzig, er liegt falsch, wenn er bei Burschenschaften eine Verquickung der Begriffe verortet.

Wir haben keine Angst vor unserer Geschichte. Die Forderung nach einer Öffnung der Vereinsarchive scheitert an der berechtigten Sorge vor einer einseitig belastenden Fokussierung auf wenige Aspekte unserer Vergangenheit. Aber zweifelsohne finden sich diese Aspekte auch in unserer Geschichte, wir waren auch Teil der anschluss-fanatisierten Massen am Heldenplatz – auch davor, auch noch danach.

Doch die Kriegsgeneration ist tot, die Nachkriegsgeneration jenseits der 80 Jahre. Die heutigen Mitglieder der Korporationen sind aufgewachsen und geprägt vom gesellschaftlichen Wohlstand, haben diesen mitaufgebaut und unbehelligt mitkonsumiert. Auch wenn sie als junge Menschen vom Recht der Jugend auf deutliche, trotzige Worte Gebrauch machen, sind sie heute Akademiker, stehen mitten im Leben, sind beruflich in verantwortungsvollen Positionen erfolgreich, vielfach auch freiberuflich als Anwälte, Ärzte, Unternehmer, einige auch in der Politik. Sie schaffen Arbeitsplätze, zahlen Steuern, sind gemeinnützig in Vereinen tätig, sind Leistungsträger der Gesellschaft.

Die Korporationen sind in ihren Grundsätzen nicht rechtsextrem.

Doch was sind die Gründe dafür, dass Medien und Teile der Politik seit bald 2 Jahren vornehmlich diffamierend über Korporationen berichten?

Zum einen wohl mit einem politischen Kalkül, die Freiheitliche Partei weiter in Richtung eines verbotenen Rechts zu rücken. Wohl auch, um diese in einem Teil ihres intellektuellen Rückgrats zu treffen. Und wohl auch als aktionistischer Versuch, einer Radikalisierung der Gesellschaft als Folge
der Migration entgegenzuwirken. Doch ein politisch-journalistischer Feldzug gegen Korporationen und andere, die vorgegebenen Meinungen widersprechen, wird die Gesellschaft nicht zusammenführen, die Probleme unserer Zeit nicht lösen.

In Kärnten hat der Weg zu einem friedlichen Miteinander der slowenischen Minderheit und der Deutschkärntner Mehrheitsbevölkerung rund 100 Jahre gedauert, auch mit bewaffneten Konflikten.

Angela Merkel hat zum Anlass „30 Jahre Wiedervereinigung“ und vor noch immer nicht überwundenen Hürden zwischen Ost und West gemeint, „ein Angleichen dauert eher ein halbes Jahrhundert oder länger“. Eine deutsch-deutsche Wiedervereinigung dauert also – bei allem „Wir schaffen das!“ – 50 Jahre.

Laut Migrationsbericht leben in Österreich 45.000 Menschen aus Afghanistan. Die Tageszeitung ‚Die Presse‘ berichtete letzten November, dass über die Hälfte der afghanischen Jugendlichen die Scharia über die Rechtsstaatlichkeit der Republik stellt und sich einen religiösen Führer an der Spitze des Staates wünscht. Jugendliche aus Syrien und Tschetschenien denken ähnlich.

50 Jahre für eine deutsch-deutsche Integration – wie lange dauert dann der Weg vom Gottesstaat zur Demokratie? Warum sind wir die Gefährder des Rechtsstaats, mehr als jene, die sich Scharia und Glaubensführer wünschen? Warum fokussiert die Migrationspolitik nicht auf die tatsächlichen Probleme, Probleme die stetig größer werden?

In Afrika leben 1.3 Mrd. Menschen, 2050 werden es bis zu 2.5 Mrd. sein, der Kontinent wächst jedes Jahr um 30 Mio. Carola Rakete und andere haben es mit ihren 150 Menschen an Bord wohl deswegen so eilig über das Meer, da an jedem Tag, den sie verlieren, irgendwo in Afrika wieder 3.000 junge Menschen zur Welt kommen, Menschen mit den unverändert gleichen, ungelösten Problemen. Mit jenen, die sie übers Meer bringen (mit Sicherheit nicht die Ärmsten Afrikas), schaffen sie nur deren Probleme nach Europa. Gelöst ist damit nichts.

