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Gesellschaft

Neues von rechts: AfD-Wahlkampf, Strache & „Die Wutbürger”

Stefan Juritz

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By Gregor Tatschl from Österreich (Heinz-Christian Strache (_IMG6709)) [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons (Zugeschnitten und Größe angepasst)

Die AfD steht vor sehr erfolgreichen Landtagswahlen in Ostdeutschland. Ex-FPÖ-Chef Strache sprach mit RT Deutsch über die Hintergründe der Ibiza-Affäre. Und die Bürgerinitiative Ein Prozent stellt in einem neuen Video die Berliner Rockgruppe Die Wutbürger vor.

Die ostdeutschen Bundesländer befinden sich aktuell im Wahlkampf-Modus. Im September wird in Sachsen und Brandenburg gewählt, im Oktober ist Thüringen dran – und die AfD legt in den Umfragen immer weiter zu (Die Tagestimme berichtete). Der identitäre Influencer Alex Malenki hat sich deshalb auf die Straße begeben und die Wahlplakate der verschiedenen Parteien aus patriotischer Sicht verglichen:

Gewalt gegen AfD

Dass der Wahlkampf trotz guter Umfragewerte für viele AfD-Helfer nicht immer ganz so einfach ist, zeigt ein aktueller Fall aus Dresden. Dort wurde am vergangenen Samstag der sächsische AfD-Vize Joachim Keiler bei einem Infostand tätlich angegriffen (Die Tagesstimme berichtete).

Bereits in der Nacht von Donnerstag auf Freitag hatten mutmaßliche Linksextremisten einen Farbanschlag auf das Büro des sächsischen AfD-Kandidaten Thomas Dietz in Lugau (Erzgebirge) verübt. „Es ist ungeheuerlich, dass feige Linksextremisten im Schutz der Dunkelheit operieren, wie Schläger- und Zerstörungstrupps totalitärer Regimes”, erklärte AfD-Pressesprecher Andreas Harlaß dazu.

Kubitschek und Kaiser stellen Sezession Nr. 91 vor

Am kanal schnellroda stellen Götz Kubitschek und Benedikt Kaiser die aktuelle Sommer-Ausgabe der rechtsintellektuellen Zeitschrift Sezession vor. In diesem offenen Themenheft finden sich unter anderem ein Autorenporträt zu Antoine de Saint-Exupéry (Benedikt Kaiser), sieben Thesen über den Konservatismus (Gerd-Klaus Kaltenbrunner), ein Beitrag über den „Menschheits(alp)traum Künstliche Intelligenz” (Michael Wiesberg), eine konservative Bilanz zu „Wir ’89er” (Ellen Kositza), Ausführungen über Christentum, Islam und Aufklärung (Caroline Sommerfeld) sowie mehrere Rezensionen. Zur Feder gegriffen haben in diesem Heft auch Götz Kubitschek, Siegfried Gerlich, Stefan Scheil, Erik Lehnert, Marcel Kehlberg und Seyed Alireza Mousavi.

Herbst-Ausgabe TUMULT

Am 5. September erscheint die nächste Ausgabe der Vierteljahresschrift TUMULT. Die Herbst-Ausgabe kann hier bereits vorbestellt werden: [email protected]‑online.de

Berufsverband Nordafrikanischer Schlepper”

Neues gibt es auch von den deutschen Identitären. Am vergangenen Dienstag protestierten die Aktivisten gegen die in Rostock vorherrschende Asylpolitik. „Heute bekam der Oberbürgermeister von #Rostock einen Dankesbesuch vom ‚Berufsverband Nordafrikanischer Schlepper’. Ohne die Zusage von #Methling zur Aufnahme von 20 Migranten, wäre die Geschäftsgrundlage der Schlepper zerstört”, heißt es in der Stellungnahme der Identitären.

Strache gibt RT-Interview

Für Aufsehen sorgt in Österreich aktuell ein Interview, das Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache dem russlandnahen Sender RT Deutsch gegeben hat. Im ausführlichen Gespräch mit Thomas Fasbender äußert sich Strache zu Details und Hintergründen der Ibiza-Affäre:

RFJ Leibnitz gründet neue Stadtgruppe

Am 16. August gründet die FPÖ-Vorfeldorganisation Ring Freiheitlicher Jugend eine neue Ortsgruppe in der steirischen Stadt Leibnitz. Als Ehrengäste werden FPÖ-Bezirksobmann Gerhard Hirschmann und FPÖ-Stadtrat Daniel Kos anwesend sein. Die Veranstaltung findet ab 19 Uhr im Restaurant Römerhof statt.

