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Deutschland

Ex-Bundestagspräsident Thierse (SPD) warnt Ostdeutsche vor AfD-Wahl

Julian Schernthaner

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Der frühere sozialdemokratische Bundestagspräsident Wolfgang Thierse rät den Bürgern in Brandenburg, Sachsen und Thüringen von einer Wahl der patriotischen AfD ab.

Berlin. – Wie die Junge Freiheit unter Berufung auf das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet, richtete Thierse einen Appell an die Bürger jener drei neuen Bundesländer, in denen noch im Herbst ein neuer Landtag gewählt wird. Die AfD verfügt in allen dreien über ausgezeichnete Umfrageergebnisse, rittert in Sachsen und Brandenburg sogar um den ersten Platz.

Thierse: AfD will „Gegenteil“ der Forderungen von 1989

Thierse, selbst ein ehemaliges Kind der DDR, bittet seine „ostdeutschen Landsleute geradezu flehentlich“, dass diese den „Unterschied wahrnehmen“ zwischen den Zielen der Demonstranten von 1989 und „dem, was die AfD jetzt beabsichtigt.“

Die Menschen in der DDR hätten seiner Ansicht nach damals nämlich für „Freiheit, Weltoffenheit, Überwindung von Grenzen“ protestiert. Es erfülle ihn deshalb „mit schmerzlicher Betroffenheit“ anzusehen, dass die AfD diese Anliegen nun „ins Gegenteil verkehren“ wolle.

Wendepolitiker werfen AfD „Geschichtslüge“ vor

Außerdem rügte er den Umgang der Partei mit der ostdeutschen Geschichte. Am Wochenende gehörte er zu den Erstunterzeichnern einer Erklärung mehrerer Wendepolitiker und DDR-Bürgerrechtler. Sie werfen der AfD vor, das Erbe der friedlichen Revolution von 1989 für ihren eigenen Wahlkampf zu instrumentalisieren und zu missbrauchen. Unter den Erstunterzeichner fanden sich vor allem zahlreiche heutige Politiker der SPD und Grünen.

Diese Erklärung kritisiert insbesondere, dass die AfD angeblich versuche, „die DDR mit der jetzigen Bundesrepublik gleichzusetzen. Die Parteispitze würde sich als „Vollender einer angeblich unvollkommenen Revolution“ anpreisen und „zum Aufstand aufrufen“. Damit würde die Partei eine „Geschichtslüge“ verbreiten. Gerade dieser Vorwurf ist besonders pikant – wird dieses Wort doch in der Regel mit dem Geschichtsnarrativ der DDR in Verbindung verwendet.

AfD: Gibt keine „wirkliche Meinungsfreiheit“

Zuvor hatte die AfD Brandenburg im Vorfeld des Urnengangs mit der Parole „Vollende die Wende“ als Aufruf zur „friedlichen Revolution auf dem Stimmzettel“ für Aufsehen gesorgt. Die Partei beklagt auf der eigens geschaffenen Website „Wende 2.0“ etwa, dass sich „viele Hoffnungen“ welche Menschen in die „erste Wende“ gesetzt hätten, sich „bis heute nicht erfüllt“ hätten.

Weder gäbe es eine „Gleichheit der Lebensverhältnisse zwischen West und Ost, noch eine „wirkliche Meinungsfreiheit“. Andersdenkende würden auch heutzutage „unterdrückt, wie es einst die Stasi tat“. Dafür würde man „halbstaatliche Institutionen“ mit Millionen Euro Steuergeld“ unterstützen, um „regierungskritische Bürger mundtot zu machen“.

AfD will „friedliche Revolution auf dem Stimmzettel“

Letzterer Vorwurf richtet sich wohl vor allem gegen die umstrittene Amadeu-Antonio-Stiftung. Diese gab erst in der Vorwoche eine Anti-AfD-Broschüre heraus. Bei der Vorstellung riefen deren Akteure zum „gesamtgesellschaftlichen Konsens zur Ächtung“ der patriotischen Partei auf – Die Tagesstimme berichtete.

Die Brandenburger würden sich solche Zustände allerdings „nicht länger bieten lassen“. Diese würden vielmehr „gleichen Lohn, gleiche Renten, gute Bildung für alle, konsequentes Umgehen mit abgelehnten Asylbewerbern und kriminellen Ausländern, ein kinder- und familienfreundliches Brandenburg“. Die AfD würde ihnen diese Aussichten bieten können.

4 Comments

4 Comments

  1. Avatar

    Joachim Datko

    21. August 2019 at 17:45

    Die AfD ist die Partei meiner Wahl!

    Sie ist die einzige Partei, die sich gegen die massive Einwanderung aus dem Nahen Osten und aus Afrika stemmt. Ich fürchte eine Völkerwanderung aus Afrika nach Deutschland.

    Joachim Datko Ingenieur, Physiker

  2. Avatar

    Rainer Seifert

    21. August 2019 at 18:51

    Die Menschen in der DDR hätten seiner Ansicht nach damals nämlich für „Freiheit, Weltoffenheit, Überwindung von Grenzen“ protestiert. sagt der Herr Thierse.

    Ob er auch noch eine Ahnung hat, was diese darunter verstanden? Doch wohl kaum die Überfltung unseres Landes und unserer Sozialsxsteme mit überwiegend Wirtschaftsasylanten und syrischen Kriegsflüchtlingen, von denen sich etliche hin und wieder einen Heimaturlaub gönnen.

    Neuerdings tauchen von Journalisten auch gerade zu abenteuerliche Quoten auf, wie viele Asylanten bereits eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung fanden. Mal abgesehen davon, dass mir die Quote von fast 50% sehr suspekt vorkommt. Aber würde nicht gerne auch noch so mancher Deutsche oder EU Ausländer vom Ein-Euro-job oder als mini-jobber dort hinein rutschen?

  3. Avatar

    Zickenschulze

    22. August 2019 at 0:07

    Es wird immer Leute geben, die dem Struwwelpeter zur Nachahmung gewogen und andere, die ihn als Verkörperung der Ungezogenheit hingestellt sehen.

    Wer meint, soll Thierse nachlaufen.
    Diese Gesellschaft nähert sich ohnehin mit großen Schritten einem Schluss mit deplatziertem lustig.

  4. Avatar

    Walter

    22. August 2019 at 0:24

    Schön wie die Wendehälse und sonstige Geschichtslügner und Verdreher jetzt auf der Bildfläche erscheinen. Jahre haben sie zugesehen und mit gemacht die Bürger im Osten immer zu benachteiligen. Die Amadeu‐Antonio‐Stiftung ist doch nur ein Deckmantel unter dem eine neue Spitzelorganisation eine Stasi 3.0 aufgebaut wird. Natürlich mit den Segen der Altparteien. Jetzt bekommen sie Muffensausen da sie sehe, im Osten ist man nicht mehr so gutgläubig wie im Westen und

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