Gleichzeitig investiert die Europäische Union in eine CO2-neutrale Gesellschaft 1.000 Mrd. Euro. Die USA und China gehen diesen Weg nicht mit, ihr Hebel wäre vielfach größer. Europa bekommt am Ende zumindest auch einen nicht-entsorgten Batterieberg, den Verlust europäischer Kernkompetenzen und einen afrikanische Kontinent unter chinesischer Kontrolle. Das Geld wird dann weg sein.

Verteilen wir doch diese 1.000 Mrd. Euro in Afrika auf die arbeitsfähige Bevölkerung zwischen 20 bis 50 Jahren, lassen UNO und Weltbank den Betrag verdoppeln. So können wir jedem 4.000 Euro in die Hand geben, kaufkraftbereinigt entspricht das in den ärmsten Ländern Afrikas 25.000 Euro. Die Menschen können damit ihre eigene Heimat, auch energie-effizient, selbst aufbauen, für bald 1,5 Mrd. Menschen eigenen Wohlstand schaffen, die Bevölkerungsexplosion eindämmen und die Gründe für Flucht nachhaltig regulieren. Aus einem solchen Marschall-Plan ist auch unser Wohlstand entstanden. Warum sprechen wir so viel über Carola Rakete und nicht über echte Hilfe?

Werte Bundesregierung, Herr Muzicant, Herr Weidinger, Herr Klenk, Frau Zadic und alle anderen, die uns nicht in unserer ganzen Breite verstehen, wir laden Sie ein, treten Sie in den Dialog, hören Sie uns zu, hören Sie nicht das, was Sie hören wollen, hören Sie das, wofür wir stehen.

Herr Dr. Muzicant, wenn wir aufgefordert sind, gottesstaat-orientierte Neubürger in unsere Gesellschaft aufzunehmen, muss es doch ein vergleichsweise Leichtes sein, alte Vorurteile zu überwinden und offen aufeinander zuzugehen.

Herr Dr. Weidinger, lernen Sie die Korporationen auch von jenen Seiten kennen, die Ihnen bisher verborgen bleiben wollten. Nehmen Sie das Angebot eines Austausches an, der wissenschaftliche Anspruch einer ganzheitlichen Betrachtung des Forschungsobjekts wird es auch danken.

Herr Dr. Klenk und andere Medienvertreter, beschränken Sie sich nicht auf Lieder, die wir nicht singen. Nehmen Sie das, was wir tatsächlich sind, das was Sie heute hören. Betreiben Sie nicht politische, sondern objektive und auf umfassenden Fakten beruhende Berichterstattung.

Frau Dr. Zadic, ich habe Respekt vor Ihnen, Ihrem Lebensweg, der Flucht Ihrer Eltern, Ihren akademischen Leistungen, vor Ihnen als Ministerin. Aber geben Sie sich einen Ruck und nehmen Sie Ihre Aussagen zurück gegenüber jenem jungen Mann, den Sie fälschlich strafbare Handlungen unterstellt haben, den Sie Neonazi, Faschisten und Rassisten genannt und so neudeutsch „gehatet“ haben.

Werte Bundesregierung, schreiben Sie der Kommission einen Brief, sagen Sie Frau von der Leyen, es würde vollkommen ausreichen, wenn sie an der Zerstörung der eigenen Wirtschaft arbeite, Österreich wird auf seinen milliardenschweren Beitrag zum CO2-Paket verzichten. Suchen Sie sich ein afrikanisches Land Ihrer Wahl und machen Sie es mit diesem Geld tatsächlich zu ‚Ihrem Partnerland aus den Fortschrittszonen des globalen Südens‘.