Facebook löscht „Laut Gedacht”

Auf Facebook nimmt die Zensur gegen patriotische und rechte Stimmen weiter zu. Vor wenigen Tagen löschte der US-Konzern die Seite des rechten Satire-Formats Laut Gedacht. Man findet das Projekt aber weiterhin auf YouTube, Twitter und Telegram.

Am Donnerstag erschien auch die letzte Folge Laut Gedacht vor ihrer Sommerpause:

Lügenpresse

Der österreichische Journalist, Publizist und patriotische YouTuber Roman Möseneder spricht in einem aktuellen Video „über die Arbeit der Lügenpresse an den Beispielen Frankfurt und Stuttgart”:

Laut, urig, unangepasst: „Die Wutbürger”

Einen Beitrag zur patriotischen Gegenkultur bringt wiederum Ein Prozent: Die Bürgerinitiative hat die patriotische Rockgruppe Die Wutbürger in ihrem Studio in Berlin besucht. Im Video, das im Telegram-Kanal und im Rundbrief von Ein Prozent bereits veröffentlicht worden ist, erzählen die Musiker unter anderem über die Anfänge der Band und warum sie Musik machen.

1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Avatar

    Zickenschulze

    13. August 2019 at 5:48

    Strache kommt für mich einfach nicht 100% überzeugend rüber, und sei es der Presse wegen.
    Er hat einen Wählerauftrag mit ca. 10.000 Stimmen mehr als erforderlich , eingefahren.
    Er nimmt nicht an weil, weil, weil .…
    Alles ein Schmus.
    Hier den Gentleman zu fahren, bringt weder ihm noch seinem Wähler etwas.
    An seinem neuen Arbeitsplatz, einem Umfeld lauter Wortbrechern und politischen Amateur Akrobaten wertet dies seine Mitwelt nur als Schwäche.
    Hauen und Stechen wird dort als gegeben und gängiges wenn nicht als erforderliches Verhalten gemäß dem Hause vorausgesetzt.

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Gesellschaft

Animal Crossing”: Für PETA ist das Nintendo-Spiel nicht vegan genug

Stefan Juritz

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am

Die Tierrechtsorganisation stört es, dass man in dem Nintendo-Spiel unter anderem Fische angelt und Insekten fängt. 

Das neue Nintendo-Videospiel „Animal Crossing: New Horizons” ist aktuell sehr beliebt und gilt eigentlich als äußerst kinderfreundlich. In der Inselaufbau-Simulation leben Menschen und Tiere eigentlich friedlich zusammen. Doch für die Tierschutzorganisation PETA ist das Spiel nicht vegan genug, weil man dort zum Beispiel Fische angeln und Insekten fangen kann. Aus diesem Grund hat PETA eine Anleitung veröffentlicht, wie man „Animal Crossing” richtig vegan spielt und keinen Tieren schadet.

Vegan leben auch im Videospiel

In dem veröffentlichten „PETA’s Vegan Guide to ‘Animal Crossing: New Horizons’” schreibt die Tierschutzorganisation etwa: „Fischen ist nicht vegan! Du solltest im wirklichen Leben nicht fischen, also solltest du das auch nicht im Spiel tun.” PETA kritisiert, das Spiel fördere missbräuchliches Verhalten gegenüber Fischen und Insekten, anstatt sie als „lebende, atmende und fühlende Individuen” zu betrachten. „Deine Insel sollte ein sicherer Ort für alle Tiere sein, egal ob groß oder klein”, heißt es in der Anleitung. Außerdem finden sich in dem „Guide” weitere Tipps, wie man sich als Veganer im Spiel gegenüber Tieren richtig verhält, was man essen und wie man sich kleiden sollte.

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Deutschland

Berlin: Auto von AfD-Politiker Frank-Christian Hansel angezündet

Joshua Hahn

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Die Polizei schließt eine Brandstiftung mit politischem Motiv nicht aus, der Staatsschutz ermittelt.

Berlin. – Wie die Polizei bestätigt, brannte in der Nacht zum Montag das Auto des Parlamentarischen Geschäftsführers der Abgeordnetenhaus-Fraktion der AfD Berlin, Frank-Christian Hansel, aus. Der AfD-Politiker sprach auf Twitter von einer „linken Gewaltorgie“ und kritisierte die restlichen Parteien für die fehlende Verurteilung solcher Taten: „Es ist die bürgerliche Mitte, die hier angegriffen wird.”

