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Islamkritikerin

CDU-Politikerinnen ignorieren Gefahr des politischen Islam

Außerdem würden sich Linke und Grüne nicht trauen, das Kopftuchtragen, das Frauen und Mädchen zu Sexobjekten degradiere, zu kritisieren.

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<p>Bild: Seyran Ates / Bild: via <a href="https://www.flickr.com/photos/boellstiftung/28282434205/">Flickr</a> [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/">CC BY-SA 2.0</a>] (Bildausschnitt) </p>

Bild: Seyran Ates / Bild: via Flickr [CC BY-SA 2.0] (Bildausschnitt)

Augsburg. Die Juristin und Islamkritikerin Seyran Ates hat führenden Politikerinnen der Union vorgeworfen, den politischen Islam zu verharmlosen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) nähmen die Gefahren durch Gruppen wie die Muslimbruderschaft nicht wahr. „Ich sehe nicht, dass sie für die Dinge, für die ich mich einsetze, ein offenes Ohr haben“, sagte sie im Gespräch mit der Augsburger Allgemeinen.

Es braucht keinen „Deutschenhass“

Gleichzeitig monierte die Gründerin eines liberalen Moschee-Projektes den deutschen Selbsthass im Umgang mit anderen Kulturen. Der Achtundsechziger Generation warf sie vor, heute Verständnis für Islamisten zu haben. Es gebe aber muslimische Migranten und Organisationen, wie die Muslimbrüder, die in manchen Belangen „sogar rechts von der AfD“ stehen würden. „Dafür sind Teile aus dem linken Milieu blind“. Die Ursache dafür, dass es die AfD gibt, sehe sie darin, dass die etablierten Parteien Themen wie die Migration „lange verpennt“ haben. Es brauche keine „Opferdiskurse“ und keinen „Deutschenhass“. Es brauche auch keine selbst ernannten „Ausländerfreunde“, die „ganz entsetzt sind“, wenn man sagt, dass viele Menschen auch wegen der deutschen Kultur nach Deutschland wollen.

Ates übt Kritik am Kopftuch

Im Gespräch mit der Augsuburger Allgemeinen kritisierte sie auch, dass einige die islamische Identität feiern würden, während sie die deutschen Identitären „zu Recht“ verachten. In dem Zusammenhang warf sie Linken und Grünen vor, sich nicht zu trauen, das Kopftuchtragen von Mädchen zu kritisieren. Diese Kleidervorschrift degradiere Frauen und Mädchen zu Sexobjekten, die Männer schon durch das Zeigen ihrer Haare lockten. „Diese Degradierung hat sich heute schon so weit fortentwickelt, dass bereits kleine Mädchen hauptsächlich als sexuelle Wesen gesehen werden. Also müssen auch sie bedeckt werden, damit Männer in der Öffentlichkeit nicht durch sie gereizt werden.“ Ates stört sich besonders daran, dass gewisse Feministinnen oder Linke Sexualisierung in der Werbung oder in Filmen scharf kritisieren, aber wenn es um das Kopftuch geht, „vor einer Einschränkung der Religionsfreiheit warnen.“

Kinderehe und Zwangsehe verstärkt Thema

Erst im Mai hatte Ates vor falscher Toleranz gegenüber moslemischen Bräuchen während des Fastenomants gewarnt. Insbesondere in Schulen dürften die Sitten keinen Einfluss auf den Unterricht gewinnen. Sie erklärt weiter, dass die Menschen in Deutschland bei Migranten Dinge akzeptieren würden, die in der Bundesrepublik eigentlich schon lange verpönt seien. Dabei geht es nicht nur um das Kopftuch, sondern auch um Themen wie Kinderehe, Zwangsehe und Religiosität, die wieder verstärkt aufkommen. „Wenn es um Kinder geht, die im Alter von 14 oder 15 Jahren verheiratet werden, gibt es Leute, die die Altersgrenzen heruntersetzen wollen, damit man diese Ehen aufrechterhalten kann“, kritisiert Ates.

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