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Gesellschaft

Islamkritikerin: CDU-Politikerinnen ignorieren Gefahr des politischen Islam

Monika Šimić

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am

Bild: Seyran Ates / Bild: via Flickr [CC BY-SA 2.0] (Bildausschnitt)

Außerdem würden sich Linke und Grüne nicht trauen, das Kopftuchtragen, das Frauen und Mädchen zu Sexobjekten degradiere, zu kritisieren.

Augsburg. Die Juristin und Islamkritikerin Seyran Ates hat führenden Politikerinnen der Union vorgeworfen, den politischen Islam zu verharmlosen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) nähmen die Gefahren durch Gruppen wie die Muslimbruderschaft nicht wahr. „Ich sehe nicht, dass sie für die Dinge, für die ich mich einsetze, ein offenes Ohr haben”, sagte sie im Gespräch mit der Augsburger Allgemeinen.

Es braucht keinen „Deutschenhass”

Gleichzeitig monierte die Gründerin eines liberalen Moschee-Projektes den deutschen Selbsthass im Umgang mit anderen Kulturen. Der Achtundsechziger Generation warf sie vor, heute Verständnis für Islamisten zu haben. Es gebe aber muslimische Migranten und Organisationen, wie die Muslimbrüder, die in manchen Belangen „sogar rechts von der AfD” stehen würden. „Dafür sind Teile aus dem linken Milieu blind”. Die Ursache dafür, dass es die AfD gibt, sehe sie darin, dass die etablierten Parteien Themen wie die Migration „lange verpennt” haben. Es brauche keine „Opferdiskurse” und keinen „Deutschenhass”. Es brauche auch keine selbst ernannten „Ausländerfreunde”, die „ganz entsetzt sind”, wenn man sagt, dass viele Menschen auch wegen der deutschen Kultur nach Deutschland wollen.

Ates übt Kritik am Kopftuch

Im Gespräch mit der Augsuburger Allgemeinen kritisierte sie auch, dass einige die islamische Identität feiern würden, während sie die deutschen Identitären „zu Recht” verachten. In dem Zusammenhang warf sie Linken und Grünen vor, sich nicht zu trauen, das Kopftuchtragen von Mädchen zu kritisieren. Diese Kleidervorschrift degradiere Frauen und Mädchen zu Sexobjekten, die Männer schon durch das Zeigen ihrer Haare lockten. „Diese Degradierung hat sich heute schon so weit fortentwickelt, dass bereits kleine Mädchen hauptsächlich als sexuelle Wesen gesehen werden. Also müssen auch sie bedeckt werden, damit Männer in der Öffentlichkeit nicht durch sie gereizt werden.” Ates stört sich besonders daran, dass gewisse Feministinnen oder Linke Sexualisierung in der Werbung oder in Filmen scharf kritisieren, aber wenn es um das Kopftuch geht, „vor einer Einschränkung der Religionsfreiheit warnen.”

Kinderehe und Zwangsehe verstärkt Thema

Erst im Mai hatte Ates vor falscher Toleranz gegenüber moslemischen Bräuchen während des Fastenomants gewarnt. Insbesondere in Schulen dürften die Sitten keinen Einfluss auf den Unterricht gewinnen. Sie erklärt weiter, dass die Menschen in Deutschland bei Migranten Dinge akzeptieren würden, die in der Bundesrepublik eigentlich schon lange verpönt seien. Dabei geht es nicht nur um das Kopftuch, sondern auch um Themen wie Kinderehe, Zwangsehe und Religiosität, die wieder verstärkt aufkommen. „Wenn es um Kinder geht, die im Alter von 14 oder 15 Jahren verheiratet werden, gibt es Leute, die die Altersgrenzen heruntersetzen wollen, damit man diese Ehen aufrechterhalten kann”, kritisiert Ates.

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3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Zickenschulze

    7. August 2019 at 10:57

    Diese Randfiguren, aber leider in zentraler Stellenbesetzung mit ihrer Doppelmoral und ihrem Islam-Chauffieren haben es noch nicht erfasst; sie sind bereits weg vom Fenster.

  2. Avatar

    Klasube

    7. August 2019 at 12:08

    Die Juristin und Islamkritikerin Seyran Ates hat führenden Politikerinnen der Union vorgeworfen, den politischen Islam zu verharmlosen.”
    Recht hat sie! Diesen Vorwurf muss man aber richtigerweise auch vielen anderen machen – und zwar deutlich und lautstark.
    Ich bewundere den Mut dieser Frau, die aus den Reihen anderer Anhänger des „friedlichen Islam” Todesdrohungen erhält und seit langem unter Polizeischutz steht…!

    • Avatar

      Saure Gurke

      8. August 2019 at 0:50

      friedlichen Islam”

      Klar, das Eingangstor zur Falle.
      Es gibt nur einen Islam.

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Gesellschaft

Merkel: „Eine Pandemie kennt keine Feiertage“

Joshua Hahn

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Angesichts der aktuellen Situation hat die Bundesregierung beschlossen, die Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus bis nach Ostern zu verlängern. Die Bundeskanzlerin forderte außerdem die Bevölkerung dazu auf, auf Familienbesuche zu verzichten.

Berlin. – Laut Bericht der „Tagesschau“ gab Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach einer Telefonkonferenz mit den Ministerpräsidenten der Länder bekannt, dass die Maßnahmen bis mindestens zum 19. April gültig seien. Insbesondere in Bezug auf die anstehenden Feiertage richtete die Kanzlerin den dringenden Appell an die Bürger, auf Familienbesuche zu verzichten: „Eine Pandemie kennt keine Feiertage“.