Serie von Brandanschlägen

Der Fall gliedert sich in eine Reihe von linksextremen Brandanschlägen gegen den politischen Gegner ein. So wurde erst am 10. März das Auto des Berliner Landesvorsitzenden Nicolaus Fest angezündet. Kurz zuvor wurde der Wagen des Vorsitzenden Chrupalla in Sachsen zerstört. Der innenpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Gottfried Curio, wurde ebenfalls Opfer einer Straftat: Mutmaßliche Linksextremisten schlugen zwei Fenster seiner Wohnung ein und beschmierten die Fassade unter anderem mit dem Spruch „Curio hat mitgeschossen“. Offenbar sollte damit ein Bezug zum Amoklauf von Hanau hergestellt werden. Nach der Tat wurde ein Bekennerschreiben auf einer linksextremen Plattform veröffentlicht. Der Fraktionsvorsitzende Georg Pazderski verurteilte die Straftaten scharf und erklärte: „Trotz Hetze und Gewalt lässt sich die AfD nicht einschüchtern“.

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Gesellschaft

Bürger protestieren gegen ORF-Berichterstattung über Ungarn

Julian Schernthaner

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Die Berichterstattung des öffentlich-rechtlichen ORF über die Corona-Maßnahmen in unserem Nachbarland Ungarn sorgt für Unmut bei so manchem Bürger.

Wien. – Die Darstellung in etablierten Medien, wonach Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán quasi das Parlament ausgeschalten habe, stößt offenbar nicht auf ungeteilte Zustimmung. Bereits in der Vorwoche wandte sich Andor Nagy, der ungarische Botschafter in Wien, mit einem offenen Brief an ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz – Die Tagesstimme berichtete.

Kreativer Protest vor Ungarn-Botschaft und ORF

Paul W., ein Bürger aus dem Bundesland Salzburg, tat es ihm nun gleich und brachte seine eigenen Protest mit  Bildern zum Ausdruck. Der einstige Manager eines mittelständischen Unternehmens positionierte sich mit einem Schild vor der ungarischen Botschaft in der Wiener Bankgasse. Etwas später wiederholte er seinen Protest auch noch vor dem ORF-Zentrum am Küniglberg. Auf den Bildern steht in deutscher und ungarischer Sprache eine Solidaritätsbekundung mit dem Nachbarland.

Als Österreicher bitte ich Ministerpräsident Viktor Orbán um Verzeihung für die hetzende Berichterstattung des ORF gegen Ungarn und seine Regierung.”

Bei der Botschaft, so der Salzburger, habe man sich mit positivem Amusement über die Aktion gefreut. Die Nachfrage der Tagesstimme, ob er fürchte, aufgrund der strengen Corona-Maßnahmen ins Visier der Behörden zu geraten, verneinte W. Seine Lebensgefährtin sei ungarische Staatsbürgerin, er habe in ihrer Vertretung ohnehin einen unaufschiebbaren Behördengang zu erledigen gehabt. Da habe er einfach das Praktische und das Nützliche miteinander verbunden, erklärte er.

Konservativer Arzt hinterfragt Anti-Ungarn-Sentiment

Aber auch Personen mit einem etwas größeren öffentlichen Bekanntheitsgrad äußerten sich in sozialen Medien ähnlich deutlich. Marcus Franz, bekannter Wiener Arzt, konservativer Kommentator und einstiger Nationalratsabgeordneter, hinterfragte die Motive der Debatte. Der Beitrag polarisierte und rief dutzende Antworten hervor. Beinahe tausend Leute gefiel der Beitrag, über 100 Nutzer retweeteten ihn.

Justizministerin begeisterte im ZIB-Interview

In der patriotischen Publizistik hatte die Debatte auch abseits des Botschafter-Briefs in der Vorwoche hohe Wellen geschlagen. Dabei sorgte insbesondere der Auftritt der ungarischen Justizministerin Judit Varga für Furore. Diese bot ZiB2-Anchor Armin Wolf unaufgeregt die Stirn. Als dieser fragte, weshalb Kritiker Ungarn einen diktatorischen Stil vorwärfen, konterte sie: Es handle sich dabei um den liberalen Mainstream, der schnell diejenigen marginalisiere, welche sich ihm nicht anschlössen.

Ungarn bringt Corona-Aktionsplan auf den Weg

Ungarn stellte unterdessen am Montag seinen Corona-Aktionsplan vor. Im Mittelpunkt stehen Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft, 2.000 Mrd. Forint (ca 6 Mrd. Euro) stehen für die Unterstützung von Unternehmen bereit, weitere 450 Mrd. Forint sollen in Investitionen für neue Arbeitsplätze fließen. Bei Kurzarbeitern will der Staat einen Teil der Löhne übernehmen. Auch Familien und Pensionisten sollen profitieren, letztere bekommen ab 2021 vier Jahre lang eine dreizehnte Pensionauszahlung.


Weiterlesen: 

Ungarns Botschafter kritisiert ORF-Berichterstattung über Orbán-Dekret (31.3.2020)

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