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Gesellschaft

Papst Franziskus: „Zuerst Europa, dann jeder von uns”

Monika Šimić

Veröffentlicht

am

Bild: Papst Franziskus / Casa Rosada (
Argentina Presidency of the Nation
)
[CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Zu den großen Aufgaben Europas gehöre jetzt der ernsthafte Dialog. Dabei müssen der Leitgedanke sein: „Zuerst Europa, dann jeder von uns”, so der Papst.

Turin. In einem Interview mit der italienischen Tageszeitung La Stampa hat Papst Franziskus vor einer Auflösung des vereinten Europas und einem Souveränismus gewarnt, der zu neuen Kriegen führen könne: „Europa kann und darf sich nicht auflösen”. Die Vision der Gründerväter habe Bestand gehabt, weil sie eine Verwirklichung der Einheit des Kontinents sei.

Papst besorgt

Zufrieden äußerte sich Franziskus über die Wahl Ursula von der Leyens zur neuen EU-Kommissionspräsidentin. „Eine Frau kann geeignet sein, die Kräfte der Gründerväter wiederzubeleben”, denn „Frauen haben die Fähigkeit zu verbinden, zu einen”, so der Papst. Kritisch wandte er sich gegen neu aufkommende souveräne Alleingänge von Nationalstaaten. „Ich bin in Sorge, weil man Reden hört, die denen von Hitler 1934 ähneln: ‚Zuerst wir. Wir …, wir …‘ – das ist ein Denken, das Angst macht“, sagte der Papst. Natürlich müsse ein Land souverän sein, es dürfe sich aber nicht isolieren. „Der Souveränismus ist eine Übertreibung, die immer schlecht endet: Sie führt zum Krieg.”

Identität ist ein Reichtum”

Zu den großen Aufgaben Europas gehöre jetzt der ernsthafte Dialog. Dabei müssen der Leitgedanke sein: „Zuerst Europa, dann jeder von uns.” Letzteres sei keineswegs unwichtig, aber Vorrang habe Europa. Zur Rolle nationaler und kultureller Identitäten in Europa verwies der Papst auf den ökumenischen Dialog. Auch dieser müsse immer erst von der eigenen konfessionellen Identität ausgehen. Identität dürfe nicht verhandelbar, müsse aber integrierbar sein. Das Problem sei, dass man sich in der eigenen Identität verschließe und sich nicht öffne. „Identität ist ein Reichtum – kulturell, national, geschichtlich, künstlerisch – jedes Land hat seine eigene”, so Franziskus. All das aber müsse im Dialog eingebracht und integriert werden.

Häfen sollen für Migranten offen bleiben

Der Papst hat sich auch zur Migration nach Europa geäußert. Nach seinen Aussagen ist diese Herausforderung ebenfalls nur gemeinsam und im Dialog zu lösen. Dazu müssten Häfen aber offen bleiben und dürften nicht geschlossen werden. Zur Verteilung und Integration von Migranten in Europa verwies Franziskus unter anderem auf Länder, in denen ländliche Regionen teils unter erheblichem Bevölkerungsschwund litten. Dort könnten Gruppen von Migranten angesiedelt werden, die diese Gegenden wiederbelebten. Zudem würden in der Landwirtschaft vielerorts dringend Arbeitskräfte gesucht.

Um die Flucht aus Kriegsgründen zu beenden, müssten Friedensbemühungen verstärkt werden. Gegen die Migration aus Gründen von Armut und Hunger, insbesondere aus Afrika, brauche es dort Investitionen, um den Menschen zu helfen, ihre Probleme selbst zu lösen, forderte der Papst.

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7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    Rainer Seifert

    12. August 2019 at 18:01

    In ländlichen Regioen sollte man also Migranten ansiedeln. Werden die dann von Rom alimentiert oder was? Warum wohl leiden ländlichje Regionen unter Bevölkerungsschwund?

    Der Papst hat von Asylanten genau so viel Ahnung wie die deutschen Bischöfe vom Kinderkriegen

    • Avatar

      Zickenschulze

      13. August 2019 at 2:13

      Doch, hat er schon. Er vertritt aber die Interessen der NWO.

  2. Avatar

    Zickenschulze

    12. August 2019 at 22:54

    Hilf Dir selber, hilft dir Gott.

    Das scheint er aber vergessen zu haben.
    Es gibt auch genug Bibelstellen, die klar und ausreichend deutlich genug hervorheben, dass die Liebe zu sich selbst in der allerersten Rangordnung steht.

  3. Avatar

    cai neun

    12. August 2019 at 23:50

    Die Menschen Europsas sollten sich bewusst werden, dass es KEINer chritlichen Führer bedarf. Es benötigt Menschen, die sich ihres gesunden Menschenverstandes bewusst sind buw. wieder werden und sich nicht entsprechend indoktrinieren lassen sollten.

    • Avatar

      Zickenschulze

      13. August 2019 at 15:31

      Was Papst Franziskus verkündet hat nix mit christlicher Lehre zu tun. Er stellt die Worte Petri einfach auf den Kopf und damit hat sichs für ihn.