 „Weit entfernt“ von Zielen

Merkel zufolge sei man „weit davon entfernt“, die vorgesehenen Ziele bei der Bekämpfung des Coronavirus zu erreichen. Es sei nicht unwahrscheinlich, dass die Maßnahmen auch nach der aktuellen Frist fortbestehen müssten. Aktuell zumindest sei eine Lockerung der Maßnahmen „bei weitem“ nicht denkbar.

Laut Bericht der „Bild“ bestätigte auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) diese Tendenz und warnte vor „voreiligen Exit-Debatten“ – trotz dem teils positiven Trend in Deutschland. Bislang sind in Deutschland im Vergleich zu vielen anderen Ländern trotz teilweise hoher Zahlen von Erkrankten vergleichsweise wenige Patienten an Covid-19 verstorben.

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Gesellschaft

Grazer Volkskundemuseum sucht Objekte aus dem Corona-Alltag

Monika Šimić

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Das Volkskundemuseum möchte den aktuellen Umgang mit der Pandemie dokumentieren und die verschiedensten Objekte sammeln, die den Alltag in Zeiten von Corona sichtbar machen.

Graz. – Dass die Corona-Krise Auswirkungen auf alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens hat, merkt man schon an der von diesem Thema dominierten medialen Berichterstattung. Weil der Einfluss so groß ist, hat sich das Grazer Volkskundemuseum dazu entschlossen, seine Dauerausstellung neu zu konzipieren. Das Museum will nun Dokumente und Objekte sammeln, die den Alltag in Zeiten des Coronavirus sichtbar machen.

Notizen, Tagebücher, Fotos

Corona erfordert von uns allen neues Alltagshandeln und auch Strategien, mit dieser schwierigen und sich tagtäglich ändernden Situation zurechtzukommen. Das Volkskundemuseum möchte den aktuellen Umgang mit der Pandemie dokumentieren und sammelt deshalb Notizen und Objekte, die den Alltag in Zeiten von Corona sichtbar machen”, beschreibt Kuratiorin Birgit Johler den Aufruf. Es sei ein wichtiges Anliegen, auch Veränderungen und Einschnitte in die Gesellschaft zu dokumentieren, wie es auf der Website des Volkskundemuseums heißt. Gesucht werden daher die unterschiedlichsten Dinge, die den neuen Alltag der Menschen wiederspiegeln. Laut Beschreibung auf der Website fällt eine Aufmunterung für Mitbewohner ebenso darunter wie ein Zeichen nachbarschaftlicher Unterstützung, eine Dankesbekundung für geleistete Hilfe, ein Tagebuch oder Auszüge davon, ein Foto von getroffenen Schutzmaßnahmen in der Arbeit oder ein Familienvideo an die Großeltern.

Jeder kann mitmachen

Auch wenn das Museum seit 7. Jänner geschlossen hat, schlafen die für die neue Ausstellung Verantwortlichen nicht. Man baue bereits um und eröffne im Frühjar 2021, heißt es auf der Seite weiter. Themenbereiche der Ausstellung sollen zunehmender Wohlstand, steigender Konsum, Herkunft, Veränderungen in der Arbeitswelt, Mobilität und Migration (in die und aus der Steiermark), Umwelt, Gegenkultur und Gegentrends oder etwa „richtig wichtig ‚Steirisches” sein.

Wer dem Museum Objekte für die „Corona-Ausstellung” zur Verfügung stellen möchte, kann über ein Webformular Kontakt mit dem dafür zuständigen Mitarbeiter aufnehmen und dabei auch gleich Objektvorschläge einreichen. Hier geht’s zum Formular!

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BKA-Chef nennt Attentat von Hanau „eindeutig rechtsextremistisch”

Stefan Juritz

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Das Bundeskriminalamt (BKA) hält das Attentat von Hanau doch für rassistisch motiviert. Medienberichte über einen anderslautenden BKA-Abschlussbericht wies der Chef der Behörde zurück.

Berlin/Hanau. – Vor wenigen Tagen hatten mehrere deutsche Medien wie die Süddeutsche Zeitung und der NDR unter Berufung auf einen Abschlussbericht des Bundeskriminalamts (BKA) berichtet,  dass die Ermittler den Anschlag von Hanau nicht als rechtsextremistisch bewerten. Demnach hätte der Schütze Tobias R. seine Opfer so ausgewählt, um größtmögliche Aufmerksamkeit für seinen Verschwörungstheorien über Geheimdienste zu bekommen, Rassismus sei jedoch nicht das Hauptmotiv gewesen. Auch die Tagesstimme übernahm diese Informationen in ihrer Berichterstattung.

BKA-Chef dementiert

Am Dienstag wies BKA-Chef Holger Münch entsprechende Meldungen zurück. Auf Twitter dementierte er, dass einen solchen Abschlussbericht derzeit gebe und betonte, dass die Ermittlungen weiter andauerten. Trotz der laut Münch weiter laufenden Ermittlungen ist für ihn jedoch klar: „Das BKA bewertet die Tat als eindeutig rechtsextremistisch. Die Tatbegehung beruhte auf rassistischen Motiven.“

Attentat von Hanau

Mitte Februar hatte Tobias R. an mehreren Orten in der hessischen Stadt Hanau neun Menschen mit ausländischen Wurzeln erschossen. Später fand die Polizei ihn und seine Mutter tot in seiner Wohnung auf. Die Ermittler gehen davon aus, dass er zuerst seine Mutter und dann sich selbst erschoss. In einem 24-seitigen Bekennerschreiben fanden sich fremdenfeindliche Passage und verschwörungstheoretische Ansichten, die auf eine psychische Störung hindeuten. So glaubte Tobias R., er werde von einem Geheimdienst überwacht, der sogar Gedanken lesen („mind controll”) und Menschen steuern könne.

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