Und noch eines, öffnen Sie Ihre Augen und sehen Sie auch nach links, auf die gewaltbereite Intoleranz an den Universitäten, auf die hasstreibenden selbsternannten Antifaschisten vor der Hofburg, erklären Sie Frau Blimlinger, dass nicht wir den Verkehr lahmlegen und – wie auch Redakteur Karl-Peter Schwarz diese Woche in der ‚Presse‘ meinte – dass nur Nazis, Faschisten und Kommunisten andere am Reden hindern und Meinungen verbieten. Ergänzen Sie im Regierungsprogramm den zwölfmal genannten Begriff des ‚Rechtsextremismus‘ zumindest ein‑, zweimal durch den Begriff ‚Extremismus‘ – die Gesellschaft wird es Ihnen eines Tages danken. Nehmen Sie unseren Willen zur Verständigung. Die Fragen, die unsere Gesellschaft bewegen, erlauben keine einseitigen Sichtweisen mehr, weder im linken noch im rechten Sinn. Sie sind singulär nicht mehr geeignet, die Herausforderungen unserer Zeit nachhaltig zu lösen und die soziale Ordnung im Gleichgewicht zu halten.

Nehmen Sie unseren Willen zur Verständigung. Die Fragen, die unsere Gesellschaft bewegen, erlauben keine einseitigen Sichtweisen mehr, weder im linken noch im rechten Sinn. Sie sind singulär nicht mehr geeignet, die Herausforderungen unserer Zeit nachhaltig zu lösen und die soziale Ordnung im Gleichgewicht zu halten.

„Wer seine Heimat liebt, der spaltet sie nicht.“

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Gesellschaft

Das sagt Prof. Höbelt zu den linksextremen Vorfällen an der Uni Wien

Stefan Juritz

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ASDF Lothar Höbelt im Interview. Bild: Screenshot YouTube/FPÖ-TV

Seit mehreren Monaten machen Linksextreme an der Universität Wien gegen den als FPÖ-nah geltenden Historiker mobil. Mehrmals wurden seine Vorlesungen gestört oder wie kürzlich in einem Fall sogar ganz verhindert.

Im Interview mit FPÖ-TV schildert Lothar Höbelt nun seine Sicht der Dinge. Der außerordentliche Professor für Neuere Geschichte erklärt dabei, dass ihn die linksextremen Aktionen gegen seine Vorlesungen „am allerwenigsten” betreffen würden. „Unzumutbar ist es für die Hörer, die da beworfen oder angepöbelt werden”, betont der Historiker.

Die Blockade seiner Vorlesung durch „an die hundert Vermummte” bezeichnet Höbelt als „Aktion von außen”, bei der auch die Universität „machtlos” sei, etwas dagegen zu unternehmen. Auch die Polizei nimmt er in Schutz.

Linke Studenten brauchen immer einen Gegenpol”

Dass er zum Ziel der linksextremen Proteste wurde, ist für Höbelt „an sich nicht weiter verwunderlich”, schließlich gebe es nur mehr sehr wenige konservative Professoren an der Universität: „Linke Studenten brauchen immer einen Gegenpol.”

Die Vorwürfe von linker Seite betrachtet er als „lächerlich”. „Prinzipiell, glaube ich, geht es vielen Gruppen einfach um ihren Auftritt. Also man merkt ja: Überall sind Kameras im Spiel. Das kommt dann ins Internet – und ganz glücklich sind sie, wenn sie es mal in die Medien schaffen. Also einmal ist keinmal. Das sei ihnen gegönnt”, zeigt sich der Professor, der kurz vor der Pension steht, gelassen.

Höbelt: „Universitäten sind für den akademischen Austausch da”

Hinsichtlich der Proteste stelle sich für ihn immer „die Frage der Intensität”. Wenn Studenten in der Vorlesung Protest-Statements abgeben, dann sei das natürlich in Ordnung. Im Unterschied zu den heutigen Studenten hätten etwa die 68er damals auch noch mit ihren Professoren „unbedingt diskutieren” wollen. „Das scheint mir momentan nicht gegeben zu sein.” Stattdessen erhebe man den Anspruch, dass jemand nicht mehr lehren dürfe, weil er einem „politisch nicht zu Gesicht steht”. „Das ist irgendwo grotesk”, so Höbelt.

Der Historiker warnt deshalb vor Tendenzen, die akademische Freiheit einzuschränken. Solche Trends zeigten sich Höbelt zufolge bereits in Deutschland und den USA. „Die Universität ist keine psychosoziale Anstalt, sondern für den akademischen Austausch da”, wie Höbelt betont.