  4. Avatar

    Thomas

    13. August 2019 at 19:21

    Was für ein Dummschwätzer,
    wie soll sich Europa „auflösen”???
    Kippt jemand tonnenweise Säure über den Kontinent, wie die Amis Napalm in Vietnam, oder wie?? Der Vollpfosten redet von der EU, die wiederum nicht Europa darstellt, weil nur ein Teil davon. Aber klar doch, wenn die EU untergeht, was für alle in der EU seienden Völker wünschenswert wäre, dann würden seine und den Hintermännern ihre Träume der Neuen Weltordnung wieder in ferne Zukunft rücken.

  5. Avatar

    Wahr-Sager

    13. August 2019 at 22:29

    Ich glaube, Papst Franziskus ist der Antichrist. Dafür spricht u. a. auch, dass die Massenmedien ihn goutieren.

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Gesellschaft

Wegen Coronavirus: Islamrat fordert Geld für Moscheegemeinden

Joshua Hahn

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Aufgrund der anhaltenden Krise hat der Islamrat in Deutschland die finanziellen Folgen für seine Gemeinden bemängelt und Hilfe von der Regierung gefordert.

Berlin. – Wie die „Junge Freiheit“ berichtet, erklärte der Vorsitzende des Islamrats, Burhan Kesici, gegenüber der „Islamischen Zeitung“, dass die gegenwärtig geltenden Einschränkungen des Alltagslebens die Moscheegemeinden hart treffen würden: „Sie brauchen jetzt finanzielle Unterstützung, um die nächsten Wochen und Monate zu überstehen“. Trotzdem unterstütze man die Ausgangsbeschränkungen „uneingeschränkt“. Man habe bereits vor der offiziellen Einführung eigene Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus getroffen, denn „der Schutz des Lebens und die Gesundheit sind uns von Allah anvertraut und genießen höchste Priorität“.

Kein Geld mehr wegen ausbleibenden Gebeten

Seitdem die Gemeinden geschlossen sein müssen und somit auch die Freitagsgebete entfallen, sei ein „beträchtlicher Teil der Spenden“ weggefallen. Folglich sorge man sich um die künftige Finanzierung der Imame und die Bezahlung von Mietkosten. Um größeres Übel abzuwenden, solle nun die Bundesregierung handeln: „Viele Moscheegemeinden leisten einen unschätzbar wichtigen Beitrag für die Gemeinschaft, tragen zum Zusammenhalt bei und engagieren sich in Städten und Kommunen“. Die muslimische Gemeinde nun finanziell alleine zu lassen, wäre „fatal“.

Kesici ist seit 2015 Vorsitzender des Islamrates für Deutschland. Außerdem ist er tätig im Beirat für islamischen Religionsunterricht in Nordrhein-Westfalen.

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Gesellschaft

Österreich: Ab Mittwoch gilt Maskenpflicht in Supermärkten

Stefan Juritz

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 „Es ist die Ruhe vor dem Sturm”, fasst Bundeskanzler Kurz die Situation zusammen.

Wien. –  Die österreichische Bundesregierung weitet ihre Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus weiter aus. So will die Regierung gefährdete Personen besser schützen, indem sie beruflich freigestellt oder verpflichtend ins Homeoffice müssen. Die bisherigen Maßnahmen werden außerdem rigoroser kontrolliert und zusätzlich setzt man auf das Tragen von Masken in der Öffentlichkeit, wie Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bekannt gab.

Masken in Supermärkten

Bei Einkäufen in Supermärkten wird künftig jeder Kunde eine Schutzmaske (Mund-Nasen-Schutz) tragen müssen. Verteilt werden sollen die Masken an den Supermarkt-Eingängen voraussichtlich ab Mittwoch. Dies hängt noch davon ab, ob bis dahin genügend Masken in Österreich vorhanden sind.

Kurz betonte außerdem, dass das Tragen der Masken kein Ersatz für Abstand zwischen den Menschen ist, sondern lediglich die Übertragung des Virus durch die Luft eindämmen soll. Außerdem sollen die Masken in Zukunft überall getragen werden, wo man an Menschen vorbeigeht.

Weiters werden in Österreich touristische Übernachtungen untersagt. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) gab bekannt, dass alle Hotels schließen müssen.

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Gesellschaft

Neues von rechts: Ernst Jünger, Anbruch & Podcast

Stefan Juritz

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Ernst Jünger wäre heute 125 Jahre alt geworden. Die erste Ausgabe des Anbruch-Magazins ist erschienen. Und es gibt nun einen rechten Podcast zur Corona-Krise.

Heute vor genau 125 Jahren wurde der deutsche Schriftsteller, Insektenkundler und Kriegsveteran Ernst Jünger in Heidelberg geboren. Am Online-Blog der konservativen Jungen Freiheit schreibt deshalb Ingo Langner über Ernst Jünger und  „Das Rätsel der Konversion”. Am Blog Sezession veröffentlichte Chefredakteur Götz Kubitschek einen „ungeschliffen[n] Text über eine Lesung in Sarajewo zum Tod Ernst Jüngers”: „Der Herr im Eigenen – Jünger zum 125. Geburtstag”

Wer gerne E‑Books liest, sollte jetzt übrigens auf Amazon zugreifen. Dort gibt es aktuell sämtliche Werke in 22 Bänden für 29,99 Euro.

