Freilich-Studie über die „Grünen“ veröffentlicht!Mehr erfahren 

Die neue Ausgabe des Freilich-Magazins ist erschienen.

Norbert Hofer

„Koalition mit SPÖ nicht möglich“

Die SPÖ befände sich in einer Phase der Schwäche, weshalb diese Variante schon rechnerisch nicht möglich wäre, so Hofer.

2 Minuten Lesezeit
<p>Bild: FPÖ-Klubobmann Norbert Hofer / Ailura, CC BY-SA 3.0 AT [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/at/deed.en">CC BY-SA 3.0 at</a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:20161204_Bundespr%C3%A4sidentenwahl_5012.jpg">via Wikimedia Commons</a> (Bild zugeschnitten)</p>

Bild: FPÖ-Klubobmann Norbert Hofer / Ailura, CC BY-SA 3.0 AT [CC BY-SA 3.0 at], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Wien. Erst kürzlich hat sich der burgenländische FPÖ-Obmann Johann Tschürtz für eine rot-blaue Koalition auf Bundesebene nach der Nationalratswahl ausgesprochen. „Vielleicht wenn die SPÖ ein bisschen zulegt und wir auch ein bisschen zulegen, würde ich mir sogar wünschen, dass es einen Bundeskanzler Hans Peter Doskozil mit einem Vizekanzler Norbert Hofer gibt“, sagte Tschürtz. Doch der designierte FPÖ-Bundesparteiobmann Norbert Hofer stellte sich nun gegen diesen Wunsch. In einer Aussendung bekräftigt er das Ziel der FPÖ, die Koalition mit der ÖVP fortzusetzen.

SPÖ in „Phase der Schwäche“

„Ich habe Verständnis dafür, dass Johann Tschürtz aufgrund der guten Zusammenarbeit zwischen SPÖ und FPÖ im Burgenland auch andere Koalitionsvarianten andenkt. Auch ich schätze Hans Peter Doskozil. Eine Koalition zwischen SPÖ und FPÖ nach der Nationalratswahl am 29. September ist jedoch nicht möglich“, sagte Hofer. Die SPÖ befände sich in einer Phase der Schwäche, weshalb diese Variante schon rechnerisch nicht möglich wäre, so Hofer.

Zudem würden weite Teile der SPÖ eine Koalition mit der FPÖ im Rahmen einer Ausgrenzungsstrategie weiterhin ausschließen. Hofer rechnet zudem damit, dass die SPÖ nach der Nationalratswahl nicht in der Regierung vertreten sein wird und außerdem hinter die FPÖ zurückfallen könnte. „Und ich werde sicherlich nicht den Dritten zum Ersten machen“, hält Norbert Hofer fest.

Fortsetzung von Schwarz-Blau

Die FPÖ betonte vielmehr, dass sie die bei einer „Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher hoch geschätzte Arbeitskoalition mit der ÖVP“ fortsetzen wollen. Voraussetzung dafür sei aber, dass die FPÖ so stark werde, dass sich eine Koalition der ÖVP mit den Grünen nicht ausgehe. „Ein starkes Wahlergebnis wird auch Grundlage dafür sein, dass die Vorstellungen der FPÖ hinsichtlich der inhaltlichen und personellen Weichenstellungen umsetzbar sein werden“, so Hofer.

Treffen mit Kurz erst nach der Wahl

Ein Treffen mit ÖVP-Obmann Sebastian Kurz hat Hofer abgesagt. „Ich habe das Treffen auf nach dem Wahltag verschieben lassen. In der Hitze des Wahlkampfes sind Arbeitsgespräche nicht sinnvoll. Es ist besser, sich nach der Wahl zusammenzusetzen“, erklärt Hofer in der Tageszeitung Österreich.

Obwohl Hofer eine Koalition seiner FPÖ mit der SPÖ ausgeschlossen hat, warnte ÖVP-Generalsekretär Karl Nehammer in einer Aussendung neuerlich vor einer rot-blauen Zusammenarbeit. Seiner Ansicht nach nimmt Rot-Blau mit der Aussage von Tschürtz Form an.

Cover der Freilich-Ausgabe #10
Freilich Nr. 11 "Schlecht gerüstet" erschienen!
Der Soldat allein ist längst kein freier Mann mehr. Und um den Zustand der heimischen Armeen steht es schlecht. Dabei drohen uns immer mehr Gefahren. Wie die Zukunft des Krieges aussieht und ob wir dafür gerüstet sind, lesen Sie in unserer aktuellen Ausgabe des FREILICH Magazins.
Jetzt abonnieren