Das gesamte Interview kann man hier ansehen:

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Gesellschaft

Wiener Akademikerball: Platzverbot und Gratisbus zur Demo

Monika Šimić

Veröffentlicht

am

ASDF Bild: Am Freitag findet in der Hofburg der Wiener Akademikerball statt, gegen den linke Akteure demonstrieren wollen / Bild: Bwag [CC BY-SA 3.0 AT] (Bild zugeschnitten)

Gegen den Wiener Akademikerball wollen neben der „Offensive gegen Rechts” auch die „Omas gegen Rechts” demonstrieren.

Wien/Graz. – Am Freitag findet in der Wiener Hofburg der Akademikerball statt – und wie eine Woche zuvor auch schon in Graz will man von linker Seite dagegen demonstrieren. Zum Protest gegen den Ball hat etwa die „Offensive gegen Rechts” aufgerufen. Um den Ballgästen eine sichere Zufahrt zum Veranstaltungsort zu ermöglichen, hat die Landespolizeidirektion Wien ein Platzverbot rund um die Hofburg verordnet.

Wirbel um Sellner-Teilnahme am Ball

Beim Wiener Akademikerball werden FPÖ-Bundesparteichef Norbert Hofer und der Wiener Vizebürgermeister Dominik Nepp (FPÖ) eine Rede halten. Erst vor wenigen Tagen sorgte die mittlerweile bestätigte Teilnahme Martin Sellners am Akademikerball für Kritik. Der ÖVP-Nationalratsabgeordnete Martin Engelberg warf der FPÖ eine fehlende Distanz und „keine klare Haltung” gegenüber der Identitären Bewegung vor. Sellner schrieb daraufhin auf Twitter: „Wie peinlich. Meine Ballbesuche sollten nicht Thema der Innenpolitik sein”.

Zwei Demonstrationen angekündigt

Wie schon in den Jahren zuvor demonstrieren linke Gruppierungen auch heuer wieder gegen die traditionelle Ballveranstaltung. In der Beschreibung der Facebookveranstaltung zur Demonstration heißt es seitens der „Offensive gegen Rechts”, dass die FPÖ nicht nur einen Ball feiern, sondern auch „die Grundsteine für ihre nächsten Angriffe auf unser Sozial- und Gesundheitssystem, sowie auf die Rechte von Arbeitern und Migranten” legen würde. Auch nach Ende der blauen Regierungsbeteiligung solle der Protest damit weitergehen. Neben der „Offensive gegen Rechts” rufen auch die „Omas gegen rechts” zum Protest auf.

Gratisbus der ÖH nach Wien

An den Demonstrationen dürften aber nicht nur Personen aus Wien und Umgebung teilnehmen. Erwartet werden auch Teilnehmer aus der Steiermark. Denn das Kulturreferat der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) an der Universität Graz hat einen Bus organisiert, für den man sich im Vorhinein zwar anmelden muss, dafür dann aber gerade am 24. Jänner gratis nach Wien und zurück nach Graz fahren kann. Im Beschreibungstext der Facebookveranstaltung „Kultref goes Wien” und auch im ÖH-Newsletter, der in der Regel an alle Studenten der Karl-Franzens-Universität Graz ausgeschickt wird, schreibt das Referat: „Nicht nur Graz hat ein reiches, kulturelles Angebot, sondern auch Wien”.

Neben fünf kulturellen Veranstaltungen findet sich allerdings auch der Hinweis auf die Facebookveranstaltung zur Demonstration der „Offensive gegen Rechts”. Im ÖH-Newsletter wurde sogar direkt darauf verlinkt. „Wer genug von rechter Provokation hat, kann sich der Demo gegen den Akademikerball anschließen”, heißt es seitens des Kulturreferats sowohl im ÖH-Newsletter als auch in der Beschreibung der Facebookveranstaltung. Auch der Kommunistische Studentenverband (KSV) weist auf seiner Facebookseite auf die Busfahrt nach Wien hin: „Antifa heißt Busfahren. Am 24. Jänner gratis nach Wien zur Demo gegen den FPÖ-Burschiball!”

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