Erste Ausgabe des Anbruch-Magazins erschienen

Passend zum 125. Jubiläum hat auch das Anbruch-Magazin in seiner ersten Ausgabe Ernst Jünger zum Paten des Heftes auserkoren. „Wir widmen ihm nicht nur einen ausführlichen Beitrag, der ihn als prototypischen Abenteuer beleuchtet, sondern zeigen auch seine anderen, weniger bekannten Seiten: Der Eros, die Kunst, der Waldgang und auch der Tod rücken in unserer Blickfeld.”

Die erste Ausgabe des Magazin kann hier bestellt werden: MAGAZIN #01 – Abenteuer

Thor Kunkel: „Wörterbuch der Lügenpresse”

Mittlerweile ist auch das neue Buch von Thor Kunkel erschienen. Es ist beim Kopp Verlag erschienen und trägt den Namen „Wörterbuch der Lügenpresse” und erklärt, „warum eine ideologisch manipulierte Sprache unser Denken blockiert – und was wir dagegen tun können”.

In der Verlagsbeschreibung heißt es: „Dieses Buch ist auch eine Einladung an alle, sich aktiv der Infantilisierung ihrer Sprache – und ihres Denkens – zu widersetzen und selbst zu Aktivisten zu werden. Es ist auch ein »Trainingslagerbuch« mit vielen Tipps aus der Praxis. Holen wir uns unsere Sprache zurück!”

Das Buch kann beispielsweise hier bestellt werden: „Thor Kunkel: Das Wörterbuch der Lügenpresse”

Podcast zur Corona-Krise

Das patriotische Bürgernetzwerk Ein Prozent, die Zeitschrift Sezession, der Verlag Antaios und das Magazin Freilich haben gemeinsam ein neues Podcast-Projekt namens „Lagebesprechung” ins Leben gerufen und informieren ab sofort über die Corona-Krise. „Dabei wollen wir breit aufgestellt sein: Wirtschaft, Gesundheit, Bürger- und Verbraucherrechte – wir informieren sachgerecht und mit verschiedenen, kompetenten Gästen”, heißt es am Freilich-Blog dazu. Die ersten beiden Folgen „Das Ende der Globalisierung?” und „Ausgangssperren – sinnvoll oder gefährlich?” sind bereits online. Man kann sie auf den Blogs von Ein Prozent und Freilich, aber auch auf Spotify, iTunes und anderen Portalen anhören.

Ebenfalls auf Podcasts setzt jetzt übrigens der oberösterreichische Wochenblick. Da aufgrund der aktuellen Corona-Krise das TV-Programm nicht mehr umgesetzt werden kann, gibt es nun von den Redakteuren kurze Podcasts als Ersatz. Hier: https://www.wochenblick.tv/kanal/podcast/

 „Jutta Ditfurth im Corona-Fieber”

Ebenfalls ganz im Zeichen der Corona-Krise steht die neue Folge Laut Gedacht:

Die AfD und ihr „Flügel”

Die parteiinterne Strömung in der AfD, „Der Flügel”, wird bis spätestens Ende April alle eigenen Aktivitäten einstellen. Das hatte zuvor der AfD-Bundesvorstand gefordert und wird nun offenbar auch umgesetzt. Die „Flügel”-Mitinitiatoren Björn Höcke und Andreas Kalbitz veröffentlichten am Dienstag eine gemeinsame Erklärung dazu. Die Tagesstimme veröffentlichte den Text ungekürzt: „AfD-‚Flügel’ gibt Ende der Aktivitäten bekannt”

Darin heißt es etwa deutlich: „Grundsätzlich kann nicht aufgelöst werden, was formal nicht existiert. Um die Einheit der Partei zu wahren und das Projekt einer politischen Alternative für Deutschland nicht zu gefährden, haben Björn Höcke und Andreas Kalbitz jedoch entschieden, diesem Wunsch nachzukommen. Wir fordern alle, die sich der Interessensgemeinschaft angehörig fühlen, auf, bis zum 30. April ihre Aktivitäten im Rahmen des Flügels einzustellen.”

Pro & Contra „Der Flügel”

Die Diskussion um den „Flügel” wurde auch auf der Tagesstimme geführt. Dazu ließ die Redaktion zwei Autoren mit zwei völlig unterschiedlichen Positionen zu Wort kommen.

Patrick Pana, stellvertretender Vorsitzender der Jungen Alternative Hessen, stellt sich demonstrativ hinter den „Flügel” und fordert einen solidarischen Umgang: „Es ist dem Flügel zu verdanken, dass die AfD noch eine Alternative ist”

Georg Pazderski, Berliner AfD-Fraktionschef, lässt hingegen kein gutes Haar am „Flügel”. Er kritisiert Rhetorik und Grenzüberschreitungen: „Ohne den Flügel wird die AfD erfolgreicher sein”

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